Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Karakorum - South-East
Saltoro, Siachen, Rimo, Mamostong, Saser etc.

A. Landkarten und Satellitenfotos

Landkarte 1 des nördlichen Bereichs - Siachen- und Rimo-Gletscher
Bitte öffnen Sie die Karte im Großformat, wenn Sie mehr Details sehen möchten.
Die obige Version dient der Übersicht. Um sie in diesem Maßstab lesbar zu halten, musste eine relativ großen Schrift gewählt werden.
In der großformatigen Version wurde eine kleinere Schrift gewählt, um mehr Details zeigen zu können.

Das folgende Satellitenfoto zeigt diesen Kartenausschnitt aus der Richtung von Südwesten, d.h. in Bezug auf die Landkarte von links unten nach rechts oben.

Satellitenfoto 1 des nördlichen Bereichs mit Siachen- und Rimo-Gletscher von Südwesten
(Bitte öffnen Sie das Foto im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Dieses Foto reicht vom Gasherbrum I (8068 m, links) bis zum Mamostong Kangri (7516 m, rechts).
Die untere Bildhälfte umfasst den pakistanischen Teil, die Bildmitte zeigt den indischen Teil mit den Gletschern Siachen und Rimo,
die Landschaft am oberen Bildrand gehört bereits zu China. Die vorstehende Landkarte 1 zeigt die Grenzverläufe.
In der Beschreibung weiter unten finden Sie Ausführungen zu dem unseligen Kashmir-Konflikt, welcher der Grund dafür ist,
dass große Teile des hier gezeigten Gebietes für Bergsteiger und Trekker gesperrt sind.
Zu sehen ist hier das am stärksten vergletscherte Gebiet des Himalaya. Der Siachen-Gletscher ist mit 71 km Länge der größte Gletscher des Gebirges.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

Landkarte 2 des südlichen Bereichs - zwischen Shyok, Nubra und Indus
Bitte öffnen Sie die Karte im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.
In Anbetracht des Maßstabs dieser Landkarte und der Fülle der Informationen, die unterzubringen waren;
erwies es sich nicht als sinnvoll, so wie bei der eingangs gezeigten Landkarte 1 des nördlichen Bereichs
eine Kartenversion zu zeichnen, in der die Beschriftungen auch im vorstehenden kleineren Maßstab lesbar sind.
Es hätten zu wenige Details berücksichtigt werden können. Ich muss Sie also bitten, die großformatige Karte zu öffnen;
was bei 4,28 MB Dateigröße ein paar Sekunden dauert.
Die Karte schließt unten an die Landkarte Nr. 1 an, beginnend am oberen Rand bei der Zunge des Siachen-Gletschers
und endend am unteren Rand am Tal des Indus und dem südöstlichen Ende des Karakorum, das dort vom Shyok umflossen ist.
Die vorstehende Karte überlappt mit der Karte der Region Kashmir und Himachal Pradesh, die Sie hier finden.
Der Gebirgszug zwischen Shyok und Indus ist die Ladakh Range, auch zu sehen auf der Karte zur Beschreibung der Region Kashmir.

Die folgenden drei Satellitenfotos zeigen die Region obiger Landkarte in sensationall schöner dreidimensionaler Form:

Satellitenfoto 2 des mittleren Bereichs von Südwesten
(Bitte öffnen Sie das Foto im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Durch die Mitte des Bildes verläuft der Gebirgszug des Great Karakorum vom Teram Kangri (7464 m, links) bis zum Saser Kangri (7672 m), rechts).
Der Great Karakorum ist im Nordosten (im Bild oben) begrenzt vom Oberlauf des Shyok und im Südwesten von Siachen-Glatcher und den Nubra-Tal (im Bild unterhalb der Mitte).
Am unteren Bildrand sehen wir den Gebirgszug des Lesser Karakorum vom Mt.Ghent (7401 m, links) bis zur Mündung des Nubra in den Unterlauf des Shyok.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

