Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

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Kanjirowa Himal

Landkarte des Kanjirowa Himal
(Bitte öffnen Sie die Landkarte in 3-facher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Eine Landkarte unter Einschluss der nördlich angrenzenden Gebiete bis nach Tibet finden Sie hier.
Diese größere Landkarte umfasst alle Bereiche des folgenden Satellitenbildes Nr. 1.
Eine einfache Übersichtskarte finden Sie hier.

Quellen der Detail-Informationen:

- Finmap Sheet No. 2982 - 02, Bholbihanchaur; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 03, Purano Mugu; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 04/08, Phophagau; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 06, Mangri; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 07, Mugu; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 10, Dillichaur; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 11, Kanjirowa Himal; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 12, Bhijer; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 14, Sarmi; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 15, Kaigau; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2982 - 16, Phoksumdo Tal; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2983 - 05, Musigau; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2983 - 09, Saldan; 1 : 50.000
- Finmap Sheet No. 2983 - 13, Dho; 1 : 50.000
- Nepa Maps Dolpa, 1 : 125.000
- Nepa Maps Dolpo Circuit, 1:125.000
- Nepa Maps Dolpo & Mugu, 1:150.000

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"  
Gipfelliste Berge in Nepal 
- Bildergalerien zum westlichen Nepal

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben. Leider konnte ich nicht mehr die Namen aller Bildautoren feststellen, nachdem die meisten Picasa-Alben im Web gelöscht wurden. Hinweise auf Bildautoren werden gerne aufgenommen.

Öffnen Sie die Bilder im Großformat!
            Dort sind dann auch die Beschriftungen gut lesbar.

(1) Satellitenbild des Kanjirowa Himal und des Gebirgskamms an der Grenze zu Tibet von Nord-Nordosten
(Bitte öffnen Sie das Bild in dreifacher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Die Landkarte, die alle hier sichtbaren Berge, also auch die Berge im Vordergrund an der Grenze zu Tibet umfasst, finden Sie hier.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

(2) Luftbild des westlichen Kanjirowa Himal von Süden
Foto: Derek Boniecki, Calgary; Beschriftung: Günter Seyfferth

(3) Luftbild des mittleren Kanjirowa Himal von Süden
Foto: Derek Boniecki, Calgary; Beschriftung: Günter Seyfferth

(4) Luftbild des östlichen Kanjirowa Himal von Südwesten
Foto: Derek Boniecki, Calgary; Beschriftung: Günter Seyfferth

Beschreibung der Topografie der Region:

Der Kanjirowa Hima zählt zu den am wenigsten besuchten Regionen des Himalaya - wie alle Regionen des westlichen Nepal. Nur am südlichen und östlichen Rand führen Trekking-Pfade entlang. Wer die Berge von Norden sehen will, muss unter größten Mühen Bergkämme überschreiten und sich - teilweise weglos - durch unbekannte enge Täler quälen. So wie der Kanjirowa Himal selbst ist auch die Region nördlich bis zur tibetischen Grenze vollkommen unbewohnt. Es wäre ein großer Zufall, wenn man dort auch nur einem einzigen Menschen begegnen würde. Vielleicht lockt die Aufgabe, die nördliche, schwierige Variante des Great Himalaya Trail (GHT) zu bewältigen in Zukunft einige unerschrockene Trekker auf diese Route abseits jeglicher Zivilisation. Ins Innere der relativ kleinen Gebirgsgruppe führt ebenfalls keinerlei Trekking-Pfad.

Entsprechend selten ist gutes Fotomaterial und entsprechend schwer war es, das Gebirge vollständig zu beschreiben. Hinsichtlich "Nahaufnahmen" gibt es ein paar Lücken, welche die Besucher dieser Seite verzeihen mögen. Ergänzendes Material ist hochwillkommen.

