Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

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Ganesh Himal + Shringi Himal

 

Landkarte des Ganesh Himal
Unter den folgend hinterlegten Links finden Sie die Landkarten der angrenzenden Gebiete des Manaslu Himal und des tibetischen Langtang Himal.

Satellitenbild des Ganesh Himal von Norden
(Bitte öffnen Sie das Bild in doppelter Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Auf diesem Bild ist erkennbar, dass der Himalaya keine Wassercheide ist. Die Flüsse, die unmittelbar nördlich der schneebedeckten Berge entspringen,
durchbrechen das Gebirge nach Süden. Hier sind es der Kyirong (links) und der Tom Khola (rechts). Diese Flüsse gab es bereits vor Hebung des Gebirges;
sie haben sich mit dessen Hebung immer tiefer eingegraben.
Die Wasserscheide zwischen den großen Flusssystemen des Tsangpo (Brahmaputra) in Tibet und des Ganges in Indien sehen wir am unteren Rand des Bildes.
Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

Quellen der Detail-Informationen:

- Finmap: Namrun 1:50.000, Blatt 2884 - 08
- Finmap: Nile 1.50.000, Blatt 2885 - 05
- Finmap: Ganesh Himal 1:50.000, Blatt 2885 - 09
- Nepa Maps: Ganesh Himal 1:83.000

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

Öffnen Sie die Bilder im Großformat!
            Dort sind dann auch die Beschriftungen gut lesbar.

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"  
Gipfelliste Berge in Nepal 
- Bildergalerien zum Ganesh Himal 

Anmerkung zu "weißen Flecken" auf chinesischem Staatsgebiet

Zu der Region des chinesischen Staatsgebietes fehlen mir geeignete Karten für die Detailangaben. Wer mir hier in irgendeiner Weise behilflich sein kann und will, möge sich hier mit mir in Verbindung setzen.

Beschreibung der Topografie der Region und Hinweise zu Besteigungen:

Vorbemerkung zu obiger Karte: Das Gebiet des Ganesh Himal ist in den Karten der nepalesischen Verlage teilweise sehr mangelhaft dargestellt. Die einzig zuverlässige Quelle sind die Finmap-Karten, aber auch dort ist nicht alles vollständig kartiert. Ich habe versucht, diese Schwächen anhand anderer Auswertungen einigermaßen zu beseitigen.

Die hier beschriebene Region zwischen dem Manaslu Himal im Westen und dem Langtang Himal im Osten wird von relativ wenigen Touristen besucht. Wer das Budhi Gandaki-Tal von Süden heraufkommt, hat meist das Gebiet des Manaslu zum Ziel. Wer im Osten das Tal des Bhote Kosi nach Syabru Bensi hinauffährt, verfolgt in der Regel die Route weiter nach Nordosten in das Langtang Valley oder zu den Seen bei Gosainkund.

Der Ganesh Himal ist ein hauptsächlich in der Nord-Süd-Richtung verlaufender Gebirgskamm, der der Grenze zwischen Nepal und China folgt. Im Süden schwenkt er auf eine kurze Strecke nach Osten, so dass es dort über die Gipfel Ganesh II, IV, II und V auch eine nach Süden ausgerichtete Gebirgsflanke gibt. Im Westen des Ganesh Himal verläuft das tief eingeschnittene Tal des Budhi Gandaki bzw. im Norden das Tal des Nebenflusses Tsum Chu. Jenseits des Tsum Chu steht im Nordwesten die kleine Gebirgsgruppe des Shringi Himal. Im Osten des Grenzkammes verläuft das Tal des Kyirong Tsangpo. Dieses trockene Tal auf chinesischem Staatsgebiet ist praktisch unbekannt; Bildmaterial steht mir leider nicht zur Verfügung. Das Tal ist durch eine Straße vom Peiku Tso in Tibet erschlossen; angeblich gibt es von chinesischen Büros geleitete Jeep-Touren.

