Ganja La

Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kanchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

Home  nach oben

Ganja La (5180 m), Langtang Himal

28°09'49" N, 85°33'45" E

© Die Rechte an den Fotos liegen ausschließlich bei den im Bild genannten Autoren.
Eine Verwendung der Bilder mit Eintragungen ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Bildautoren und von Günter Seyfferth erlaubt.

 Bitte öffnen Sie die Bilder mit einem Klick im Großformat; dort sind die Beschriftungen gut lesbar
            - und die großen Bilder wirken natürlich viel beeindruckender!

  Sie kommen zu den Bildergalerien der Fotografen, indem Sie auf deren Namen unterhalb des Bildes klicken.
 Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Fotografen, die ihre Bilder für diese Seite zur Verfügung gestellt haben.

(1) Landkarte des westlichen Langtang Himal mit dem Ganja La (5180 m)

Die Landkarte und Beschreibung des gesamten Langtang Himal finden Sie hier.

Der Langtang Himal ist die am nächsten an Kathmandu gelegene Region des Himalaya. Der einfachste Zugang zum nepalesischen Bereich ist von Westen durch das Tal des Langtang Khola. Allerdings führt dieser Weg lange Zeit durch ein enges Tal, das sich erst in ca. 3500 m Höhe bei der Ortschaft Langtang etwas weitet. Die Sicht bleibt aber selbst noch bei den Lodges vom Kyanjin (3920 m) beschränkt. Von den hohen Gipfeln sind der Langtang Lirung (7227 m), der Kimshung (6781 m) und der Ganchenpo (6378 m) zu sehen, nicht aber die imposanten hohen Gipfel im östlichen und nördlichen Teil des Langtang Himal und auch nicht der Shisha Pangma (8027 m). Erst der Trekking-Gipfel Tsergo Ri (4983 m) eröffnet die Sicht nach Osten, nicht aber nach Nordosten. Besser ist die Sicht vom benachbarten 5520 m hohen Yala Peak, aber der Shisha Pangma ist auch von dort nicht zu sehen. Es ist eben eine Eigenheit der Topografie des Langtang Himal, dass die meisten Trekking-Routen und sogar die genannten beiden Trekking-Gipfel nicht alle Sichten eröffnen, welche sich Trekker und Bergsteiger erhoffen.

Wer aber den Zugang direkt von Süden wählt, wird durch großartige Sichten in die ansonsten so verschlossene Bergwelt belohnt. Allerdings türmt sich dort zunächst die Bergkette südlich des Langtang Khola vor dem Wanderer auf. Zwei Passübergänge, der westlich gelegene Ganja La
(5180 m), der hier beschrieben wird, und der östlich gelegene Tilman-Pass (5330 m) ermöglichen die Überquerung dieses Gebirgszuges. Der Zugang erfolgt über Höhenrücken der Region Helambu. Diese Höhenzüge verlaufen von Norden nach Süden zwischen meist nur schwer passierbaren Flusstälern. Für beide Pässe kommt der 30 km nordöstlich von Kathmandu gelegene Ort Malamchi (820 m) als Ausgangspunkt des Trekkings in Frage.

Die Überquerung des Ganja La ist Gegenstand der Planungen, wenn man beim Trekking im Langtang Himal nicht das Tal des Lantang Khola sowohl für den Anmarsch als auch für den Abmarsch wählen will. Abwechslungsreicher ist natürlich eine Rund-Tour unter Einbeziehung des Ganja La, sofern man nicht gar den schwierigeren Tilman-Pass wählt. Hat man den Ganja La ausgewählt, so ist die Querung von Süden nach Norden der umgekehrten Richtung vorzuziehen, weil man beim Abstieg nach Norden die Gipfel des Langtang Himal vor Augen hat, während man sich beim Aufstieg von Norden nach diesen Gipfeln umdrehen muss. Beim Zugang von Süden hat man voraus die Massive des Naya Kangri (5863 m) und des Ponggen Dopku (5935 m) vor Augen, während man beim Abstieg nach Süden ins nepalesische Tiefland blickt. Will man vom Tal des Langtang Khola aus einen der Trekking-Gipfel Tsergo Ri (4983 m) oder Yala Peak (5520 m) ersteigen, so ist man nach der Querung des Ganja La besser akklimatisiert, als wenn man durch das Tal des Langtang Khola heraufgekommen ist.