Der Kanijirowa Himal ist eine relativ kleine Bergruppe nordwestlich des Dhaulagiri Himal und westlich des Upper Dolpo. Im Norden und Nordwesten liegen die noch weniger bekannten Berge entlang der Grenze zwischen Nepal und China. Im Süden und Westen geht das Gebirge in die niedrigeren Regionen der Vorberge des Himalaya über. Nur im Osten grenzt das Gebirge an eine weitere hoch gelegene Region, an Upper Dolpo. In diesem Übergang liegt der wunderbare Hochgebirgssee Phoksumdo Tal auf 3600 m. Dort entlang führt auch der bekannteste Trek von Juphal nach Norden in die Region des Upper Dolpo.

An der Südvariante des GHT liegen die größeren Siedlungen Juphal und Jumla mit ihren kleinen Flughäfen, den Startpunkten für die wenigen Bergsteiger und Trekker, welche den Kanjirowa Himal als Ziel gewählt haben. Zwischen Jumla im Südwesten und Juphal im Südosten verläuft eine Trekking-Route entlang des Südrandes des Gebirges, die leichte Südvariante des GHT. Im östlichen Teil dieser Strecke sollte die Variante über den 5115 m hohen Pass Kagmara La gewählt werden, weil man dort den hohen Gipfeln näher kommt und den wunderbaren Hochgebirgssee Phoksumdo Tal in die Tour einschließen kann. Vom See aus erreicht man über den 5330 m hohen Nangdalo Bhanjyang die Region Upper Dolpo. Die Runde der Sechtstausender des Gebirges hat nur nach Süden eine Öffnung, das Tal des Jagdula Khola. Wer die einschlägigien Landkarten studiert, stellt aber fest, dass auch durch dieses Tal keine Route ins Zentrum führt, zumindest keinen ausgewiesener Pfad, der zu einem Ziel führen würde. Wie bei den meisten Flussläufen des Himalaya ist auch der Unterlauf des Jagdula tief eingeschnitten und lässt keinen Platz für einen gangbaren Weg. Wer ins Zentrum mit den höchsten Gipfeln vorstoßen will, muss sich hoch oben am westlichen Abhang des Tales einen Weg suchen und zuletzt noch einen 5150 m hohen Pass überqueren, um an den Oberlauf des Flusses südwestlich des Kanjirowa South, des mit 6883 m höchsten Gipfels, zu gelangen.

Von Westen oder Osten führt kein gebahnter Weg ins Gebirge; hier wären dann auch schwierige Eisflanken zu bewältigen. Im Norden ist das Gebirge noch abweisender. Von seinen Kämmen stürzen steile Gletscher und Täler hinunter zum tief eingeschnittenen Fluss, der im Osten in den Bergen zwischen Upper Dolpo und Mustang entspringt und sich im Westen schließlich unter dem Namen Mugu Karnali mit dem Humla Karnali zum Karnali Nadi vereint. Der Verlauf dieses Flusses ist wahrhaftig ungewöhnlich, verläuft er doch weit von Osten nach Westen zwischen den dortigen zwei hohen Gebirgszügen des Himalaya, bis er endlich den Weg aus dem Gebirge heraus findet. Wie häufig in Nepal wechselt der Name des Flusses mehrfach auf dem Weg von der Quelle bis zur Mündung. Im Bereich des Kanjirowa Himal liegt die Sohle des Tales auf Höhen zwischen 3300 und 2700 m. Eine gangbare Route dort entlang gibt es nicht. Eine einzige Route führt vom abgelegensten Ort in Upper Dolpo, Pho, hinauf auf einen Bergkamm zwischen 5000 und 5600 m Höhe, von dort hinunter ins Tal des Swaksa Khola, über den 5380 m hohen Yala Bhanjyang in der Nähe der tibetischen Grenze ins weglose Tal des Chyando Khola, wieder hinauf zum 5140 m hohen Chango Bhanjyang und von dort durch das Tal des Chham Khola zum Mugu Khola, wo im Ort Mugu erstmals wieder Menschen angetroffen werden.

