Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

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Khumbu - tibetischer Teil

Zur Region Khumbu - Rolwaling gibt es insgesamt folgende Seiten:

  - Rolwaling + westl. Khumbu
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Khumbu, zentraler Teil
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Khumbu, südlicher und südöstlicher Teil  
  -
Khumbu, tibetischer Teil  

(Die Karte ist im Großformat mit einer Breite von 2560 Pixel hinterlegt.)

Quellen der Detail-Informationen:

- Alpenvereinskarte Mount Everest 1:25.000
- Khumbu Himal 1:50.000, Nepal-Kartenwerk der Arbeitsgemeinschaft für vergleichende
  Hochgebirgsforschung Nr. 2
- Mount Qomolangma 1:100.000, Lanzhou Institute of Glaciology and Geocryology
- Mount Everest 1:50.000, National Geographic Society
- Shorong/Hinku 1:50.000, Nepal-Kartenwerk der Arbeitsgemeinschaft für vergleichende
  Hochgebirgsforschung Nr. 5
- Rolwaling Himal 1:50.000, Nepal-Kartenwerk der Arbeitsgemeinschaft für vergleichende
  Hochgebirgsforschung Nr. 4
- Jan Kielkowski, Makalu Himal

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

  Öffnen Sie die Bilder im Großformat!

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Gipfelliste Gipfel > 6750 m   
- Gipfelliste Gipfel in Nepal 
- Gipfelliste Gipfel in China
- Achttausender - Mount Everest 
- Achttausender - Lhotse 
- Achttausender - Makalu
- Achttausender - Cho Oyu
- Mount Everest - Panorama
- Mount Everest - Geschichte und Literatur
- Lhotse - Geschichte und Literatur
- Makalu - Geschichte und Literatur
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- Aussichtspunkte 





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- Bildergalerien zu sonstigen
  Khumbu-Gipfelexpeditionen
 
- Bildergalerien zur tibetischen Khumbu-Region

(1) Satellitenbild der nördlichen Khumbu-Region mit Rolwaling von ONO
(Bitte öffnen Sie das Bild in 3,5-facher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Diese sensationelle Aufnahme wurde aus der Internationalen Raumstation ISS aus 346 km Höhe aufgenommen.
Sie vermittelt in Verbindung mit der Landkarte die denkbar beste Übersicht über die Topografie der Region.
Der Mount Everest (unten links), der Cho Oyu (Mitte) und der Gaurisankar (oben) sind die beherrschenden Berge in dieser Sicht.

Das Satellitenfoto im Anschluss nach links finden Sie hier.

Foto: NASA
; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Panorama-Bild zeigt die gesamte Khumbu-Region mit Rolwaling:

(2) Satelliten-Panorama der Khumbu-Region mit Rolwaling von ONO
(Bitte öffnen Sie das Bild in 6,5-facher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Dieses sensationelle Panorama hat Martin P. Gantner aus drei Satellitenaufnahmen der Nasa zusammengesetzt.
Das obige Bild Nr. 1 entspricht dem rechten Teil des Panoramas.

Auf der Seite zur zentralen Khumbu-Region finden Sie den mittleren Teil des Panoramas mit zugehöriger Landkarte.
Auf der Seite zur südlichen Khumbu-Region finden Sie den linken Teil des Panoramas mit zugehöriger Landkarte.

Foto: NASA
; Fotomontage: Martin P. Gantner; Beschriftung: Günter Seyfferth


(3) Blick vom Pang La (5205 m) nach Südwesten zur Gebirgskette des Himalaya vom Lhotse (8516 m) über Mount Everest (8850 m) und Gyachung Kang (7952 m) bis zum Cho Oyu (8201 m)
(Bitte klicken Sie auf das Bild, wenn Sie es dreifacher Größe sehen wollen. Dort ist auch die Beschriftung gut lesbar.)
Foto: Silvar23, www.silvar.de; Beschriftung: Günter Seyfferth

Weitere Bilder vom Pang La finden Sie hier.

(4) Blick vom Gipfel des Mount Everest (8850 m) nach West-Nord-West
(Bitte klicken Sie auf das Bild, wenn Sie es doppelter Größe sehen wollen.)

