Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

Home  nach oben

Manaslu Himal

(Die Karte ist im Großformat mit einer Breite von 2560 Pixel hinterlegt.)

Quellen der Detail-Informationen:

- Finmap Sheet No. 2884 - 07, Samagau 1:50.000
- Finmap Sheet No. 2884 - 08, Namrun 1:50.000
- Finmap Sheet No. 2884 - 10, Bahundada 1:50.000
- Finmap Sheet No. 2884 - 11, Simi 1:50.000
- Finmap Sheet No. 2884 - 12, Philim 1:50.000

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"
- Gipfel in Nepal
- Achttausender - Manaslu 
- Hohe Siebentausender - Himal Chuli 
- Hohe Siebentausender - Ngadi Chuli (Peak 29)
- Aussichtspunkt Himalaya-Flug
- Passübergänge - Larkya La
- Bildergalerien zum Manaslu Himal
 

  Öffnen Sie die Bilder im Großformat!

(1)  Satellitenbild des Manaslu Himal und des Tsum Valley von Nordosten
(Bitte öffnen Sie das Bild in 3,5-facher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Diese sensationelle Aufnahme wurde aus der Internationalen Raumstation ISS aus 346 km Höhe aufgenommen.
Sie vermittelt in Verbindung mit der Landkarte die denkbar beste Übersicht über die Topografie der Region.
Der Manaslu Himal ist eine relativ kleine Gebirgsregion des Himalaya, aber keineswegs weniger beeindruckend als der benachbarte Annapurna Himal.
Neben dem Achttausender Manaslu (8163 m) stehen in sehr geringer Entfernung die beiden Fast-Achttausender Himal Chuli (7893 m) und Ngadi Chuli (7871 m).
Diese drei Berge bilden eine gewaltige Mauer, die insbesondere die Sicht aus dem nepalesischen Tiefland beherrscht.
Das tief eingeschnittene Tal des Budhi Gandaki führt zwischen Ganesh Himal und Manaslu Himal nach Norden
hinein in die Hochgebirgswelt und nach einer Wendung nach Westen an die Nordflanke des Manalu Himal.
Vom Budhi Gandaki zweigt aber auch das Tsum Valley, der Zugang in die Welt von Ganesh Himal und Shringi Himal nach Nordosten ab.
Das Tsum Valley sehen wir auf der linken Seite des Bildes. An seinem nördlichen Ende kann man Pässe mit dem Blick hinein nach Tibet erreichen.
Die Umrundung des Manaslu Himal führt das Tal des Budhi Gandaki hinauf und über die Orte Sama und Samdo
zum Pass Larkya La, den man auf dem Bild rechts oben sieht. Von dort steigt man in Richtung des Tales des Marsyangdi Khola ab,
durch das die große Annapurna-Runde führt. Ausdauernde Trekker verbinden beide Touren miteinander.

Klicken Sie bitte unten auf "Nasa", um das Bild ohne Beschriftung zu öffnen.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

(2) Satellitenbild des Manaslu Himal und des Peri Himal von Nordwesten
(Bitte öffnen Sie das Bild in 3,5-facher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Auch diese sensationelle Aufnahme wurde aus der Internationalen Raumstation ISS aus 346 km Höhe aufgenommen.
Im Vordergrund sehen wir die Gipfel des Peri Himal vom Himlung bis zum Kanguru. Das Tal des Dudh Khola trennt dieser Berge vom Manaslu Himal.
Die Trekker, die das Massiv des Manaslu Himal umrunden, kommen das Tal des Bhudi Gandaki (Bildmitte links) herauf,
überschreiten den Larkya La (links) und erreichen im Abstieg durch das Tal des Dudh Khola das Tal des Marsyangdi Khola (rechts unten).
Bis in die 50er-Jahre des 20.Jahrhunderts hinein herrschte große Unsicherheit hinsichtlich der Topografie, die wir hier sehen.
Es gab keine Landkarten, die auch nur annähernd korrekte Auskunft gegeben hätten.

