Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Karakorum - Hushe Valley und East of Hushe

 

 Bitte öffnen Sie die Karte in doppelter Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar!

 

Quellen der Detail-Informationen:

- A Study of Karakorum & Hindukush Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe, 
  Map no. 10 - Baltoro-Glacier & Khapulu, 1 : 150.000

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

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Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Karakorum - Übersicht
- Karakorum aus der Luft 

- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"  
- Passübergang Ghondogoro La 
- Bildergalerien zu Baltoro-Ghondogoro-Treks 
- Bildergalerien vom südlichen Karakorum
- Kashmir-Konflikt 

Beschreibung der Topografie der Region:

Der große Nebenfluss des Indus, der Shyok ist die südliche Grenze des zentralen Karakorum. Südlich der Gebirgskette des Lesser Karakorum vom Masherbrum über die Chogolisa bis zum Baltoro Kangri verlaufen einige Gebirgstäler von Nord nach Süd wie das Hushe-Tal und die Täler des Kaberi- und des Kundus-Gletschers. Weiter östlich jenseits des Kundus-Gletschers grenzt das hier erfasste Gebiet an die nach Südosten schwenkende Kette des Lesser Karakorum mit dem Saltoro Kangri (7742 m). 

(1) Blick von Khapulu (Khaplu) zur Einmündung des Hushe-Tals in das Tal des Shyok
Foto: Bernhard Krainer, google.com

Der genau von Nord nach Süd verlaufende Hushe-Tal mündet bei Khapulu (Khaplu) in den Shyok. Khapulu ist von Skardu im Westen über eine Straße erreichbar, die durch das wüstenhafte Tal des Shyok verläuft. Von Khapulu führt eine Jeeppiste das Hushe-Tal hinauf bis kurz vor den letzten Ort Hushe. Die Südwand des Masherbrum (7821 m) am nördlichen Talende ist bereits vom Shyok aus gut zu sehen. Das Gebiet östlich von Khapulu ist militärisches Sperrgebiet, d.h. die Täler des Kaberi-Gletschers und des Kundus-Gletschers sind nicht zugänglich. Irgendwo dort verläuft die "Front" zwischen Pakistan und Indien in der Auseinandersetzung um Kashmir (siehe hierzu die Erläuterungen unter Kashmir-Konflikt).

(2) Die Südwand des Masherbrum (7821 m) von Hushe.
Foto: Bernhard Krainer, google.com

Im Hushe-Tal wird das übliche wüstenhafte Braun der Täler des Karakorum öfters von grünen Oasen der Siedlungen unterbrochen. Bei der Einmündung des Hushe in die Talebene des Shyok bei Kaphulu (Khaplu) ist das Tal noch relativ breit, wird aber nach Norden hin zunehmend enger. Das letzte Dorf Hushe liegt auf 3200 m Höhe mit direktem Blick auf die Südwand des Masherbrum (7821 m). Bei Hushe hinterlässt die Natur einen etwas freundlicheren Eindruck, weil es hier - bedingt durch die Höhenlage und mehr Niederschlag - auch grüne Wiesen und Bäume außerhalb der Zonen mit künstlicher Bewässerung gibt. Beidseits des oberen Teils des Hushe-Tales erheben sich recht schroffe Felswände von Gipfeln ohne Namen.

In Hushe endet eine Variante des berühmten Baltoro-Treks, wenn von Concordia aus anstatt des Rückweges über den Baltoro-Gletscher der Weg über den Ghondogoro La (5614 m) nach Süden genommen wird. Von Concordia auf dem Baltoro-Gletscher aus führt diese Route über den Vigne-Gletscher zunächst zum Ali Camp in Sichtweite des Nordabhangs des Ghondogoro-La. Nach Neuschneefällen kann dieser Hang allerdings wegen großer Lawinengefahr nicht erstiegen werden. Die Höhe des Passes bedingt eine ausreichende Höhenanpassung des Organismus, bevor man diese Überschreitung wagt. Vom Pass aus besteht eine gute Sicht auf die 4 Achttausender des Baltoro sowie in das Tal des Ghondogoro-Gletschers, durch das der Abstieg erfolgt.

(3) Tal des Ghondogoro-Gletschers vom Ghondogoro La (5614 m). Links der Bildmitte der unverwechselbare kühne Gipfel des Laila Peak (6096 m)
Foto: Vladimir Ganelin, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Beidseits des Ghondogoro-Gletschers stehen beeindruckende Gipfel wie der Tasa Brakka (6700 m), die spitze Nadel des Laila (6096 m), der Masherbrum (7821 m) sowie die unbenannten Felszinnen entlang des unteren Teils des Gletschers. Der Gletscher selbst wird nur in seinem mittleren Teil zwischen den Lagerplätzen Huspang und Dalsampa begangen. Oberhalb und unterhalb bewegt man sich hinter oder auf der Seitenmoräne. Beim Lagerplatz Seisyo mündet das Tal des Charakusa-Gletschers von Südosten. Die letzte Etappe führt von hier unschwer nach Hushe. Von einer Begehung dieser Route in umgekehrter Richtung muss abgeraten werden. Zum einen müssten wegen der erforderlichen Höhenanpassung des Organismus mehrere Unterbrechungen in den Lagern eingeplant werden, zum anderen kann es sein, dass die Tour am Ghondogoro La abgebrochen werden muss, wenn nach Neuschneefällen der Abstieg über Nordabhang zum Vigne-Gletscher wegen Lawinengefahr unmöglich geworden ist.

(4) K6 (7282 m) und Kapura (6544 m) vom Charakusa-Gletscher
Foto: Slavomir Mitro, google.com

Das Charakusa-Tal ist sehr beliebt bei Felskletterern und beeindruckend durch seinen von steilen Bergflanken umrahmten Gletscherkessel. Die Felsnadel des Naser Brakk (5500 m), der spitze K7 (6934 m), der Link Sar (7041 m), der mächtige K6 (7282 m), die Spires am Südrand, die scharfe Spitze des Drafey Khar (6444 m) und manch anderer unbenannte Berg machen das Tal zu einem atemberaubenden Erlebnis. Diese Berge zählen zu dem Bergkamm "East of Hushe", der an der Chogolisa beginnt. 

(5) Blick vom oberen Charakusa-Gletscher auf die Felswände
am Nordrand des Gletschers mit dem Naser Brakk sowie zum Masherbrum (7821 m)
Foto: Slavomir Mitro, google.com

Der Kletterer findet weitere interessante Bergflanken und Felswände dieses Bergkamms über das weiter südlich gelegende Tal des Nangmah-Gletschers.

(6) Amin Brakk (5800 m) nördlich des Nangmah-Gletschers
Foto: Simi, www.picasaweb.google.com

Den Weg von Hushe in die nordwestlichen Täler des Alling-Gletschers und des Masherbrum-Gletschers finden nur wenige Gruppen. Im Bereich der Gletscher sind Begehungen mühsam und gefährlich.

Südlich von Chogolisa und Baltoro Kangri liegen die relativ engen und tief eingeschnittenen Täler des Kaberi-Gletschers und des Kundus-Gletschers. Mit seinen 40 km Länge kann der Kundus-Gletscher durchaus zu den großen Gletschern des Karakorum gezählt werden. Im Osten des Tales (außerhalb dieser Karte) beherrscht der 7742 m hohe Saltoro Kangri die Landschaft (siehe Karte Karakorum Südost).

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