Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Karakorum - Hushe Valley und East of Hushe

 

Landkarte des südlichen Karakorum (Hushe-Valley und East of Hushe)
Bitte öffnen Sie die Karte in doppelter Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar!

Quellen der Detail-Informationen:

- A Study of Karakorum & Hindukush Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe, 
  Map no. 10 - Baltoro-Glacier & Khapulu, 1 : 150.000
- Eigene
Auswertungen anhand von Fotografien

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

  Öffnen Sie die Bilder im Großformat!

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Karakorum - Übersicht
- Karakorum aus der Luft 

- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"  
- Passübergang Ghondogoro La
- Baltoro-Region
- Region des südöstlichen Karakorum
- Bildergalerien zu Baltoro-Ghondogoro-Treks 
- Bildergalerien vom südlichen Karakorum
- Kashmir-Konflikt 

Beschreibung der Topografie der Region:

Gliederung:

A - Übersicht
B - Westliche Seitentäler des Hushe-Tals und Masherbrum
C - Nangmah--Tal
D - An der Südflanke des K6

E - Das Tal des Charakusa-Gletschers
F - Auf den Bergen am Charakusa-Gletscher
G - Ghondogoro-Gletscher

A - Übersicht:

Der große Nebenfluss des Indus, der Shyok, ist die südliche Grenze des zentralen Karakorum. Südlich der Gebirgskette des Lesser Karakorum vom Masherbrum über die Chogolisa bis zum Baltoro Kangri verlaufen einige Gebirgstäler von Nord nach Süd wie das Hushe-Tal und die Täler des Kaberi- und des Kundus-Gletschers. Weiter östlich jenseits des Kundus-Gletschers grenzt das hier erfasste Gebiet an die nach Südosten schwenkende Kette des Lesser Karakorum mit dem Saltoro Kangri (7742 m). 

(1) Blick von Khapulu (Khaplu) zur Einmündung des Hushe-Tals in das Tal des Shyok
Foto: Bernhard Krainer, google.com

Das genau von Nord nach Süd verlaufende Hushe-Tal mündet bei Khapulu (Khaplu) in den Shyok. Khapulu ist von Skardu im Westen über eine Straße erreichbar, die durch das wüstenhafte Tal des Shyok verläuft. Die Südwand des Masherbrum (7821 m) am nördlichen Talende ist bereits vom Shyok aus gut zu sehen. Das Gebiet östlich von Khapulu ist militärisches Sperrgebiet, d.h. die Täler des Kaberi-Gletschers und des Kundus-Gletschers sind nicht zugänglich. Irgendwo dort verläuft die "Front" zwischen Pakistan und Indien in der Auseinandersetzung um Kashmir (siehe hierzu die Erläuterungen unter Kashmir-Konflikt). Die Beschreibungen auf dieser Seite beschränken sich deshalb zwangsläufig auf die Gebiete, die über den Zugang durch das Hushe-Tal erreichbar sind.

Das Hushe-Tal ist seit einiger Zeit durch eine Jeeppiste erschlossen. Sie führt bis ins nördlichste Dorf Hushe in 3150 m Höhe.

B - Westliche Seitentäler des Hushe-Tals und Masherbrum

Im Hushe-Tal wird das übliche wüstenhafte Braun der Täler des Karakorum öfters von grünen Oasen der Siedlungen unterbrochen. Bei der Einmündung des Hushe in die Talebene des Shyok bei Kaphulu (Khaplu) ist das Tal noch relativ breit, wird aber nach Norden hin zunehmend enger. Das letzte Dorf Hushe liegt auf 3150 m Höhe mit direktem Blick auf die Südwand des Masherbrum (7821 m). Bei Hushe hinterlässt die Natur einen etwas freundlicheren Eindruck, weil es hier - bedingt durch die Höhenlage und mehr Niederschlag - auch grüne Wiesen und Bäume außerhalb der Zonen mit künstlicher Bewässerung gibt. Nördlich von Hushe dominiert der Masherbrum (7821 m) das Bild. Dieser Fast-Achttausender wurde erstmals im Jahr 1960 bestiegen und zwar durch seine  Südflanke, die auf dem folgenden Bild zu sehen ist.

(2) Die Südwand des Masherbrum (7821 m) von Hushe.
Foto: Bernhard Krainer, google.com

Die Berge westlich des Hushe-Tals - also der Gebirgszug zwischen dem Hushe-Tal und Thalle Valley - sind weitgehend unbekannt. Es sind durchweg Fünftausender ohne Namen bis auf den nördlichsten Kulminationspunkt, den Honboro mit 6440 m Höhe. Soweit in diesem Gebirgszug Namen auftauchen, handelt es sich meist nicht um Namen aus authentischen Quellen. Bei westlichen Bergsteigern besteht eine gewisse Tendenz, hier entweder den Namen ihrer Freundin oder eines ihrer Träger verewigen zu wollen. Da diese Namensgebung aber bei keinem Kartographen landet. ist sie sehr problematisch, denn sie führt mitunter zu unterschiedlichen Namen für denselben Berg. (Ich persönlich verzichte darauf, solche Namen zu übernehmen.)