Der Weg zum Ganja La führt über den Höhenrücken des Yangri Danda und des Dhukpu Danda, der nördlich von Malamchi beginnt und stets in nördlicher Richtung in Richtung Pass verläuft. Zunächst gibt es in den Dörfern auf dem südlichen Teil des Bergrückens noch die Möglichkeiten, in Lodges zu übernachten. Ab 2500 m Höhe gibt es aber keine Siedlungen mehr, so dass man auf die eigenen Zelte und die mitgeführten Nahrungsmittel angewiesen ist. Gut ausgebaute Wege, die auch von Einheimischen benutzt werden, führen bis zur Moränenlandschaft südlich des Passes. Mehrere Tage dauert der Anmarsch, bevor wirklich alpines Gelände erreicht wird. Diese Zeit muss sich der Trekker aber so oder so nehmen, damit er seinen Organismus an die Höhe anpasst. Der Körper muss vermehrt rote Blutkörperchen erzeugen, die den Sauerstoff transportieren. Im Vergleich zum östlich gelegenen Tilman-Pass sind die Aussichten nicht ganz so spektakulär.

Hier wird bei den großformatigen Bildern eine Bildfolge gewählt, die der Überquerung von Süden nach Norden entspricht.

(2) Blick vom Dhukpa Danda in ca. 4150 m Höhe nach Norden zum Doppelgipfel des Ponggen Dopku (5935 m + 5928 m)

Kurz vorher hat man auf dem Anmarsch von Süden erstmals die 4000-Meter-Marke überschritten.
Die jetzt erreichte Höhe wird beim weiteren Marsch entlang des Osthangs des Höhenrückens in etwa beibehalten,
bis man schließlich in ca. 4450 m Höhe in nordwestliche Richtung zum Oberlauf des Yangri Khola einschwenkt.
Auf dem Weg dorthin bewegt man sich in einem Gelände, dass im Sommer auch von Einheimischen als Viehweide genutzt wird.

Foto: Derek Boniecki; Beschriftung: Günter Seyfferth

(3) Blick aus ca. 4450 m Höhe beim Richtungswechsel des Tales von Norden nach Nord-Nordwesten

Voraus erblickt man große Moränen der Gletscher, als diese in früheren Zeiten noch weit herunter reichten.
Darüber steht der Naya Kangri (5863 m). Der Ganja La - mit Pfeil markiert - verbirgt sich noch hinter einer der Moränenkämme.
Der Pfad zum Pass führt vom Talboden entweder über den Kamm der Moräne in Bildmitte oder zunächst weiter am Talboden rechts der Moräne
hinauf auf eine Schotterebene in etwa 4950 m Höhe, wo einst ein Gletscher unmittelbar unter dem Pass lag.
Durch die graue Moräne unter dem Peak 5560 führt dieser Pfad, der im Bild sogar zu erkennen ist.

Foto: Otto Sluiter; Beschriftung: Günter Seyfferth

(4) Blick vom oberen ehemaligen Gletscherboden in ca. 4950 m Höhe zum Pass

Heute wandert der Trekker zum Pass, ohne mit dem Gletschereis in Berührung zu kommen.
Direkt vor der Zunge des heutigen Rest-Gletschers beginnt in ca. 5070 m Höhe der Aufstieg von links nach rechts
durch das Geröll der 110 m hohen Rampe (siehe Bild Nr. 5 und 6).

Foto: Marad2009

Die Südliche Rampe des Passes


(5) Blick aus ca. 5070 m Höhe zur Schotterrampe, die hinauf zum Pass führt
Abgesehen von den Mühen, den das grobe lockere Geröll beim Gehen macht,
und abgesehen vom Sauerstoffmangel bereitet der Aufstieg keine Probleme.
Foto: Derek Boniecki



(6) Die letzten ca. 50 m zum Pass, der sich links oben bei den Schneeresten befindet
Foto: Reet Teppo
(nicht mehr online)

 

(7) Blick aus der Südrampe des Passes nach Süden

Auf dem ehemaligen Gletscherboden ist der Trekking-Pfad gut zu erkennen.

