Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Karakorum
Chogolungma-Glacier & Haramosh-Range

 

(1) Landkarte des Karakorum im Bereich des Hispar-Gletschers und des Chogolungma-Gletschers
(Bitte öffnen Sie die Landkarte im Großformat; dort sind die Beschriftungen gut lesbar.
Ich bitte um Verständnis, dass bei der Vielzahl der Details eine kleine Schrift gewählt werden musste.)

Eine weitere Landkarte der Region um den Chogolungma-Glestcher mit weniger Details finden Sie hier.

 Bitte öffnen Sie die Bilder mit einem Klick im Großformat; dort sind die Beschriftungen gut lesbar
- und die großen Bilder wirken natürlich viel beeindruckender!

Bei den Bildern, bei denen keine größere Bildversion hinterlegt ist, finden Sie einen entsprechenden Vermerk.

Quellen der Detail-Informationen:

- A Study of Karakorum & Hindukush Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe, 
  Map no. 5 - Batura Glacier & Hunza, 1 : 150.000
  Map no. 6 - Nanga Parbat & Gilgit, 1 : 150.000
  Map no. 7 - Hispar Glacier & Shimshal, 1 : 150.000
  Map no. 8 - Biafo Glacier & Skardu, 1 : 150.000
- Wolfgang Heichel: Chronik der Erschließung des Karakorum, Teil II - Central Karakorum I
(Bestellmöglichkeit über den Link)

- Eigene Höhenermittlungen

Anmerkungen zu den Gipfelhöhen:

Die Höhen nur weniger Gipfel dieser Region sind jemals genau gemessen worden. In der Regel trifft dies nur auf die Höhen der höchsten Berge zu. Soweit in Landkarten weitere Höhen angegeben sind, beruhen sie auf Schätzungen, die hier oder dort einigermaßen zutreffend sein mögen, oft aber doch auch erheblich von der Realität abweichen. Für viele Gipfel gibt es gar keine Angaben in den "offiziellen" Landkarten.

Die oben stehende Landkarte (Bild Nr. 1) macht erstmals Angaben zu den Höhen fast aller Gipfel. Dies wurde möglich durch aufwändige Auswertungen von Fotografien, die von Inna Yagudina am 6. August 2018 aufgenommen wurden. Eine Auswahl dieser Bilder finden Sie hier auf dieser Seite und in der vollständigen Rundumsicht auf der speziellen Seite "Gipfelpanorama vom Spantik, 7027 m". Das Verfahren der Auswertungen von Fotografien ist höchst komplex und kann deshalb hier nicht näher beschrieben werden. Die daraus errechneten Höhen sind in der Größenordnung von 5 bis 15 m genau. Ergänzend ist aber zu berücksichtigen, dass die Schneehöhen auf Gipfeln in der Größenordnung von 5 bis 10 m schwanken können. Zumindest bei Gipfeln mit Eis- oder Schneeauflage gibt es also keine festen Höhen.

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

Die Gliederung dieser Seite:

Die folgende Beschreibung ist in Abschnitte unterteilt:

A. Übersicht
B. Trekking entlang des Chogolungma-Gletschers
C. Die Berge zwischen Chogolungma- und Hispar Gletscher
D. Die Nordseite der Haramosh-Gipfelkette
E. Die Südseite der Haramosh-Gipfelkette
F. Von Südwesten zum Mani-Gletscher und Kutwal Lake


Soweit die einzelnen Abschnitte 2-spaltig aufgebaut sind,
ist in der Reihenfolge gemäß nebenstehender Skizze zu lesen.

Über die vorstehenden Links gelangen Sie direkt zu den entsprechenden Abschnitten.



Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:


- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Karakorum - Übersicht
- Karakorum: Skardu - Shigar - Askole
- Karakorum aus der Luft

- Region Karakorum Mitte - Solu-Glacier & Sosbun-Glacier

- Gipfelpanorama vom Spantik
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"
- Gipfelliste "Berge im Karakorum"
- Bildergalerien zum mittleren Karakorum

A. Übersicht

(2) Satellitenaufnahme des Chogolungma-Gletschers mit der Haramosh-Range von Südwesten

Die Richtung der vorstehenden Aufnahme entspricht dem Blick auf der Landkarte von deren linken unterem Eck nach rechts oben.
Auf der Seite des Hispar Muztagh finden Sie eine Satellitenaufnahme, die am oberen Rand anschließt.

(3) Satellitenaufnahme des Chogolungma-Gletschers von Südwesten

Die Richtung der vorstehenden Aufnahme entspricht dem Blick auf der Landkarte von deren linken unterem Eck nach rechts oben.

Bei den Satellitenaufnahmen aus ca. 350 km Höhe besteht mitunter ein Problem mit der Deutung von Graten und Tälern.
Bei flacherem Winkel der Sonneneinstrahlung werfen die Berggrate lange Schatten. Je nach Richtung und Breite der Schatten
und der Lage eines Talgrunds kann es sogar sein, dass man zunächst den gezackten Rand eines Schattens für den Grat selbst hält
und den eigentlichen Grat für den Talgrund. Beispiele für diese Möglichkeit der Verwechslung von "Oben" und "Unten"
finden Sie auf dem vorstehenden Foto bei den Seitentälern des Chogolungma-Gletschers. Die Grate befinden sich hier immer am linken Rand des Schattens
und werfen ihre Schatten nach rechts auf den Talgrund und teilweise sogar noch auf den gegenüberliegenden Hang.
Bei einem nahezu senkrechten Blick nach unten sind auch die genauen Lagen der Gipfel oft schwer festzustellen.
Dafür braucht es dann terrestrische Fotografien von den Bergflanken, auf denen die Hangstrukturen wiederzufinden sind.

Der westliche Teil des Lesser Karakorum (siehe Übersicht Karakorum) wird als Rakaposhi-Haramosh-Mountains bezeichnet, im Westen beginnend am Durchbruch des Hunza-River und im Osten endend am Tal des Shigar River, der bei Skardu in den Indus mündet. Parallel dazu verläuft im Norden die Kette des Hispar Muztagh als Teil des Great Karakorum. Am Malubiting, dem zweithöchsten Gipfel der Rakaposhi-Haramosh-Mountains, spaltet sich der Lesser Karakorum in Richtung Osten in zwei Bergketten auf, zwischen denen der Chogolungma-Gletscher liegt. Der nördliche Arm trägt den Namen Spantik-Sosbun-Mountains, im Süden begrenzt durch den Chogolungma-Gletscher und im Norden durch den Hispar-Gletscher. Der südliche Arm ist der östliche Teil der Rakaposhi-Haramosh-Mountains ab dem Haramosh I, der in der vorliegende Beschreibung der Klarheit halber als Haramosh-Range oder Haramosh-Mountains bezeichnet wird. Die Haramosh-Mountains sind im Norden durch den Chogolungma-Gletscher begrenzt, im Süden durch den Indus.

Auf der vorliegenden Seite werden also zwei Bergketten des Lesser Karakorum beschrieben:
- die Spantik-Sosbun-Mountains
- die Haramosh-Mountains

Die Spantik-Sosbun-Mountains umfassen im Osten auch die Berge südlich des Hispar La und südwestich des Biafo-Gletschers. Sie enden also im Bereich der Ortschaft Askole. Die Beschreibung dieses östlichen Bereichs der Bergkette finden Sie auf folgenden Seiten:
- Karakorum - Solu-Glacier & Sosbun-Glacier
- Karakorum Mitte - westlicher Teil, Snow Lake - Biafo-Glacier

Die Sichten vom Hispar-Gletscher auf die Nordabhänge der Spantik-Sosbun-Mountains finden Sie in der Beschreibung des Hispar-Gletschers..

Der Chogolungma-Gletscher zählt mit 45 km Länge zu den mittelgroßen Gletschern des Karakorum. Am Zugang zum Spantik-Südostgrat liegt er auf 4150 m Höhe, an der Zunge vor dem Ort Arandu auf 2800 m Höhe. An der breitesten Stelle erreicht er immerhin 2,5 km.

Vom Indus im Süden kommt man durch die Täler des Barche Gah oder des Stak in die Nähe der hohen Gipfel, hat hier aber mit sehr großen Höhenunterschieden auf kurze Entfernung und dem heißen Klima zu kämpfen und steht schließlich doch nur tief unterhalb der steilen Flanken von Haramaosh I bzw. Malubiting. Deshalb wird fast ohne Ausnahme der Chogolungma-Gletscher als Zugang in diese Bergwelt genutzt.

Der Zugang von Skardu aus ist unproblematisch. Zunächst führt die Straße nach Nordwesten durch das weite Shigar-Tal. Bei der Einmündung des Basha von Norden folgt eine Schotter-Piste, über die man - je nach Verhältnissen - fast bis nach Arandu vor der Gletscherzunge gelangt.

Der mögliche Zugang von Norden vom Hispar-Gletscher über den Nushik La und den Kero Lungma-Gletscher wird sehr selten genutzt.