Nicht nur das Vordringen ins Zentrum des Gebirges ist schwierig, auch das Umrunden macht große Mühe und erfordert Mut zu Mühen und Qualen. Die Beschreibung beginnt mit dem Zentrum des Gebirges (Abschnitt A) und setzt sich dann fort mit den Ansichten von außen, beginnend in Jumla im Südwesten entlang des Südrandes nach Osten (Abschnitt B) und fortgesetzt mit Ansichten von Osten (Abschnitt C), von Norden (Abschnitt D) und von Nordwesten (Abschnitt E).

A. Ins Zentrum des Gebirges

Das Tal des Jagdula Khola führt von Süden nach Norden ins Zentrum des Gebirges. Der letzte bewohnte Ort ist Hurikot in 2680 m Höhe. Eine kurze Strecke folgt der Weg dem Talboden, ab der Einmündung des Garpup Khola von Osten wird der Talgrund aber unbegehbar. Man muss am Westabhang des Tales hoch hinaufsteigen und schließlich sogar einen 5150 m hohen Pass überqueren, um den Oberlauf des Flusses zu erreichen, um den sich die höchsten Gipfel des Gebirges gruppieren. Das Gehen an den steilen Grashängen ist sehr anstrengend; hinzu kommt der große Höhenunterschied. Streckenweise findet man ausgetretene Pfade, oft muss man sich aber auch als wahrer Pfadfinder betätigen. Der große Höhenunterschied bedingt einige Zeltlager, bevor der höchste Punkt über dem Oberlauf des Jagdula Khola zwischen den Peaks 5401 und 5369 erreicht ist. Das auf halbem Weg von Nordwesten einmündende Tal des Pani Palat Khola eröffnet den Zugang  zu einigen Gipfeln an dessen südwestlicher Begrenzung. Hier ging auch Herbert Tichy, der Erstbesteiger des Cho Oyu, als er im Jahr 1953 die unbekannten westlichen Regionen von Nepal erkundete. Mit dem Sherpa Pasang, ebenfalls Erstbesteiger des Cho Oyu, erreichte er den Gipfel des Peak 6045 (Dudh Kundali). Leider stehen mir von diesem Tal nur einige kleinformatige Bilder von Paulo Grobel zur Verfügung, die aber dennoch (Bilder Nr. 5 bis 10 ohne Vergrößerung) hier gezeigt seien:

(5) Blick aus dem Tal des Pani Palat Khola in ca. 4200 m Höhe nach Nordosten
zum Kasi Dalpha (6386 m) und Peak 5905
Bild Nr. 46 zeigt den Kasi Dalpha von Norden.
Foto: Paulo Grobel

(6) Blick vom Dudh Kundi Tal (4640 m) nach Südwesten zum Peak 6045 (Dudh Kundali)
Foto: Paulo Grobel

(7) Blick vom Gipfel des Peak 6045 (Dudh Kundali) nach Südosten
zur Gipfelkette des Latan Lek
Zum Latan Lek gehören auch die Gipfel, die auf den Bildern Nr. 21 und 22 zu sehen sind
- dort von der Südwestseite.
Foto: Paulo Grobel

(8) Blick vom Gipfel des Peak 6045 (Dudh Kundali) nach Nordosten
mit Kanjirowa South (6883 m), Peak 6281,
Tsho Karpo Kang (6556 m) und Tripura Thumba (6553 m)
Die letzeren beiden Gipfel zeigt auch Bild Nr. 11.
Zu Füßen liegt der See Dudh Kundi. Zwischen dem Tal des Pani Palat Khola im Mittelgrund
und dem Kanjirowa South liegt noch ein Höhenrücken mit einigen Sechstausendern,
der sich in diesem Foto nicht vor dem Hintergrund abhebt.
Foto: Paulo Grobel

(9) Blick zurück vom Übergang ins nächste Seitental
Zu Füßen liegt das Tal des Pani Palat Khola.
Im Hintergrund links der Bildmitte steht der Peak 6045 (Dudh Kundali),
den das folgende Bild vergrößert zeigt.
Foto: Paulo Grobel

(10) Peak 6045 (Dudh Kundali) von Osten
Foto: Paulo Grobel

Ab hier sind die Bilder wieder im Großformat hinterlegt!