Klicken Sie bitte unten auf "Nasa", um das Bild ohne Beschriftung zu öffnen.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth

(3) Satellitenbild des Peri Himal und des Manaslu Himal von Süd-Südwesten
(Bitte öffnen Sie das Bild in 2,5-facher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar.)
Auch diese sensationelle Aufnahme wurde aus der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen.
Auf diesem Foto erkennt man, dass der Himalaya in diesem Bereich ein relativ schmales Gebirge ist.
Quellwolken verdecken die Sicht auf die niedrigen nepalesischen Vorberge. Diese Wolkenschicht reicht hier auch
in die Täler des Budhi Gandaki und des Marsyangdi Khola hinein, die an die Nordflanken der Hauptkette führen.
Hinter dem Himalaya geht der Blick auf das braune tibetische Hochland, das nur wenig Niederschlag erhält.

Klicken Sie bitte unten auf "Nasa", um das Bild ohne Beschriftung zu öffnen.

Foto: Nasa; Beschriftung: Günter Seyfferth


(4) Blick aus den südlichen Vorbergen des Manaslu Himal nach Norden.
Von links: Thulagi (7036 m), Manaslu (8163 m), Ngadi Chuli (Peak 29, 7871 m), Himal Chuli Nord (7371 m), Himal Chuli West (7540 m), Himal Chuli (7893 m)
Foto: Amirhoch


(5) Blick von einem Aussichtspunkt nordöstlich von Sama nach Osten
Von links: (1) Kutang Himal, (2) Lapuchun (5960 m), (3) Chamar/Shringi Himal (7165 m/7138 m), (4) Ganesh Himal I (Yangra Kangri, 7422 m), (5) Ganesh II (7118 m), (6) Ganesh IV (7104 m), 
(7) Taninga Danda, (8) Rani Peak (6993 m), (9) Simnang Himal (6251 m) und (unmittelbar unter der Ziffer 9) der P 7750 des Himal Chuli (7893 m, in den Wolken))
Foto: Sikari Kukur, www.flickr.com


(6) Blick von einem Aussichtspunkt nördlich von Samdo nach Süden
Von links: (1) Rani Peak (6693 m), (2) Simnang Himal (6251 m), (3) Himal Chuli (7893 m), (4) Himal Chuli Nord (7371 m), (5) Ngadi Chuli (Peak 29, 7871 m), (6) Manaslu (8163 m), (7) Naike Peak (6211 m)
(8) Larkya Peak (6416 m), (9) P 5888, (10), Larkya North (6246 m), (11) Larkya La (5100 m), (12) Sama (3530 m), (13) Lagerplatz Dharamsala (4460m, verdeckt)
Über dem Larkya La die Gipfel des Kang Guru (6981 m) im Peri Himal.
Foto: Sikari Kukur, www.flickr.com


(7) Blick von einem Gipfel P 6025 nordöstlich des Larkya La (5140 m) nach Süden
Von links: (1) Pang Phuchi (6620 m), (2) Ganesh II (7118 m), (3) Ganesh IV (7104 m), (4) Rani Paek (6693 m), (5) Naike Peak, (6) Himal Chuli (7893 m), (7) Manaslu (8163 m), (8) Manaslu North,
(9) Larkya Peak (6416 m), (10) Thulagi (7036 m), (11) Larkya North (6240), (12) Phungi (6538 m), (13) P 5836, (14) Lamjung Himal (6983 m), (15) Annapurna II (7937 m), (16) Larkya La (5100 m)
Foto: Niklas Ernst, Gerlingen, www.summitpost.org


(8) Blick vom Manaslu aus etwa 7500 m Höhe nach Norden mit den Gipfeln des Peri Himal
Von links: (1) Gyaji Kang (7074 m), (2) Lagula Himal (6889 m), (3) Nemjung (7140 m), (4) Himjung (7092 m), (5) Himlung (7126 m), (6) Ratna Chuli (7035 m), (7) Panbari (6892 m), 
(8) P 6621 nördlich des Larkya La, (9) Larkya North (6240 m) südlich des Larkya La, (10) Larkya Peak (6416 m), (11) Manaslu Nord (6994 m), (12) Fukan-Tal, nördlich davon die Grenze zu Tibet, 
(13) Syanche-Gletscher, (14) Kechakyu-Gletscher
Zwischen den Punkten (8) und (9) liegt der Larkya La. Der Abstieg von dort nach Bimthang verläuft nach links unten.
Die Beschreibung des Peri Himal finden Sie hier.
Foto: Eross Zsolt

Beschreibung der Topografie der Region und Hinweise zu Besteigungen:

Die vorangestellten drei Satellitenfotos und die Panorama-Fotos  Nr. 4 bis 8 vermitteln einen Gesamtüberblick über den Manaslu Himal. 

