Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Thorong La (5416 m), Annapurna/Damodar Himal

28°47'37" N, 83°56'20" E

© Die Rechte an den Fotos liegen ausschließlich bei den im Bild genannten Autoren. Eine Verwendung der Bilder mit Eintragungen ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Bildautoren und von Günter Seyfferth erlaubt.

Sie kommen zu den Bildergalerien der Fotografen, indem Sie auf deren Namen unterhalb des Bildes klicken. 
 Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Fotografen, die ihre Bilder für diese Seite zur Verfügung gestellt haben.

Der Pass Thorong La verbindet das Marsyangdi-Tal im Osten mit dem Tal des Kali Gandaki im Westen. Der Pass ist in jederlei Hinsicht der Höhepunkt des klassischen Annapurna-Circuit (Annapurna-Umrundung). Die Überschreitung erfolgt in aller Regel von Ost nach West. Bei einer Begehung in umgekehrter Richtung bestehen große Probleme mit der Höhenanpassung zwischen Kagbeni (2800 m) und dem Pass (5416 m). Es müsste mehrfach gezeltet werden. Schon die inzwischen mögliche Fahrt per Jeep von Jomosom nach Muktinath kann Menschen höhenkrank machen, was einen sofortigen Abbruch des Unternehmens erforderlich macht. Bei der üblichen Überschreitung von Ost nach West ist zu bedenken, dass man bei der Ankunft in Manang (3540 m) - der letzte größere Ort vor dem Pass - bei weitem noch nicht ausreichend an die große Höhe angepasst ist. Es stehen noch 1876 Höhenmeter bevor, wofür wenigstens noch 4 Tage eingerechnet

werden sollten. Es wird also auf jeden Fall zwei oder dreimal in Manang übernachtet - mit Tagestouren während der Tage. Dann empfehlen sich Übernachtungen in Letdar und Thorong Phedi Hochlager. Letztere Übernachtung ist dem tiefer gelegenen Thorong Phedi vorzuziehen, damit man frühzeitig am Pass ist und genügend Zeit für den langen Abstieg nach Muktinath hat, der in die Beine geht. Hat man allerdings vorher den Kang La als Variante im Annapurna-Circuit überschritten, dürfte man bereits ausreichend an die Höhe angepasst sein.

Die Überschreitung des Passes ist zwar anstrengend, die Bergpfade bereiten aber keinerlei Probleme. Selbst nach Neuschneefällen am Pass ist in Anbetracht der Vielzahl von Trekkern, die den Pass überqueren wollen, schnell wieder eine Spur angelegt.

Ausschnitt aus der eigenen Landkarte Annapurna Himal

Die Landkarte und Beschreibung des Damodar Himal finden Sie hier.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass in der Landkarte "Around Annapurna" von Nepa Maps die Höhen für Thorong Phedi und das Hochlager falsch angegeben sind.

In Google Earth ist der Bereich des Thorong La recht gut fotografiert. 
Deshalb stelle ich die folgenden zwei Bilder aus diesem Programm voran, die einen guten Überblick von der Ostrampe und der Westrampe geben.
Sogar die Bergpfade sind gut zu erkennen.

 

(1) Ausschnitt aus Google Earth von der Ostrampe des Thorong La

 

 (2) Ausschnitt aus Google Earth von der Westrampe des Thorong La

Bei den folgenden Bilder von den beiden Rampen des Passes sind die Fotos auf der Westseite in der Reihenfolge des Abstiegs geordnet, 
da praktisch niemand von dieser Seite zum Pass aufsteigt.

(Klicken Sie auf die folgenden Bilder, wenn Sie sie in doppelter Größe sehen wollen.)

 

Ostseite des Thorong La Westseite des Thorong (in der Reihenfolge des Abstiegs)

(3) Thorong Phedi (4530 m) am oberen Ende des Tales des Kone Khola
Wer noch nicht gut an die Höhe gewöhnt ist, sollte zunächst hier übernachten, 
bevor er die nächste Etappe zum Hochlager (4880 m) in Angriff nimmt.
Foto: Moshe Levi

(9) Blick vom Thorong La nach Norden zum Yakawa Kang (6482 m)
Der Wanderer sollte sich am Pass gut ausruhen, 
denn jetzt steht ein Abstieg über 1735 Höhenmeter nach Muktinath bevor.
Foto: Martin

(4) Aufstieg von Thorong Phedi zum Hochlager
Foto: Evgeny Yakersberg, google.com

(10) Blick aus ca. 5270 m Höhe zum Thorong Ri (6201 m, links) und zum Khatung Kang (6464 m)
Foto: Akos Koltai, google.com