Vom Höhenrücken, von dem Bild Nr. 9 aufgenommen wurde, geht der Blick nach Nordosten das Jagdula-Tal hinauf zu den Gipfeln östlich des Kanjirowa South:

(11) Blick vom Übergang aus dem Tal des Pani Palat Khola nach Nordosten
zu den Gipfeln des Tripura Thumba (6553 m)
Links sind die Erhebungen im langen Westgrat des Tsho Karpo Kang zu sehen.
In der vorderen Bildmitte kommt von links der Oberlauf des Jagdula Khola.
Um dieses obere Talbecken zu erreichen, muss links - außerhalb des Bildrandes -
ein 5150 m hoher Pass ersteigen werden.
Foto: Paulo Grobel;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Wenn der Höhenrücken, von dem Bild Nr. 9 aufgenommen wurde, überquert ist, folgen wiederum steile Grashänge im folgenden kurzen Seitental, bis es schließlich steil und weit hinauf zum Pass 5150 zwischen den P 5401 und P 5369 geht. Dann folgen 1000 m Abstieg zum Talgrund. Dieses Innere zu Füßen der hohen Gipfel ist also wahrhaftig nur unter großen Mühen zu erreichen. Aber von den umliegenden Hängen und Gipfeln blickt man auf eine imposante Gipfel- und Gletscherwelt. Am meisten beeindruckt natürlich der höchste Berg des Kanjirowa Himal, der Kanjirowa South, 6883. Der Berg wurde erstmals im Jahr 1970 von einer japanischen Expedition bestiegen.

(12) Blick aus ca. 5300 m Höhe am Westhang des oberen Jagdula-Tales nach Ost-Nordost zum Kanjirowa South (6883 m) und seine Trabanten
Foto: Paulo Grobel; Beschriftung: Günter Seyfferth

Am Westrand des Gipfelrunds, südlich des Kade Hiunchuli, steht ein 6036 m hoher Gipfel, der sich für erfahrene Bergsteiger als Aussichtspunkt anbietet:

(13) Blick von Ost-Südosten zur Gipfelkette unmittelbar südlich des Kade Hiunchuli.
Die folgenden Bilder Nr. 14 bis 20 sind vom Aufstieg und vom Gipfel des Peak 6036 aufgenommen.
Foto: Paulo Grobel;
Beschriftung: Günter Seyfferth

(14) Blick vom Aufstieg zum Peak 6036 nach Südosten
zum Kanjirowa South (6883 m) und Jagdula Lek
Foto: Paulo Grobel

(15) Blick vom Aufstieg zum Gipfel des Peak 6036
Foto: Paulo Grobel

(16) Blick vom Aufstieg zum Peak 6036 nach Ost-Nordost
zum Kanjirowa North (6289 m)

Foto: Paulo Grobel;
Beschriftung: Günter Seyfferth

(17) Blick vom Aufstieg zum Peak 6036 nach Südosten
zum Dhaulagiri Himal und zum Lashamma (6412 m)
Foto: Paulo Grobel; Beschriftung: Günter Seyfferth

(18) Blick vom Aufstieg zum Peak 6036 nach Ost-Südosten
zum Kanjirowa North (6289 m), Kanjirowa South (6883 m), Kanchauni Lek (6444 m),
Dhaulagiri Himal und Lashamma (6412 m)
Foto: Paulo Grobel; Beschriftung: Günter Seyfferth

(19) Blick vom Aufstieg zum Peak 6036 nach Norden
zum Kade Hiunchuli (6627 m) und Patrali (6521 m)
Es ist strittig, welcher der drei nahe beieinander liegenden Gipfel der Patrali sein soll.
Foto: Paulo Grobel; Beschriftung: Günter Seyfferth

(20) Blick vom Gipfel des Peak 6036 nach Süden
zum Kasi Dalpha (6386 m) und Bijora Hiunchuli (6111 m)
Die Bilder Nr. 46 und 47 zeigen ebenfalls die hier sichtbare Nordflanke des Kasi Dalpha
und des Bijora Hiunchuli, dort aber vom Chaudabis-Gletscher zu Füßen der Wand.
Der ganz links sichtbare Patan Hiunchuli ist ein isoliert stehender Berg westlich des Dhaulagiri Himal.
Foto: Paulo Grobel; Beschriftung: Günter Seyfferth

Wir wenden uns nun den Sichten aus der Umrundung des Kanjirowa Himal zu, beginnend im Süden und fortgesetzt nach Osten, Norden und Nordwesten.