Noch südlich von Hushe führen das Kande-Tal und das Honboro-Tal zu den gleichnamigen Gletschern am Fuß dieser Berge im Westen des Hushe-Tals. Bildmaterial von diesen Bergen ist rar.

(3) Blick aus dem Kande-Tal nach Westen
auf die unbenannten Gipfel über dem Kande-Gletscher
Der Gipfel in Bildmitte hat eine Höhe von ca. 5880 m,
nicht 6500 m, wie von der Bildautorin angegeben.
Foto: Irena Mrak

(4) Blick von einem Gipfel im Becken des Kande-Gletschers nach Norden
über die nördlichen Arme des Kande-Gletschers hinweg
Rechts oben  ist der Honboro (6440 m) zu sehen,
der höchste Punkt der Bergkette zwischen Hushe-Tal und Thalle-Tal.
Foto: Irena Mrak

Zwischen Honboro (6440 m) und Masherbrum (7821 m), also nordwestlich des Ortes Hushe, liegen die Gipfel rund um den mächtigen Alling-Gletscher und um den Masherbrum-Gletscher. Es ist eine durchaus spaktakuläre Bergwelt aus Sechstausendern und mit dem faszinierenden Masherbrum, aber sie ist dennoch weitgehend unbekannt. Die Landkarten sind dürftig bis falsch. Den Trekkern setzt die Wildheit der beiden genannten Gletscher sehr früh Grenzen beim Vordringen, die Kletterer zieht es zu den noch spektakuläreren Felswänden am östlich gelegenen Charakusa-Gletscher. An den Masherbrum wagen sich nur sehr wenige Expeditionen und scheitern in der Regel.

Es ist kaum möglich, mit dem wenigen verfügbaren Bildmaterial ein vollständiges Bild von diesem Teil der Region zu vermitteln. Deshalb stelle ich folgend ein Übersichtsbild aus Google Earth voran, muss aber anmerken, dass auch diese Abbildung aufgrund eines offensichtloch nur sehr groben Messrasters der Höhen die wahren Gebirgskonturen nur mangelhaft wiedergibt.

(5) Sicht in Google Earth von Südosten auf die Täler
des Alling-Gletschers, des Masherbrum-Gletschers und des unteren Ghondogoro-Gletschers
In der rechten oberen Bildecke ist der Baltoro-Gletscher markiert.
Die Sicht auf Masherbrum und Liligo Peaks von Norden vermitteln
die Bilder Nr. 6 und 7 auf der Seite mit dem Gipfelpanorama vom Trango II.
Entlang des unteren Ghondogoro.Gletschers (rechts unten) führt die Route
vom Ghondogoro La nach Hushe. Hushe liegt knapp außerhalb des unteren Bildrandes, linkes Drittel.
Am westlichen  Rand des Masherbrum-Gletschers (im Bild links des Gletschers)
können Trekker bis zu einem Aussichtspunkt am Südostsporn des
Cathedral vorstoßen. Von dort, aus ca. 4300 m Höhe, sind die Bilder Nr. 11 bis 16
aufgenommen.
Die Höhen sämtlicher Berge, die hier sichtbar sind, sind mit Ausnahme des Masherbrum -
ursprünglich hatte er den Namen K1 - bisher nicht genau vermessen worden.
Foto: Screenshot aus Google Earth; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nur ein einziges Foto aus dem Tal des Alling-Gletschers steht mir zu Verfügung:

(6) Blick von der Einmündung des West-Alling-Gletschers (links)
in den Alling-Gletscher (von links nach rechts) nach Nordosten
Hinter den hier sichtbaren Bergen steht die "Cathedral" (6225 m)
Foto: Irena Mrak

Mangels weiterer Fotos soll die folgende Übersicht vom Gipfel der Cathedral (6225 m) überleiten zur Umgebung um den östlich gelegenen Masherbrum-Gletscher:

(7) Blick vom Gipfel der Cathedral (6225 m) nach Nordosten bis Osten
zum Masherbrum (7821 m), zum Broad Peak (8051 m)
und zu den Gipfeln der Gasherbrum-Gruppe
Man möge bitte "Cathedral" nicht mit der berühmteren
Thunmo-Cathedral am Baltoro-Gletscher verwechseln.
Zu Füßen liegt der Masherbrum-Gletscher. Dieses Foto lässt erahnen,
dass bereits der Zustieg zum Fuß des Gipfelaufbaus des Masherbrum
ein gefährliches Abenteuer für sich ist.
Die Gipfel von Broad Peak und der Gasherbrum -Gruppe sind um 50 km entfernt.
Foto: Irena Mrak

Das folgende Foto ist aus entgegengesetzter Richtung aufgenommen, vom Gegenhang am rechten Bildrand des vorstehenden Fotos:

(8) Blick von Nordosten zur Cathedral, 6225 m
Zu Füßen verläuft der Masherbrum-Gletscher.
Foto: Irena Mrak

Die Zunge des Masherbrum-Gletschers kann in einem leichten Tagesausflug vom Ort Hushe aus erreicht werden. Ein weiterer Vorstoß bedingt aber die Mitnahme einer Zeltausrüstung. Der Gletscher selbst wird nicht betreten, sondern der Pfad führt am westlich Abhang entlang und dann zwischen Abhang und Seitenmoräne bis auf etwa 3900 m Höhe. Anton Reiser hat uns freundlicherweise die folgenden Fotos von dieser Tour und von der Ersteigung eines Aussichtspunktes oberhalb des Gletschers zur Verfügung gestellt.