Satellitenfoto 3 des Saser Muztagh von Süd-Südosten
(Bitte öffnen Sie das Foto im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Das Bild zeigt das Zentrum des südlichen Bereichs mit dem Saser Kangri I (7672 m), dem südöstlichsten Siebentausender des Karakorum.
Die Blickrichtung von Süd-Südosten entspricht in etwa der Richtung des Verlaufs des Great Karakorum zwischen Shyok und Nubra.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

Satellitenfoto 4 des südlichen Endes des Saser Muztagh von Süden
(Bitte öffnen Sie das Foto im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
An den Saser Kangri schließt im Süden ein Meer unbekannter Sechstausender an.
Der South-Shukpa-Kungchan-Gletscher, der auf dem Satellitenfoto 3 am unteren Buldrand zu sehen war,
befindet sich auf diesem Foto am oberen Bildrand.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

B. Beschreibung mit Bildern

Quellen der Detail-Informationen:

- A Study of Karakorum & Hindukush Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe, 
  Map no. 10 - Baltoro-Glacier & Khapulu, 1`: 150.000  
  Map no. 11 - Siachen- & Rimo-Glacier, 1 : 150.000
  Map no. 12 - Nubra & Shyok River & Saser Kangri, 1 : 150.000

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben. 

  Öffnen Sie die Bilder im Großformat!

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya 
- Karakorum Übersicht

- Karakorum aus der Luft
- Die Berge von Kashmir und Himalachal Pradesh
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"  
- Bildergalerien zum südöstlichen Karakorum 
- Gipfelpanorama vom K2
- Gipfelpanorama vom Gasherbrum I
- Kashmir-Konflikt 



(Bitte öffnen Sie das Bild in doppelter Größe; dort sind die Beschriftungen gut lesbar.)
(1) Der südöstliche Karakorum im Blick vom Saser Kangri IV (7310 m)
Der Blick geht nach Nordwesten und reicht bis zum K2 und der Gasherbrum-Gruppe.
Der Saser Kangri liegt außerhalb der obigen Karte, etwa unterhalb der rechten unteren Ecke.
Die folgenden beiden Bilder vom Gipfel des Gasherbrum I zeigen den Blick aus der entgegengesetzten Richtung.
Diese Bilder mit Entfernungsangaben finden Sie auch auf der Seite mit den Panorama-Bildern vom Gipfel des Gasherbrum I.
Auch auf der Seite mit den Panorama-Bildern vom Gipfel des K2 finden Sie den Blick zum südöstöichen Karakorum.
Foto: Debraj Dutta (http://www.viewfinderpanoramas.org/gallery/asia/SK-IV-A.html); Beschriftung: Günter Seyfferth

Beschreibung der Topografie der Region und Hinweise zu Unternehmungen:

Der südöstliche Teil des Karakorum grenzt im Norden an das Gebiet rund um den Baltoro-Gletscher. Chogolisa (7668 m), Baltoro Kangri (7300 m) und Sia Kangri (7422 m) sind die Gipfel, die den Baltoro vom Einzugsbereich des Siachen-Gletschers abgrenzen. Die folgenden beiden Bilder vom Gipfel des
Gasherbrum I geben einen teilweisen Überblick aus nordwestlicher Richtung:

(2) Blick vom Gipfel des Gasherbrum I (Hidden Peak, 8068 m) nach Südosten
zu den Gipfeln entlang der chinesisch-indischen Grenze

(Bitte öffnen Sie das Bild im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Foto: Dieter Porsche aus seinem Buch "Der versteckte Achttausender", www.alpin-extrem.de

(3) Blick vom Gipfel des Gasherbrum I (Hidden Peak, 8068 m) nach Süd-Südosten
zum Siachen-Gletscher (links), K12 (7469 m) und Saltoro Kangri (7742 m)
(Bitte öffnen Sie das Bild im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Man blickt hier über die derzeitige Demarkationslinie zwischen Pakistan und Indien hinweg.
Auf dem Conway-Sattel im Vordergrund befinden sich Stellungen des pakistanischen Militärs.
Foto: Dieter Porsche aus seinem Buch "Der versteckte Achttausender", www.alpin-extrem.de