Zu den hohen Gipfeln liegen folgende Daten der Erstbesteigung vor:

- Malubiting, 7453 m: 23.08.1971 durch eine österreichische Expedition
- Haramosh I, 7406 m: 04.08.1958 durch eine österreichische Expedition
- Spantik, 7027 m: 06.06.1955 durch eine deutsche Expedition
- Laila, 6986 m: 08.08.1975 durch eine japanische Expedition
- Haramosh II, 6666 m: 06.08.1995 durch eine britische Expedition

B. Trekking entlang des Chogolungma-Gletschers

Ausganspunkt des Trekkings zum Chogolungma-Gletscher ist Skardu am Indus. Skardu kann entweder per Flugzeug oder per Auto über den Karakorum-Highway erreicht werden. Die bevorzugte Methode ist das Flugzeug, jedoch kann schlechtes Wetter die Flugverbindung von Islamabad tagelang unterbrechen, denn es muss auf Sicht geflogen werden. Von Skardu aus führt eine Schotterpiste ins Tal des Shigar. Die Strecke bis zur Mündung des Basha River ist auch der erste Teil der Fahrt für das Trekking zum Baltoro-Gletscher. Den Punkt der Vereinigung des Basha-River mit dem von Osten kommenden Süd-Braldu, dem Abfluss von Baltoro- und Biafo-Gletscher, zeigt das folgende Bild:

(4) Blick vom Ufer des Shigar nach Norden zum Tal des Basha-River

Im Hintergrund rechts ist der erste der höheren Gipfel, der Bargincho (5790 m), zu sehen.
Dieser Berg steht südlich des unteren Abschnitts des Chogolungma-Gletschers.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Beschreibung der Region um Skardu und des Shigar-Tals bis hierher finden Sie unter diesem Liunk.

Sofern nicht ein Erdrutsch die Straße durch das Tal des Basha-Rivers nach Arandu unterbrochen hat, gelangt man per Jeep ohne größere Anstrengungen bis vor die Zunge des Chogolungma-Gletschers. Zunächst verläuft das Tal genau in Richtung Norden. Etwa 7 km östlich von Arandu bei dem Dorf Bisil ändert der Fluss seine Richtung um 90 Grad nach Westen. Bei Bisil mündet von Norden der Fluss Berelter Nala in den Basha River. Es ist der Abfluss des Solu- und des Sokha-Gletschers, die am Bergkamm westlich des Snow Lake ihren Ursprung haben. Die Beschreibungen dieser Berge sowie der östlich des Basha-River gelegenen Region am Sosbun-Gletscher finden Sie hier

Arandu liegt direkt vor der Stirnmoräne des Chogolungma-Gletschers in 2770 m Höhe. Von Norden mündet das Tal des Kero Lungma. In früheren Zeiten, als die am Westrand des Karakorum gelegene Region

Gilgit noch nicht über eine Straße entlang des Indus mit Skardu verbunden war, wurde von den Bewohnern der Region des Hunza-Flusses, also von den Menschen der Volksstämme der Hunza und der Nagar, ein kürzerer Weg vom Hispar-Gletscher über den Nushik La und durch das Tal des Kero Lungma zum Basha-River benutzt. Es war ein gefährlicher Weg - zunächst entlang des Südrands des Hispar-Gletschers, dann vom Haigutum-Gletscher hinauf auf den 4990 m hohen Nushik La und von dort über den ebenfalls gefährlichen Kero-Lungma-Gletscher nach Arandu. Seit aber die schnelle Verbindung per Auto entlang des Indus besteht, geht niemand mehr diesen alten Gebirgspfad. Auch keine Trekker oder Bergsteiger verirren sich dorthin. Die Folge ist leider, dass - abgesehen von Bild Nr. 46 - keine Bilder vom Nushik La bzw. dem Kero-Lungma-Gletscher zur Verfügung stehen.

(5) Blick von Arandu nach Westen mit dem Kapaltang Kun (6237 m)

Voraus liegt die grau-braune Stinnmoräne des Chogolungma-Gletschers.
Der Trekking-Pfad verläuft auf bzw. hinter der Seitenmoräne auf der rechten Seite des Bildes.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(6) Vergrößerte Sicht von Arandu auf den Kapaltang Kun (6237 m)

Zunächst ist dieser Sechstausender der einzige höhere Gipfel, der aus dem unteren Abschnitt des Chogolungma-Gletschers zu sehen ist.
Am Fuß des Bergsporns rechts ändert der Gletscher seine Richtung nach Nordwesten; und genau in dieser Richtung steht der Spantik (7027 m).

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

Man muss also noch etwas Geduld aufbringen, bis man das Ziel des Trekkings, den Spantik, vor Augen hat - das Ziel fast aller Gruppen, die zum Chogolungma-Gletscher kommen. Von Trekking kann man bis zum Basislager am Südostsporn des Spantik in 4400 m Höhe sprechen; ab dort beginnt das Bergsteigen. Das Trekking entlang des Gletschers mit zwei Nachtlagern vor dem Basislager ist eine ideale erste Phase der Akklimatisation.

(7) Blick von Arandu nach Süden in das Seitental des Tippuri Gan

Man sieht oben nur die Peaks 5515 und 5590, d.h. der höchste Gipfel der Gruppe,
der Bargincho (5790 m), der auf Bild Nr. 4 von Süden zu sehen war, ist nicht zu sehen.
"Gans" ist eine lokale Bezeichnung für Gletscher.
Foto: unbekannt

Bei Arandu mündet das Tal des Kero Lungma von Norden in das Tal des Chogolungma-Gletschers. An der Stelle der Mündung zeigt sich dieses Tal, in dem weiter oben der Kero-Lungma-Gletschder liegt, als enge Schlucht, die leider keinerlei Einblick in dieses Seitenmtal zulässt. Das Tal führt hinauf zum Pass Nushik La, der hinüber zum Hispar-Gletscher führt.

(8) Die Schlucht des Kero Lungma bei Arandu

Dort hinauf würde man den Kero Lungma-Gletscher erreichen, über diesen den 4990 m
hohen Pass Nushik La, von wo aus der Abstieg über den Haigutum-Gletscher zum Hispar-Gletscher beginnt. Aber niemand geht mehr diesen Weg.
Bild Nr. 46 ist das einzig verfügbare Foto, das aus dem oberen Kero Lungma-Tal aufgenommen wurde.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Kurz bevor die Biegung des Gletschers in Richtung Nordwesten erreicht ist, blickt man gegenüber in Richtung Süden hinauf in das zweite kurze Seitental, das Tal des Sencho Gans:

(9) Blick von der nördlichen Seitenmoräne in ca. 3130 m Höhe nach Süd-Südosten in das kurze Seitental des Sencho Gans

Auch hier geht der Blick in Richtung Bargincho, aber auch hier ist er verdeckt durch niedrigere Vorgipfel.
Beim Blick auf die von Schutt bedeckten Eishügel des Gletschers im Vordergrund ist man froh an dem Pfad auf der Seitenmoräne.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

An der Stelle des Richtungswechsel des Gletschers in ca. 3225 m Höhe mündet gegenüber von Süden das etwas größere Seitental des Naamur Nala.
Das Tal verzweigt sich oben in mehrere Arme mit Gletschern, die zusammen von einem großen Rund niedriger namenloser Fünftausender eingefasst sind:

(10) Blick aus ca. 3180 m Höhe nach Süden in das Tal des Naamur Nala

Die Gletscher sind aus dieser Perspektive nicht zu sehen. Ohnehin ist von unten nur der Bergrücken in der Mitte des Naamur Gans sichtbar.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Hinter der Wegebiegung kommt der Spantik (7027 m) in Sicht:

(11) Blick aus ca. 3225 m Höhe nach West-Nordwesten entlang des Chogolungma-Gletschers
zum Spantik (7027 m), dem Ziel fast aller Bergsteiger, die hierher kommen
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Noch ist der Gipfel 33 km entfernt - Luftlinie, das Basislager 25 km.
Es ist gut, dass man auch weiterhin auf der Seitenmoräne gehen kann,
denn immer noch ist der Gletscher eine wilde Landschaft aus schuttbedeckten Eishügeln.

Foto: Karpino (nicht mehr online)

(12) Blick von der Seitenmoräne in ca. 3400 m Höhe zum Spantik (7027 m)

Für die Bergsteiger, die auf diesen Gipfel hinauf wollen, sind diese Blicke besonders spannend,
kommt doch nach und nach die Aufstiegsroute in den Blick, die über den langen Ost-Südostgrat
von links unten nach rechts oben über die beiden Zwischengipfel (6220 m und 6450 m) zum Hauptgipfel führt.

Foto: Inna Yagudina

In der Art, wie der Pfad auf Bild Nr. 11 zu sehen ist, geht es weiter. Streckenweise gibt es aber keine Randmoräne,
so dass auf dem mit Geröll bedeckten Gletscher gegangen werden muss (Bild Nr. 13).
In 3800 m Höhe mündet von Nordosten das Tal des Bolocho-Gletschers. Dort wird üblicherweise das zweite oder dritte Lager seit Arandu errichtet (Bild Nfr. 14):

(13) Blich aus ca. 3650 m Höhe nach Südosten zum Massiv des Bargincho (5790 m)

Auf Bild Nr. 4 war der Bargincho von der anderen Seite zu sehen.

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(14) Lager Bolocho in 3800 m Höhe bei der Einmündung des gleichnamigen Seitentals

Über dem Lager steht im Norden der Bolocho VII (5290), der hier aber sein Haupt in Wolken hüllt.
Ein Geologe hätte hier seine wahre Freude an den unterschiedlich gefärbten Gesteinsschichten.

Foto: Inna Yagudina

(15) Blick vom Lagerplatz Bolocho (3800 m) zum Malubiting (7453 m) und Spantik (7027 m)

Das Basislager zur Besteigung des Spantik wird in Bildmitte am Fuß des Gratpunktes 5220 errichtet.

Foto: Florian Griebeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(16) Blick vom Lagerplatz Bolocho nach Nord-Nordosten in das gleichnamige Tal

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Bolocho ist der ideale Platz, um die gegenüber stehenden eisgepanzerten Sechstausender zu studieren,
von denen der Laila (6986 m) ohne Zweifel den Preis des schönsten Gipfels verdient:

(17) Blick vom Lagerplatz Bolocho nach Süden zum Kapaltang Kun (6237 m)

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(18) Blick vom Lagerplatz Bolocho nach Westen zum Laila I (6986 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Welch eine makellos reine und ebenmäßige Spitze zeigt der Berg von dieser Seite!
Wer das Glück hat, diese Sicht bei aufgehender Sonne zu erleben, wird gar nicht
zur weiteren Etappe an den Fuß des Spantik aufbrechen wollen.
Der Berg wurde erstmals 1975 bestiegen. Man sollte diesen Berg aber nicht
mit dem fast ebenso schönen gleichnamigen Gipfel am Ghondogoro-Gletscher verwechseln.