(5) Blick vom "Hausberg" des Hochlagers (4880 m) zum weiteren Aufstieg
und zum Yakawa Kang (6482 m)
Zu Füßen sieht man die Lodges des Hochlagers. Bitte vergleichen Sie mit Bild 1.
Foto: Evgeny Yakersberg, google.com

(11) Blick aus ca. 5220 m Höhe nach Westen
Bis auf 4840 m Höhe verläuft der Bergpfad durch ein nur mäßig abfallendes trogartiges Tal.
Die Berge jenseits des Kali Gandaki sind auf dem folgenden Foto beschrieben.
Foto: Rejselyst, www.flickr.com

(6) Blick von der Moräne des Syagang-Gletschers zum Teehaus und zum Thorong Ri
Zwischen dem Thorong Ri und dem Yakawa Kang (siehe Bild 5) liegt der Pass.
Der Standort auf dem Kamm der Moräne nach der Überquerung des vom 
Syagang-Gletschers kommenden Baches ist in Bild 1 gut zu erkennen.
Foto: Bernard Xolin, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(12) Blick aus 4840 m Höhe nach Westen zu den Bergen jenseits des Kali Gandaki
Der Wanderer steht hier an der Kante, wo das Hochtal abrupt sein Gefälle ändert.
Jetzt folgen 660 Höhenmeter steilen Abstiegs bis nach Muktinath Phedi (vergl. Bild 2 und 14).
Zu Füßen sind der Pilgertempel von Muktinath (3760 m) und der Ort Jarkoth (3550 m)
zu erkennen. Der Ort Muktinath/Ranipauwa ist durch den Bergvorsprung links
von Muktinath Tempel verdeckt. Im Talgrund am Kali Gandaki liegt Kagbeni in 2800 m Höhe.
Den Blick zum Dhaulagiri Himal zeigen die Bilder 19 und 20.
Foto: Rejselyst, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(7) Blick aus ca. 5180 m Höhe nach Westen mit dem Thorong Ri (6201 m)
Foto: Rejselyst, www.flickr.com

(13) Muktinath Phedi in 4180 m Höhe
Hier endet das steile Stück des Abstiegs. In Richtung Muktinath führt der Weg durch Almwiesen.
Foto: Akos Koltai, google.com

(8) Blick vom Thorong La nach Süden zum Thorong Ri (6201 m)
Rechts neben dem Thorong Ri sieht man den Gipfel des Khatung Kang (6464 m).
Die beeindruckende Nordflanke des Khatung Kang mit ihren Gletscherabbrüchen
wird beim Abstieg nach rechts in voller Pracht zu sehen sein.
Foto: Martin

(14) Rückblick nach Osten zur Westrampe des Thorong La
An dieser Stelle hat man soeben den Bach am Talgrund auf einer langen Hängebrücke
überquert und hat nur noch wenige Minuten zu gehen, bis die Tempelanlage von Muktinath erreicht ist.
Der steile Bergpfad hinab nach Muktinath Phedi ist gut zu erkennen.
Foto: Ennaxc, Beschriftung: Günter Seyfferth
Talort: Manang (3540 m)
Lodges: Yak Kahrka (4030 m), Letdar (4230 m), Thorong Phedi (4530 m), Hochlager (4880 m)
Höhenunterschied: 1876 m von Manang, 536 m vom Thorong Hochlager
Merkmale: einfacher Bergpfad, zunächst Talweg, dann durch Moränenlandschaft
Talort: Muktinath/Ranipauwa (3680 m)
Höhenunterschied: 1736 m
Merkmale: Bergpfad durch Moränenlandschaft, zuletzt Almwiesen

(Klicken Sie auf die vorstehenden Bilder, wenn Sie sie in doppelter Größe sehen wollen.)

Vom Thorang La selbst ist die Aussicht relativ begrenzt. 
Beim Auf- und Abstieg aber gibt es einige Punkte, welche die Fernsicht auf Gipfel des Annapurna Himal und des Dhaulagiri Himal eröffnen.

 

(15) Blick vom "Hausberg" des Thorong-Hochlagers (4880 m) nach Süden zur Annapurna III (7555 m, links) und zur Gangapurna (7454 m)

Durch das Tal im Vordergrund ist der Wanderer heraufgekommen. 
Die Annapurna III wurde im Jahr 1961 erstmals von einer indischen Expedition bestiegen, die Gangapurna im Jahr 1965 durch eine deutsche Expedition.

Foto: Luc Lauzon, www.flickr.com

Die Landkarte und Beschreibung des Annapurna Himal finden Sie hier.