(9) Blick vom Lagerplatz in ca. 3900 m Höhe neben dem Masherbrum-Gletscher
nach Norden zum Masherbrum (7821 m)
Foto: Anton Reiser;
Beschriftung: Günter Seyfferth

(10)  Blick vom Lagerplatz in ca. 3900 m Höhe neben dem Masherbrum-Gletscher
nach Osten
Hinter dieser Bergkette verläuft der untere Ghondogoro-Gletscher.
Foto: Anton Reiser

(11) Blick aus ca. 4300 m Höhe westlich des Masherbrum-Gletschers
nach Nordwesten zu einigen unbenannten Sechstausendern am Talschluss
. Hinter diesen Bergen liegt der Liligo-Gletscher, der zum Baltoro-Gletscher fließt.
Foto: Anton Reiser

(12) Blick aus ca. 4300 m Höhe westlich des Masherbrum-Gletschers
nach Norden zu den Gipfeln am Talschluss unmittelbar westlich des Masherbrum
Foto: Anton Reiser

(13) Blick aus ca. 4300 m Höhe westlich des Masherbrum-Gletschers
nach Nordosten zum Oberen Masherbrum-Gletscher am Talschluss
Das Foto ist die Fortsetzung von Bild Nr. 12 nach rechts.
Der Fotograf hatte leider das Pech, dass sich der Gipfel des Masherbrum
in Wolken verbarg, denn andernfalls hätte sich der Kamera-Schwenk nach oben gelohnt.
Bitte vergleichen Sie mit Bild Nr. 7.
Foto: Anton Reiser

(14) Blick aus ca. 4300 m Höhe westlich des Masherbrum-Gletschers
nach Osten zu den Gipfeln zwischen Masherbrum- und Ghondogoro-Gletscher
Das Foto ist die Fortsetzung von Bild Nr. 13 nach rechts.
Auf Bild Nr. 10 waren die Berge zu sehen, sie sich noch weiter nach rechts anschließen,
allerdings vom tiefer gelegenen Standort des Camps aus gesehen.
Foto: Anton Reiser

(15) Blick aus ca. 4300 m Höhe westlich des Masherbrum-Gletschers
nach Südosten zum Nemachar (6325 m, rechts der Bildmitte)
Zu Füßen des Nemachar - am Rastplatz Seisyo - liegen die Zungen der Gletscher
Charakusa und Ghondogoro.
Foto: Anton Reiser

(16) Blick aus ca. 4300 m Höhe westlich des Masherbrum-Gletschers
nach Südosten zum Drafey Khar (Drifika, 6444 m)
Eine kurzfristige Lücke in der Wolkendecke machte diesen Blick
durchs Teleobjektiv zu einem der begehrten, aber schwierigen Gipfel
zwischen Charakusa-Gletscher und Hushe-Tal möglich.
Foto: Anton Reiser

(17) Blick vom Masherbrum-Gletscher nach Westen
zum südlichsten der drei von der Cathedral herabfließenden Gletscher
Die Geröllhalden machen einen wenig einladenden Eindruck.
Foto: Anton Reiser

C - Nangmah-Tal

Wir wenden uns den Bergen östlich des Hushe-Tals zu. Auf der Strecke von Kaphulu (Khaplu) nach Hushe münden von Osten zwei Täler in das Hushe-Tal, die sich bei den Felskletterern einer gewissen Beliebtheit erfreuen, denn dort sind eine Reihe senkrechter Granitwände zu finden, in denen es Routen aller hohen Schwierigkeitsgrade gibt. Das erste dieser Täler, das Khane-Valley, wird von der gleichnamigen Ortschaft erreicht. Leider stehen derzeit keine tauglichen Bilder von diesem Tal zur Verfügung. Das zweite Tal ist das bekanntere Nangmah-Tal, das hinauf reicht bis an die Südflanke des K6 (7282 m). Erfahrene Gletscherbegeher können aus dem Nangmah-Tal nach Nordosten einen 5620 m hohen Pass östlich des Drafey Khar (Drifika) erreichen und von dort über den Drafey-Khar-Gletscher zum Charakusa-Gletscher gelangen.