B. Ansichten am Südrand zwischen Jumla und Juphal

Es gibt keine klare Präferenz, ob man die Südroute auf dem GHT von Westen nach Osten (von Jumla nach Juphal) oder von Osten nach Westen (von Juphal nach Jumla) gehen sollte. Hier wird die Bildfolge von Westen nach Osten gewählt, und entgegen der Richtung des Uhrzeigers folgen auch die weiteren Sichten von Osten, Norden und Nordwesten.

Von Jumla nähert man sich dem Gebirge durch das Tal des Ghar Khola. Am Talende führen die Übergänge entweder über den Bharbare Lagna (4297 m) oder über den Maure Lagna (3920 m) ins Tal des Jagdula Khola. Beim letzten bewohnten Ort Hurikot wechselt der Fluss seinen Namen in Bheri Nadi. Die erste nennenswerte Sicht hat man vom Maure Lagna:

(21) Blick vom Maure Lagna (3920 m) nach Nordosten zu den Gipfeln des Latan Lek
am Südwestrand des Kanjirowa Himal.

Der Gipfel links mit der Höhe 6045 m wurde erstmals im Jahr 1953 von Herbert Tichy und Pasang bestiegen, beschrieben in Tichy's Buch "Land der namenlosen Berge".
Der Berg ist auf den Bildern Nr. 9 und 10 von Osten zu sehen. Bild Nr. 45 zeigt ihn von Nordwesten.
Die gesamte Bergkette von Nordwesten zeigte Bild Nr. 20.
Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(22) Blick vom Maure Lagna (3920 m) nach Nordosten zu den Gipfeln 5780 und 5777
des Latan Lek am Südwestrand des Kanjirowa Himal.

Diese beiden Gipfel sind auf Bild Nr. 21 hinter den Gebetsfahnen zu erkennen.
Foto: unbekannt

Der Ort Hurikot (2680 m) ist der Anfangspunkt der Expeditionen, welche durch das Tal des Jagdula Khola in das Zemtrum des Gebirges aufbrechen. Dieser Bereich ist im Abschnitt A beschrieben. Wir folgen hier dem Jugdula Khola aber nur bis zur Einmündung des Garpup Khola und steigen dieses Tal hinauf zum Kagmara Bhanjyang, dem Pass mit 5115 m Höhe, der nach Osten hinüber ins Tal des Pugma Khola und weiter zum Phoksumdo Tal führt.

(23) Im Tal des Garpup Khola auf ca. 3900 m Höhe mit Blick talauswärts nach Südwesten
Der Höhenzug südlich des Tals (links) trägt den Namen Paile Himal, der Höhenzug nördlich
des Tals (rechts) heißt Dhuaune Lek. (In der Landkarte sind solche Bezeichnungen bewusst weggelassen, weil sie die Lesbarkeit der Karte beeinträchtigen würden.)
Foto: Jean Claude Latombe

(24) Im Tal des Garpup Khola in ca. 3950 m Höhe mit Blick nach Nordosten
Der Pass Kagmara Bhanjyang befindet sich rechts von Peak 5362.
Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(25) Im Tal des Garpup Khola in ca. 4250 m Höhe mit Blick zum Pass.
Der Aufstieg erfolgt über den Geröllhang in Bildmitte.
Foto: unbekannt

zur Fortsetzung

(26) Blick aus ca. 4900 m Höhe nach Norden zum Lashamma (6412 m)
Bild Nr. 32 zeigt den Berg von Osten.
Foto: unbekannt

