Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Helicopter-Flug vor der Annapurna-Kette

© Die Rechte an den Fotos liegen ausschließlich bei den im Bild genannten Autoren. Eine Verwendung ist nur mit schriftlicher Zustimmung von Derek Boniecki und von Günter Seyfferth erlaubt.

Helicopter-Flug vor der Kette der Annapurna-Gipfel

Dass diese Seite entstehen konnte, verdanken wir der Großzügigkeit von Derek Boniecki, der mir für diesen Zweck seine Bilder von der Annapurna-Region aus dem Jahr 2017 zur Verfügung gestellt hat.

Bei herrlichem Wetter bestieg er am Morgen des 5.11.2017 im Annapurna-Basecamp (4130 m, siehe folgende Landkarte) den Hubschrauber zu einem Flug entlang der mächtigen Südwände von Barha Chuli (7647 m), Annapurna I (8091 m), Kangshar Kang (7485 m), und Gangapurna (7454 m). Südwestlich der Annapurna III (7555 m) musste Höhe gewonnen werden, um den 6000 m hohen Grat zwischen Annapurna III und Machhapuchare (6993 m) zu überqueren. In dieser Höhe befinden sich die Hubschrauber üblicher Bauweise an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, weil die Rotoren in der dünnen Luft kaum noch den notwendigen Auftrieb erzeugen. Über dem Grat öffnete sich ein seltener Blick nach Nordosten über den 5500 m hohen Pass zwischen Annapurna III und Annapurna IV hinweg zu den Bergen des Peri Himal an der Grenze zu Tibet.

Dann aber zog die atemberaubend wilde Gestalt des Machhapuchare (6993 m) die Blicke auf sich. Dieser Berg ist den Einheimischen heilig, weshalb eine Besteigung seit 1964 verboten ist. 1957 gelanget ein britische Expedition bis an einen Punkt etwa 50 m unterhalb des Gipfels. Der Name bedeutet "Fischschwanz"; diese Form hat der Gipfel in der Sicht von Osten. Der Flug ging entlang der Ostflanke des Berges - allmählich absinkend - bis zu dessen Südflanke, wobei sich neue Sichten nach Osten zur Annapurna II (7937 m), zum Langtang Himal (6983 m) und zum Himal Chuli (7853 m) im Manaslu eröffneten. Zum Abschluss ging der Blick über die Schlucht des Modi Khola hinweg nochmals in die mächtige Südwand der Annapurna I.

Andere Bilder von Derek Boniecki finden Sie u.a. auf der Seite vom Himalaya-Flug.

Derek Boniecki
wurde in Polen geboren, lebt aber seit 1987 in Calgary, Kanada. Er ist selbstständig tätig und hat das Glück, dass er die Tätigkeit für seine Auftraggeber mit seiner Leidenschaft für das Bergsteigen und Trekking in Einklang bringen kann.
Seine bevorzugten Ziele sind die Berge Kanadas und Asiens. Pakistan, Indien, Nepal und China mit Tibet hat er bereits mehrfach besucht. Er wählt dort zumeist Regionen aus, die weniger stark besucht sind. Bei seinen Unternehmungen im Himalaya legt er Wert auf guten Kontakt mit der lokalen Bevölkerung. Deshalb ist er in der Regel mit örtlichen Führern und Trägern unterwegs. Im Laufe der Zeit sind auf diesem Weg viele schöne Freundschaften entstanden.

Es folgt die Landkarte der Annapurna-Kette, damit die einzelnen Sichten direkt nachvollzogen werden können.
In den Bildern sind zusätzliche Details wie Nebengipfel und Schartenhöhen markiert, die Sie nicht in der Landkarte finden.

   Allen folgenden Bildern ist eine größere Version hinterlegt. Bitte klicken Sie auf das Bild, um diese größere Version in einem neuen Fenster zu sehen.