(18) Blick von Südwesten über das untere Nangmah-Tal zum Drafey Khar (Drifika, 6444 m)
Der Drafey Khar ist ein hervorragender Aussichtspunkt,
aber alle Routen zum Gipfel sind sehr schwierig.

Am Weideplatz Nangmah in 3730 m Höhe gabelt sich das Tal. Weiter nach Osten gelangt man zur Zunge des Nangmah-Gletschers, der aus der Südflanke des K6 herabfließt. Nach Nordosten gelangt man zur Südflanke des Drafey Khar und zum erwähnten Übergang in Richtung Charakusa-Gletscher. Für die Überquerung ist aber Erfahrung in der Begehung von Gletschern und die entsprechende Ausrüstung erforderlich. Bis auf 4800 m Höhe ist der Aufstieg eisfrei, so dass man diesen Abschnitt nutzen kann, um einen besseren Überblick über die Gipfel rund um das Tal zu gewinnen. Der Blick richtet sich hauptsächlich in die imponierende Nordwestwand des Amin Brakk, die unmittelbar rechts senkrecht in den Himmel strebt. Mit zunehmender Höhe gewinnt man einen guten Überblick über die Gipfel entlang des Südrandes des Tales:

Leider war der Fotograf der folgenden Fotos nicht mehr feststellbar, da sein ehemaliges Picasa-Album nicht mehr online ist.

 

(19) Blick in die Nordwestwand des Amin Brakk (6070 m)
und zu den Gipfeln des Korada (6060 m)

34 Tage benötigten die spanischen Erstbesteiger zur Bezwingung dieser Wand im Jahr 1999.

(20) Die Gipfel des Korada (6060 m) von Südwesten
Rechts sieht man den Schatten der Nordwestwand des Amin Brakk.

(21) Blick vom Nordabhang des Nangmah-Tales am Fuß des Amin Brakk nach Süden
zu den unbenannten Gipfeln östlich des Chingu Shatpa (siehe Bild Nr. 22)
Diese Berge sind etwa 6000 m hoch.

(22) Blick vom Gletscher am Korada in ca. 5000 m Höhe nach Südwesten
zum Chingu Shatpa (~ 6000 m, links) und zum Black Tower (~ 5700 m)

(23) Panoramasicht aus der Südflanke des Drafey Khar in 5350 m Höhe
nach Osten bis Südosten
Der Kapura verdeckt den Hauptgipfel des K6. Rechts steht die Nordwestwand des Amin Brakk.
Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Foto zeigt den rechten Bildteil aus höherer Position:

(24) Blick aus der Südflanke des Drafey Khar in ca. 5900 m Höhe nach Südosten
zum Korada Süd (6030 m), Dansam (6666 m) und Amin Brakk (6070 m)
Unten sieht man die Gletscher, auf denen der Standort von Bild Nr. 22 war.
Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(25) Blick aus der Südflanke des Drafey Khar in ca. 6150 m Höhe nach Osten zum K6 (7282 m)
Im Vordergrund rechts sieht man die beiden Gipfel des Korada.
Die Südflanke des K6 ist einem steilen Dach vergleichbar
und erinnert an die Nordflanke der Annapurna I.
Die Höhe des Changi in Bildmitte mit 6500 m ist geschätzt.
Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der K6 wurde erstmals im Jahr 1970 von einer österreichischen Expedition bestiegen.

D - An der Südflanke des K6

Die folgenden Bilder, die aus dem Bereich der Südflanke des K6 aufgenommen wurden, runden die Sicht auf die Berge des Nangmah-Tales und südölich des K6 ab.

(26) Blick vom Lachit-Gletscher zum Changi (ca. 6500 m)
Dieses Foto ist während der Erstbesteigung des Changi im Jahr 2015
durch Steve Swenson und Graham Zimmerman aufgenommen worden.
Im Jahr 2015 war Scott Bennett und Graham Zimmerman
auch die zweite Besteigung des K6-West (7100 m) gelungen, wobei erstmals
der Südwestgrat begangen wurde.
Foto: Steve Swenson

(27) Blick vom Aufstieg in der Südflanke des K6 nach Süden
Auf dem Lachit-Gletscher etwa in Bildmitte befindet sich der Zeltplatz
von dem Bild Nr. 26 aufgenommen wurde. Der Changi steht außerhalb des linken Bildrandes.
Rechts erkennt man den Chingu Shatpa und den Black Tower (siehe Bild Nr. 22).
Dieses Foto ist bei der zweiten Besteigung des K6-West im Jahr 2015
durch Scott Bennett und Graham Zimmerman entstanden.
Die erste Besteigung erfolgte im Jahr 2013.
Foto: Graham Zimmerman

Zur Fortsetzung

(28) Blick vom K6-West (7100 m) nach Südwesten zu den Gipfeln des Nangmah-Tales
Dieses Foto ist während der ersten Besteigung des K6-West
durch Raphael Slawinski und Ian Welsted im Jahr 2013 entstanden.
Es zeigt dieselben Berge wie Bild Nr. 27, der Standort ist aber höher und weiter westlich.
Foto: Raphael Slawinski; Beschriftung: Günter Seyfferth