Die Nummerierung der Ganesh-Gipfel mit den römischen Ziffern I bis VII ist bei Ganesh III bis VI sehr verwirrend, denn die Reihenfolge entspricht nicht der Höhe in absteigender Folge. Es waren einst andere Höhen zugrunde gelegt, die eine andere "Rangordnung" der Gipfel ergaben. Diese Rangordnung stimmt jetzt nicht mehr, die römischen Ziffern wurden allerdings nicht "versetzt". Hilfreich sind zum Teil die Alternativnamen. Die Gipfel seien zur Klarheit hier nochmals aufgeführt:

Ganesh I (Yangra Kangri), 7422 m, Erstbesteigung 1955
Ganesh II, 7118 m, Erstbesteigung 1979
Ganesh III (Salasungo), 7043 (in der Randordnung Nr. 4), Erstbesteigung 1981
Ganesh IV (Pabil), 7104 m (in der Rangordnung Nr. 3), Erstbesteigung 1978
Ganesh V (Lapsang Karpo), 6770 m (in der Rangordnung Nr. 6, Erstbesteigung 1980
Ganesh VI, 6908 m (eigentlich nur ein Nebengipfel des Ganesh II, in der Rangordnung Nr. 5)
Ganesh VII, 6640 m

(1) Blick aus dem Flugzeug nach Norden auf die Gipfel des Ganesh-Himal
Foto: John + Kath Morrison
; Beschriftung: Günter Seyfferth

Betrachten wird den Ganesh Himal zunächst von Süden und Südosten. An die Südflanke des Ganesh Himal gelangt man durch das östlich des Budhi Gandaki gelegene Tal des Anku Khola. Von dort führt ein aussichtsreicher Trek auf den Gebirkskamm zwischen Anku Khola und Trishulu Ganga. Auf diesem Gebirgskamm bewegt man sich in Höhen um die 4000 m. Im Norden stehen die Gipfel Ganesh II bis Ganesh V sowie der Paldor. Im Nordosten stehen die Berge des Langtang Himal. Im Westen sind die Gipfel des Manaslu Himal zu sehen.

 

(2) Blick vom Sing La nach Norden zu den Ganseh-Gipfeln
Foto: Pierre Martin, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nach der Wanderung über die Höhenkämme Singla Danda, Tiru Danda und Pangsang Danda führt der Weg zum Paldor Basecamp auf 4280 m Höhe auf der Südseite dieses Vorgipfels der Ganesh-Kette. Weiter geht es hinauf nach Nordosten zum Lake Camp am Rinamo Hill. Vom dortigen Passübergang sieht man hinein in die Südostflanke der Ganesh-Berge mit dem Sangjung-Tal und dem gleichnamigen Gletscher. Links des Tals steht der Paldor (5903 m, Erstbesteigung 1949), am Talende der Ganesh III (7043 m) und rechts der Ganesh V (6770 m). Jenseits des Grenzkammes auf tibetischen Gebiet ist der niedrigste der Ganeshgipfel, der Ganesh VII (6640 m) zu sehen (siehe folgendes Bild).

(3) Blick von Rinamo Hill (von Südosten) zum Paldor (5903 m, links),
Ganesh III (7043 m), Ganesh V (6770 m) und Ganesh VII (6640 m).
In Bildmitte das Sangjung-Tal
Foto: Pierre Martin, google.com

Der erste Abstieg führt an der Zunge des Sangyung-Gletschers vorbei, von dem aus wieder der Ganesh III zu sehen ist:

(4) Der Sangjung-Gletscher mit dem Ganesh III (7043 m, Salasungo) im Hintergrund.
Foto: Pierre, google.com

Der Weg aus diesem Gebiet heraus führt weiter nach Osten zum Talort Syabru Bensi (1460 m) am Bhote Koshi. Syabru Bensi ist Ausgangspunkt für die Unternehmungen im Langtang Himal.