Vor dem Laila mündet der Haramosh-Gletscher in den Chogolungma-Gletscher.

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die größte Aufmerksamkeit gilt am Lagerplatz natürlich dem Spantik, denn von Bolocho aus
kann man - sofern die Sicht gut ist - in aller Ruhe den Aufstieg entlang des Ost-Südostgrates studieren:

(19) Blick vom Lagerplatz Bolocho (3800 m) zum Spantik (7027 m)

Hinter dem scharfgezackten Berggrat in Bildmitte liegt der Basin-Gletscher.
Das Spantik-Basislager liegt in 4400 m Höhe links außerhalb des Bildes am Fuß des Ost-Südostgrates (siehe dazu Bild Nr. 28)
Im Bild links sehen wir den langsam ansteigenden Teil des Grates. An seinem Beginn - knapp außerhalb des linken Bildrandes -
wird in 5100 bis 5200 m Höhe das erste Hochlager errichtet. Im Bereich vor dem Steilaufschwung zum Punkt 6220 steht dann
das zweite Hochlager in Höhen zwischen 5500 und 5600 m. Zum Zweck der Akklimatisation wird in der Regel dort übernachtet und wieder zum Basislager abgestiegen.
Die meisten Expeditionen errichten dann ihr drittes Hochlager hinter dem Schneekopf des Peak 6220. Von dort erfolgt der 800-Meter-Anstieg zum Gipfel.
Die Route der letzten ca. 500 Höhenmeter ist auf dem Foto nicht sichtbar; sie verläuft westlich des sichtbaren Südgrates.
Der Spantik ist ein beliebtes Ziel der Bergsteiger, weil dessen vergletscherter Ost-Südostgrat einen zwar langen, aber technisch nicht zu schwierigen Anstieg bietet.
Sein Gipfel wurde erstmals im Jahr 1955 erreicht. Vom Gipfel besteht eine phantastische Aussicht in alle Richtungen.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth
Inna Yagudina ist die Fotografin, welche mit ihren Bildern die Panorama-Seite vom Spantik ermöglicht hat.
Am Morgen des 6. August 2018 hat sie den Gipfel erreicht.

Vom Rastplatz Bolocho aus geht man hinaus auf das Gletschereis, denn die Randmoräne verliert sich im folgenden Abhang des Bolocho VII. Außerdem ist die Oberfläche des Gletschers ab dieser Höhe weitgehend frei von Geröll und das Eis hat eine ebene Oberfläche, so dass das Gehen relativ bequem ist.

Der Gletscher ist zunächst weitgehend frei von Spalten, aber ab ca. 4000 m kommt man in den Bereich des Zusammenflusses von Chogolungma-, Haramosh-, Moraine- und Basin-Gletscher, wo mehr und mehr breite Gletscherspalten zu umgehen sind. Mitunter geht man auf schmalen Eisrücken zwischen gähnenden Abgründen. Dort können Steigeisen an den Füßen durchaus beruhigend wirken.

(20) Blick vom Gletscher bei Bolocho nach Süden zum Kapaltang Kun (6237 m) und Paraber (6215 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Abgesehen von den Mittelmoränen ist die Oberfläche des Gletschers hier weitgehend frei von Geröll und eben.
Gegenüber münden der West-Marpoh- und der Second East Haramosh.-Gletscher.

Foto: Radson1, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(21) Blick vom Chogolungma-Gletscher in ca. 3880 m Höhe nach Westen
mit den Gipfeln des Malubiting-Massivs und dem Spantik

Links ist noch der Vorgipfel 6210 des Laila zu sehen. Davor mündet der Haramosh-Gletscher.
Laila, Malubiting und Spantik sind die beeindruckende Kulisse rund um den oberen Chogolungma-Gletscher.
Vor diesem Gletscherbereich schiebt sich der Ost-Südostgrat des Spantik ins Bild,
auf dessen felsigem Fuß das Basislager für die Besteigung  des Spantik errichtet wird.
Tierfreunde mögen verzeihen, dass hier eine Ziege als lebender Proviant zum Basislager
gezogen wird. Das Tier scheint wenig begeistert von der Umgebung zu sein.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(22) Rückblick aus ca. 3950 m Höhe zum Kapaltang Kun (6237 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Neuschnee hat den Eindruck von Gletscher und Bergen vollkommen verändert.

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(23) Rückblick vom Chogolungma-Gletscher in ca. 3950 m Höhe bei winterlichen Verhältnissen nach Südosten
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(24) Blick aus ca. 4000 m Höhe nach Süden zum Haramosh-Gletscher

Der mächtige Nordostgrat des Haramosh II (6666 m) nimmt fast des ganze Bild ein.
Im Hintergrund ist der Haramosh I (7406 m) zu sehen, der aber nicht mehr zum Einzugsbereich
des Chogolumgma-Gletschers gehört. Der Berg steht jenseits des Haramosh La
und schickt die Schmelzwasser seiner Gletscher direkt in Richtung Indus.
Im Vordergrund sehen wir die typischen Verhältnisse des Chogolungma-Gletschers, die weiter oben erwähnt sind:
Spalten und Eisrücken, zwischen denen man sich einen Weg suchen muss.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(25) Detailsicht aus ca. 4000 m Höhe zum Haramosh I (7406 m)

Am oberen Becken des Haramosh-Glestchers befindet sich ein Übergang nach Westen zum Mani-Gletscher, der 5130 m hohe Haramosh La.
Es wird aber schon hier darauf hingewiesen, dass wegen der hohen objektiven Gefahren dringend von diesem Abstieg zum Mani-Gletscher
abgeraten werden muss. Näheres finden Sie weiter unten in Abschnitt D und F .

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(26) Blick von der Einmündung des Moraine-Gletschers in ca. 4060 m Höhe
nach Nord-Nordosten mit einigen Gipfeln der Gandesh-Gruppe und dem Peak 6230

Diese Gipfel gehören zur mächtigen Berggruppe östlich des Spantik zwischen Chogolungma- und Hispar-Gletscher.
Der höchste Berg dieser Gruppe ist der Makrong Chhish (6608 m), von dem aber nur die Spitze zu sehen ist, wenn man noch etwas höher steht (Bild Nr. 29)
Die gesamte Topografie dieser Gipfelgruppe erschließt sich nur von ganz oben.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(27) Blick aus ca 4060 m Höhe nach Norden zu den Gipfeln zwischen Basin-Gletscher und Moraine-Gletscher

Das Foto schließt also links an Bild Nr. 26 an.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(28) Blick nach Westen zum Malubiting Central (7280 m)

Der Standort der Fotografin ist etwa derselbe wie bei den Bildern Nr. 26 und 27.
Der Malubiting ist mit seinen sehr steilen Flanken ein sehr schwierig zu ersteigender Berg, was man alleine daran ablesen kann,
dass sein Gipfel erst im Jahr 1971 erreicht wurde und seither nur eine weitere Besteigung stattgefunden hat (Stand 2022).

Über dem "Y" des Wasserzeichens sind die Zelte des Spantik-Basislagers zu erkennen.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(29) Blick aus ca. 4100 m Höhe auf dem Chogolungma-Gletscher nach Nord-Nordosten mit der Spitze des Makrong Chhish (6608 m)

Es ist ein ähnlicher Blick wie bei Bild Nr. 26 - etwas weiter nach rechts gerichtet.
Der Makrong Chhish, von dem hier nur die Spitze zu sehen ist, steht direkt am Südrand
des Hispar-Gletschers und überragt dort den Gletscher um 2700 Meter.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das Trekking entlang des Chogolungma-Gletschers hat viele Sichten zu den Bergen entlang des Gletschers eröffnet.Wenn wir aber das, was wir gesehen haben, mit der Landkarte vergleichen, so erkennen wir, dass - von wenigen Ausnahmen abgesehen -  viele weitere Gipfel verborgen geblieben sind. Man müsste in die kurzen Seitentäler im Norden und Süden vordringen, um auch die Gipfel in der "zweiten oder dritten Reihe" zu sehen.

Das kann aber nicht "nebenbei" auf dem Weg zum Spantik geleistet werden, sondern wäre Aufgabe von Forschungsexpeditionen mit diesem speziellen Auftrag. Da es bisher ein solches Unternehmen nicht
gegeben hat, müssen wir versuchen, uns auf anderem Weg ein Bild vom Rest der Region beidseits des Chogolungma-Gletschers zu verschaffen. Aus diesem Grund gehen wir folgend in die Höhe - am Spantik, denn nur von dort gibt es derzeit geeignetes Bildmaterial. Die eine oder andere Ergänzung erfolgt druch Luftbilder.