(27) Blick vom Kagmara Bhanjyang, 5115 m, nach Westen
Links stehen die Gipfel des Paile Himal. Rechts ist in der Ferne der Peak 6045 zu sehen,
der auf Bild Nr. 21 von Südwesten zu sehen war und den Bild Nr. 9 und 10 aus der Nähe zeigen.
Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Abstieg vom Kagmara Bhanjyang nach Osten führt durch das Tal des Kagmara Khola/Pugma Khola hinunter nach Sanduwa am Phoksumda Khola, von wo es dann nicht weit zum berühmten Bergsee Phoksumda Tal im Osten ist. Beim Abstieg steht gerade voraus der Kanjeralwa, 6612 m. Auf der linken Seite (im Norden) stehen ganz nah die Lashamma (6412 m) und Kanchauni Lek (6444 m).

(28) Blick vom Kagmara Bhanjyang nach Nordosten
mit dem Ostgrat des Kanchauni Lewk (links)
und den beiden nördlichen Vorgipfeln des Kanjeralwa.
Foto: Jean Claude Latombe;
Beschriftung: Günter Seyfferth

(29) Blick aus ca. 4900 m Höhe nach Nordosten zum Kanchauni Lek (6444 m)
Foto: Jean Claude Latombe

(30) Rückblick aus ca.4700 m Höhe zum P 5744 südlich des Kagmara Bhanjyang
Foto: unbekannt

(31) Blick aus ca. 4380 m Höhe nach Osten zum Kanjeralwa (6612 m)
Hinter diesem Bergmassiv liegt der See Phoksumda Tal.
An dieser Stelle wechselt der Kagmara Khola seinen Namen in Yulun Khola
und etwas weiter unten wird er dann zum Pugma Khola.
Foto: Alex Treadway, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(32) Blick aus ca. 4300 m Höhe nach Westen zum Lashamma (6412 m)
Foto:
Alex Treadway, flickr.com

(33) Rückblick nach Westen im Tal des Yulun Khola
Bild Nr. 31 wurde von der Stelle aufgenommen, wo der Pfad ganz im Hintergrund
hinter dem Bergrücken nach links in Richtung Pass verschwindet.
Vom Lashamma ist hier nur noch der Südostgrat zu sehen.
Foto: unbekannt

(34) Blick vom Ort Pugma (3220 m) talaufwärts nach Nordosten
zum Kanchauni Lek (6444 m), der sich von hier aus als markante Spitze präsentiert.
Foto: Jean Claude Latombe

Weitere 200 Höhenmeter flussabwärts mündet der Pugma Khola bei dem Weiler Sanduwa in den Phoksumdo Khola. Dort befindet man sich an der südöstlichen Spitze des Kanjirowa Himal. Der Phoksumdo Khola führt flussabwärts in Richtung Süden nach Juphal mit seinem kleinen Flugplatz, wo der Trek beendet werden kann. Auch wenn man in Sanduwa keinen Trek nach Upper Dolpo anschließen möchte, so sollte man doch in dieser Richtung zumindest bis zum phantastischen Bergsse Phoksumdo Tal in 3600 m Höhe aufsteigen. Auch der dortige Ort Ringmo ist sehenswert.

C. Ansichten von Phoksumdo bis Upper Dolpo

Bevor wir zu den Sichten zum Kanjirowa Himal von Osten kommen, versetzen wir uns an der Südostecke des Kanjirowa Himal gedanklich weiter in Richtung Südosten hinauf auf den benachbarten westlichsten Siebentausender des Dhaulagiri Himal, den Putha Hiunchuli (7246 m), von wo aus eine freie Sicht nach Nordwesten auf den Kanjirowa Himal gegeben ist:

(35) Blick aus ca 6200 m Höhe am Putha Hiunchuli (7246 m) nach Nordwesten
zu den westlichen Gipfeln des Kanjirowa Himal
Foto: Ervin Jacomet
; Beschriftung: Günter Seyfferth

(36) Blick aus 7220 m Höhe am Putha Huinchuli (7246 m) nach Nordwesten
zu den östlichen Gipfeln des Kanjirowa Himal
Foto: Ervin Jacomet
; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nun begeben wir uns zum Phoksumdo Tal, der auf vorstehendem Bild am rechten Bildrand hinter dem vom P 6256 herabziehenden Grat liegt.