Foto: Derek Boniecki

(8) Blick vom Ganja La (5180 m) nach Südwesten

Die Landkarte verdeutlicht, dass man hier zwei hintereinander liegende Höhenrücken sieht,
die sich südlich des Naya Kangri von Nordwesten nach Südosten erstrecken.
Die Sicht von Bild Nr. 7 schließt links an dieses Bild an.

Foto: Derek Boniecki; Beschriftung: Günter Seyfferth

Es folgen die Sichten vom Pass zu den Bergen auf der Nordseite, wobei man wissen muss,
dass der Langtang Lirung (7227 m) noch durch Vorgipfel des Naya Kangri verdeckt ist, also erst aus geringeren Höhen ins Blickfeld rückt.

(9) Panorama-Blick vom Ganja La (5180 m) nach Norden bis Osten

Am Horizont stehen Yansa Tsenji (6567 m), Shalbachum (67070 m), Kyungka Ri (6599 m), Shisha Pangma (8027 m),
Pemthang Karpo Ri (6865 m), Langshisa Ri (6413 m) und Gurkarpo Ri (6889 m).
Links der Bildmitte stehen die Trekking-Gipfel Yala Peak (5520 m) und Tsergo Ri (4983 m).
Zu Füßen liegt der Weg des Aufstiegs von Norden zum Pass bzw. der Weg des Abstiegs ins Tal des Langtang Khola.
Auch dort lag in frühen Zeiten ein Gletscher, so dass man sich bis weit hinunter einen Pfad zwischen den Geröllblöcken suchen muss.
Der Pass ist übrigens nicht 5122 m hoch, wie die Landkarte des Deutschen Alpenvereins ausweist, sondern ca. 5180 m.

Foto: Derek Boniecki; Beschriftung: Günter Seyfferth

(10) Blick vom Ganja La (5180 m) nach Norden bis Osten bei wolkenfreiem Himmel

Zu sehen sind dieselben Gipfel wie auf Bild Nr. 9, hier aber verbirgt sich der Gipfel des Shisha Pangma nicht in Wolken.
Die Geschichte der Besteigungen dieses Achttausenders finden Sie hier.
Auf der Seite mit den Gipfelpanoramen vom Shisha Pangma finden Sie die entgegengesetzte Sicht.
Der Tsergo Ri ist aus einem riesigen Bergsturz entstanden, der vor ca. 40.000 Jahren stattfand. Näheres dazu finden Sie hier.
Es ist ein Berg mit schöner Aussicht; leider aber ist er zu niedrig, als dass man von seinem Gipfel den Shisha Pangma im Nordosten zu Gesicht bekäme.
Die Grenze zwischen Nepal und China verläuft über die Gipfel 7068, Pemthang Ri und Pemthang Karpo Ri.
Der Shisha Pangma steht also vollständig auf chinesischem Territorium.

Foto: Michal (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Route des Aufstiegs von Norden
(Reihenfolge von unten nach oben)


(11) Lagerplatz in ca. 4330 m Höhe auf der Nordseite des Passes
Der weitere Aufstieg führt in die Schlucht hinein, in der teilweise auf festem Untergrund,
teilweise im Geröll der Stirnmoräne des ehemaligen Gletschers aufgestiegen wird.
Foto: Derek Boniecki




(12) Blick vom Boden des ehemaligen Gletschers in ca. 4925 m Höhe
zum Gipfelkamm östlich des Passes
Der Einschnitt zwischen den Randmoränen wendet sich bei dem
Schneefeld im Schatten nach rechts. Dort kommt der Pass in Sicht.
Foto: Derek Boniecki




(13) Blick aus ca. 5100 m Höhe zum Pass, der sich links oben befindet.
Im Großformat des Bildes oberhalb der Bildmitte ist eine Aluminiumleiter zu erkennen,
der sich aber nicht jeder Bergsteiger anvertrauen mag. Man kann auch ohne diese
Hilfe durch die Felsblöcke nach links hinauf klettern.
Foto: Derek Boniecki



(14) Die letzten ca. 60 Meter zum Pass, der sich links oben befindet
Zu diesem Zeitpunkt war die Aluminiumleiter noch nicht vorhanden.
Foto: Otto Sluiter

 

(15) Blick aus ca. 5100 m Höhe zum Yansa Tsenji (6567 m) und Shalbachum (6707 m)

Hinter diesen Bergen liegt China. Direkt gegenüber am Talrand steht der Trekking-Gipfel Tsergo Ri (4983 m).