Das Bild Nr. 4 mit der Ansicht von Süden zeigt die Gebirgsmauer, die ohne Unterbrechung vom Manaslu (8163 m)  im Nordwesten bis zum Boudha (6672 m)  im Südosten verläuft. Ähnlich sieht auch der Flugpassagier das Gebirge, dem man sich von Süden zwar nähern, das man aber nicht überschreiten kann (siehe Himalaya-Flug). Es gibt auch kein nach Süden gerichtetes Tal, durch das man zumindest zwischen einige der hohen Gipfel eindringen könnte wie z.B. am Dhaulagiri oder an der Annapurna. Den Manaslu Himal kann man sich folglich nur über weite Umwege erschließen, die auf die Nordseite der Bergkette führen:
- Im Westen durch das Tal des Marsyangdi Khola und ab Dharapani durch das Tal des Dudh Khola hinauf
  zum Larkya La
- Im Osten bis Nordosten durch das Tal des Budhi Gandaki über die Orte Lho, Sama und Samdo zum
  Larkya La
Beide Routen zusammen bilden die Umrundung des Gebirges, die in der Regel von Ost nach West gegangen wird. Ein häufig gewählte Variante ist die Fortsetzung ab Dharapani weiter nach Westen zur Annapurna-Runde. Näheres hierzu finden Sie in den Beschreibungen von Annapurna Himal und Damodar-/Peri-Himal.

Das zweite Panorama-Foto (Nr. 5) zeigt den oberen Teil des Budhi Gandaki-Tales im Blick talabwärts. Das Tal ist sehr tief eingeschnitten, so dass die Talhänge nur wenige Blicke auf hohe Gipfel freigeben. Erst bei der Ortschaft Lho, also kurz vor dem Manaslu, wird die 3000-Meter-Marke überschritten. Lho liegt am Fuß des Taninga Danda, im Foto die Nr. 10. Erst hier erfüllen sich teilweise die Erwartungen auf spektakuläre Aussichten. Der Manaslu (8163 m) beherrscht plötzlich das Bild, der Himal Chuli (7893 m) ist aber auch von hier nicht zu sehen.

Dass man selbst vom höchsten Ort Samdo (3850 m) nur eine eingeschränkte Sicht hat und schon höher hinauf auf benachbarte Aussichtsgipfel steigen muss, um einen umfassenden Überblick über das Gebirge zu gewinnen, macht das dritte Panorama-Foto (Nr. 6) deutlich. Im Tal bietet der Ort Sama (3530 m, im Foto Nr. 15) zumindest die Sicht auf den Manaslu, aber von Samdo ist dieser höchste Gipfel nicht mehr zu sehen; dafür immerhin der Himal Chuli (7893 m). Der Trekker sollte sich also unbedingt die Besteigung des 5177 m hohen Aussichtsgipfels nördlich von Samdo gönnen, damit er endlich eine umfassende Sicht genießen kann. Ohnehin muss in Samdo aus Gründen der Höhenanpassung eine Pause eingelegt werden, bevor der Aufstieg zum Larkya La (5100 m) im Angriff genommen wird.

Wer in der Nähe des Larkya La eine umfassende Sicht wie auf dem vierten Panorama-Foto (Nr. 7) haben möchte, muss schon einen Gipfel nördlich des Zugangs zum Pass besteigen. Hier reicht der Blick vom Ganesh Himal im Osten bis zum Annapurna Himal im Westen. Allerdings ist in dieser Sicht der Ngadi Chuli hinter dem Manaslu versteckt.