C. Die Berge zwischen Chogolungma- und Hispar-Gletscher
(Spantik - Sosbun - Mountains)

(30) Blick aus ca. 6100 m Höhe am Spantik nach Osten

Bei dieser Sicht wird deutlich, was mit dem einleitenden Text zu diesem Kapitel gemeint ist:
Am rechten Bildrand sehen wir den Chogolungma-Gletscher und die Gipfel Shingu Kuru (5990 m) und Ganchen (6440 m),
beides Gipfel in der Umgebung von Arandu. Von dem Gipfelmeer links davon haben wir beim Trekking entlang des Gletschers
nur wenig gesehen - auf den Bildern Nr. 16 und 26 bis 29.
Hier reicht nun der Blick von der Gruppe um den Makrong Chhish (links) bis zu den Bergen bei Arandu.
Darüber sehen wir nun auch Berge des Hispar Muztagh, der Latok-Gruppe und sogar Berge der Baltoro-Region;
diese sind aber nicht Gegenstand der Beschreibung dieser Seite.
Die Gipfel (von links) Men Chish, Gandesh Chhish, Makrong Chhish, Hispar Broad Peak, Peak 6123 und Hucho Alchori
stehen am Südrand des Hispar-Gletschers, bilden also die Grenze der hier beschriebenen Region im Norden.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

Den Einblick vom Gipfel des Spantik in die Bergwelt im rechten Bildteil zeigt das folgende Bild:

(31) Blick vom Gipfel des Spantik nach Ost-Südosten

Aus dieser höheren Position sind die hintereinander liegende Bergketten besser zu unterscheiden;
da hat das Gegenlicht ausnahmsweise auch mal einen Vorteil, weil sich die Konturen besser vom Hintergrund abheben.
Die Vielzahl scharfer Bergspitzen ist eines der besonderen Merkmale der Welt der Fünftausender nördlich des Chogolungma-Gletschers.
Die weiter entfernt liegenden Berge zwischen Sosbun Brakk (6395 m, links) und Ganchen (6440 m) werden hier beschrieben.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nur die näher am Spantik liegenden Berge lassen sich noch detaillierter zeigen, wofür aber in diesem Fall wieder eine tiefere Position günstiger ist.
Wir versetzen uns in Gedanken nochmals zurück ins Basislager und steigen von dort bis in 5670 m Höhe auf dem Ost-Südostgrat.
Außerdem gehört der Spantik selbst ja auch zu den Bergen nördlich des Chogolungma-Gletschers,
muss also ebenfalls Bestandteil der Beschreibung in diesem Abschnitt sein.

(32) Blick vom Spantik-Basislager nach Ost-Südosten

Hier blicken wir zurück auf den Chogolungma-Gletscher, an dessen linken Rand und dann auf dem Eis die Bergsteiger heraufgekommen sind.
Man sieht Berge der Bolocho-Kette, den Entok (5790 m), den Arancho (5500 m) und den Shingu Kuru (5990 m).
Im Vordergrund drängen sich die Eismassen des Basin-Gletschers (von links), des oberen Chogolungma-Gletschers (mitte bis rechts)
und des Haramosh-Gletschers (hinten rechts).

Foto: Florian Griesbeck, Beschriftung: Günter Seyfferth

(33) Blick aus ca. 5075 m Höhe am Ost-Südostgrat nach Osten

Auch hier begrenzen Bolocho-Gipfel und Entok den Horizont, der Blick hat sich aber weiter
nach links geöffnet auf die Berge östlich des Moraine-Gletschers.
Ganz links steht der Peak 6230, der schon auf den Bildern Nr. 26 und 29 zu sehen war. Man sieht hier nur seine Spitze.
Geologen werden die unterschiedlichen Gesteinsfarben mit Interesse zur Kenntnis nehmen.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(34) Blick aus ca. 5100 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Norden
zu den Gipfeln am Nordrand des Basin-Gletschers

Noch verdecken diese Berge mit Höhen um 5700 m die Gipfel der dahinter stehenden Gruppe von Gandesh- und Makrong Chhish.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(35) Blick vom tief verschneiten Ost-Südostgrat des Spantik in ca. 5400 m Höhe zum Gipfel

Links sieht man den Nordgipfel der Malubiting-Gruppe.
Der Grat hat weitgehend ein Panzer aus Gletschereis. Im Bereich des Lagers 2
vor dem Steilaufschwung zum P 6220 trifft man sogar auf Gletscherspalten.

Foto: nunatak.nl, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(36) Blick aus ca. 5550 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik zum Gipfel

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Besteigung des Spantik wird oft leichter eingeschätzt als sie ist. Die technischen Schwierigkeiten sind zwar gering, aber es ist ein Siebentausender mit allen Herausforderungen, die ein so hoher Berg mit sich bringt: Mehrere Höhenlager mit Zwischenabstieg zum Zweck der Akklimatisation, Sauerstoffmangel, Wetterumsturz, Schneefall, Lawinen, Gletscherspalten. Es ist große Ausdauer gefordert und auch Zeit und Geduld, wenn Schlechtwettereinbrüche jeglichen Fortschritt unmöglich machen.

Ungewöhnlich viele Expeditionen kommen nicht über Camp 2 in ca. 5500 m Höhe hinaus. Mit einem Scheitern an den hohen Bergen muss man immer rechnen, aber die große Zahl legt doch die Vermutung nahe, dass die Besteigung des Spantik allgemein unterschätzt wird.

Es ist kein Trekking-Gipfel. Spätestens oberhalb von Camp 2 gelangt man in den Bereich, bei dem man vom Höhenbergsteigen spricht. Diese unsichtbare Grenze in den Anforderungen liegt im Karakorum deutlich niedriger als im Himalaya Nepals, weil der Karakorum in einer kälteren Klimazone liegt und deutliche längere und kältere Schlechtwetterperioden durchzustehen sind. Im Karakorum liegt die Bergsteigersaison nicht in einer Vor- oder Nachmonsunzeit, sondern in den Sommermonaten Juli bis September. Das ist in Nepal die Zeit des Monsuns. Wenn der Monsun auch bis zum Karakorum vordringt - manchmal kommt er nur in abgeschwächter Form bis dorthin - , so kommt es zu langen Schlechtwetterperioden. Aber auch abgesehen vom Monsun ist der Karakorum häufiger von unerwarteten Wetterwechseln betroffen.

(37) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Nord-Nordosten zu den Gipfeln des Men Chhish (6407 m)

Dahinter ragen die hohen Gipfel des Hispar Muztagh auf. Die Berge im Vordergrund
gehören zur Gipfelkette entlang des Nordrandes des Basin-Gletschers (siehe Bild Nr. 34).

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(38) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Nordosten zu den Gipfeln des Gandesh Chhish (6565 m)

Das Bild schließt rechts an Bild Nr. 37 an.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(39) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Osten

Das Bild schließt rechts an Bild Nr. 38 an.
Hier zeigt sich mehr vom Doppelgipfel 6230/6220, der auf den Bildern Nr. 26 und 29 vom Chogolungma-Gletscher zu sehen war.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(40) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Nordosten zu den Gipfeln des Gandesh Chhish (6565 m)

Das Bild schließt rechts an Bild Nr. 39 an.
Der Aufenthalt im Bereich von Camp 2 hinterlässt u.a. wegen dieser Sicht einen bleibenden Eindruck.
Man sieht den K2 (8611 m), den Baintha Brakk (7265 m), die Latok-Gruppe und viele weitere Gipfel mit und ohne Namen.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(41) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Osten zu den Gipfeln nördlich des Chogolungma-Gletschers

Das Bild schließt rechts an Bild Nr. 40 an.
Auf den Bildern Nr. 30 und 31 waren diese Gipfel aus höherer Warte zu sehen.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(42) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Ost-Südosten zum Chogolungma-Gletscher

Das Bild schließt rechts an Bild Nr. 41 an.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Bis hierher waren die Spantik -Sosbun - Mountains vom Spantik aus zu sehen.
Die folgenden Luftbilder ergänzen den Überblick aus anderen Bickrichtungen.

(43) Luftbild von Süden zum mittleren Abschnitt des Chogolungma-Getschers und zum Hispar Muztagh

Das Foto zeigt 3 Bergketten: vorne den Bereich der Haramosh Range mit dem Kapaltang Kun (6237 m),
jenseits des Chogoluangma-Gletschers einen Teil der Spantik-Sosbun-Mountains
und dahinter den Hispar Muztagh. Zwischen den beiden hinteren Bergketten liegt der Hispar-Gletscher.
Von den Spantik-Sosbun-Mountains sieht man den Bereich vom Gandesh Chhish (links unter der Tragfläche) bis zum Hucho Alchori (rechts).

Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(44) Luftbild von Süden zum mittleren und unteren Abschnitt des Chogolungma-Getschers und zum Hispar Muztagh

Im Vergleich zum vorstehenden Bild ist die Position des Flugzeugs etwas weiter rechts (östlich).
Auch hier sieht man die drei Bergketten, der Blick zu den Spantik-Sosbun-Mountains reicht etwas weiter nach rechts.
Es ist der Verlauf des Kero Lungma-Tales zu erkennen, das von Arandu (Bild Nr. 8 ) zum Pass Nushik La führt.
Bild Nr. 46 ist das einzig verfügbare Foto, das aus dem oberen Kero Lungma-Tal aufgenommen wurde.
Bitte studieren Sie in diesem Zusammenhang auch die Bilder Nr. 82 und 83. Sie zeigen die Fortsetzung der Region nach links auf demselben Flug.

Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(45) Luftbild von Süd-Südosten zu den Bergen am mittleren Bereich des Chogolungma-Gletschers und zum Hispar Muztagh
(hier ist kein größeres Bildformat hinterlegt)

Auf halber Bildhöhe geht der Blick in das obere Kero Lungma-Tal zwischen dem Shingu Kuru (5990 m) und dem Pass Nushik La.
Hinter dem Massiv des Bargincho im Vordergrund liegt der Bereich des unteren Chogolungma-Gletschers,
den auch Bild Nr. 44 zeigt; die Position des Flugzeugs ist aber hier etwas weiter östlich (rechts).
Knapp außerhalb des rechten Bildrandes liegt der Ort Arandu vor der Gletscherzunge.
Bild Nr. 8 von der Mündung des Kero Lungma-Tales ist dort entstanden.