(29) Blick vom K6-West (7100 m) nach Südwesten bis Westen
zu den Gipfeln des Nangmah-Tales und zum Drafey Khar (6444 m)
Das Bild ist in der rechten Hälfte die Fortsetzung von Bild Nr. 28 nach rechts.
Foto: Latitude Photography; Beschriftung: Günter Seyfferth

(30) Blick vom K6-West (7100 m) nach Westen
zum Drafey Khar (6444 m) und Nemachar (6325 m)
Das Bild ist in der rechten Hälfte die Fortsetzung von Bild Nr. 29 nach rechts.
Weit in der Ferne, ca 160 km entfernt, steht der Nanga Parbat.
Foto: Latitude Photography; Beschriftung: Günter Seyfferth

(31) Blick vom K6-West (7100 m) nach Osten zum Hauptgipfel (7282 m)
sowie zum Sherpi Kangri (7380 m), Saltoro Kangri (7742 m) und K12 (7469 m)
Die drei genannten Gipfel in der Ferne stehen auf der Demarkationslinie
zwischen den Militärs von Pakistan und Indien (siehe Kashmir-Konflkt)
Zwischen dem K6 und dieser Linie liegt das Tal des Kondus-Gletschers.
Der Kondus-Gletscher ist militärisches Sperrgebiet.
Foto: Latitude Photography
; Beschriftung: Günter Seyfferth

E - Das Tal des Charakusa-Gletschers

Das Charakusa-Tal ist sehr beliebt bei Felskletterern und beeindruckend durch seinen von steilen Bergflanken umrahmten Gletscherkessel. Die Felsnadel des Nayser Brakk (5335 m), der spitze K7 (6934 m), der Link Sar (7030 m), der mächtige K6 (7282 m), die Spires am Südrand, die scharfe Spitze des Drafey Khar (6444 m) und manch anderer unbenannte Berg machen das Tal zu einem atemberaubenden Erlebnis. Diese Berge zählen zum Bergkamm "East of Hushe", der an der Chogolisa beginnt. 

Vom Ort Hushe in 3150 m Höhe aus verläuft die Route zunächst über eine kurze Strecke nach Norden, auf der man den Masherbrum vor Augen hat (siehe Bild Nr. 2). Nach ungefähr 4 km gabelt sich das Tal und man schlägt die Richtung nach Nordosten ein. Auf weiteren 5 km bis zum Rastplatz Seisyo in 3400 m Höhe hat man die scharfen Zinnen der Berge zwischen dem Unteren Ghondogoro-Gletscher und dem Chogolisa-Gletscher vor Augen:

(32) Blick vom Eingang des Masherbrum-Tales nach Nordosten
zu den unbenannten Gipfeln am unteren Ghondogoro-Gletscher
Diese Berge sind um 6000 m hoch.
Der Rastplatz Seisyo am Eingang des Charakusa-Tales liegt knapp rechts der
Bildmitte hinter dem von rechts herabziehenden Geröllkegel.
Der Taleingang selbst ist hinter den Bergen auf der rechten Bildseite verborgen.
Foto: Anton Reiser

Vom Rastplatz Seisyo in 3400 m Höhe aus steigt man am nördlichen Talhang bis zur Zunge des Charakusa-Gletschers in 3500 m Höhe hinauf und hat dort erstmals die Zinnen des K7 (6934 m, erstmals bestiegen im Jahr 1984) und des Link Sar (7030 m, 2017 noch unbestiegen) vor Augen:

(33) K7 (6934 m) und Link Sar (7030 m, rechts) im Abendlicht
Diese Gipfel stehen am Nordostrand des oberen Gletscherbeckens.
Ihnen gegenüber steht die mächtige Nordwand des K6 (7282 m), die aber
erst in einer Höhe von etwa 4330 m in Sicht kommt.

Etwa 1 km jenseits der Einmündung des Chogolisa-Gletschers bietet sich eine Mulde hinter der Seitenmoräne des Charakusa-Gletschers als Lagerplatz an:

(34) Blick vom Lagerplatz in ca. 4120 m Höhe nach Südosten
auf die Spitzen im östlichen Ausläufer des Nemachar.
Im Hintergrund ist auch bereits der Pik Hassin (6680 m) zu sehen,
ein Gipfel im hohen Verbindungsgrat zwischen K6 und Link Sar,
Der Verbindungsgrat schließt das Tal nach Südosten ab.

Gegenüber auf der Nordseite des Gletschers stehen weitere imposante Spitzen, von denen nur der Nayser Brakk (5335 m) einen Namen trägt. Alle diese Zinnen sind ein Eldorado für Felskletterer.

(35) Blick vom Gipfel des Nyaser Brakk (5335 m) nach Nordwesten
auf die namenlosen Zinnen nördlich des Charakusa-Gletschers.
Siehe zur korrekten Einordnung Bild Nr, 41.
Foto: Willy Oppenheim
(Bitte studieren Sie das Album von Willy Oppenheim; es lohnt sich.)