Nach Nordosten hin ist das Tal des Shaksgam die natürliche Grenze des Karakorum des Gebiets, im Osten und Süden das Tal des Shyok. Dieser große Nebenfluss des Indus (Mündung bei Skardu) nimmt einen sehr merkwürdigen Verlauf. Von seiner Quelle in der Nähe des Karakorum-Passes verläuft er zunächst nach Südosten, d.h. er fließt der Richtung des Indus entgegen (vergl. Übersichtskarte des Karakorum). An der südöstlichen Ecke des Karakorum schwenkt er dann aber fast in die entgegengesetzte Richtung nach Nordwesten. Der Shyok nimmt fasst das gesamte Schmelzwasser des südöstlichen Karakorum auf und ist folglich im Sommer ein reisender Strom, der kaum überwindbar ist. Im Bereich seines Nebenflusses Nubra ist das Tal durch eine von Leh im Süden kommende Passtraße über den Kardung La erschlossen, die von den Indern aus militärischen Gründen gebaut wurde.

 

(4) Blick aus dem Hubschrauber von Südosten auf die Einmündung des Nubra (rechts)
in den Shyok (links), der in Blickrichtung fließt.
Foto:
Steve Swenson

Das folgende Bild Nr. 5 zeigt das mittlere Nubra-Tal im Blick nach Nordwesten. Links liegt der Gebirgszug des Lesser Karakorum, rechts der Gebirgszug des Great Karakorum (siehe Übersicht Karakorum):

(5) Blick oberhalb von Sasoma das Nubra-Tal aufwärts mit dem K12 (7469 m, rechts)
In Sasoma zweigt eine Schotterpiste nach Nordosten zum Mamostong-Gletscher ab.
Sie windet sich in Serpentinen am Osthang des Nubra-Tales aufwärts, bevor sie in 3900 m Höhe
den Hang des Seitentales erreicht. Von diesem Punkt ist das Bild aufgenommen.
Dieses Seitental führt auch zum Saser-Pass (5395 m), dem Übergang ins Tal des Shyok.
45 km talaufwärts entspringt der Nubra der Gletscherzunge des Siachen.
Foto: Club Todovertical

Bis hierher kommt der Tourist im Nubra-Tal, aber nicht weiter, denn das obere Nubra-Tal und der Siachen-Gletscher sind militärisches Sperrgebiet bedingt durch die Besetzung durch die indische Armee im Jahr 1984 (siehe Kaschmirkonflikt). Im Bereich der Gletscher Siachen und Rimo selbst, kommen wohl höchstens Unternehmungen in Begleitung von Militär in Frage, wenn überhaupt. Es ist bedingt möglich, Touren oder Expeditionen in das Gebiet weiter südöstlich - also im Bereich des Übergangs vom Nubra River über den Saser Pass ins obere Shyok-Tal - durchzuführen.  Dort befinden sich der Mamostong Kangri (7516 m, siehe Bild Nr. 7 bis 10) und der Saser Kangri (7672 m, siehe Bild Nr. 1). Auch der Chong Kumdan (7071 m) und der Aq Tash (7016 m) liegen in diesem Gebiet.

Der Gebirgszug des Great Karakorum (siehe Übersicht Karakorum) beginnt (endet) im Südosten im engen Bogen des Shyok (siehe oben und Landkarte Nr. 2). Der erste Siebentausender von Südosten ist der Saser Kangri (7672 m), der erstmals im Jahr 1973 von einer indischen Expedition bestiegen wurde. Das einführende Bild Nr. 1 wurde von einem seiner Nebengipfel aufgenommen.

(6) Saser Kangri IV (7310 m) und I ( 7672 m) von SW
Die beiden riesigen Eisbalkone in der Südwestflkanke des Saser Kangri I
verbieten jeglichen Besteigungsversuch von dieser Seite.

Der 35 km weiter nordwestlich liegende Mamostong Kangri (7516 m, 1984 erstmals bestiegen) liegt ebenfalls auf den Gebirgsrücken des Great Karakorum, der hier zwischen den Tälern des Shyok und des Nubra verläuft. Südwestlich, jenseits des Nubra, verläuft der Gebirsgzug des Lesser Karakorum, in dem weiter im Nordwesten die Siebentausender K12 (7469 m, 1974 erstmals bestiegen) und Saltoro Kangri (7742 m, 1962 erstmals bestiegen) stehen.