 

(16) Blick vom "Hausberg" (ca.4910 m) des Thorong-Hochlagers nach Osten

Der Blick geht über den Talkessel (vergl. Bild 3) am oberen Ende des Kone Khola hinweg. Der Wanderer ist durch dieses Tal von rechts heraufgekommen.
Zu Füßen - 380 m tiefer, aber unterhalb des rechten unteren Bildrandes, liegt Thorong Phedi .

Die Landkarte und Beschreibung des Damodar Himal finden Sie hier.

 

(17) Blick aus ca. 5320 m Höhe nach Süden zur Annapurna II (7937 m), Annapurna IV (7525 m) und Annapurna III (7555 m)

Die Annapurna II wurde erstmals im Jahr 1960 durch eine britisch-indisch-nepalesische Expedition bestiegen. Die Geschichte der Besteigungen der Annapurna II finden Sie hier.

Foto: Rejselyst, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Landkarte und Beschreibung des Annapurna Himal finden Sie hier.

Ein wunderbares, großformatiges 360°-Panorama vom Thorong La mit detaillierten Beschriftungen finden Sie hier.

 

(18) Blick vom Thorong La nach Osten auf Gipfel des Damodar Himal

Einen ähnlichen Blick hatte man bereits vom "Hausberg" des Thorong-Hochlagers (vergl. Bild 16).
Über die alten Moränen-Hügel im Vordergrund führte der Weg herauf zum Pass.

Foto: Rejselyst, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Landkarte und Beschreibung des Damodar Himal finden Sie hier.

 

(19) Blick aus ca. 4930 m Höhe nach West-Südwest zum Dhaulagiri Himal

Man muss im zunächst noch sanften Abstieg nach Westen etwa 400 Höhenmeter hinter sich gebracht haben, 
bis hinter dem Ausläufer des Khatung Kang auf der linken Seite die ersten Gipfel des Dhaulagiri Himal auftauchen - zunächst der Dhaulagiri II und III und schließlich auch der Dhaulagiri I.
Hinter dem Dhampus Peak in Bildmitte liegt der Dhampus-Pass. Über diesen Pass führt die große Trekking-Tour aus dem Tal des Myagdi Khola südwestlich des Dhaulagiri I, 
vorbei am Dhaulagiri-Basecamp und über den French Col herüber ins Tal des Kali Gandaki, dessen Talgrund hier knapp verdeckt ist.

Foto: Grzegorz Tracz, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Landkarte und Beschreibung des Dhaulagiri Himal finden Sie hier.

 

(20) Blick aus ca. 4840 m Höhe nach West-Südwest zum Dhaulagiri Himal

Am Punkt, wo der Steilabstieg nach Muktinath Phedi beginnt (vergl. Bild 12), führt rechts des Weges ein waagrecht verlaufender Moränenkamm hinaus 
zu einem Aussichtspunkt, der den besten Blick auf die Dhaulagiri-Gruppe bietet.
Beim Dhaulagiri I zeigt der Nordostgrat genau auf den Betrachter. Über diesen Grat wurde der siebthöchste Berg der Erde erstmals im Jahr 1960 bestiegen.
Die ausführliche Geschichte der Erschließung und der Besteigungen des Dhaulagiri I finden Sie hier.
Durch die grünlich gefärbte Flanke links unterhalb des Tukuche Peak führt der Abstieg vom Dhampus-Pass (jenseits des Dhampus Peak) hinunter nach Marpha.
Zwischen dem Tukuche Peak und dem Sita Chuchura liegt der French Col. Dieser Pass wurde erstmals 1950 von den Franzosen betreten,
als sie eine Aufstiegsmöglichkeit am Dhaulagiri I erkundeten, sich dann aber der Annapurna I zuwandten.

Foto: Rejselyst, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Landkarte und Beschreibung des Dhaulagiri Himal finden Sie hier.

 

(21) Blick von einem Standort oberhalb des Pilgertempels von Muktinath zum Dhaulagiri Himal

In halber Bildhöhe auf der linken Seite sieht man den Doppelort Muktinath/Ranipauwa (3680 m).
Wer ab dort nicht mehr wandern will, kann sich von einem Jeep hinunter nach Kagbeni oder nach Jomosom zum Flughafen bringen lassen.
Die Fahrstraße ist in der Bildmitte zu erkennen. Wer unbelästigt vom Straßenstaub nach Kagbeni wandern will, dem sei der einsame Fußweg auf der rechten Talseite empfohlen.

Foto: Evgeny Yakersberg, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Landkarte und Beschreibung des Dhaulagiri Himal finden Sie hier.

Einen Tourenbericht von der Überquerung des Thorong La mit vielen Fotos finden Sie bei Nepal-Dia.

Viele weitere Bilder finden Sie hier. (more photos)

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