Bald nach dem Nayser Brakk in 4300 m Höhe weitet sich das Tal und gibt die Sicht frei auf alle Gipfel rund um das obere Becken des Charakusa-Gletschers. In 4400 m Höhe hinter der Seitenmoräne gibt es einen idealen Lagerplatz mit kleinem See und viel Grün, von wo das Amphitheater der berühmten Zinnen in Ruhe betrachtet werden kann.

(36) K6 (7282 m) und Kapura (6580 m) vom Charakusa-Gletscher in 4400 m Höhe
Der Hauptgipfel des K6 steht ganz links, dann folgen der Mittelgipfel (7130 m)
und der Westgipfel (7100 m), von dem die Bilder Nr. 28 bis 31 aufgenommen wurden.
Foto: Slavomir Mitro, google.com

Nach links folgt der hohe Verbindungsgrat zum Link Sar. in dem der Hassin Peak herausragt:

(37) Blick vom Lager 4400 m am Charakusa-Gletscher nach Südosten
zum Pik Hassin (6680 m) und K6 (7282 m)

Foto: Slavomir Mitro, google.com

(38) Panorama-Blick nach Südosten bis Westen
von einem Standort oberhalb des Lagers 4400 am Charukusa-Gletscher
Der Blick reicht vom K6 (links) bis zum Nemachar (6325 m) und Nayser Brakk (ganz rechts)..
In Bildmitte stehen die Spitzen, die auf Bild Nr. 34 zu sehen waren.
Dahinter verbirgt sich der Drafey Khar.
Foto: Jonathan Griffith

(39) Blick vom Standort oberhalb des Lagers 4400 am Charukusa-Gletscher
nach Osten zur Westflanke des K7-West (6818 m)
Auf Bild Nr. 33 hat man nur den nach rechts abfallenden Grat gesehen.
Der Westgipfel verdeckt hier den Hauptgipfel des K7 (6934 m).
Foto: Jonathan Griffith

Um die phantastischen Felsformationen der Südwestflanke von K7 und Link Sar zu sehen, muss man sich ein Stück auf den Charakusa-Gletscher hinaus begeben in Richtung K6 oder in Richtung Drafey Khar-Gletscher:

(40) Blick vom unteren Drafey Khar-Gletscher in ca. 4550 m Höhe
zur Südwestflanke von K7 (6934 m) und Link Sar (7130 m)
Foto: Slavomir Mitro, google.com

Auf dem Weg zurück zum Lager geht der Blick hinaus zum Masherbrum (7821 m) sowie in die Felswände am Nordrand des Charakusa-Gletschers, unter denen der Wanderer heraufgekommen ist:

(41) Blick vom oberen Charakusa-Gletscher in ca. 4500 m Höhe auf die Felswände
am Nordrand des Gletschers mit dem Nayser Brakk (5335 m)
sowie zum Masherbrum (7821 m)
Man vergleiche die Spitzen am rechten Bildrand mit Bild Nr. 35. Dort sind sie fast aus derselben Perspektive zu sehen, aber vom Gipfel des Nayser Brakk, dessen spitzer Gipfel
hier etwa 1 cm unterhalb des höchsten Punktes an der Grenze
zwischen Licht und Schatten zu erkennen ist.
Foto: Slavomir Mitro, google.com

F - Auf den Bergen am Charakusa-Gletscher

Vor allem der Großzügigkeit von Jonathan Griffith und seiner Bergkameraden verdanken wir es, dass hier einige Fernsichten von Bergen rund um den Charakusa-Gletscher gezeigt werden können. Sie finden wunderbare Fotos von drei seiner Unternehmungen in dieser Region unter den folgend hinterlegten Links:

- im Jahr 2012 mit Wil Slim zum Nayser Brakk und zum Sulu Peak
- im Jahr 2013 mit Andy Houseman zum Drafey Khar (Drifika) und zum Link Sar
- im Jahr 2016 mit Andy Houseman zum Link Sar West

Auch in Blogs von Andy Houseman sind Bericht und Bilder zu finden:

- Drafey Khar im Jahr 2013
- Link Sar West im Jahr 2016

Die hohen Gipfel der Region gewähren eine hervorragende Sicht zu den Gipfeln rund um den Baltoro-Gletscher. Landkarte und ausführliche Beschreibung dieser Region mit 100 hervorragenden Fotos finden Sie unter dem vorstehenden Link.