Foto: Fabrice Imparato, google.com, Fotomontage: Günter Seyfferth

(5) Blick vom Gopfel des Mount Everest (8850 m) nach Nord -Nord-Ost

Foto: Dr. Dale Wagner; Beschriftung: Günter Seyfferth

(6) Luftbild von Osten auf Makalu (8475 m) Chomolonzo (7790 m), Lhotse (8516 m) und Mount Everest (8850 m).
Zwischen Lhotse und Everest der Südsattel (7986 m), der höchste "Pass" der Erde. Vor der Everest-Ostflanke der Kangshung-Gletscher.
Die Ostflanke des Mount Everest wurde erstmals im Jahr 1983 durchstiegen (siehe hier).
Die 6000er und 7000er im Vordergrund rechts fallen als solche kaum auf in Anbetracht der Dominanz der 8000er.

(7) Blick vom Gipfel des Pethangse (6710 m) südlich des Kangshung-Gletschers nach Norden bis Nordosten.
Links die Kangshung-Flanke des Mount Everest (8850 m). Deren Erstbesteigung im Jahr 1983 erfolgte über die markante Rippe mit dem breiten Schneegrat links.
Am Fuß des Nordostgrates des Everest der Rapiu La (6548 m), der Pass, der vom ABC auf der Nordseite des Everest erreicht werden kann.
Dann folgen: Lhakpa Ri (6986 m), Khartaphu (7213 m), Kartha Changri (7056 m)
Foto: David Graham, http://pethangtse.wordpress.com

Beschreibung der Topografie der Region und Hinweise zu Besteigungen:

Auf dieser Seite wurden der Beschreibung fünf Panoramafotos vorangestellt, die die Bergketten der Khumbu-Region aus der Sicht von der tibetischen Seite fast von selbst erklären. 

Bild Nr. 3, das von der tibetischen Hochebene aus gemacht wurde, lässt deutlich den Kontrast zwischen den Klimazonen der Hocheben und des Gebirges erkennen: Die hohen Berge auf der Grenze zwischen Nepal und Tibet sind die Wetterscheide zwischen der südlichen Zone, die vom Monsun beeinflusst ist, und der Trockenzone des tibetschen Hochlandes. Unmittelbar nördlich der Grenzkette gibt es noch eine Reihe von Gipfeln um die 7000 m Höhe, die aus der Fernsicht aber vergleichsweise niedrig aussehen. Da die tibetische Hochebene um die 5000 m hoch liegt, sind die Höhenunterschiede zu diesen Gipfeln relativ gering. Nur die Achttausender und der Gyachung Kang als Fast-Achttausender können aus der Sicht von Norden imponieren.

Bild Nr. 4, das vom Gipfel des Mount Everest nach West-Nord-West in Richtung Cho Oyu gemacht wurde, verdeutlicht die Unterbrechung in der Kette der hohen Gipfel zwischen dem langen Gebirgskamm vom Cho Oyu zum Gyachung Kang und dem Everest-Massiv durch den von West nach Ost gerichteten West-Rongbuk-Gletscher, der am Nup La (5985 m) beginnt und in den nach Norden gerichteten Rongbuk-Gletscher mündet. Wäre nicht der Nup La auf seiner Westseite durch steile Eisbrüche praktisch unpassierbar, so hätte dieser Pass wohl eine ähnliche Bedeutung für den "kleinen Grenzverkehr" zwischen Tibet und Nepal wie der Nangpa La westlich des Cho Oyu.

Die weiteren beiden Fotos Nr. 5 und 6 geben einen guten Überblick über das Kangshung-Tal mit seinen umgebenden Bergen. Das Tal liegt vollständig auf tibetischem Gebiet und wird auch nur von hier aus erreicht. Die Grenze verläuft über die Gipfel der 8000er. Die Steilwände von Makalu (8475 m, Erstbesteigung 1955) und Chomolonzo (7790 m, Erstbesteigung 1954) sind gewaltig, alles in den Schatten stellt aber die sog. Kangshung-Flanke von Lhotse und Everest, die auf den beiden Fotos weiß herüberleuchtet. Lhotse und Everest kennt man von Süden als schwarze Felsmauer, den Everest von Norden ebenfalls als einen Giganten aus Fels, nur gelegentlich weiß überzuckert. Die Ostwand von Lhotse und Everest aber ist von den Gipfeln bis zu ihrem Fuß ein einziger steiler, weißer Hängegletscher, unnahbar und äußerst gefährlich durch pausenlose Lawinenabgänge. Dass hier in den Jahren 1983 und 1988 Expeditionen ein Durchkommen gefunden haben, mag man kaum glauben. 