Foto: Bernhard Krainer (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

(46) Blick vom Aufstieg zum Peak 5810 (bei 36°02'50" N, 75°15'35" E) nach Südwesten

Der Standort des Fotografen ist nördlich des Kero Lungma-Gletschers. Der Blick geht in den oberen Bereich des Getschers,
wo mehrere Gletscherarme zusammentreffen. Hinter dem Felsgrat im Vordergrund liegt der Gletscherarm, der nach rechts zum Pass Nushik La führt.
Im Hintergrund sieht man Kapaltang Kun (6237 m), Paraber (6315 m), Haramosh I (7406 m) und Laila (6986 m).
Davor liegt der Chogolungma-Gletscher.

Foto: Collin Wells, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

D. Die Nordseite der Haramosh-Gipfelkette

Im Süden des Chogolungma-Gletschers stehen die Gipfel der Haramosh Range (Haramosh - Mountains). Der höchste und westlichste Gipfel dieser Bergkette ist der Haramosh I (7406 m). Im Bereich dieses
Berges beginnt der Haramosh-Gletscher, der größte Seitengletscher des Chogolungma-Gletschers.
Im Bereich dieses Seitengletschers stehen auch der Mani Peak (6685 m) und der Haramosh II (6666 m).
Nach Osten folgen dann Paraber (6315 m), Kapaltang Kun (6237 m), einige namenlose Fünftausender sowie der Bargincho (5790 m, Bild Nr. 45)

Vom Trek entlang des Chogolungma-Gletschers (Abschnitt B) sind nur kleine Ausschnitte vom Nordabhang dieser Bergkette zu sehen. Die dort vom Hauptgrat einmündenden Seitentäler geben nur wenige Sichten bis zu den höchsten Punkten frei. Um einen umfassenden Eindruck zu gewinnen, müsste man in diese Seitentäler vorstoßen. Aber nur vom Haramosh-Gletscher liegen Fotos vor. Wer bis zum Fuß des Spantik vorgedrungen ist, sollte auch die Begehung dieses Gletschers bis zum Haramosh La nicht auslassen.

Einen guten Überblick über die gesamte Nordseite der Bergkette gewinnt man nur aus großen Höhen wie vom Spantik oder aus dem Flugzeug.
Mit diesen Sichten beginnt die folgende Beschreibung. Es folgen Fotos von der Begehung des Haramosh-Gletschers.

(47) Blick vom Gipfel des Spantik nach Südosten mit Bargincho (5790 m), Kapaltang Kun (6237 m) und Paraber (6315 m)

Der Bargincho (5790 m) am linken Bildrand war auf Bild Nr. 4 und auf Bild Nr. 45 von Süden zu sehen, das Tal des Naamur Nala auf Bild Nr. 10.
Der B21 (5827 m) im Hintergrund des linken Bilddrittels steht im Gebirgszug zwischen den Tälern des Shigar und des Indus.
Der Kapaltang Kun (6237 m, links der Bildmitte) war auf den Bildern Nr. 5, 6, 17 und 20 zu sehen, der Paraber (6315 m, rechtes Bilddrittel) auf Bild Nr. 20.
Die Berge am Horizont des rechten Bildteils gehören zu den Deosai-Mountains südlich des Indus.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(48) Blick vom Gipfel des Spantik nach Südosten bis Süden
mit Kapaltang Kun (6237 m), Paraber (6315 m), Haramosh II (6666 m), Laila I (6986 m) und Haramosh I (7406 m)

Das Bild überlappt links mit Bild Nr. 47. Zwischen Haramosh II und Laila I verläuft der Haramosh-Gletscher

Foto: Inna Yagudinas; Beschriftung: Günter Seyfferth

(49) Blick vom Gipfel des Spantik nach Süden mit Laila I (6986 m), Haramosh I (7406 m,) und Nanga Parbat (8125 m)

Der Blick geht über das Becken des oberen Chogolungma-Gletschers hinweg.
Man beachte den Pfeil rechts der Bildmitte, der auf die Lage des Mani-Gletschers hinweist.
Zum Mani-Gletscher unter der Nordflanke des Haramosh I und dem daneben gelegenen kleinen Kutwal-See
führt das Trekking, das in Abschnitt F beschrieben ist.
Am rechten Bildrand setzen die Flanken des Malubiting-Massivs an, das Bild Nr. 50 zeigt.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(50) Blick vom Gipfel des Spantik nach Südwesten zu den Gipfeln des Malubiting-Massivs

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Folgend werden noch die etwas anderen Sichten auf Haramosh II, Laila I und Malubiting
aus den Höhenbereichen des unteren Ost-Südostgrates des Spantik gezeigt:

(51) Blick vom Spantik-Basislager in 4400 m Höhe nach West-Südwesten
zum Vorgipfel 6210 des Laila I und zum Massiv des Malubiting (7453 m)

Der Hauptgipfel des Laila I taucht erst wieder aus höherer Position am Spantik auf (Bild Nr. 53).

Foto: Unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(52) Blick vom Ost-Südostgrat des Spantik in ca. 5400 m Höhe zum Haramosh II (6666 m)

Der Felssporn im Vordergrund ist der östliche Ausläufer des Laila I. Dahinter verlaüft der Haramosh-Gletscher.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(53) Blick vom Ost-Südostgrat des Spantik in ca. 5400 m Höhe nach Südwesten zum Massiv des Laila (6986 m)

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(54) Blick vom Ost-Südostgrat des Spantik in ca. 5400 m Höhe nach Westen zu den Gipfeln des Malubiting-Massivs

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

Von den Seitentälern aus südlicher Richtung ist das Tal des Haramosh-Gletschers besonders auffallend, aber dennoch selten begangen. Die Bilder Nr. 24 und 25 haben den Blick vom Chogolungma-Gletscher in dieses Hochtal gezeigt, über dessen Ende der Haramosh I (7406 m) sichtbar ist. Diese Bilder suggerieren eine Position des Haramosh I am oberen Ende des Gletschers, die Landkarte zeigt aber, dass der Haramosh-Gletscher weit vorher endet und vor der Nordflanke des Berges noch der tiefe Taleinschnitt mit dem Mani-Gletscher liegt.

An der Stelle des Abbruchs vom Haramosh-Gletscher zum Mani-Gletscher liegt der 5130 m hohe Passübergang Haramosh La. Auf den allgemein zugänglichen Landkarten wird die Höhe des Passes mit 4800 m angegeben, was ohne Zweifel falsch ist, denn der Haramosh-Gletscher liegt neben diesem Pass bereits auf ca. 5100 m Höhe. Die beschriebene Situation wird durch das folgende Foto in excellenter Weise verdeutlicht:

(55) Luftbild des oberen Haramosh-Gletschers mit den Haramosh-Gipfeln aus nordöstlicher Richtung

Der Passübergang Haramosh La (5130 m) ist rechts der Bildmitte markiert.
Dieses Foto macht zunächst einmal deutlich, dass auf dem Haramosh-Gletscher Seilsicherung erforderlich ist.
Rechts des Haramosh La liegt tief unten der Mani-Gletscher. Die Erstbesteiger des Haramosh I kamen im Jahr 1958
aus dieser Tiefe herauf zum Pass und gingen dann die lange Route über die Mani-Peaks und des Ostgrats des Haramosh I.
Dieses Foto klärt auch auf, wie es östlich und südlich des Haramosh II aussieht. Man sieht in die Ostflanke des Berges
und in die südlich des Khotia Lungma-Gletschers stehende Nordwand des Massivs des Peak 5980.
Auch der Korang Kar (6070) ist eine "Entdeckung" dank dieses Fotos. Hinter diesen Gipfeln liegt das Indus-Tal.
Über allem thront der Nanga Parbat (8125 m).

Foto: Archiv Jacek Wiltosinski; Beschriftung: Günter Seyfferth

In Anbetracht dieser geografischen Verhältnisse liegt der Gedanke nahe, nach dem Anmarsch über den Chogolungma-Gletscher und der Besteigung des Spantik die Region über diesen wahrhaftig sehr kurzen Weg hinunter zum Indus zu verlassen. Der Verwirklichung steht aber ein sehr gefährliches Abenteuer im Wege, der extrem steile und u.U. lebensgefährliche Abstieg vom Haramosh La zum Mani-Gletscher. Bergsteiger, die diesen Abstieg gewagt haben, sagen, dass sie dieses Wagnis nicht mehr eingehen

würden, insbesondere nicht mit Trägern, die aufgrund ihrer mangelnden Fähigkeiten am Berg und durch große Lasten auf dem Rücken allzu leicht zum Absturz kommen können - sei es in den Passagen mit sehr brüchigem Fels, wo sehr leicht Steinschlag ausgelöst wird, sei es in dem endlos tiefen steilen Schneefeld. Einige der folgenden Bilder und auch Bild Nr. 113 machen diese Einschätzung leicht nachvollziehbar.

Vor den Bildern von der Begehung des Haramosh-Gletschers seien zunächst zwei Luftbilder eingefügt.
Bild Nr. 56 schließt links an Bild Nr. 55 an. Bild Nr. 57 gibt nochmals einen Überblick vom Kapaltang Kung bis zum Haramosh I aus Richtung Nordwesten.

(56) Luftbild nach Südwesten entlang des Gipfelkamms mit dem Haramosh II (6666 m) zum Haramosh I (7406 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Foto: Archiv Jacek Wiltosinski; Beschriftung: Günter Seyfferth

(57) Luftbild der Haramosh Range von Nordwesten
mit Kapaltan Kun (6237 m), Paraber (6315 m), Haramosh II (6666 m), Laila I (6986 m), Mani Peak (6685 m) und Haramosh I (7406 m)

Das Flugzeug befindet sich nordwestlich des Spantik; vorne sieht man den Westgrat des Berges.
Am rechten BIldrand stehen die Hänge des Malubiting.