(7) Mamostong Kangri (7516 m) von SW
Der Berg wird aus dem Nubra-Tal durch das Tal des Puti und über den Mamostong-Gletscher erreicht.
Vom Gletscher aus führt die Route nach rechts hinauf in einen Sattel (hier verdeckt am rechten Bildrand), von wo aus dann in die leichtere Südflanke des Berges gequert und aus der der Ostgrat erreicht wird.
Foto: Orian Regnier, google.com

(8) Blick vom Gipfel des Mamostong Kangri (7516 m) nach Südosten
Zu Füßen liegt der Thangman-Gletscher mit dem Aq Tash (7016 m, 1983 erstmals bestiegen)
auf der gegenüberliegenden Seite. Im Hintergrund ist der Saser Kangri (7672 m) zu sehen,
von dessen Vorgipfel rechts des Hauptgipfels Bild Nr. 1 aufgenommen wurde.
Am linken Bildrand verläuft der Shyok nach Südosten, der auf Bild Nr. 4 bereits seine Richtung
nach Nordwesten geändert hatte.
Foto: Orian Regnier, google.com

(9) Blick vom Gipfel des Mamostong Kangri (7516 m) nach Süd-Südwesten
Der Blick geht über das Tal des Nubra hinweg auf die südöstlichen Ausläufer
des Lesser Karakorum. Links das Tal des Tulam Puti, der in den Nubra mündet.
Foto: Orian Regnier, google.com

(10) Blick vom Aufstieg am Ostgrat des Mamostong Kangri nach Osten
auf den South-Chong-Kumdan-Gletscher und den Thangman I (vergl. Bild 1)

Der Gletscher stößt bis in das Tal des Shyok vor und zwingt den Fluß
zum Ausweichen an den östlichen Talhang.
Von der Hochfläche im Hintergrund links sind die Bilder nr. 12 und 13 aufgenommen.
Foto: Orian Regnier, google.com

Zwischen Mamostong Kangri und Saser Kangri liegt der Saser-Pass (5395 m) über den ein alter Karawanenweg vom Nubra-Tal bei Sasoma ins Tal des Shyok und von dort weiter über die Depsang-Hochebene nach Norden zum Karakorum-Pass (5575 m) führt, von dem das Gebirge seinen Namen hat. Allerdings liegt der Karakorum-Pass bereits außerhalb des Karakorum. Das folgende Bild zeigt den Übergang über den Shyok auf dieser Route:

(11) Querung des Shyok bei Saser Brangsa bei Niedrigwasser
Bei Hochwasser in den Monaten Juli und August ist die Querung des Flusses oft unmöglich.
Etwa 7 km weiter oberhalb stößt der South-Chong-Kumdan-Gletscher von Westen
in das Tal des Shyok vor (vergl. Bild Nr. 10).
Foto: www.himalayancamping.com

Der südliche Teil des Südost-Karakorum ist wieder stärker durch tiefer eingeschnittene Täler und dazwischen aufragende Gebirgsketten geprägt. Eine Ausnahme davon bleibt der nordöstlich gelegene Teil des Shyok-Tales, dessen Talboden erst kurz vor dem Wendepunkt nach Nordwesten unterhalb von 4000 m Höhe liegt. Bis dorthin fließt der Shyok in einem breiten, wüstenhaften Hochtal mit vielen Mäandern zwischen kahlen Berghängen. Dieser Teil des Shyok-Tales ist nahezu unbegehbar, insbesondere bei Hochwasser in den Sommermonaten. Zwischen den Gebirgsketten des Lesser und des Great Karakorum verläuft das Tal des Nubra, der dem Siachen-Gletscher entspringt, von Nord-Nordwesten nach Süd-Südosten. 