Im Kapitel C haben wir den 6444 m hohen Drafey Khar (Drifika) von seiner Südseite kennengelernt, die an das Nangmah-Tal grenzt. Vom Charakusa-Gletscher gelangt man über den Drafey Khar-Gletscher an seinen scharfen und schwierigen Nordgrat. Der Aufstieg über den Gletscher eröffnet nochmals die Sichten von Bild Nr. 40 und 41. Von höherer Position südlich des Gletschers hat man K7, Link Sar und K6 im Blick:

(42) Blick von einem Aussichtspunkt am Südrand des Drafey Khar-Gletschers nach Osten
zum K7 (6934 m), Link Sar (7030 m) und K6 (/282 m)
Foto: Jonathan Griffith
; Beschriftung: Günter Seyfferth

(43) Blick aus ca. 6150 m Höhe am Nordgrat des Drafey Khar (Drifika)
nach Norden bis Nordosten zum Masherbrum (7821 m), K2 (8611 m), Broad Peak (8051 m),
zur Gasherbrum-Gruppe, zur Chogolisa (7654 m) und zum Baltoro Kangri (7335 m)

Es ist ein Foto mit einer wunderbaren Fernsicht!
Foto: Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

(44) Blick aus ca. 6250 m Höhe am Nordgrat des Drafey Kahr (Drifika)
nach Nord-Nordost zum K2 (8611 m) und Broad Peak (8051 m)
Und nochmals: Welch eine Aussicht!
Foto: Andy Houseman
; Beschriftung: Günter Seyfferth

Am Nordostrand des Charakusa-Gletschers, zwischen K7 und Farol Peak steht der 6040 m hohe Sulu Peak. Das Lager 4400 m am Gletscher ist sozusagen das Basislager für die Besteigung dieses Gipfels. Seine Ersteigung ist allerdings anspruchsvoll und setzt - ebenso wie der Drafey Khar - hohes Können in Fels und Eis voraus, wie auch die Bilder Nr. 45 und 46 belegen.

(45) Blick aus der Nordwestflanke des Sulu Peak in ca. 5950 m Höhe nach Westen
zum Masherbrum (7821 m) und zum westlichen der drei Gipfel des Farol Peak
Foto: Wil Slim
; Beschriftung: Günter Seyfferth

(46) Blick aus der Nordwestflanke des Sulu Peak in ca. 6000 m Höhe nach Westen
mit Drafey Khar (Drifika, 6444 m) und Nemachar (6325 m)
Rechts unten sieht man den Seitengletscher, der aus der Südflanke
der Farol Peaks (siehe Bild Nr, 47) zum Charakusa-Gletscher fließt.
Links vom Zusammenfluss der Gletscher
liegt der weiter oben erwähnte Lagerplatz 4400 m.
Foto; Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Gipfel des Sulu Peak ist eine flache Schneekuppe, auf der man sich häuslich für die Nacht einrichten kann, sofern die Wetterprognose gut ist. In einem solchen Fall lässt sich die Rundumsicht besonders gut genießen:

(47) Blick in der Morgendämmerung vom Gipfelplateau des Sulu Peak (6040 m)
nach Norden bis Nordosten mit den drei Gipfeln des Farol Peak (6475 m),
zur Chogolisa (7654 m), zur Gasherbrum-Gruppe und zum Baltoro Kangri (7335 m)
Foto; Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

(48) Blick bei Sonnenaufgang vom Gipfelplateau des Sulu Peak (6040 m)
nach Osten mit Mt. Ghent (7401 m), Link Sar (7030 m) und K6 (6934 m)
Der eigentliche Gipfel des Sulu Peak in Bildmitte ist nur unwesentlich höher als
das Pleateau, auf dem die Bergsteiger campiert haben.
Der Gipfel des K6 West (6818 m) ist auch auf Bild Nr. 39 zu sehen.
Foto; Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

(49) Blick im Morgenlicht nach Südosten zum K7 (6934 m) und K6 (7282 m)
Foto; Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das Hauptziel von Jonathan Grtffith und Will Slim im Jahr 2012 war der Link Sar gewesen. Die Übernachtung auf dem Gipfelplateau des Sulu Peak war ein Teil der Vorbereitung auf den um 1000 m höheren Link Sar gewesen, dessen Besteigung nicht möglich ist, ohne dass man vorher einige Tage in großer Höhe verbracht hat. Nach der Rückkehr vom Sulu Peak ins Basislager blieb das Wetter aber schlecht, so dass die Besteigung des Link Sar schließlich aufgegeben werden musste. Im Jahr 2016 kehrten sie zurück an den Charalusa-Gletscher und brachten u.a. die folgenden wunderbaren Bilder von der Besteigung des Link Sar West mit. Zuvor, im Jahr 2014, hatte extrem schlechtes Wetter Jonathan Griffith und Kevin Mahoney kurz vor dem Ziel zur Umkehr gezwungen. Die Besteigung im Jahr 2016 gestaltete sich dramatisch. Als der Westgipfel erreicht war, zwang das Wetter zur Umkehr. Den ausführlichen Bericht mit vielen phantastischen Bildern lesen Sie hier.

(50) Blick vom Gipfelgrat am Link Sar West (6938 m) bei Sonnenaufgang nach Norden
mit K7 (6934 m, links), K2 (8611 m) und Chogolisa (7654 m).