Der Bergsteiger am Manaslu überblickt aus den größeren Höhen gut die Berge entlang der Grenze zu Tibet und die Gipfel des Peri Himal im Nordosten (Bild Nr. 8). Die Beschreibung des Peri Himal finden Sie hier.

Wenn auch die vorstehenden Fotos für einen Überblick genügen mögen, so seien folgend doch auch einzelne Zonen auf der Manaslu-Umrundung beschrieben.

Der Talgrund des Budhi Gandaki liegt so tief, dass die Talhänge links und rechts jeglichen Blick auf höhere Gipfel versperren. Selbst in Jagat, wo man sich schon zwischen dem Himal Chuli (7893 m) im Westen und dem Ganesh II (7118 m) im Osten befindet, ist man erst auf 1370 m Höhe und sieht - nichts! Ähnlich verhält es sich im Westen im Zugang durch die Schlucht des Marsyangdi Khola. In Dharapani ist man mit 1860 m zwar etwas höher, sieht aber z.B. vom direkt benachbarten Manaslu - nichts! Im Osten - also am Budhi Gandaki - taucht hinter Jagat immerhin der Shringi Himal (7161 m) auf, weil das Tal jetzt ein stückweit genauf auf diesen Berg zuläuft, bevor es sich ab Chumjet (1670 m) allmählich nach Westen wendet.


(9) Blick aus der Umgebung von Salleri (1360 m) am Budhi Gandaki nach Norden 
zum Shringi Himal (7161 m).
Der Höhenunterschied beträgt 5800 m !
Foto: Marie-Louise

Von Süden her gibt es auch einen Passübergang nach Chumjet, nämlich den Rupina La (4720 m) östlich des Boudha Himal (6672 m). Dieser Übergang wird zwar selten gegangen, er bietet aber die Sicht auf die Ostflanke des Himal Chuli (7893 m), die man nur von dort und aus dem nach Chumjet verlaufenden Tal des Chhuling mit dem gleichnamigen Gletscher sieht (siehe folgendes Bild) oder von Langdang Gompa am Ganesh Himal I.


(10) Blick aus dem Tal des Chhuling Khola nach Südwesten
auf die Nordwand des Boudha (6672 m, links)
und die Ostwand des Himal Chuli (7893 m, rechts).
Foto: Paul van Nuffel, google.com

Im Übergang zwischen Ganesh Himal im Osten und der Grenzgebirgskette des Manaslu Himal im Westen liegt der Doppelgipfel des Chamar/Shringi Himal (7165 m/7138 m). Das enge steile Tal des Sringi Khola kommt westlich dieses Bergstocks von der Grenze herab zum Budhi Gandaki.


(11) Blick aus Helikopter nach Norden ins Tal des Shringi Khola, rechts der Doppelgipfel von Chamar/Shringi Himal (7165 m/7161 m), links der Lapuchun (5960 m)
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

In diesem Bereich des Budhi Gandaki steigt der Talboden aus den sehr niedrigen Zonen auf über 2000 m an, womit auch die Vegetation eher alpin wird. 


(12) Das Tal des Budhi Gandaki bei Bihi (2130 m)
Foto: Lakewalker, www.flickr.com

Zwischen Namrung (2540 m) und Lihi (2750 m) passiert man zwar das vom Himal Chuli (7893 m) herabkommende Tal des Lidanda-Gletschers, außer dem Simnang Himal (6251 m) bekommt man aber auch hier keinen hohen Gipfel zu Gesicht. Erst bei Überwindung der Talstufe hinauf nach Lho (3250 m) öffnet sich das Tal nach Westen, und unvermittelt steht der Manaslu (8163 m) vor dem Betrachter.


(13) Blick von Lho (3250 m) nach Westen
Von links: Manaslu (8163 m), Manaslu Nord (6994 m) Naike Peak (6211 m)
Foto: Cynthia

Westlich von Lho mündet von Südwesten das Tal des Punggyen-Gletschers, an dessen Stirnseite der Ngadi Chuli (Peak 29, 7871 m, Erstbesteigung 1979) und der Manaslu (8163 m) stehen. Der Manaslu wurde erstmals im Jahr 1956 von einer japanischen Expedition bestiegen. Mehr zur Geschichte des Manaslu finden Sie hier.