 

(1) Landkarte der Annapurna-Bergkette

(2) Blick von Nordosten zum Gipfel des Hiunchuli (6441 m)

Der Hubschrauber ist im Annapurna Basecamp (4130 m) gestartet und noch dabei, an Höhe zu gewinnen.
Der 5424 m hohe Vorgipfel liegt noch auf einer Sichtlinie mit dem 1000 m höheren Hauptgipfel.
Hier bereits ein Hinweis auf die Bild Nr. 20 und 21: Der schwarze Felsgrat links ist dort von der Gegenseite zu sehen.

Foto: Derek Boniecki, Calgary

(3) Blick nach Westen zum Massiv des Annapurna South (7219 m)

Der Hubschrauber steht nicht hoch genug, um auch den Blick auf den Hauptgipfel des Annapurna South freizugeben.
Dieser steht hinter dem P 7094. Unten ist der wild zerrissene Gletscher zwischen Hiunchuli und Annapurna South zu sehen,
den das folgende Bild in frontaler Ansicht zeigt.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(4) Blick auf den Gletscher zwischen Hiunchuli und Annapurna South

Foto: Derek Boniecki, Calgary

(5) Blick nach Westen auf den Peak 7126 des Annapurna South und auf den Verbindungsgrat zum Barha Chuli (7647 m)

Die Landkarte (Bild 1) zeigt, dass das Annapurna Basecamp in einem Bergkessel liegt, aus dem nur die Schlucht des Modi Khola
einen engen Durchlass nach Süden gewährt. Für solche, fast abgeschlossene Talkessel findet man im Himalaya an manchen Stellen
die Bezeichnung "Sanctuary = Heiligtum". Einheimische Volksgruppen betrachten den Bereich als einen Wohnort von Göttern.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

Der Hubschrauber gewinnt noch an Höhe und fliegt entlang der nördlichen Bergkette mit der Annapurna I von West nach Ost.
Die Sichten auf die nördliche Bergkette zeigen die folgenden Bilder Nr. 6 bis 15.

(6) Blick nach Norden in die berühmte Südwand der Annapurna I (8091 m)

Die 22 km lange Kette vom Barha Chuli (7647 m) im Westen bis zur Annapurna III (7555 m) im Osten
unterschreitet die 7000 Meter-Marke nur knapp an vier Einsenkungen des langen Grates.
Das Basecamp liegt außerhalb des unteren Bildrandes. Das Foto macht deutlich, dass schon der Zugang vom Basecamp
zum Fuß der Südwand ein gefährliches Abenteuer ist. Die Felsen am Fuß der Wand beginnen bei 4350 m.
Die Höhe der Wand beträgt also bis zu 3740 m; das ist die doppelte Höhe der Eigernordwand. Die Wand wurde erstmals
von einer britischen Expedition im Jahr 1970 durchstiegen. Eine ausführliche Beschreibung dieser Expedition finden Sie hier.
Die Annapurna I ist der erste bestiegene Achttausender. Im Jahr 1950 erreichte eine französische Expedition den Gipfel.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(7) Blick nach Norden zum weiter nach Osten reichenden Grat mit Kangshar Kang (7485 m) und Tarke Kang (7168 m)

Vom Sattel zwischen Kangshar Kang und Tarke Kang zieht ein Nebengrat nach Süden mit den Gipfeln Singu Chuli (6501 m) und Tharpu Chuli (5986 m).
Dieser Grat wirft bei der noch tief stehender Morgensonne lange Schatten nach Westen.
Auch durch die steilen und zerrissenen Gletscher in Bildmitte haben Höhenbergsteiger den Hauptgrat erstiegen.
Im Osten wird der Hubschrauber den über 6000 m hohen Grat zwischen Annapurna III und Machhapuchare überwinden.
An diesem Foto ist zu erkennen, dass er dafür noch an Höhe gewinnen muss.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(8) Blick nach Norden zum Hauptgrat mit Tarke Kang (7168 m) und Gangapurna (7454 m)