Ist diese Aussicht nicht phantastisch?
Das Gebiet zwischen Link Sar und Chogolisa ist praktisch unbekannt.
Der Kaberi-Gletscher, ganz rechts, ist militärisches Sperrgebiet.
Foto: Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

(51) Panorama vom Gipfel des Link Sar West von Süden bis Nordosten
mit K6 (7282 m), Masherbrum (7821 m), K7 (6934 m), K2 (8611 m), Chogolisa (7654 m),
Gasherbrum-Gruppe und Baltoro Kangri (7335 m)
Der Gipfel des Link Sar West ist der Felskopt zwischen Zelt und K6.
Foto: Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

(52) Blick vom Aufstieg am Link Sar West zum K6 (7282 m) und Drafey Khar (Drifika, 6444 m)
Man beachte, dass auch hier der weitgehend unbekannte Changi (6500 m), der auf Bild Nr. 25 und 26 zu sehen war, links vom K6 zu sehen ist.
Welch ein beeindruckender Blick in die Nordwand des K6!
Foto: Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

(53) Blick von Charakusa-Gletscher zum Drafey Khar (Drifika, 6444 m)
Hier wird deutlich, dass die Besteigung des Drafey Khar
kein einfaches Vorhaben ist.
Foto:
Jonathan Griffith; Beschriftung: Günter Seyfferth

G - Ghondogoro-Gletscher

Das Tal des Ghondogoro-Gletschers nimmt den nördlichen bis nordöstlichen Bereich der Region ein. Über den Pass Ghondogoro La (5585 m) führt eine gern gegangene Route vom Baltoro-Gletscher nach Süden. Bergauf in Richtung Baltoro-Gletscher wird die Route nur selten begangen, denn der Anstieg aus 3150 m Höhe in Hushe bis hinauf zum Pass in 5585 m Höhe bedingt mehrere Tage Unterbrechung, um den Körper an die Höhe zu gewöhnen. In umgekehrter Richtung gibt der langsame Aufstieg über den Baltoro-Gletscher nach Concordia auf 4600 m Höhe die natürliche Gelegenheit zur Akklimatisation ohne Zwangspausen. Die Route über den Ghondogoro La wird also sinnvollerweise nur als "Ausgang" vom Baltoro hinunter nach Hushe und zurück nach Skardu genutzt. Von einer Begehung dieser Route in Süd-Nord-Richtung muss auch deshalb abgeraten werden, weil es sein kann, dass die Tour am Ghondogoro La unerwartet abgebrochen werden muss, wenn nach Neuschneefällen der Abstieg über den Nordabhang zum Vigne-Gletscher wegen Lawinengefahr unmöglich geworden ist. Komm man hingegen vom Baltoro, so hat man in diesem Fall die Möglichkeit der Rückkehr über diesen Gletscher.

Vom Pass aus führt ein sehr steiler Hang hinunter zum Ghondogoro-Gletscher, über dessen nördliche Randmoräne der Lagerplatz Huspang in 4700 Höhe erreicht wird. Von Huspang bis zum Lagerplatz Dalsampa in 4250 m Höhe muss der Gletscher begangen werden. Dann führt der Pfad weiter hinter der Seitenmoräne hinunter zum Lagerplatz Seisyo (3400 m), wo das Tal des Charakusa-Gletschers einmündet. Die letzte Etappe führt von hier unschwer nach Hushe. Beidseits des Ghondogoro-Gletschers stehen beeindruckende Gipfel wie der Tasa Brakka (6700 m), die spitze Nadel des Laila (6020 m), der Masherbrum (7821 m) sowie die unbenannten Felszinnen entlang des unteren Teils des Gletschers. 

Da die Ghondogoro-Route üblicherweise bergab gegangen wird, beginnen wir mit der Sicht von Gondogoro La ins Tal:

(53) Tal des Ghondogoro-Gletschers vom Ghondogoro La (5585 m).
Links der Bildmitte der unverwechselbare kühne Gipfel des Laila Peak (6020 m)
Die erwähnten Rastplätze Huspang und Dalsampa sind im Bild markiert.
Foto: Vladimir Ganelin, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(54) Blick vom Lagerplatz Huspang in 4700 m Höhe nach Westen
zur beeindruckenden Spitze des Laila Peak (6020 m)
Foto: Marijn van den Brink, smugmug.com

Das folgende Bild ist aus dem Sattel rechts des Laila aufgenoommen:

(55) Blick von einem Sattel (ca. 5500 m) am Laila Peak nach Nordosten
zum K2 (8611 m), Broad Peak (8051 m), Gasherbrum IV (7925 m) und Gasherbrum III (7952 m)
Es ist die zu Bild Nr. 54 entgegengesetzte Sicht mit dem Lagerplatz Huspang an der Vereinigung der beiden Gletscherarme. Rechts ist der Ghondogoro La markiert.
Foto: Luca Pandolfi; Beschriftung: Günter Seyfferth

(56) Blick nach Süden nach Verlassen des Lagerplatzes Dalsampa
mit Nemachar (6325 m) und Drafey Khar (6444 m)
Foto: Vladimir Ganelin, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

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