Bild Nr. 7 zeigt den Blick vom Pethangtse (6710 m) im Grenzkamm zwischen Barun-Gletscher und Kangshung-Tal nach Norden bis Nordosten mit der Kangshungflanke des Everest. Dieses Bild verdeutlicht den krassen Größenunterschied zwischen den ganz hohen Gebirgszonen und den Bergen am Rand des tibetischen Hochlandes. Obwohl es hier noch 7000er gibt, wirken diese Berge in unmittelbarer Nachbarschaft der höchsten 8000er geradezu "mikrig".

Ergänzend zum vorstehenden Gesamtüberblick mit den 7 Panorama-Fotos seien aber doch noch einige Punkte des Grenzkette in der Annäherung von Norden beschrieben.

Im Westen der Khumbu-Region befindet sich einer der wichtigsten Passübergänge für den lokalen Warenverkehr zwischen Tibet und Nepal, der Nangpa La (5716 m). Der letzte Ort im Norden ist Tingri. Jenseits des Passes im Süden kommt man zuerst nach Thame, bevor Namche Bazar erreicht wird (die Beschreibung dieser Region finden Sie hier). In unmittelbarer Nähe des Nangpa La liegt das vorgeschobene Basislager (Advanced Basecamp = ABC) am Cho Oyu (8201 m, Erstbesteigung 1954). Der Trekker oder Bergsteiger möge sich aber auf keinen Fall zu einer Grenzüberschreitung verleiten lassen. Auf chinesischer Seite wird der Passübergang streng bewacht.

Von der tibetischen Hochebene aus werden die dortigen Basislager von drei Achttausendern mit dem Jeep erreicht: am Shisha Pangma, am Cho Oyu und am Mount Everest.

(8) Blick vom Cho Oyu-Basislager (4900 m) nach Süden in Richtung Passübergang Nangpa La.
Von links: Cho Oyu (8201 m), Phasang Lhamu Chuli (Jasamba, 7352 m), 
Jobo Rabzang (6666 m). Vor dem Jobo Rabzang zweigt eine Route nach Südwesten 
zum Menlungtse (7181 m) im Rolwaling Himal ab.
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

Wenige Kilometer vom Basislager des Cho Oyu entfernt liegt die Stirnmoräne des Gyabrag-Gletschers.Der Weg zum Pass bzw. zum Cho Oyu verläuft hinter der östlichen Seitenmoräne dieses Gletschers; der von Südosten einmündende Balung-Gletscher wird überquert. Schließlich ändert der Gletscher seine Richtung nach Südost, und dort steht plötzlich die Nordwestwand des Cho Oyu vor dem Wanderer. Auf 5720 m Höhe befindet sich das ABC unter der Südwand des Lagergipfels P 6395. Im Südwesten - auf derselben Höhe - liegt der Nangpa La, jenseits eine Reihe unbenannter 6000er mit interessanten Formen.

(9) Blick vom ABC (5720 m) zur Nordwestwand des Cho Oyu (8201 m).
Die Normalroute folgt dem Gletscher ganz rechts, verläuft dann hinter dem nach links ansteigenden Felsgrat bis zum Beginn des Hochgletschers (Camp 1, 6400 m). Von dort führt die Route weiter diagonal nach links zum oberen Gletscher. Oberhalb des sichtbaren Eisbruchs ist Camp 2 auf 7000 m, unter dem markanten Felsband dann Camp 3 auf 7500 m.
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

(10) Blick von Camp 3 (7500 m) am Cho Oyu (8201 m) nach Westen.
Am Horizont in Bildmitte der Shisha Pangma (8027 m). Rechts am Horizont die Bergkette des Labuche Kang, davor der Jobo Rabzang (6666 m). Der Gyabrag-Gletscher hat einen S-förmigen Verlauf von links nach rechts. Das ABC (5720 m) liegt knapp rechts der genauen Bildmitte am Fuß des Lagergipfels P 6395. Am Hang sind die Zelte von Camp 2 (7000 m) zu sehen. Camp 1 (6400 m) steht am unteren Ende dieses Hangs, wo ein leichter Gegenanstieg zu erkennen ist.
Der Nangpa La (5716 m) liegt hinter dem Berg (P 6600) links jenseits des Gyabrag-Gletschers.
Das Tal jenseits der Grenzgipfel am Nangpa La führt hinunter zur Nordseite des Rolwaling Himal.
Foto: Joancuyas, www.flickr.com