(37) Blick von einem Aussichstpunkt südöstlich von Ringmo nach Westen
zum Kanjeralwa (6612 m) und dem Phoksumdo Tal (3600 m)
Das Massiv des Kanjeralwa verdeckt den gesamten restlichen Kanjirowa Himal. Links sind nur die Ausläufer des Paile Himal zu erkennen.
Foto: Roger Nix, flickr.com

Der Weg in die Region Upper Dolpo verläuft am Westufer des Phoksumdo Tal. Streckenweise führt der Pfad steil in hinauf in den Hang, weil der See an senkrechte Felswände stößt. Man muss sich darüber nicht beklagen, denn es eröffnet sich eine phantastische Sicht auf den See:

(38) Blick vom Trekking-Pfad oberhalb des Sees auf den Phoksumdo Tal.
Das Blau ist tatsächlich so!
Foto:
Roger Nix, flickr.com

Nördlich des Sees muss der 5330 m hohe Nangdalo Bhanjyang erklommen werden, um die wüstenhafte Region Upper Dolpo zu erreichen. Beim Aufstieg durch das Tal des Tuk Kyaksa Khola öffnen sich phantatstische Blicke nach Südwesten auf das Massiv des Kanjeralwa:

(39) Blick aus der Nähe des Nangdalo Bhjanyang in ca. 5200 m Höhe nach Südwesten
zum Massiv des Kanjeralwa, 6612 m
Auf Bild Nr. 31 war der Berg von der entgegengesetzten Seite zu sehen.
Foto: Michel Hayoz, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Weiter im Norden von Upper Dolpo bietet der Pass Nengla Bhanjyang die beste Aussicht von Osten zum Kanjirowa Himal:

(40) Blick vom Nengla Bhanjyang (5368 m) nach West-Südwesten zum Kanjirowa Himal
Hier ist das gesamte Gebirge zu sehen - vom Kanjeralwa (6612 m) im Südosten
bis zum Kanjirowa South (6883 m) im Nordwesten.
Der Pass Nengla Bhanjyang verbindet den Ort Bhijer im Westen mit Saldang im Osten.
Dieses Bild müssen Sie unbedingt im Großformat betrachten!
Foto: Michel Hayoz, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

D. Der unzugängliche Norden

Wer im Norden von Upper Dolpo angelangt ist, hat die Möglichkeit zu einem Trek nach Westen zwischen Kanjirowa Himal und den Bergen an der nepalesisch/tibetischen Grenze. Wie schon erwähnt wurde, ist das aber die schwierige nördliche Variante des GHT. Schwierig deshalb, weil vier hohe Pässe zu überwinden sind und im Tal des Chyandi Khola zwischen den Pässen Yala Bhanjyang und Chango Bhanjyang kaum ein gangbarer Pfad zu finden ist. Hier muss man je nach Verhältnissen des Flusses weglos hoch in die steile Nordflanke des Tales ausweichen. U.U. muss zwischen Chyandi Khola und Chhimimaru Khola über einen fünften Pass geangen werden, wenn es am Unterlauf des Chyandi Khola vor seiner Müdung in den Takla Khola zu schwieirig wird. Am Talgrund des Thora Khola/Namlang Khola nach Westen gibt es kein Durchkommen.

Von Bhijer in Upper Dolpo aus wird über den ersten Pass und nach Querung des Thore Khola der abgelegenste Ort der Region erreicht, die Ortschaft Pho oder Phophagaon in 4000 m Höhe. Der unzugängliche Unterlauf des Swaksa Khola zwingt die Trekker von dort hinauf auf den Kamm des Nyingma Gyanzen. Der einfach zu gehende Gratweg führt westlich von Pho von 5045 m bis auf eine Höhe von 5564 m. Diese Strecke bietet phantastische Sichten auf die Sechstausender an der Grenze zu Tibet und vor allem auf den südwestlich gelegenen Kanjirowa Himal. Der Bergkamm ist übrigens auf dem Weg nach Westen auch der einzige Bereich mit Aussicht auf den Kanjirowa Himal. Da es hier um die Beschreibung dieses Gebirges geht, müssen hier die vorstehenden Hinweise zum weiteren Trek genügen.