Den nördlichen Bereich des Ganesh Himal mit dem Tsum Valley erreicht man über das Tal des Budhi Gandaki. Bei Tatopani, wo das Tal eng wird, befindet man sich nicht einmal auf 1000 m Höhe. Auch bei Philim, wo der Weg aus dem Tal des Budhi Gandaki hinauf in das Tsum Valley nördlich der Ganesh-Gipfel führt, ist man erst knapp 1600 m hoch. Entsprechend steil ragen die Bergwände beidseits des Tales auf. Die Ganesh-Gipfel sind vom Talboden nicht zu sehen. Im Norden, lange Zeit vor Augen, steht der Shringi Himal (7161 m), hinter dessen Gipfel sich der etwas höhere Chamar (7165 m, Erstbesteigung 1953) verbirgt. Der gesamte Gebirgszug mit diesen Gipfeln heißt Shringi Himal.

(5) Shringi Himal (7161 m) und P 6639 von Süden aus dem Tal des Budhi Gandaki.
Vor diesem Gebirgsstock zweigt das Tsum Valley nach rechts ab.
Foto: Marie-Louise Theuwissen; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nördlich von Philim mündet von Nordosten das Tal des Tsum Chu. Das Tal des Budhi Gandanki hingegen schwenkt nach Nordwesten und führt an den Fuß des Manaslu. Westlich der Talgabelung ist der Khalchuman Lake in 3750 m Höhe ein guter Aussichtspunkt in Richtung Manaslu und in Richtung des Shringi Himal:

(6) Blick vom Khalchuman Lake nach Nordosten zum Shringi Himal (7161m/7165 m)
Der Talgrund des Budhi Gandaki, von dem aus nach rechts in das Tal des Tsum Chu gegangen wird, liegt auf nur 1600 m Höhe. Der Shringi Himal steht also 5565 (!) Höhenmeter über dem Talboden.
Foto: TheCoolnature, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der höchste Gipfel des Shringi Himal, der Chamar, wurde im Jahr 1953 erstmals von einer neuseeeländischen Expedition bestiegen.

(7) Shringi Himal und Ganesh Himal vom Manaslu-Basislager (von WNW)
Foto: Derek Boniecki, Calgary;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Das Tsum Valley liegt zwischen dem Gebirgsstock des Shringi Himal im Nordwesten und den Ganesh-Gipfeln im Südosten bzw. dem daran nordöstlich anschließenden Gebirgskamm entlang der Grenze zwischen Nepal und Tibet. Bei Domje zweigt das Tal des Langdang Khola nach Südosten ab, begrenzt von den mächtigen Wänden des Ganesh I, des Ganesh IV und des Ganesh II.

Das Tsum Valley ist im unteren Teil eine tiefe und von Steilwänden begrenzte Schlucht. Die Zugangswege führen an den Hängen entlang. Bis in die Nähe von Chumlin verläuft der Weg am Südhang des Tales und quert vor dem Ort über eine Hängebrücke auf die Nordseite.

(8) Blick vom Weg nach Chumlin zum Shringi Himal
Die Schlucht des Tsum Chu ist zunächst so tief eingeschnitten, dass nur wenig
von den umgebenden Gipfeln zu sehen ist. Auf obigem Bild verdeckt der Felskopf links der Bildmitte
den Hauptgipfel des Shringi Himal, d.h. man sieht nur die Vorgipfel rechts davon,
die auch auf Bild Nr. 6 zu sehen sind.
Foto: Mike Mellinger, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nachdem über die Hängebrücke auf die Nordseite des Tales gewechselt wurde, wird die Ortschaft Chumlin erreicht, von der aus im Osten die Gipfel des Churke Himal sichtbar sind:

(9) Blick von Chumlin nach Osten zum Churke Himal
Vor dem Bergsporn in Bildmitte mündet von rechts (von Südosten) das Tal des Langdang Khola ein.
Das Tsum Valley wendet sich dort nach links (nach Nordosten).
Über die Gipfel verläuft die Grenze zwischen Nepal und China.
Foto: mtncanyon, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Bei Domje auf 2460 m Höhe (am Fuß des Bergsporns auf vorstehendem Bild) erreicht der Pfad, der bis dorthin noch oberhalb der Schlucht verläuft, endlich den Talboden. Da von diesem Punkt aus noch nicht allzu viel von den Ganesh-Gipfeln zu sehen ist, empfiehlt sich der Abstecher in das Tal des Langdang Khola. Um dieses Tal gruppieren sich die höchsten Gipfel des Ganesh Himal: Ganesh I (Yangra Kangri, 7422 m), Ganesh II (7118 m) und Ganesh IV (Pabil, 7104 m). Am östlichen Talhang gibt es das lohnende Ziel des kleinen Klosters Langdang Gompa:

(10) Blick von Langdang Gompa zum Ganesh I (7422 m, Yangra Kangri),
Ganesh III (7043 m, Salasungo) und Ganesh II (7118 m)
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Ganesh I wurde erstmals im Jahr 1955 von einer französisch/schweizerischen Expedition bestiegen, der Ganesh II im Jahr 1979 von einer japanischen und der Ganesh III im Jahr 1981 von einer deutschen Expedition. Der hier nicht sichtbare Ganesh IV (7108 m, hinter dem Ganesh II) fand 1978 in einer japanischen Expedition seine Bezwinger.

(11) Blick von Langdang Gompa zum Ganesh I (7422 m, Yangra Kangri)
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien

(12) Blick von Langdang Gompa zum Ganesh II und zum Lumbo Himal
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Bei gutem Wetter lohnt auf jeden Fall ein Vorstoß zum Langdang-Gletscher - entweder entlang der östlichen Moräne des Langdan-Gletschers oder entlang der westlichen Moräne.

(13) Blick von der westlichen Moräne des Langdang-Gletschers nach Süden
auf den Talabschluss mit P 6863 und Ganesh IV (7104 m, Pabil, ganz rechts)
Da man sich hier im Vergleich zu Bild Nr. 10 und 11 bereits deutlich näher am Talschluss befindet,
ist der Ganesh III links neben P 6863 verdeckt.
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien

(14) Blick von der westlichen Moräne des Langdang-Gletschers nach Osten zum Ganesh I
Der Fotograf stand hier auf etwa 4000 m Höhe sehr nah vor der Westwand des Ganesh I, der noch gut 3400 Höhenmeter über ihm aufragt, und musste folglich die Kamera noch oben richten. Dadurch wirkt die Perspektive sehr verkürzt, d.h. der wahre Höhenunterschied wird auf dem Bild nicht deutlich;
es ist immerhin die doppelte Höhe der Eiger-Nordwand.
Auf Bild Nr. 10 und 11 aus größerer Entfernung sind die Verhältnisse realistischer abgebildet
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien

Beim Verlassen des Landgdang-Tales nach Nordwesten geht der Blick auf die hohen Gipfel des Manaslu Himal:

 

 (15) Blick von Landang Gompa nach Westen zum Manaslu Himal
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien
; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das Tal des Tsum Chu steigt ab Domje nochmals steil an. Auch hier hat sich der Fluss am südlichen Rand des Tales tief eingegraben. Der Weg führt folglich wieder am Nordhang des Tales entlang hinauf nach Chhokun (3040 m). Von diesem Aufstieg über rund 550 Höhenmeter besteht eine gute Aussicht zurück auf den Ganesh II, den Lumbo Himal und und hinaus nach Westen zum Boudha Himal, der zum Manaslu Himal zählt. Bei Chhokun wird in 3040 m Höhe eine Terrasse am Nordhang des Tales erreicht, die ca. 7 km weiter östlich bei der Ortschaft Nakyu in den breiten Talboden übergeht, wo der Fluss nicht mehr in einem Einschnitt verläuft.