Im Vordergrung ist der Grat zum Tharpu Chuli (5695 m) zu sehen, der allerdings rechts außerhalb des Bildes steht. Der Helicopter hat nun fast 5800 m Höhe erreicht.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(9) Blick nach Nordosten zum Gangapurna (7454 m) und zur Annapurna III (7555 m)

Die Annapurna III ist der nordöstliche Eckpunkt des Sanctuary. Dort zweigt vom Hauptgrat der Annapurna-Kette ein wild gezackter Grat nach Süden ab,
 an dessen südlichem Ende der Macchapuchare (6993 m) hoch über dem Tiefland der Region von Pokhara steht.
Gangapurna und Annpurna III gehören neben der weiter östlich stehenden Annapurna II (Bild Nr. 23) zu den beherrschenden Gipfeln
auf der berühmten Trekking-Route des "Annapurna-Circuit", die auf deren nördlicher Seite durch das Tal des Marsyngdi Khola führt.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(10) Blick nach Nordwesten auf die Hauptkette von der Annapurna I (8091 m) bis zum Kangshar Kang (7485 m)

Dies ist also ein Blick nochmals etwas zurück. Er zeigt den langen und berühmten Ostgrat der Annapurna I, der erstmals im Jahr 1984 von den Schweizern
Norbert Joos und Erhrad Loretan in einer 6-tägigen Tour begangen wurde, die beide fast das Leben gekostet hätte. Die Schweizer stiegen vom
Gipfel nach Norden ab, wo sie glücklicherweise auf eine andere Expedition trafen. Im Jahr 2002 begingen Jean-Christophe Lafaille und Alberto Inurretagui
den Grat im Hin- und Rückweg. Auch diese Begehung überlebten die Bergsteiger nur knapp.
Der Nebengrat mit Singu Chuli und Tharpu Chuli verläuft hier diagonal durch das Bild von rechts nach links.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(11) Blick nach Norden zum Kangshar Kang (7585 m), Tarke Kang (7168 m) und Peak 7079

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(12) Blick nach Norden zum Peak 7079 und Peak 7140

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(13) Blick nach Norden in die Südwand der Gangapurna (7454 m)

Die Gangapurna wurde erstmals im Jahr 1965 durch eine deutsche Expedition bestiegen.
Die Route der Erstbesteiger verläuft durch diese Wand in Richtung Sattel rechts des Gipfels. Von dort wurde der Gipfel über den Ostgrat erreicht.

Foto: Derek Boniecki, Calgary

(14) Blick nach Süden zum Gipfel des Machhapuchare (6993 m)

Der Machhapuchare ist unbestiegen.
Mit Rücksicht aus die religiösen Gefühle der Bevölkerung erteilt die nepalesische Regierung keine Besteigungsgenehmigung.
Im Jahr 1957 hatte sich eine britische Expedition - damals noch mit Erlaubnis - dem Gipfel bis auf ca. 50 m genähert.
Der Helicopter hat immer noch nicht die notwendige Höhe zum "überspringen" des Grates links erreicht.
Bei 6000 bis 6500 m Höhe liegt das Maximum an Höhe, das Hubschrauber üblicher Bauart erreichen können.

Foto: Derek Boniecki, Calgary

(15) Blick von einer Position knapp südwestlich der Annapurna III (rechts) nach Norden zur Gangapurna (7454 m)

Nur noch wenig an Höhe fehlt, um den Grat, der sich hier wieder rechts befindet, zu überspringen.