Foto: Archiv Jacek Wiltosinski; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Haramosh-Gletscher mündet aus Richtung Südwesten in ca. 4000 m Höhe in den Chogolungma-Gletscher. Nach dem Aufbruch vom Lagerplatz Bolocho (Bild Nr. 14) wird man zunächst auf der Route zum Spantik-Basislager bleiben (Bild Nr. 21). Gegenüber der Einmündung des Haramosh-Gletschers quert man dann zur Mittelmoräne des Chogolungma-Gletschers. Man folgt dieser Moräne auf ihrer 

Richtungsänderung nach Südwesten, bis man in ca. 4350 m Höhe eine Zone erreicht, die noch gebührenden Abstand vom steinschlaggefährdeten Hang des Laila I hat, um dort ein Lager zu errichten. Es ist die letzte Möglichkeit für ein Lager ohne eisigen Untergrund.

(58) Blick aus ca. 4350 m Höhe am Haramosh-Gletscher nach SW zum Haramosh I (7406 m)

Der Haramosh La ist hier noch verdeckt durch den Hangfuß am linken Bildrand.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(59) Blick vom Lager in 4350 m Höhe am Haramosh-Gletscher
steil hinauf zum Gipfel des Laila I (6986 m)

Bitte vergleichen Sie die Gipfelform mit Bild Nr. 18.

Foto: Florian Griesbeck

(60) Blick nach dem Aufbruch im Camp 4350 nach Südwesten zum Haramosh La (5130 m) und Haramosh I (7406 m)

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(61) Blick aus ca. 4500 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordosten
zum Kanjut Sar (7760 m) im Hispar Muztagh und zur Bolocho-Gruppe

Bezogen auf die Berge nördlich des Chogolungma-Gletschers wäre diese Sicht in der Bildfolge auf dem Chogolungma-Trek nach Bild Nr. 23 einzuordnen.
Es ist eine sehr seltene Aufnahme. Die Kolonne der Bergsteiger und Träger geht vorbildlich mit Seilsicherung.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(62) Blick aus ca. 4500 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Südwesten mit Mani Peak (6685 m) und Haramosh I (7406 m)

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(63) Blick aus ca. 4600 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordosten zum Kanjut Sar (7760 m) im Hispar Muztagh und zum Bolocho I (5850 m)

Diese Sicht, fotografiert mit Teleobjektiv, entspricht der Mitte von Bild Nr. 61.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(64) Blick aus ca. 4700 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Westen

Man sieht die Gipfel am Westrand des Gletschers
zwischen Haramosh La (links außerhalb des Bildes) und Laila I

Foto: Majestic Pakistan (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

(65) Blick aus ca. 5100 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher
nach Norden zum Laila I (6986 m)

Der Berg, der sich auf Bild Nr. 18 mit so kühner und schöner Form präsentiert hat,
ist aus dieser Sicht von Süden nicht wiederzuerkennen.
Hinter dem Laila I verbirgt sich der Spantik.

Foto: Majestic Pakistan (nicht mehr online)

(66) Blick vom Haramosh La (5130 m) nach Nordosten zum Haramosh II und Peak 6340
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Auch der Haramosh II, den wir bisher als kühne Schneespitze kennengelernt haben, ist hier nicht wiederzuerkennen.

Foto: Majestic Pakistan (nicht mehr online)

(67) Blick vom Haramosh La (5130 m) nach Süden zum Mani Peak (6685 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Links steht der Peak 6025.

Foto: Majestic Pakistan (nicht mehr online)

(68) Blick vom Haramosh La (5130 m) nach Südwesten zum Haramosh I (7406 m)

Die hier sichtbare Nordflanke des Berges ist gepanzert von Hängegletschern,
die laufend eine tödliche Eisfracht zu Tal schicken. Auf dem folgenden Bild
sieht man die Lawinenkegel am Fuß der Wand, aus denen sich der Mani-Gletscher speist.
Ein Versuch der Durchsteigung der Nordwand würde höchst wahrscheinlich tödlich enden.

Foto: Florian Griesbeck

(69) Lawine in der 4200 m hohen Nordwand des Haramosh I (7406 m)

Foto: Florian Griesbeck

(70) Blick vom Haramosh La (5130 m) nach Westen zum Mani-Gletscher

Zum kleinen Kutwal-See am Nordrand des Gletschers führt der Trek, von dem aus die Sichten gemäß Abschnitt F zu erleben sind.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(71) Haramosh La (5130 m) von Süden

Foto: Florian Griesbeck

(72) Abstieg am Fixseil im brüchigen Gestein unterhalb des Haramosh La

Der Abstieg muss also zunächst mit Fixseilen gesichert werden, auch in dem folgenden,
ca. 1000 m hohen und steilen Schneefeld - zumindest in dessen oberem Bereich.
Es ist ein aufwändiger und gefährlicher Abstieg. Die bergsteigerisch wenig geübten
Träger haben in dem steilen Gelände mit ihren schweren Lasten trotz Fixseilen
große Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten.
Fotografen wissen, dass Aufnahmen von unten nach oben wie hier und auf dem folgenden Bild
die tatsächliche Steilheit nicht wiedergeben.

Foto: Florian Griesbeck

(73) Rückblick aus dem Steilhang zum Pass Haramosh La, der sich rechts oben befindet

Die Menschen sind in der Wand als winzige Punkte zu erkennen.
Ein Ausgleiten eines Trägers mit schwerer Last auf dem Rücken kann hier tödlich enden.
Bild Nr. 113 zeigt die Wand in voller Höhe.

Foto: Florian Griesbeck

Wie einleitend zu diesem Abschnitt gesagt wurde, liegen keine Fotos von Unternehmungen vor,
die in die weiter östlich gelegenen Seitentäler der Haramosh Range führen.
Zur Ergänzung der Überblicke vom Gipfel des Spantik (Bilder Nr. 47 und 48) und der Luftbilder Nr. 43 und 44
können deshalb hier nur zwei Detailsichten der Bergkette vom Spantik gezeigt werden:

(74) Blick vom Spantik (7027 m) nach Südosten zum Bargincho (5790 m) bis Kapaltang Kun (6237 m)

Der B21 (5827 m) im Hintergrund des linken Bilddrittels steht im Gebirgszug zwischen den Tälern des Shigar und des Indus.

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

(75) Blick vom Spantik (7027 m) nach Südosten zum Paraber (6315 m)

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

E. Die Südseite der Haramosh-Gipfelkette

Die südlichen Abhänge der Haramosh-Gipfelkette enden tief unten am Indus in Höhen unter 2000 m. Dort verläuft die Straße, die südlich von Gilgit vom Karakorum Highway abzweigt und in Richtung Osten nach Skardu führt. Von dieser Straße aus sind nur die Hänge der niedrigen Vorgipfel der Hauptkette zu sehen. Wer mehr vom Boden aus sehen will, muss vom Indus aus entweder durch das Tal des Stak Nala in Richtung Norden oder durch das Tal des Tormik Lungma in Richtung Nordwesten aufsteigen. Trekker können dort bis in Höhen von ca. 3500 m gehen. Vom Tal des Tormik Lungma liegen leider keine Fotos vor.

Im Bereich des Indus-Tals verläuft auch die Flugroute zwischen Islamabad und Skardu. Sowohl beim Hinflug - da muss man links sitzen - als auch beim Rückflug - da muss man rechts sitzen - kann man

sich auf diesem Weg einen Überblick verschaffen. Besonders interessant wird der Rückflug, wenn die Flugzeuge in Skardu zunächst nach Osten starten und dann in einem Links-Bogen die Richtung um 180 Grad nach Westen ändern. Rechts geht dann der Blick bis zum K2 und anschließend über die Chogolungma-Region (Bilder Nr. 43 und 44) hinweg zum Hispar Muztagh. Schließlich wird dann auch noch der Haramosh I auf der Südseite passiert.

Eine Tücke bei der Wahl dieses Verkehrsmittels anstatt des Autos darf aber nicht unerwähnt bleiben: Da die Gipfel beidseits des Indus bis in die Flughöhe hinaufreichen, kann nur auf Sicht geflogen werden. Das ist der Grund dafür, dass bei schlechtem Wetter nicht nach Skardu geflogen wird und von dort auch kein Flug abgeht. Das hat schon so manchen Expeditionsplan durcheinander gebracht hat.

Die folgende Beschreibung beginnt mit Luftbildern in der Reihenfolge von Westen nach Osten, unabhängig von der Flugrichtung.
Sie werden festellen, dass das Bild Nr. 85 bereits weiter oben als Bild Nr. 45 vorkam.

(76) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Westen

Dieses Foto ist bei einem speziellen Rundflug entstanden, bei dem das Flugzeug nicht der Route der Linienflüge nach Skardu folgte,
sondern den Wünschen der Fluggäste entsprechend die bekannten Gipfel ansteuerte - auch in größerer Höhe.
Links unten sieht man den Mani-Gletscher; es ist die entgegengesetzte Blickrichtung zu Bild Nr.70. Durch das Tal,
 das man links unten erahnt, führt der Zugang, der in Abschnitt F beschrieben ist. Rechts verläuft das Tal des Indus.

Foto: Bernhard Krainer (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

(76a) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Südwesten
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Foto: unbekannt, Beschriftung: Günter Seyfferth

(77) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Süden 

Links des Haramosh I sieht man den Malubiting (7453 m) und in der Ferne sogar einige Gipfel des Batura Muztagh
Im Hintergrund rechts sind Gipfel des Hispar Muztagh zu sehen.
Die Nebengipfel des Haramosh I sind in der vergletscherten Bergflanke schwer auszumachen.