(16) Blick vom westlichen Ortsrand Chhokuns nach Osten zu den Gipfeln des Churke Himal
Links hinten sind die gut 6100 m hohen Vorgipfel des Langpo Kangri (6648 m) zu sehen.
Foto: Mike Mellinger, www.flickr.com

Der Fotograf der folgenden beiden Bilder hat sich die Mühe gemacht, von Chhokun etwa 800 Höhenmeter nach Nordwesten am Hang hinaufzusteigen, um eine bessere Sicht auf die Gipfel zu erlangen. Dort wurden dann auch Ganesh I und Ganesh II wieder sichtbar:

(17) Blick aus ca. 3850 m Höhe nordwestlich von Chhokun zum Langpo Kangri (6648 m),
zu den Gipfeln des Churke Himal und zum Ganesh I (7422 m)
Hinter dem dunklen Bergrücken rechts im Vordergrund liegt das Tal des Langdang Khola;
wor die Bilder Nr. 10 bis 15 entstanden sind.
Foto: Sonam Tsumba, www.panoramio.com; Beschriftung; Günter Seyfferth

 (18) Blick aus ca. 3850 m Höhe nordwestlich von Chhokun
zum Ganesh II (7118 m) und Lumbo Himal (6250 m)
Foto: Sonam Tsumba, www.panoramio.com

Das Trogtal steigt auf etwa 17 km Länge ab Chhokun (3030 m) nur mäßig an, über die Orte Nakyu, Lamagau und Phurbe bis nach Chhule und Nile, beide auf etwa 3350 m Höhe gelegen.

 (19) Rückblick aus der Nähe der Ortschaft Nakyu nach West-Südwest
auf Gipfel des Manaslu Himal
Im Vordergrund ist die breite Hangterrasse mit der Ortschaft Chhokun im Hintergrund zu sehen.
Bild Nr. 16 zeigte den entgegengesetzten Blick.
Der Fluss des Tales verläuft links in einem tiefer gelegenen Einschnitt, der aber erst
etwa 2 km weiter nordöstlich (im Rücken des Betrachters) beginnt.
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien; Beschriftung: Günter Seyfferth

Rechts begleiten den talaufwärts gehenden Wanderer die Berge, die wir auf Bild Nr. 16 sehen, links begleiten ihn Felswände, die nur gelegentlich einen Blick auf die oberhalb stehenden 6000er freigeben:

(20) Blick aus der Umgebung von Rachen Gompa nach Nordwesten zum Langju Himal (6426 m)
Foto: mtncanyon, www.flickr.com

Chhule und Nile sind die letzten bewohnten Orte des Tales, wenn man einmal vom Kloster Mu Gompa absieht. Hier verengt sich das Tal, das jetzt genau nach Norden führt und sich 17 km weiter vor den nördlichen Gipfeln der Berge entlang der Grenze in zwei Äste verzweigt, von denen einer genau nach Westen und ein anderer genau nach Osten führt.

 (21) Blick von Nile nach Südosten zu den Vorgipfeln des Langpo Kangri
Im Mittelgrund sind die Häuser von Chhule zu sehen.
Foto: Ashish Bhujel, www.flickr.com

Das erste Ziel auf dem Weg weiter nach Norden ist das Kloster Mu Gompa (3583 m, 9 km von Nile). Auf halbem Weg in dem engen Tal erlaubt ein Einschnitt im Westen einen Blick auf den Langju Himal
(6426 m) bzw. dessen Vorgipfel:

(22) Blick aus ca. 3400 m Höhe nach West-Südwest zum Langju Himal (6426 m)
Foto: Ashish Bhujel, www.flickr.com

(23) Unterhalb von Mu Gompa
Foto:
mtncanyon, www.flickr.com

Bei Mu Gompa auf etwa 3583 m Höhe merkt man den Berghängen an, dass hier bereits eine trockenere Zone erreicht ist. Man befindet sich nördlich der Hauptkette des Himalaya, deren hohe Berge einen großen Teil der Niederschläge, welche der Monsun von Süden heranführt, abfangen. Die Täler ähneln bereits etwas den Trockentälern des tibetischen Hochlandes.