(14) Ngadi Chuli (Peak 29, 7871 m) und Manaslu (8163 m) am Ende des Punggyen-Tales.
Foto: Laurent

Der Ausflug in das Punggyen-Tal lohnt sich auch wegen des kleinen Klosters unterhalb des Manaslu. Einen Blick auf den Himal Chuli (7893 m) gewährt aber auch dieser Ausflug nicht. Im Haupttal - nur 4 km weiter, dort wo das Tal wieder nach Norden schwenkt - liegt der größte Ort des Tales, Sama, in einer Höhe von 3530 m. Das besondere dieses Ortes ist der direkte Blick auf den Manaslu, dessen Gipfel nur 9 km entfernt ist. Nur wenig oberhalb in Richtung Samdo liegt der See unterhalb des Manaslu-Gletschers. Hier beginnt der Aufstieg nach Westen für die Besteiger des Manaslu. 

Der Manaslu ist berüchtigt für seine überfallartigen Wetterwechsel und extreme Schneefälle. Schon viele Expeditionen sind im wahrsten Sinne des Wortes im Tiefschnee stecken geblieben.


(15) Blick vom Manaslu aus etwa 6300 m Höhe nach Nordosten. 
In Bildmitte der Naike Peak (6211 m) und rechts der Pang Phuchi (6620 m). Links der Syanche-Gletscher, an dessen Zunge der Weg von Samdo zum Larkya La vorbeiführt. 
Samdo liegt genau hinter dem Naike Peak.
Der Bergsteiger ist von rechts heraufgekommen. Unten vor dem Naike Peak 
liegt der Naike Col mit Camp 1.
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de


(16) Blick vom Manaslu aus etwa 7050 m Höhe nach Nordosten. 
Links der Nordgipfel des Manaslu (6994 m), rechts unten der Syanche-Gletscher, 
an dessen Zunge der Weg von Samdo zum Larkya La vorbeiführt.
Jenseits der verschneiten Berge liegt die Hochebene von Tibet.
Foto: Paulo Grobel

Das eingangs gezeigte Panorama-Foto Nr. 8 zeigt den Blick nach Norden aus noch größerer Höhe.

Der Trekker geht von Sama auf der breiten Talsohle weiter nach Norden zum höchsten Ort Samdo auf 3850 m (8,5 km von Sama). 

(17) Rückblick von Kermo Kharka am Weg zwischen Sama und Samdo zum Manaslu (8163 m)
Im Rücken des Fotografen, östlich des Tales, steht der Pang Phuchi (6620 m).
Foto: JohnO

Erst in Samdo bekommt man den Himal Chuli (7893 m, Erstbesteigung 1960) zu Gesicht. Er steht im Süden über dem Kamm des Simnang Himal (6251 m). Schon weiter oben - zum dritten Panorama-Foto - wurde empfohlen, den 5177 m hohen Aussichtsgipfel nördlich von Samdo zu besteigen, um endlich einen Gesamtüberblick über den Manaslu Himal zu gewinnen. Von dort aus ist auch der gesamte Weiterweg zum Larkya La (5100 m) zu verfolgen.

Das folgende Bild vom genannten Aussichtsberg nach Süden verdeutlicht  auf der linklen Seite nochmals den Talverlauf von Sama nach Samdo und die Lage der hohen Gipfel des Manaslu Himal. Am rechten Bildrand ist der Weg zum Larkya La zu erkennen.


(18) Blick vom Aussichtsberg 5177 nördlich von Samdo nach Süden bis Westen.
Von links: Simnang Himal (6251 m), Himal Chuli (7893 m), Manaslu (8163 m), Naike Peak (6211 m),
Larkya Peak (6416 m) und Larkya La (5100 m).
Dort, wo das Tal in der Ferne nach Osten schwenkt, liegt Sama. 
Der Ort Samdo liegt (hier nicht sichtbar) zu Füßen des Betrachters.
Foto: Sikari Kukur, www.flickr.com