Foto: Emran Ashraf, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Auf derselben Sichtlinie sind die zwei folgenden Luftbilder entstanden:

(78) Luftbild des Malubiting (7453 m) und Haramosh I (7406 m) von Süden
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(79) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Süden 

Foto: Arif Khan, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(80) Luftbild der Haramosh-Mountains von Ost-Südosten

Das Flugzeug fliegt über dem Indus nach Osten. Die relativ geringe Flughöhe macht die Gipfelbestimmung
in den hintereinander liegenden Bergketten besonders schwer.
Links der Bildmitte sieht man nun neben dem Malubiting auch Laila und Spantik.
Rechts der Bildmitte stehen Paraber und Kapaltang Kun.
Im Vordergrund links liegt das Tal des Stak Nala, in dem die Bilder Nr. 89 bis 99 aufgenommen wurden.
Das Tormik-Tal ist rechts markiert. Über den Pass Stak La ist es mit dem Taö des Stak Nala verbunden (siehe Bild Nr. 86).
Von der Straße im Industal sind lediglich die Hänge der Vorgipfel im Vordergrund zu sehen.

Foto: Andreas Hammer; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Bild zeigt die Gipfel in der linken Bildhälfte aus einer Position, die etwas weiter östlich ist.

(81) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Südosten

Im Hintergrund sind der Rakaposhi (7788 m) und der Diran (7285 m) zu sehen.
Die Beschreibungen der Rakaposhi-Region finden Sie hier und hier.
Im Vordergrund unten verläuft das Tal des Stak Nala, aus dessen bereich die Bilder Nr. 89 bis 99 aufgenommen wurden.

Foto: Bernhard Krainer (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(82) Luftbild der Chogolungma-Region von Süden
mit Mani Peak (6685 m), Laila (6986 m), Spantik (7027 m), Haramosh II (6666 m) und Paraber (6315 m)

Es ist unschwer zu erkennen, dass dieses Foto wie auch das folgende auf dem Flug von Osten nach Westen aufgenommen wurde.
In diesem Fall hat das Flugzeug bereits die große Schleife nach dem Start in Skardu hinter sich und eine große Flughöhe erreicht.
Auch die Bilder Nr. 43 und 44 wurden bei diesem Flug aufgenommen.
Im Vordergrund blickt man in das Gletscherbecken des Khotia Lungma-Gletschers, der aus der Ostflanke des Haramosh I kommt.
Der Gletscher wird durch das Tal des Stak Nala erreicht.

Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Bild wurde kurz vorher aufgenommen, zeigt also die Fortsetzung nach rechts:

(83) Luftbild der Chogolungma-Region von Süden
mit Paraber (6315 m), Kapaltan Kun (6237 m), den Spantik-Sosbun-Mountains und dem Hispar Muztagh

Im Vordergund ist der Bereich des Goropha-Gletschers zu sehen.
Der Kapaltang Kun steht in einer Bergkette, die von der Linie Haramosh - Bargincho nach Nordosten in Richtung Chogolungma-Gletscher abzweigt.
Die Bilder Nr. 43 und 44 zeigen die Fortsetzung nach rechts und liefern zusammen mit diesem Bild auch einen guten Einblick in den Bereich des der Spantik-Sosbun-Mountains.

Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(84) Luftbid des mittleren Bereichs der Haramosh-Mountains von Süden
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Diesess Foto zeigt nochmals die Vorgipfel, die auch Bild Nr. 80 im Vordergrund zeigt.
Es ist ein Bergmassiv südlich des Passes Stak La zwischen den Tälern des Stak Nala im Westen und des Tormik Lungma im Osten.
Da dieses Foto aus etwas größerer Höhe aufgenommen wurde, hilft es bei der Analyse der Topografie.
Die Gipfel, mit denen das Massiv links beginnt, sind am rechten Rand von Bild Nr. 75 von Norden zu sehen.

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(85) Luftbild von Süd-Südosten zu den Bergen am mittleren Bereich des Chogolungma-Gletschers und zum Hispar Muztagh
(hier ist kein größeres Bildformat hinterlegt)

Dieses Foto kennen Sie bereits als Bild Nr. 45. Es ist hier nochmals eingefügt, weil es das östliche Ende der Bergkette südlich des Chogolungma-Gletschers zeigt.
Auf halber Bildhöhe geht der Blick in das obere Kero Lungma-Tal zwischen dem Shingu Kuru (5990 m) und dem Pass Nushik La.
Hinter dem Massiv des Bargincho im Vordergrund liegt der Bereich des unteren Chogolungma-Gletschers,
den auch Bild Nr. 44 zeigt; die Position des Flugzeugs ist aber hier etwas weiter östlich (rechts).
Knapp außerhalb des rechten Bildrandes liegt der Ort Arandu vor der Gletscherzunge.
Bild Nr. 8 von der Mündung des Kero Lungma-Tales ist dort entstanden.

Foto: Bernhard Krainer (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden Luftbilder geben einen Einblick in den Bereich des Khotia Lungma-Gletschers (Bild Nr. 82)
unter der Ostwand des Haramosh I. Es ist der Bereich, in dem die dann anschließenden Fotos aufgenommen wurden.

(86) Luftbild von Ost-Südosten zum Haramosh I (7406 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Die Position des Flugzeugs befindet sich über dem Tal des Tormik Lungma.
Der Blick geht über den Pass Stak La (4601 m) hinweg in den Bereich des Kothia Lunmgma-Gletschers unter der Ostwand des Haramosh I.
Links des Hauptgipfels sieht man fast alle Nebengipfel in der Süd- und Ostflanke des Berges.

Foto: Bernhard Krainer (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

Von einer Position etwas weiter nördlich präsentiert sich die Ostflanke des Haramosh I wie folgt:

(87) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Ost-Südosten
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Die Gipfel im Vordergund gehören zum Hauptgrat südlich des Kapaltang Kun zwischen Goropha-Gletscher im Westen und Remanedok Kushum-Gletscher im Nordosten.
Bild Nr. 93 zeigt den Grat zwischen Haramosh I und Mani Peak vom Kothia Lungma-Gletscher, also von links.

Foto: Bernhard Krainer (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

Entlang der Linie Kapaltang Kun - Paraber - Mani Peak - Haramosh I ist das folgende Foto aufgenommen,
also aus einer Position, die gegenüber Bild Nr. 87 nochmals etwas weiter nördlich liegt:

(88) Luftbild aus Richtung Ost-Nordost zum Haramosh I (7406 m) mit Kapaltang Kun (6237 m), Paraber (6315 m) und Mani Peak (6685 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Links sieht man erneut die Gipfel, die auch die Bilder Nr. 86 und 87 auf der linken Seite zeigen.

Foto: Bernhard Krainer (nicht mehr online); Beschriftung: Günter Seyfferth

Wir begeben uns nun virtuell in das Tal des Stak Nala und erkunden den Bereich unter der Ostwand des Haramosh I vom Boden aus.
Das Wetter war nicht ideal, als der Fotograf Felix Kugele dort auf Erkundungstour ging,
aber er brachte dennoch Fotos mit, welche sehr hilfreich sind, um die Topografie dieses Bereichs zu verstehen.
Und die Fotos sind wertvoll, weil sie die bisher einzigen sind, die neben vorstehenden Luftbildern zur Verfügung stehen.

Von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers wurden folgende 4 Fotos aufgenommen:

(89) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Süd-Südwesten

Es ist der Blick talabwärts über den Ort Stak und das Indus-Tal hinweg.
Der Diphungy (5940 m) ist der höchste Gipfel am südlichen Rand des Indus-Tals und östlich des Astor-Tals am Nangsa Parbat.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

(90) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Südwesten zum Diphungy (5940 m)

Weil dieses Foto aus GoogleEarth den Diphungy so herrlich bei Sonnenuntergang zeigt, sei es auch hier gezeigt.

Foto: Ephrem Ferrari, GoogleEarth

(91) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Norden zum Goropha-Gletscher

Es ist unklar, ob "Goropho" die richtige Bezeichnung für den Gletscher ist. Man findet auch "Paraber-Gletscher".
Der Goropho La ist nur theoretisch ein Übergang zum Chogolungma-Gletscher.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(92) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Westen

Jenseits des Khotia Lungma-Gletschers verläuft der Trekking-Pfad zwischen Randmoräne und Hangfuß.
Das Bild belegt, dass man sich dort leicht der Ostflanke des Haramosh I nähern kann, ohne den Gletscher betreten zu müssen.
Der Fotograf hat diese Möglichkeit genutzt und ist auch am begrünten Hang empor gestiegen, um noch mehr von der Umgebung zu sehen.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden Bilder sind in dem vorstehend beschriebenen Bereich am Khotia Lungma-Gletscher entstanden.

(93) Blick vom Südrand des Khotia Lungma-Gletschers nach Nordwesten mit Haramosh I (7406 m) und Mandu Peak (6685 m)

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

(94) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers nach Osten bis Südosten
mit den Gipfel beidseits des Passes Stak La (4601 m)

Der Pass Stak La verbindet das Tal des Stak Nala mit dem Tal des Tormik Lungma.
Die Gipfel im rechten Bildtteil sind sowohl auf Bild Nr. 75 - dort von Norden - zu sehen als auch auf Bild Nr. 84 - dort von Süden.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

(95) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers
nach Nord-Nordwesten zum Bereich des Haramosh II (6666 m, in Wolken)

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

(96) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers nach Norden

Das BIld schließt rechts an Bild Nr. 95 an.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

(97) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers nach Nordosten
zu den Bergen östlich des Goropho-Gletschers

Hinter diesen Bergen liegt der Remanedok Kushun - Gletscher, der zum Chogolungma-Gletscher fließt.
Diese Berge zeigt Luftbild Nr. 87 von der anderen Seite im Vordergrund.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

(98) Blick vom Südrand des Khotia Lungma-Gletschers nach West-Nordwesten

In 3450 m Höhe endet der bequeme Wege entlang des Südrands des Gletschers.
Vom Peak 5060 erstreckt sich ein langer Grat über den Peak 6030 bis zum Gipfel des Haramosh I.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

(99) Blick vom Khotia Lungma-Gletscher in 3500 m Höhe nach West-Nordwesten

Es ist die Sicht wie im nebenstehenden Foto, aber vom Eis des Gletschers.

