Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kanchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

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Makalu: Geschichte + Literatur

Vorbemerkung: Die Geschichte der Achttausender wird beschränkt auf die wichtigsten Erkundungen und Besteigungen wiedergegeben. Dazu zählen die Erkundungen, die wichtigen Besteigungsversuche vor der Erstbesteigung, die Erstbesteigung selbst, die Erschließung neuer und anspruchsvoller Routen sowie einige weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung. Es ist nicht möglich, auf alle Besteigungen und Besteigungsversuche einzugehen, zumal die Berge heutzutage von einem Massenansturm überrannt werden.

Der Name des Makalu: Der Name „Makalu“ scheint auf einem Vertauschen von Silben im tibetischen Namen „Kamalu“ zu beruhen. „Kama“ heißt der Fluss, der das Gebiet nordöstlich des Berges entwässert. In den Karten findet man auch die Namen „Kama Chu“ oder „Karma Chu“. „Chu“ bedeutet „Fluss“ oder „Bach“. „Lu“ ist die Abkürzung von „Lung“ = „Gebiet“ oder „Tal“. „Kamalu“ bedeutet also „Gebiet des Kama“. Der Berg müsste dann „Kamalu Tse“ heißen. Irgendwie kam aber „Makalu“ zustande, und so steht der Name in den Landkarten.

Inhaltsverzeichnis:

 - Bestimmte Ereignisse und Literatur
 - Allgemein und sonstige Literatur zum Makalu

Lageplan mit den Besteigunsgrouten

Eine Landkarte und Beschreibung der Umgebung auf tibetischem Gebiet finden Sie hier.

Eine Landkarte und Beschreibung der Umgebung auf nepalesischem Gebiet finden Sie hier.

1. Bestimmte Ereignisse und Literatur

 Bei den meisten Ereignissen ist eine PDF-Datei hinterlegt. Klicken Sie bitte auf die entsprechende Jahreszahl.
 Dort finden Sie eine ausführliche Beschreibung mit Fotos, in denen die Routen eingetragen sind, eine Liste der Teilnehmer
             an der Expedition sowie eine Übersicht über zugehörige Bücher, Artikel, Websites und sonstige Informationsquellen.

Bei den Ereignissen, die nicht mit ausführlichen Berichten hinterlegt sind, finden Sie Angaben zu Quellen direkt in der folgenden Tabelle.
O2 beutet: es wurde künstlicher Sauerstoff verwendet.

Jahr Ereignis

Den Gipfel haben erreicht

Datum Name O2
1921 Erste Erkundung im Zuge der britischen Erkundungsfahrt zum Mount Everest      
1952

Nach ihrem Besteigungsversuch am Cho Oyu verlassen die Briten Charles Evans und Eric Shipton und die Neuseeländer Edmund Hillary und George Lowe die Khumbu-Region nach Osten in Richtung Barun-Tal. Dabei erkunden sie den Barun-Gletscher bis zu seinem oberen Ende, gehen entlang der Westwand den Gletscher hinunter und kommen schließlich zum Platz des heutigen Basislagers unter der Südwand. Sie verlassen das Barun-Tal über den Shipton-Pass nach Süden. Sie bringen die ersten Erkenntnisse von der nepalesischen Seite des Makalu mit.

     
1954 Erster Besteigungsversuch am Makalu über den Südostgrat durch eine amerikanische Expedition unter Leitung von William E. Siri      
1954

Erkundung der Barun-Region durch eine neuseeländische Expedition unter Leitung von Edmund Hillary

     
1954 Französische Erkundungsexpedition zur Nordwestflanke unter Leitung von Jean Franco      
1955 Erstbesteigung des Makalu über die Nordwestflanke durch eine französische Expedition unter Leitung von Jean Franco 15. Mai

16. Mai


17. Mai
Jaen Couzy
Lionel Terray
Jean Franco
Guido Magnone
Gyaltsen Norbu
Jean Bouvier
Serge Coupé
Pierre Leroux
André Vialatte
O2
1961 Nach der Erstbesteigung kehrt am Makalu eine auffallende Ruhe ein. 1961 kommt eine neuseeländische Expedition unter Leitung von Edmund Hillary, um den Berg über die Normalroute zu besteigen. Auf 8350 m Höhe muss der Versuch wegen Höhenkrankheit abgebrochen werden. 1969 befindet sich eine japanische Expedition am Berg, um die Aufstiegsmöglichkeiten am Südostgrat zu erkunden. Von 1966 bis Anfang 1969 war Nepal wegen drohender militärischer Auseinandersetzungen mit China für Expeditionen gesperrt.

Literatur:
Edmund Hillary, Desmond Doig:
Schneemenschen und Gipfelstürmer
Die Hillary-Himalaya-Expedition 1960/1961
Brockhaus, Wiesbaden, 1963
295 Seiten, gebunden, s/w- und Farbfotos, Karten

     
1970 Erstbegehung des Südostgrates durch eine japanische Expedition unter Leitung von Yohei Ito 23. Mai Yuchi Ozaki
Haijme Tanaka
O2
1971 Erstbegehung des West-Pfeilers durch eine französische Expedition unter Leitung von Robert Paragot 23. Mai Bernard Mellet
Yannick Seigneur
O2
1975 Erstbegehung der Südwestwand durch eine jugoslawische Expedition unter Leitung von Ales Kunaver. Marjan Manfreda gelingt die erste Besteigung des Makalu ohne künstl. Sauerstoff. 6. Okt.