Foto: Derek Boniecki, Calgary

(16) Blick von einer Position über dem Grat zwischen Annapurna III und Machhapuchare nach Norden bis Nordosten
mit dem südlichen Vorgipfel der Annapurna III und einigen Bergen des Peri Himal

Zwischen Annapunra III (links) und Annapurna IV (rechts außerhalb des Bildes) liegt eine vergleichsweise tiefe Einsenkung
der langen Kette der Annapurna-Gipfel. Über diese  Einsenkung hinweg zeigen sich einige Gipfel des Peri Himal.
Die Gebirgsgruppe des Peri Himal liegt an der Grenze zu China nördlich der Himalaya-Hauptkette.
Im Westen schließt der Damodar Himal an den Peri Himal an.
Zwischen Annapurna Himal und Peri-/Damodar-Himal liegt das Tal des Marsyangdi Khola, durch das das die Route des Annapurna-Circuit verläuft.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(17) Blick von einer Position über dem Grat zwischen Annapurna III und Machhapuchare nach Norden bis Nordosten
mit dem südlichen Vorgipfel der Annapurna III und einigen Bergen des Peri Himal

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(18) Blick nach Süd-Südwesten zum Doppelgipfel des Machhapuchare (6993 m)

Der Hubschrauber hat den Grat zwischen Annapurna III und Machhapuchare "übersprungen" und steht nun über dem tief eingeschnittenen Tal des Seti Khola.
Die Morgensonne bescheint die Ostflanke des Machhapuchare und ermöglicht diesen atemberaubenden Blick.Derek Boniecki, Calgary

Foto: Derek Boniecki, Calgary

(19) Blick nach Ost-Südosten zum Lamjung Himal (6983 m) und dem Fast-Achttausender Himal Chuli (7893 m)

Der Hubschrauber steht hier östlich des Machhapuchare.
Der Lamjung Himal (6983 m) ist der östlichste hohe Gipfel des Annapurna Himal, der Himal Chuli (7893 m) gehört zum Manaslu Himal.
Der Manaslu selbst steht weiter links hinter dem Lamjung Himal.
Die noch weiter links stehende Annpurna II (7937 m) zeigt Bild Nr. 23.
Die Gegenlicht der Morgensonne und der Dunst lassen die Konturen im tiefen Schatten verschwimmen.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(20) Blick von einer Position südlich des Machhapuchare nach Nordwesten in die Südflanke der Annapurna I (8091 m)

Der Machhapuchare ist von seiner Nord- und Ostseite her umrundet und nun steht der Helicopter südlich des Gipfels.
Hinter den Felsen des Südwestgrates liegt die Schlucht des Modi Khola mit dem Zugang zum Annapurna-Basislager;
das hinter dem hier ebenfals sichtbaren Ost-Grat des Hiunchuli liegt.
Die Bilder 5 und 6 hatten dieselbe Sicht auf den Hauptkamm aus geringerer Entfernung gezeigt.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(21) Blick von einer Position südlich des Machhapuchare nach Nordwesten in die Südflanke der Annapurna I (8091 m)

Hier reicht der Blick zur Hauptkette etwas weiter nach Osten bis zum Kangshar Kang (7485 m), der auch auf den Bildern 7 und 10 zu sehen ist.
Die französische Expedition von 1950 zur Annapurna I hatte zunächst von Norden her vergeblich einen Zugang zu "ihrem" Gipfel gesucht.
Dabei hatten sie auch den Kangshar Kang entdeckt, dessen Gipfel aber von Norden gesehen eine dunkle Felspyramide ist.
Deshalb hatten sie den Gipfel "Roc Noir" genannt. "Kangshar" ist der westlichste Ort im Tal des Marsyangdi Khola und liegt am Fuß des Berges.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

(22) Blick in die Südwand des Machhapuchare (6993 m)

So ähnlich kennen Bergsteiger und Trekker den Berg auch vom Boden aus der Umgebung von Pokhara.

Foto: Derek Boniecki, Calgary

(23) Blick von einer Position südlich des Machhapuchare zum zweithächsten Gipfel der Annapurna-Kette, der Annapurna II (7937 m)

Die Annapurna II wurde erstmals im Jahr 1960 von einer britischen Expedition bestiegen.
Die Besteigung über den hier sichtbaren Südgrat gelang erstmals einer australischen Expedition im Jahr 1983.

Foto: Derek Boniecki, CalgaryBeschriftung: Günter Seyfferth

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