(11) Blick aus etwa 7800 m Höhe am Cho Oyu (8201 m) nach Südwesten zum Rolwaling Himal
Von links: Numbur (6958 m), Tengi Ragi Tau (6943 m), Dragkar Go (6793 m), Tsoboje (6689 m), Drangnag Ri (6801 m), Kang Nachugo (6735 m), Menlungtse (7181 m).
Am rechten Bildrand unten der Phasang Lhamu Chuli (Jasamba, 7352 m)
Foto: Vik Sahney

Der Gipfel des Cho Oyu ist mit ca. 1/2 Quadratkilometer eine so große, fast ebene Hochfläche, dass der Bergsteiger bei schlechter Sicht Mühe hat, den höchsten Punkt zu finden. Bei guter Sicht werden die Mühen durch den Blick auf Kangchenjunga (8586 m), Mount Everest (8850 m) und Lhotse (8516 m) im Osten belohnt. Der Makalu ist durch den Lhotse verdeckt.

(12) Blick vom Gipfel des Cho Oyu (8201 m) nach Osten zum Mount Everest (8850 m), 
Lhotse
(8516 m) und Nuptse (7879 m). 
Links vom Everest am Horizont der Kangchenjunga (8686 m). Über der vom Bergsteiger gehaltenen Fahne erkennt man den West-Rongbuk-Gletscher; der spitze Gipfel darüber ist der Changtse (7543 m).
Foto: Martin McGarvey, www.flickr.com

Das einführend gezeigte Panorama-Foto Nr. 4 zeigt die entgegengesetzte Sicht vom Gipfel des Mount Everest in Richtung Cho Oyu. Dort ist der markante Einschnitt in die Gebirgskette durch den West-Rongbuk-Gletscher besonders gut zu erkennen.

Von Norden gesehen ist die lange und hohe Bergkette vom Cho Oyu bis zum Gyachung Kang genauso markant wie von Süden, wie das erste Panorama-Foto zeigt. Von der Nordwand des Gyachung Kang fließt der gleichnamige Gletscher nach Norden ab. Dieses Tal mündet nördlich des Klosters Rongbuk in das Rongbuk-Tal, das direkt von der Everest-Nordflanke kommt. Die Flüsse all diese Täler und auch der Täler nordöstlich und östlich des Everest schicken ihre Wasser letztlich zum Ganges im Süden. Sie fließen nicht nach Norden zum Tsangpo, sondern nach Osten zum Arun, der den Himalaya dann östlich des Makalu nach Süden durchbricht. Wie schon in der Gesamtübersicht erläutert wurde, ist der Himalaya keine Wasserscheide. Der Arun hat - wie auch andere Flüsse - bereits vor der Entstehung des Himalaya existiert, sich mit der Hebung des Gebirges eingegraben und seinen Verlauf nach Süden beibehalten.

Das Rongbuk-Tal ist ein Tal mit breitem Talboden, das bis zum Everest-Basislager (5180 m) mit Jeep befahren werden kann.  Hier endet der Rongbuk-Gletscher, in den weiter südlich seine beiden Seitenarme, der East-Rongbuk-Gletscher und der West-Rongbuk-Gletscher einmünden. Die Normalroute zur Everest-Nordflanke führt durch das Seitental des East-Rongbuk-Gletschers. Der Trekker kann bis zum ABC (Advanced Basecamp) auf 6400 m Höhe gelangen, eine gute Akklimatisation vorausgesetzt.