Die scharfgratigen Gipfel in der Mitte des Bildes bilden ein imposante Kulisse auf dem Weg von Samdo nach Dharamsala (Larkya Phedi). Auf der rechten Seite des Bildes sehen wir die Berggruppe namens Larkya Himal, deren höchster Gipfel 6416 m (links) hoch ist. Dieser Gipfel hat aber in den offiziellen Landkarten keinen Namen. Ein benachbarter Berg mit 6249 m Höhe (rechts) ist in den Landkarten als Larkya Peak bezeichnet. Dies ist so unlogisch, dass man es nur mit einem Irrtum beim Zeichnen der Karten erklären kann. Nur der höchste Gipfel kann der Larkya Peak sein. In meiner obigen Landkarte habe ich den P 6249 als Larkya North bezeichnet.

zur Fortsetzung

Noch weiter nördlich liegt zwischen der Route zum Larkya La und der Landesgrenze ein weitestgehend unbekanntes Hochtal, das von West nach Ost verläuft,. Dieses Tal mit dem Fukan-Gletscher kann ebenfalls von Samdo aus erreicht werden. Im Westen ist das Fukan-Tal von der Ostwand des Panbari 
(6905 m, Erstbesteigung 2006) begrenzt. Auch dies ist ein lohnender Abstecher zum Zweck der Akklimatisation vor Überquerung des Larkya La.


(19) Fukan-Tal mit Blick nach West-Süd-West
zu den unbenannten Gipfeln nördlich des Larkya La.
Der Panbari (6905 m) steht rechts außerhalb des Fotos. Der im Bild sichtbare Peak 6621
steht genau nördlich des Larkya La; man sieht hier seine Nordflanke.
Foto: Bob Carney, www.flickr.com

Samdo (3850 m) ist der Ausgangspunkt zur Überquerung des Larkya La (5100 m). Der Weg führt unschwer am Nordhang des Tales entlang nach Westen, bis auf 4450 m Höhe der Lagerplatz Dharamsala (Larkya Phedi) erreicht ist. Vorher ermöglichte das Seitental des Syanche-Gletschers ein hervorrragende Sicht auf die Nordflanke des Manaslu (siehe folgendes Bild).


(20) Blick vom Trek zum Lagerplatz Dharamsala nach Süden 
auf die Nordflanke des Manaslu (8163 m). 
In Bildmitte der Nordgipfel des Manaslu (6994 m).
Foto: Paul van Nuffel, google.com

Im weiteren Aufstieg zum Larkya La folgt man zunächst der nördlichen Seitenmoräne des Larkya-Gletschers und erreicht schließlich den breiten und flachen Trog mit dem Larkya-Gletscher selbst, den der Trekker streckenweise eher als Geröllfeld wahrnimmt. Im Rückblick beherrscht der 
Pang Phuchi (6620 m) bei Samdo das Bild.


(21) Blick aus der Nähe des Larkya La nach Osten zum Pang Phuchi (6620 m)
Der Fotograf ist hier von links bewusst an den südlichen Rand des Gletschers gegangen,
um Eis im Vordergrund des Bildes zu haben. Die Route zum Pass verläuft links
im Geröll des Gletschers.
Foto: Wojciech

Der Larkya La ist beidseits eingerahmt von 6000ern mit sehenswerten Eisflanken:


(22) Auf dem Larkya-Gletscher in der Nähe des Passes
Links voraus sieht man den schönen Passgipfel mit der Höhe 5836 m
Foto: Ben Tubby, www.flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth


(23) Blick vom Pass nach Norden zum östlichen Ausläufer des Panbari
Nördlich des Larkya La verläuft der Gebirgszug, der im Westen am Panbari (6905 m) beginnt und den Larkya-Gletscher vom Fukan-Gletscher trennt. Hinter dem hier sichtbaren P 6507 verbirgt sich
der mit 6621 m Höhe zweithöchste Gipfel dieser Bergkette, für die man in den Landkarten auch die Bezeichnung Cho Himal findet.
Foto: Wojciech; Beschriftung: Günter Seyfferth

Im Westen des Passes öffnet sich der Blick zum Peri Himal. Hinter diesen Bergen verläuft das Tal des Phu Khola, das bei dem Ort Koto (2600 m) in das Tal des Marsyangdi Khola, d.h. in die klassische Route der Annapurna-Runde einmündet.