Foto: Volk Tambowsky; Beschriftung: Günter Seyfferth

(15) Blick aus ca. 5050 m Höhe nach Nordosten zum Shisha Pangma (8027 m)

Links unten sieht man gerade noch den Gipfel des Tsergo Ri (4983 m).
In Bildmitte steht der weitere, aber schwierigere Trekking-Gipfel Yala Peak (5520 m).

Foto: Derek Boniecki; Beschriftung: Günter Seyfferth

(16) Blick aus ca 4840 m Höhe nach Nordosten zum Shisha Pangma (8027 m)

Im Gegengsatz zu Bild Nr. 15 ist hier der Shisha Pangma noch wolkenfrei; die Aufnahme ist ca. 1 3/4 Stunden früher entstanden.
Der Blick geht in die Südwestwand des Achttausenders, durch die mehrere Routen führen.
Die Geschichte der Besteigungen des Shisha Pangma finden Sie hier.
Das Teleobjektiv verkürzt die Entfernungen in extremer Weise. Links sieht man den Trekking-Gipfel Yala Peak (5520 m).
Zwischen Yala Peak und der dahinter stehenden interessanten Kette von Fast-Sechstausendern liegt der Shalbachum-Gletscher.
Diesen Bereich finden Sie auf obiger Landkarte rechts oben.

Foto: Derek Boniecki; Beschriftung: Günter Seyfferth

(17) Panorama-Blick aus ca. 4840 m Höhe mit Langtang Lirung (7227 m), Kimshung (6781 m), Yansa Tsenji (6567 m),
Shalbachum (6707 m), Shisha Pangma (8027 m), Pemthang Karpo Ri (6865 m), Langshisa Ri (6413 m) und Gurkarpo Ri (6889 m)

Der Fotograf steht hier auf der Stirnmoräne des ehemaligen Gletschers, die auf Bild Nr. 11, oben, zu sehen war.
Unterhalb des ersten "i" des Wasserzeichens sieht man die Zelte des Lagerplatzes, der auch auf Bild Nr. 11 zu sehen ist.
Über dem "h" ist der Ort Kyanjin markiert. Das Erdbeben des Jahres 2015 hat dort schwere Schäden angerichtet, die aber inzwischen behoben sind,
so dass in diesem höchsten Ort des Langtang-Tales wieder übernachtet werden kann. Die Bewohner sind dringend auf die
Einnahmen aus dem Bergtourismus angewiesen. Übrigens wurde bei dem Erdbeben der Hauptort des Tales, Langtang,
von einem Erdrutsch vollkommen verschüttet. Neue Häuser sind nun von den wenigen überlebenden Einwohnern etwas
weiter talaufwärts errichtet worden.

Foto: Derek Boniecki; Beschriftung: Günter Seyfferth

(18) Blick von der Almwiese Negang Kharka in ca 4180 m Höhe nach Osten
mit Gurkarpo Ri (6889 m), Loenpoa Gang (6979 m) und Gangchenpo (6378 m)
(hier ist kein Großformat hinterlegt.)

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

Auf folgenden Seiten finden Sie weitere Information und Bilder zur Langtang-Region:
-
Langtang Himal/Shisha Pangma
-
Tibetischer Langtang Himal
-
Achttausender/Shisha Pangma

-
 Helicopter-Flug im Langtang Himal
-
Aussichtspunkt Tsergo Ri
-
Aussichtspunkt Yala Peak
-
Passübergang Tilman-Pass
-
Passübergang Gosainkund/Laurebina La

 

nach oben

horizontal rule

Copyright © Guenter Seyfferth, 2006. Aktualisierter Stand vom 03.01.2019. Alle Rechte vorbehalten.

Impressum, Haftungsausschluss, Copyright, Datenschutz


Wenn Sie mit mir Kontakt per E-Mail aufnehmen wollen, können Sie dies hier tun: [E-Mail senden]. 
Bitte haben Sie Verständnis,  dass ich nur Mails beantworte, welche Name und Anschrift des Absenders enthalten.  Ihre Daten werden nicht weitergegeben.

Bitte beachten Sie, dass ich keinerlei Auskünfte erteile zu Reiseveranstaltern, Transportmöglichkeiten, Unterkünften, Ausrüstung, Verpflegung, Führern, Trägern etc.