(13) Blick vom Basislager (5180 m) im Rongbuk-Tal zur Nordflanke des Mount Everest (8850 m)
Von links: Changzheng (6916 m), Changtse (7543 m, vor dem Everest), Mount Everest, Everest-Westschulter (7205 m), Nuptse (7879 m), P 6485
Hinter dem Lager die Stirnmoräne des Rongbuk-Gletschers. Der Weg zur Nordflanke führt links durch das Tal zwischen Berghang und Seitenmoräne und dann in das Seitental nach links, durch das der East-Rongbuk-Gletscher herabkommt.
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

(14) Telefoto der Everest-Nordwand. 
Wer genau hinschaut, erkennt erste, zweite und dritte Stufe am Nordostgrat. Der Changtse vor der Nordwand erscheint trotz seiner 7543 m wie ein Zwerg. Gut zu erkennen sind die unterschiedlichen geologichen Schichten im Gipfelaufbau. Das sog. gelbe Band endet knapp unter der ersten Stufe.
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

(15) Blick von der Einmündung des Tales des East-Rongbuk-Gletschers in das Tal des Rongbuk-Gletschers nach Südwesten zum Pumori (7145 m). 
Der Gletscher aus Richtung des Pumori ist der West-Rongbuk-Gletscher.
Foto: JayCC, www.flickr.com

Zur Fortsetzung

Als die Engländer im Jahr 1921 zur Erkundung an den Everest kamen, ging man den Rongbuk-Gletscher hinauf bis unter die Nordwand des Everest, musste aber erkennen, dass eine Besteigung des Berges von dort aus nicht in Frage kam. Sie übersahen die Möglichkeit des Zugangs zum Everest von Nordosten über den East-Rongbuk-Gletscher, weil ihnen der schmale Taleinschnitt am Ostrand des unteren Rongbuk-Gletschers zu unscheinbar erschien. Stattdessen wandten sie sich auf weiten Wegen zur Ostseite des Everest, um von dort eine Zugangsmöglichkeit zu finden. Die Kangshung-Flanke schied als zu gefährlich von vornherein aus. Erst zum Ende der Expedition erreichte man von Kharta den Lhakpa La, der den direkten Blick in das Becken des East-Rongbuk-Gletschers und zum Nordsattel des Everest eröffnete. Jetzt erst erkannte man den einfachen Zugang von Norden, für einen Besteigungsversuch am Everest war es aber zu spät. Mehr zur Erschließung des Everest finden Sie hier

In der Umgebung des East-Rongbuk-Gletschers wurden einige Gipfel bereits früh im Rahmen der britischen Expeditionen vor dem 2. Weltkrieg bestiegen, z.B. Kharta Changri (7056 m, Erstbesteigung 1935), Khartaphu (7213 m; Erstbsteigung 1935), Lhakpa Ri (6986 m, Erstbesteigung 1921). Der Nordgipfel des Mount Everest, der Changtse (7543 m), wurde allerdings erst 1982 bestiegen.

(16) Blick aus der Nähe des ABC (6400 m) am East-Rongbuk-Gletscher 
zur Nordostflanke des Mount-Everest (8850 m). 
Der Gipfel steht hinten, oberhalb des von rechts heraufziehenden Nordgrates. Links der lange Nordostgrat, der erstmals im Jahr 1995 komplett vom 
Rapiu La (6548 m) bis zum Gipfel begangen wurde.
Foto: Richard

Die Nordflanke des Everest oberhalb von 7000 ist vor der Monsun-Zeit in der Regel weitgehend frei von Schnee. Die heftigen Stürme (man beachte die Wolkenfahne vom Gipfel im folgenden Bild) blasen die Schneeauflage fast komplett weg.

(17) Blick vom Nordsattel (6990 m) zur Nordflanke des Mount Everest (8850 m). 
Der Aufstieg führt zunächst über den verschneiten Nordgrat (links) und vom Ende des Schneefeldes diagonal hinauf etwa zur Mitte des hier waagrecht 
erscheinenden Teils des Nordostgrates.
Foto: Paul Boslooper, google.com

(18) Blick vom Nordgrat des Everest nach Nordosten zum East-Rongbuk-Gletscher 
und zum Khartaphu (7213 m).
Auf der Moräne links des Gletschers erkennt man die Zelte des ABC (6400 m)
Foto: Delevgligor, www.flickr.com

(19) Die letzten Meter zum Gipfel des Mount Everest (8850 m) auf dem Nordostgrat.
Die Erstbesteigung des Mount Everest von der Nordseite gelang den Chinesen im Jahr 1960.
Dieser Erfolg wurde zunächst bestritten, ist aber inzwischen anerkannt.
Foto: Delevgligor, www.flickr.com

(20) Blick vom Gipfel des Mount Everest (8850 m) nach Norden.
Links das Tal des Rongbuk-Gletschers, rechts der East-Rongbuk-Gletscher. 
Unten links der Changtse (7543 m), darüber der spitze Gipfel des Changzheng (6916 m). 
Etwas oberhalb der Bildmitte der Lixing (Kellas Rock Peak, 7078 m)
Foto: Delevgligor. www.flickr.com

Im Osten des Gletscherbeckens des East Rongbuk liegt der relativ leicht zu besteigende Lhakpa Ri (6986 m). Von diesem Gipfel aus besteht eine hervorragende Rundumsicht über Makalu, Lhotse, Everest, Changtse, Cho Oyu usw..