Der nördliche Teil des Gebietes ist geprägt von einer nahezu ununterbrochenen Hochfläche aus Eis und Schnee, aus der viele 7000er und noch mehr 6000er herausragen. Es ist der Bereich des Siachen-Gletschers und des mehrarmigen Rimo-Gletschers. Der Siachen-Gletscher ist mit 71 km Länge der größte Gletscher des Karakorum. Er endet auf 3700 m Höhe im Nubra-Tal. Im Westen ist der nördliche Teil des Gebiets durch das tief eingeschnittene Tal des Kundus-Gletschers und des Ghyari-Gletschers begrenzt. Am Ghyary-Gletscher kamen im Jahr 2012 durch ein großes Lawinenunglück 129 pakistanische Soldaten und 11 Zivilisten ums Leben (siehe "Tragische Ereignisse"), indirekt Opfer des unglückseligen Krieges um das nördliche Kashmir.

Der östlich gelegene Rimo-Gletscher hat drei Arme: den Nord-Gletscher, den Zentral-Gletscher und den Süd-Gletscher. Zusammen bilden sie eine riesige Eisfläche, an der Gletscherzunge mit einer gemeinsamen Breite von bis zu 6 km! Der Rimo-Gletscher liegt bereits in den Trockenzonen des Hochlandes von Sinkiang/Tibet. Die Täler des Shyok und seiner Nebenflüsse sind dort flach und sehr hoch gelegen mit geringen Niederschlagsmengen und starker Sonneneinstrahlung. Folglich enden die Gletscher dort bereits in großen Höhen, der Rimo-Gletscher z.B. auf 5000 m! Von der Hochfläche östlich des Rimo-Gletschers sind die beiden folgenden Bilder ausgenommen.

(12) Mamostong Kangri (7516 m) und Chong Kumdam (7071 m) von Nordosten
Der Biker befindet sich auf der Piste zum Karakorum-Pass östlich des Rimo-Gletschers.
In der Blickrichtung zur Nordwand des Mamostong Kangri (7516 m) ist es in etwa
der entgegengesetzte Blick von Bild Nr. 10.
Foto: Sanjeev Rolba; Beschriftung: Günter Seyfferth

Weiter nach rechts kommt der Rimo I (7385 m) über dem South-Rimo-Gletscher in Sicht:

(13) Rimo I (7385 m) von Osten
Vor den Bergen fließt der Shyok, an dessen Ufer die hier sichtbare Hochebene ausläuft.
Der Biker befindet sich auf etwa 5250 m Höhe, der Bogen des ca. 18 km entfernten Shyok
am Fuß der Berge liegt auf einer Höhe von etwa 4800 m. Der Rimo I ist etwa 57 km entfernt.
Foto: Sanjeev Rolba; Beschriftung: Günter Seyfferth

Ähnlich wie am Snow Lake im zentralen Karakorum erinnert die Landschaft im Bereich vom Siachen- bis zum Rimo-Gletscher an Bilder von der Arktis oder Antarktis, wobei hier allerdings der größte Teil der Flächen oberhalb von 5500 bis 6000 m liegt. Es ist eine fast unüberschaubare Wüste aus Eis und Schnee, einsehbar nur aus dem Flugzeug oder vom am nächsten gelegenen Achttausender, dem Gasherbrum I (Hidden Peak); siehe die Bilder Nr. 2 und 3. Aus der weißen Hochfläche ragen einige Siebentausender heraus: 
Im Lesser Karakorum: Chogolisa (7668 m, Erstbesteigung 1975), Baltoro Kangri (7300 m, Erstbesteigung 1963), Mt. Ghent (7401 m, Erstbesteigung 1961), Saltoro Kangri (7742 m, Erstbesteigung 1962), Sherpi Kangri (7350 m, Erstbesteigung 1976), K12 (7469 m, Erstbesteigung 1974).
Im Great Karakorum: die Grenzberge zu China Sia Kangri (7422 m, Erstbesteigung 1934), Singhi Kangri (7202 m, Erstbesteigung 1976), Teram Kangri (7464 m, Erstbesteigung 1975), Apsarasas Kangr (7245 m, Erstbesteigung 1976) sowie Rimo I (7385 m, Erstbesteigung 1988).
Der Siachen-Gletscher ist die Trennlinie zwischen Lesser und Great Karakorum.