(41) Blick vom Gratweg des Nyingma Gyanzen nach Süd-Südwesten
zum Tsho Karpo Kang (6556 m) und seine Trabanten
Vom Gipfelkranz der Sechstausender stürzen steile, weglose Täler zum Thora Khola ab,
der weiter flussabwärts  zum Namlang Nadi wird, bevor er in den Mugu Karnali Nadi mündet.
Der Fluss verläuft 2400 m unter dem Standort des Betrachters und ist in der tiefen Schlucht verborgen.
Foto: BernieHH, trekking.magix.net; Beschriftung: Günter Seyfferth

(42) Blick vom Gratweg des Nyingma Gyanzen nach Südwesten
zu den westlichen Gipfeln des Kanjirowa Himal
Der höchste Gipfel, der Kanjirowa South, verbirgt sich in den Wolken links der Bildmitte.
Foto: BernieHH, trekking.magix.net; Beschriftung: Günter Seyfferth

Zur Komplettierung der Sichten von Norden sei noch ein Bild eingefügt, das von einem Punkt im Norden an der tibetischen Grenze außerhalb der Landkarte mit Teleobjektiv aufgenommen wurde:

(43) Blick von der tibetischen Grenze im Quellbereich des Chawarsing Khola nach Südosten zu den Bergen des Kanjirowa Himal
Dieses Bild müssen Sie unbedingt im Großformat betrachten!
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Zum Studium der Sicht von Norden empfehle ich auch an dieser Stelle nochmals das Satellitenbild Nr. 1, aber bitte im Großformat!

E. Im Westen des Gebirges

Im Westen des Kanjirowa Himal besteht die Möglichkeit zu einem meist weglosen Trek zwischen dem Mugu Karnali Nadi und den Dörfern am Chadabis Khola östlich von Jumla. Vom Mugu Karnali Nadi bietet sich der Aufstieg entweder durch das Tal des Puwa Khola oder des Raphu Khola an, wobei für die zweite Variante ein Weg vom Mugu Karnali am Nordhang des Namlang Nadi bis zum letzten Dorf Dolphu genutzt wird. Die Wege durch beide Täler treffen sich im oberen Puwa-Tal, wo ein Pass zwischen den P 5540 und P 5372 den Übergang nach Süden in relativ einfaches Gelände ermöglicht. Auf der Landkarte ist der Übergang aus dem Tal des Raphu Khola ins Tal des Puwa Khola zwischen den P 5294 und P 5528 angedeutet. Zielort im Süden ist Maharigau. Bilder von einem solchen Trek finden Sie unter dem Link von Bild Nr. 43.

(44) Blick von einem Pass nördlich von Maharigau nach Osten zum Kade Hiunchuli (6627 m)
Foto: Roger Nix, flickr.com
; Beschriftung: Günter Seyfferth

(45) Blick von einem Pass nördlich von Maharigau nach Südosten
zum Kasi Dalpha (6386 m) und zum P 6045
Foto: Roger Nix, flickr.com
; Beschriftung: Günter Seyfferth

Zum Abschluss nähern wir uns der Nordflanke der beiden Gipfel Kasi Dalpha und Bijora Hiunchuli über den Chaudabis-Gletscher:

(46) Blick vom Chaudabis-Gletscher zur Nordflanke des Kasi Dalpha (6386 m)
Foto: Paulo Grobel

(47) Blick vom Chaudabis-Gletscher zur Nordflanke des Bijora Hiunchuli (6111 m)
Foto: Paulo Grobel

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Copyright © Guenter Seyfferth, 2006. Aktualisierter Stand vom 11.09.2017. Alle Rechte vorbehalten.

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