(21) Blick vom Lhakpa Ri (6986 m) zum Lhotse (8516 m, links), Mount Everest (8850 m), 
Nordsattel (6990 m) und Changtse (7543 m). 
Der Einschnitt unten vor dem Everest ist der Rapiu La (6548 m). Rechts das Becken des East-Rongbuk-Gletschers; am rechten Bildrand die Moräne mit dem ABC. Der lange Grat vom Betrachter weg zum Everest ist der Nordostgrat, über den der Gipfel erstmals im Jahr 1995 erreicht wurde.
Foto: Steynard, www.flickr.com

Im Süden des Beckens des East-Rongbuk-Gletschers liegt der Rapiu La (6548 m), von dem aus eine hervorragende Sicht auf den Kangshung-Gletscher und die darüber thronenden 8000er Makalu (8475 m) und Lhotse (8516 m) besteht. Eine Möglichkeit des Übergangs in das Kangshung-Tal besteht wegen des gefährlichen Hängegletschers auf der Südseite allerdings nicht (siehe Foto Nr. 7).

(22) Blick vom Rapiu La (6548 m) nach Südosten zum Chomolonzo (7790 m)
und Makalu (8475 m)
Im Tal der Kangshung-Gletscher, der nach Osten fließt.
Foto: Paul Boslooper, google.com

Im Bereich nordöstlich und östlich des Everest verlaufen die Täler von West nach Ost. Entsprechend erfolgt der Zugang in dieses Gebiet vom Arun-Tal im Osten. Vom Ort Kharta, der mit Jeep erreichbar ist, gibt es zwei Passübergänge in das Tal des Kangshung-Gletschers: den Langma La (5344 m) und der Shao La (4890 m). Es empfiehlt sich ein Rundweg über beide Pässe, sofern man nicht nach Südosten in das liebliche und für seine Blumenpracht berühmte Kama-Tal hinuntergeht. Vom Langma La geht der Blick über den Kangshung-Gletscher hinweg auf Makalu (8475 m, Erstbesteigung 1955), Chomolonzo (7790 m, Erstbesteigung 1954), Lhotse (8516 m, Erstbesteigung 1956) und Mount Everest (8850 m, Erstbesteigung 1953).

(23) Blick vom Langma La (5344 m) nach Südwesten zum Makalu (8475 m, links) 
und Chomolonzo (7790 m) mit seinen drei Gipfeln.
Foto:
www.mountainsoftravelphotos.com

Am Nordrand des Kangshung-Gletschers gibt es eine gute Möglichkeit, sich über Almwiesen und später hinter der Moräne der Kangshung-Flanke von Lhotse/Everest zu nähern. Bis auf etwa 5250 m Höhe gegenüber dem Pethangtse (6710 m) kann man gehen, ohne den Gletscher betreten zu müssen.

(24) Blick von den Almwiesen von Pethang Ringmo (4800 m) nach Westen 
zum Lhotse (8516 m) und Mount Everest (8850 m). 
Der Gipfel des Everest ist hier noch 18 (!) km entfernt. Man steht schon auf der Höhe des Gipfels des Mont Blanc, und doch überragt einen der Everest um 4000 m! 
Zwischen Lhotse und Everest befindet sich der höchste Sattel der Erde, der Südsattel (7986 m);
auf den die sog. Normalroute des Everest von der nepalesischen Seite führt.
In Pethang Ringmo befindet man sich in Tibet.
Foto: Tarkabando, www.flickr.com

Es mag unwahrscheinlich klingen, aber durch diese abweisende, lawinengefährdete Ostwand wurden zwei Besteigungen durchgeführt: 1983 über die breite Rippe links des Gipfels und 1988 über die Rippe unterhalb des Südsattels.

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