Das vergletscherte Gebiet ist von indischem Militär besetzt und für Bergtouristen nicht zugänglich; man will sich nicht in Karten schauen lassen. Umso verwunderlicher ist es, dass im Internet doch gelegentlich Bilder veröffentlicht werden. Es folgen einige seltene Aufnahmen, die im Bereich der westlichen Seiten-Gletscher des Siachen in der Nähe des Saltoro Kangri (7742 m) entstanden sind:

(14) Im Hubschrauber über dem Siachen-Gletscher mit Blick auf die Gasherbrum-Gruppe
Der Hubschrauber fliegt etwa dort, wo von Westen (von links) der K12-Gletscher einmündet.
Der spitze Gipfel rechts ist der Singhi Kangri (7202 m). Der Berg im Hintergrung
in Bildmitte ist der Gasherbrum I (8068 m).
Foto: Rajendra Bhaduri, google.com

(15) Blick aus dem Hubschrauber über dem K12-Gletscher nach Osten zum Rimo
(Bitte öffnen Sie das Bild im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Der K12-Gletscher mündet (in Bildmitte) auf etwa 4460 m Höhe in den Siachen-Gletscher.
Das vorherige Bild Nr. 14 ist etwa von dort aufgenommen.
Foto: Ajai Shukla; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(16) Blick aus dem Hubschrauber in der Nähe des Bilafond-Passes (5547 m)
nach Südosten zum K12 (7469 m)
Foto: Rajendra Bhaduri, google.com

(17) Blick aus dem Hubschrauber, der etwa über dem Bilafond-Pass steht,
nach Südwesten zum Ghyari-Gletscher (Bilafond-Gletscher)
An der Zunge dieses Gletschers, der im Einflussgebiet Pakistans liegt,
geschah 2012 das oben erwähnte große Lawinenunglück mit 140 Toten.
Foto: Rajendra Bhaduri, google.com

(18) Blick aus dem Hubschrauber über dem Lolofond-Gletscher nach Nordosten
zu den Gipfeln des Teram Kangri und des Apsarasas-Kangri

(Der Standort des Hubschraubers etwa wie auf Bild 13.)
Der Siachen-Gletscher fließt von links nach rechts quer durch das Bild.
Jenseits mündet der Teram-Shehr-Gletscher ein, der über den Italian Pass (6006 m)
mit dem großen Rimo-Gletscher verbunden ist.
Über den Bergkamm verläuft die Grenze zu China.
Der Siachen-Gletscher liegt hier auf etwa 4920 m Höhe.
Foto: Rajendra Bhaduri, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(19) Blick aus dem Hubschrauber über dem Lolofond-Gletscher nach Norden
mit dem Sia Kangri (7422 m, ganz links) und dem Singhi Kangri (7202 m, rechts)

(Der Standort des Hubschraubers etwa wie auf Bild 17 und 18.)
Rechts der Bildmitte bildet der Zusammenfluss der drei Gletscher PK36, Ghent und Siachen
eine gigantische Eisfläche auf etwa 5000 m Höhe.
Foto: Rajendra Bhaduri, google.com

(20) Blick aus dem Hubschrauber südlich des PK36-Gletschers nach Nordwesten
zum Sherpi Kangri (7380 m, mitte) und dem Mt. Ghent (7401 m)
Im Hintergrund links erkennt man Link Sar (7041 m) und K7 (6934 m).
Foto: Rajendra Bhaduri, google.com

(21) Blick vom Hubschrauber über dem Zusammenfluss vom PK36-Gletscher
und Siachen-Gletscher nach Südwesten zum Saltoro Kangri (7742 m) und Sherpi Kangri (7380 m)
Foto: Rajendra Bhaduri, google.com

Von Nordwesten präsentiert sich der Saltoro Kangri mit schroffen Felswänden:

(22) Saltoro Kangri (7742 m) von Nordwesten

 

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Copyright © Guenter Seyfferth, 2006. Aktualisierter Stand vom 05.11.2016. Alle Rechte vorbehalten.

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