(24) Blick von Mu Gompa durch das Teleobjektiv nach Süden mit dem Ganesh II (7118 m)
In der Bildmiite unten liegt die Ortschaft Chhule, wo Bild Nr. 21 entstanden ist.
Foto: Kim Bannister, google.com

Im Westen oberhalb von Mu Gompa liegen Hochweiden, die einen guten Überblick über die Berge rund um das obere Tsum Valley gewähren:

(25) Blick aus ca. 4200 m Höhe westlich von Mu Gompa nach Südosten bis Süden
zum Langpo Kangri (6648 m) und Ganesh I (7422 m, Yangra Kangri)
Links sehen wir das Tal des Phuchun Khola, rechts das Haupttal, durch das der Wanderer heraufgekommen ist.
Foto: mtncanyon, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nördlich von Mu Gompa wohnt niemand mehr, die Talhänge bis in etwa 4500 m Höhe dienen im Sommer aber als Weideland für das Vieh der Dörfer im Tal. Manche Trekker haben noch den Pass Mailatasachin Bhanjyang (5093 m) zum Ziel. Dies ist der Grenzpass am Ende der östlichen Talverzweigung. Nördlich von Mu Gompa wird nach 6 km der Rastplatz der Rastplatz Kalung in 3820 m Höhe erreicht. Hier vereinigen sich die Täler des Chanmam Khola (von Westen) und des Salbu Khola (von Osten) zum Syar Khola (oder Tsum Chu), dem Hauptfluss des Tsum Valley.

(26) Blick vom Rastplatz Kalung (3820 m) nach Süden
zum Langpo Kangri (6648 m) und Ganesh I (7422 m, Yangra Kangri)
Foto: Bob Carney, www.flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Von Kalung aus kommen Trecks zu den gut 5000 m hoch gelegenen Pässen im Osten und Westen in Frage mit Sicht auf die Berge jenseits der Grenze. Von Grenzüberschreitungen, die hier immer illegal sind, muss aber dringend abgeraten werden.

(27) Blick vom Rastplatz Kalung (3820) nach Norden bis Nordosten
Das Tal nach rechts führt zum Mailatasachin Bhanjyang (siehe folgende Bilder).
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien

Auf dem Weg vom Rastplatz Kalung zum Mailatasachin Bhanjyang im Osten wird meist am Lagerplatz Bhajo Kharka in 4060 m Höhe das Lager aufgeschlagen.

(28) Blick vom Lagerplatz Bhajo Kharka (4060 m) nach Südwesten
zu den Bergen des Chhyosim Himal und des Chamari Himal
Vor den Bergen in Bildmitte befindet sich der Lagerplatz Kalung (siehe Bild Nr. 26 und 27)
Foto: Wolfgang Fuchs, Wien; Beschriftung: Günter Seyfferth

(29) Auf dem Weg zum Mailatasachin Bhanjyang in ca. 4600 m Höhe
Foto: Bob Carney, www.flickr.com

(30) Blick vom Mailatasachin Bhanjyang (5093 m) am nordöstlichen Ende des Tsum Valley
nach Westen auf die Gipfel nördlich des Shringi Himal.
Ganz links ist der Doppelgipfel von Chamar/Shringi Himal zu erkennen.
Foto: Bob Carney, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(31) Blick vom Mailatasachin Bhanjyang (5093 m) nach Osten nach Tibet
Der Blick geht über das Tal des Kyirong Tsangpo hinweg
auf die hohen Sechstausender Chalung Ri (6767 m) und Kabang Ri (6717 m).
Diese Berge bilden das Ende der langen Bergkette auf tibetischem Gebiet,
die im Osten am Shisha Pangma beginnt und nördlich des nepalesischen Langtang Himal verläuft.
An dem gut ausgetretenen Bergpfad nach Tibet hinein erkennt man,
dass zwischen der lokalen Bevölkerung beidseits der Grenze durchaus ein
Handelsverkehr besteht, der von der chinesischen Behörde meistens geduldet wird.
Foto: Bob Carney, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Landkarte zum tibetischen Teil des Langtang Himal, der auf vorstehendem Bild
zu sehen ist, finden Sie
hier.

(32) Blick vom Mailatasachin Bhanjyang (5093 m) nach Osten nach Tibet
(Ausschnitt aus dem vorstehenden Bild.)
Foto: Bob Carney, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

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