(24) Blick vom Abstieg vom Larkya La nach Westen
Von links: Kang Guru (6981 m), Chombi (6704 m), Gyaji Kang (7074 m), Nemjung Himal (7140 m)
Foto: Laurent;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Abstieg nach Südwesten führt zum Lagerplatz Bimthang (3710 m), wo wieder der Manaslu (8163 m) zu sehen ist, diesesmal mit seiner Nordwestflanke. Westlich davon die Gipfel des Thulagi (7059 m) und des Phungi (6538 m).


(25) Blick vom Lagerplatz Bimthang (3710 m) nach Süden.
Von links: Manaslu Nordgipfel (6994 m), Manaslu (8163 m, der Hauptgipfel ist nicht zu sehen), 
Thulagi (7036 m), nur die Spitze ist über dem vorgelagerten Grat zu sehen), Phungi (6538 m).
Foto: Niklas Ernst, Gerlingen, summitpost.org

Der Fotograf des vorstehenden Bildes blickt in Richtung des weiteren Abstiegs und hat die Berge des folgenden Bildes im Rücken.

(26) Rückblick vom Abstieg unterhalb von Bimthang nach Norden
zum Nemjung (7140 m) und Panbari (6905 m)
Hinter der Moräne auf der rechten Bildseite liegt der Rastplatz Bimthang (3710 m).
Vor den Abstürzen des Panbari ist der Trekker von rechts vom Larkya La heruntergekommen.
Foto: Frederic Knoerr;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Unterhalb von Bimthang taucht der Wanderer in die beeindruckenden Wälder des Tales des Dudh Khola ein. Es gibt aber nochmals herrliche Blicke auf die Berge um den Larkya Peak (6416 m) von Westen und auf die Westwand des Manaslu, bevor die Wände der Schlucht schließlich jede weitere Sicht nehmen.


(27) Blick nach Osten zur Kette der Berge um den Larkya Peak (6416 m, mitte). 
Links der Larkya North (6240 m) südlich des Larkya La.
Foto: Niklas Ernst, Gerlingen, summitpost.org


(28) Blick auf die Westwand des Manaslu (8163 m), Links der Nordgipfel (6994 m).
Foto: Lukas Kolisko, www.flickr.com

Der Manaslu wird erst wieder sichtbar, wenn der Trekkker seine Tour mit dem Annapurna Circuit nach Westen fortsetzt. Die beste Sicht auf die westlichen Abstürze des Manaslu Himal, die steil in das Tal des Marsyangdi Khola abfallen, besteht auf der Annapurna-Runde vom Ort Timang:


(29) Blick von Timang (2480 m) im Marsyangdi_Tal nach Osten zum Phungi (6538 m), 
Manaslu
(8163 m), Thulagi (7059 m) und Peak 29 (Ngadi Chuli, 7871 m)

Wer von Dharapani das Tal des Marsyangdi Khola abwärts geht, sieht nur die Wände der Schlucht. Erst, wenn der Trekker die Schlucht im Süden bei der Ortschaft Ngadi (930 m) verlässt, sieht er nach Osten über dem Seitental des Ngadi Khola wieder Gipfel des Manaslu Himal:

(30) Blick vom Bhulbule am Marsyangdi Khola zum Himalchuli (7893 m)
Foto: Valentin Apostol, google.com

nach oben

horizontal rule


Copyright © Guenter Seyfferth, 2006. Aktualisierter Stand vom 05.11.2016. Alle Rechte vorbehalten.

Impressum, Haftungsausschluss, Copyright, Datenschutz


Wenn Sie mit mir Kontakt per E-Mail aufnehmen wollen, können Sie dies hier tun: [E-Mail senden]. 
Bitte haben Sie Verständnis,  dass ich nur Mails beantworte, welche Name und Anschrift des Absenders enthalten.  Ihre Daten werden nicht weitergegeben.

Bitte beachten Sie, dass ich keinerlei Auskünfte erteile zu Reiseveranstaltern, Transportmöglichkeiten, Unterkünften, Ausrüstung, Verpflegung, Führern, Trägern etc.