8. Okt.


10. Okt.

11. Okt.
Stanislav Belak-Srauf (O2)
Marjan Manfreda
Janez Azman (
O2)
Jernej Zaplotnik (
O2)
Viktor Groselj (
O2)
Ivan Kotnik (
O2)
Janez Dovzan (
O2)
O2
1976

Erstbegehung des Südwestpfeilers zum P 7860 und Fortsetzung zum Gipfel über den Südostgrat durch eine tschechoslowakische Expedition unter Leitung von Ivan Galfy

24. Mai Milan Krissak
Karel Schubert
O2
1978 Deutsch-Schweiz-Österreichische Expedition unter Leitung von Hermann Warth
Über die Route der Erstbesteiger erreichen am 1. Mai Hermann Warth und Ang Chappal den Gipfel, am 10. Mai Hans von Känel, Karl Landvogt und Nga Temba, am 21. Mai Kurt Diemberger und Nawand Tensing (11.- 13. Besteigung). Ang Chappal gelingt die erste Besteigung über die Normalroute ohne Verwendung künstlichen Sauerstoffs und die zweite Besteigung des Makalu ohne diese Hilfe.

Literatur:
Hermann + Dietlinde Warth: Makalu - Expedition in die Stille
Gebunden, 152 Seiten, s-/w-Fotos, Kartenskizzen
EOS Verlag, 1980

1. Mai

10. Mai



21. Mai
Hermann Warth (D) (O2)
Ang Chappal
Karl Landvogt (A) (
O2)
Nga Pemba (
O2)
Johann von Kaenel (
O2)
Kurt Diemberger (A) (
O2)
Nawang Tenzing (
O2)
O2
1981 Erstbegehung des Nordwest-Grates vom Makalu La zum Gipfel durch den Polen Jerzy Kukuczka mit neuer Route zum Makalu La rechts der Normalroute 15. Okt. Jerzy Kukuczka  
1982 Erstbegehung der Ostwand nach Aufstieg über den SO-Grat durch eine südkoreanische Expedition unter Leitung von Tak-Young Hahm 20.Mai Young-Ho Heo
Ang Phurba
Pasang Norbu
O2
1982 Erstbegehung der Westwand zum Nordwestgrat und über den NW-Grat zum Gipfel durch eine polnisch-brasilianische Expedition unter Leitung von Adam Bilczewski 10. Okt. Andrzej Czok (Pl) O2
1984 Erstbegehung einer Route über den Pfeiler am linken Rand der Westwand mit Begehung des NW-Grates zum Gipfel durch den Schweizer Romolo Nottaris 29. Sept. Romolo Nottaris  
1989 Erstbegehung einer Routenvariante im unteren Bereich der Südwestwand rechts der Route von 1975 mit Überschreitung des Makalu durch den Franzosen Pierre Beghin 6. Okt. Pierre Béghin  
1990 Die Amerikanerin Kitty Calhoun erreicht am 18. Mai als erste Frau den Gipfel. Der Anstieg erfolgte über den Westpfeiler. Es wurde kein künstl. Sauerstoff verwendet.

Literatur:
Kitty Calhoun: A Himalayan Classic - Makalu's West Pillar
The American Alpine Journal 1991, Seiiten 7 - 13

18. Mai Kitty Calhoun
John Schutt
 
1991 Erstbegehung einer Route in der Westwand mit Ausstieg zum Westpfeiler durch die Schweizer Erhard Loretan und Jean Troillet 2. Okt. Erhard Loretan
Jean Troillet
 
1995 Erstbegehung im Bereich des Ostgrates und der Nordostflanke durch eine japanische Expedition unter Leitung von Tsuneo Shigehiro 21. Mai



22. Mai
Toshihiko Arai
Masayuki Matsubara
Osame Tanabe
Atsushi Yamamoto
Munehiko Yamamoto
Takeshi Ono
Hirotaka Takeuchi
Taro Tanigawa
O2
1997 Erster direkter Durchstieg der Westwand bis auf 7900 m Höhe mit Ausstieg auf den Westpfeiler und über diesen zum Gipfel durch eine russische Expedition unter Leitung von Sergei Efimov 21. Mai Alexei Bolotov
Igor Bougatshevski
Yuri Ermachek
Nikolai Jiline
Dmitri Pavlenko
 
2009 Am 9. Februar gelingt dem Italiener Simone Moro und seinem Kollegen Denis Urubko aus dem The North Face Global-Team die erste Winterbesteigung des Makalu. Die Besteigung wurde im alpinen Stil auf der Normalroute durchgeführt.

Literatur:
Simone Moro: Roar of the Wind - First Winter Ascent of Makalu
The American Alpine Journal 2010, Seiten 72 - 77

9. Febr. Simone Moro (It)
Denis Urubko (Kaz)
 
2010 Erstbegehung einer Route in der Südwestwand zum West-Pfeiler links der Route von 1975 durch eine ukrainische Expedition unter Leitung von Mstislav Gorbenko 23. Mai Sergei Bublyk
Volodymir Roshko
Dmytro Venslavovsky
 

2. Allgemeine und sonstige Literatur (nur zum Makalu)

Literatur, welche sich auf viele Bereiche des Himalaya erstreckt, u.a. auch auf den Makalu, finden Sie unter "Literatur allgemein".

Autor Titel Verlag/Erscheinungsjahr Umfang/Art erhältlich im
Frank Gräfe Grenzgang am Makalu Verlag D.J.M., 2000 319 Seiten, Paperback, Farbfotos
Bericht der sächsischen Makalu-Expedition 1998, bei der auf der Normalroute eine Höhe von etwa 8250 m erreicht wird.
Antiquariat
Jan Kielkowski Makalu Himal Explo Publishers, Polen, 2001 125 Seiten, Paperback
Ausführliche Kartenskizzen, Routenskizzen, Routenbeschreibungen
Antiquariat
 

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