Foto: Felix Kugele; Beschriftung: Günter Seyfferth

F. Von Südwesten zum Mani-Gletscher und Kutwal Lake

Im Südwesten berührt der Indus fast den Fuß des Haramosh I. Bei dem kleinen Ort Sassi mündet von Norden der Fluss Barche Gah, der seinen Ursprung am Mani-Gletscher unter der Nordwand des Haramosh I hat. Mit Bild Nr. 61 hatten wir bereits einen Blick vom Haramosh La (5130 m) in dieses Gletscherbecken geworfen. Dort unten befindet man sich in beeindruckender Nähe zur 4200 m hohen Nordwand des Haramosh I. Den furchtgebietenden Eindruck dieser Wand mit ihren Hängegletschern, die laufend Lawinen zu Tal schicken, mildert etwas die freundlichen Almlandschaft am Nordrand des Mani-Gletschers mit dem kleinen Kutwal-See in 3310 m Höhe. Wenn man Wetterglück hat, spiegelt sich die Wand im Wasser des Sees, so dass die Fotografen ihre wahre Freude haben.

Der Trek beginnt auf 1400 bei der Ortschaft Sassi am Indus. In den Sommermonaten ist es auf dieser Meereshöhe häufig sehr heiß. Man kann zunächst Kräfte sparen, indem man per Jeep hinauf nach Dache und von dort noch weiter das Tal hinauf fährt, soweit die Piste nicht durch einen Hangrutsch unterbrochen ist. Irgendwo dort, wo das Tal nach Osten einbiegt, wird diese Fahrt aber zu Ende sein. Wer zu Fuß geht - das Tal verläuft zunächst in nördlicher Richtung - hat bald den Blick zur Ortschaft Dache und auf die südwestlichen Vorberge des Malubiting.

Das folgende Foto, aufgenommen von der Auffahrt nach Norden zum Tal des Barche Gah,
zeigt die topografischen Verhälnisse am Indus bei Sassi:

(100) Blick von der Auffahrt zum Tal des Barche Gah nach Süden zum Indus-Tal bei Sassi

Man blickt flussaufwärts, d.h. man ist aus dem Tal von rechts heraufgekommen.

Foto: Efrem Ferrari, GoogleEarth; Beschriftung: Günter Seyfferth

(101) Blick von der Auffahrt vom Indus zum Tal des Barche Gah zur Ortschaft Dache

Nicht immer sieht die Landschaft dort so ausgetrocknet aus wie auf diesem Bild.
Jenseits der Terrasse, auf der das Dorf Dache liegt, sieht man das nach Osten abbiegende Tal des Barche Gah.
Im Bereich des Standorts wechselt die Fahrpiste auf abenteuerlichen Serpentinen die Talseite.
Das ist nichts für ängstliche Gemüter.

Foto: Adnan Alam Awan (Google Earth); Beschriftung: Günter Seyfferth

Wer wirklich alles sehen will, was dieses Tal zu bieten hat, biegt zunächst nicht in das Barche-Tal nach Osten ab,
sondern geht weiter nach Norden in das Tal des Phuparash, denn dort gelangt man in den Kessel
der Südwände der Miar-Peaks und des Jut Sar und der Westwand des Malubiting:

 (102) Blick aus dem Tal des Phuparash Gah zur Westflanke des Malubiting (7453 m) und - links - zur Südwand des Jut Sar (6800 m)

Welch ein Anblick von dieser Alm in 3000 m Höhe! In manchen Landkarten findet man am Jut Sar den Namen Phuparash.

Foto: Efrem Ferrari (Google Earth); Beschriftung: Günter Seyfferth

Das Tal des Phuparash ist eine Sackgasse. Um zum Mani-Gletscher zu gelangen,
geht man zurück nach Dache und biegt jenseits des Orts nach Osten in Richtung Mani-Gletscher ein.
So eng das Tal auch ist: es ist bewohnt und die Bewohner betreiben Viehwirtschaft
bis hinauf zu der Alm in 3300 m Höhe am Kutwal Lake. Es gibt also gut begehbare Wege.

(103) Blick aus ca. 2000 m Höhe bei der Ortschaft Iskere nach Ost-Nordosten
zu den drei Gipfeln des Laila: Laila II (6765 m), Laila I (6986 m) und Laila III (6375 m)

Der Laila I in der Mitte steht weit zurück, so dass er niedriger erscheint als seine Nachbarn.

Foto: Pakistan Highland; Beschriftung: Günter Seyfferth

(104) Blick aus ca. 3000 m Höhe im Tal des Barche Gah nach Norden zum Malubiting (7453 m)

An dieser Stelle ist die Zunge des Mani-Gletschers erreicht, wo sich der Blick sowohl
zum Malubiting als auch zum Haramosh I öffnet.
Der Hauptgipfel des Malubiting ist hier noch ganz knapp verdeckt von den Nebengipfeln im Südwestgrat.
Rechts unten sieht man die Moräne des Mani-Gletschers, der etwas weiter rechts
zur gegenüber liegenden Hochalm gequert wird. Von dort sind die beiden folgenden Bilder
zum Malubiting aufgenommen, auf denen man auch den Hauptgipfel sieht.

Foto: Pakistan Highland; Beschriftung: Günter Seyfferth

zur Fortsetzung mit Bild Nr. 105

(105) Blick aus ca. 3050 m Höhe im Tal des Barche Gah nach Norden zum Malubiting (7453 m)

Nach der Querung der Gletscherzunge ist die wunderbare Hochalm nördlich des
Gletschers erreicht, die sich - stets sanft ansteigend - bis jenseits des Kutwal Lake erstreckt.
Von der Alm aus ist auch der Hauptgipfel des Malubiting zu sehen.
Nunmehr ist aber der Baskai (6400 m) verdeckt.

Foto: Pakistan Highland; Beschriftung: Günter Seyfferth

(106) Blick bei Sonnenuntergang von der Hochalm am Mani-Gletscher in 3050 m Höhe
nach Norden zu den Gipfeln des Malubiting-Massivs.

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Höhenunterschiede, die man von der Hochalm aus erlebt, sind nur nach und nach begreifbar. 4400 m sind es zum Gipfel des Malubiting, 4350 m zum Gipfel des Haramosh I. Fotografien können solche Höhenverhältnisse nur sehr unzureichend zum Ausdruck bringen, denn man befindet sich wahrhaftig in einer ungünstigen Froschperspektive, bei der im Blick nach oben die Höhen nach den Gesetzen der Dreiecksgeometrie verkleinert gesehen werden. Von Einfluss sind auch unsere Sehgewohnheiten, in der solche Höhenunterschiede gar nicht vorkommen. Wir schätzen die Entfernungen viel geringer ein, als sie

tatsächlich sind, und damit "schrumpfen" auch die Höhen. Oder umgekehrt: wir unterschätzen die Höhen und damit auch die Entfernungen.

Das Camp auf der Alm ist ein Traumerlebnis, wenn die Berge vor wolkenfreiem Himmel stehen. Hat man sich am Malubiting im Norden satt gesehen, so wendet man sich der eisgepanzerten Nordflanke des Haramosh I zu oder dem entfernter stehenden Mani Peak oder den unbenannten Zinnen im Südwesten. Das Schauspiel der donnernden Lawinen am Haramosh ist dann noch das Tüpfelchen auf dem "i".

(107) Blick von der Alm Kutwal am Mani-Gletscher in 3050 m Höhe zur Gipfelpartie des Haramosh (7406 m)

Die Eisbalkone der Hängegletscher sind eine ständige Bedrohung in der Nordwand.
Deshalb würde der Versuch einer Besteigung des Berges durch diese Flanke
höchst wahrscheinlich eine tödliches Ende nehmen. Für den Beobachter von der ungefährdeten Alm
sind die Lawinen ein spektakuläres Schauspiel.

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com

(108) Blick von der Alm Kutwal am Mani-Gletscher in 3050 m Höhe zur Gipfelpartie des Haramosh (7406 m)

Bei Sonnenuntergang wechselt die Farbe von Weiß über Gelb und Orange in Rot und Violett.

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com

(109) Blick von der Alm Kutwal am Mani-Gletscher nach Osten zum Mani Peak (6685 m)

Diese Gipfelgruppe ist der Abschluss des langen Ostgrates des Haramosh I.

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com

(110) Blick von der Alm Kutwal am Mani-Gletscher nach Südwesten

Diese Berge sind auch auf den Bildern Nr. 49 (vom Spantik) und Nr. 70 (vom Haramosh La) zu sehen.
Dieser Standort befindet sich in ca. 3250 m Höhe westlich des Kutwal Lake (3310 m).

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(111) Herbstliche Stimmung am Kutwal Lake (3310 m)

Zwischen dem See und dem Fuß des Haramosh liegt der Mani-Gletscher
- ungefähr 50 m tiefer, so dass er durch die Bäume auf der Randmoräne verdeckt ist.

Foto: Pakistan Source

(112) Blick in die Nordflanke des Haramosh I (7406 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Foto: Junadekhan, flickr.com

(113) Blick aus der Umgebung des Kutwal Lake nach Osten zum Haramosh La (5310 m)
mit Haramosh II (6666 m) und Peak 6340

Bereits in Abschnitt D wurde auf die großen Gefahren in der steilen Westflanke des Haramosh La hingewiesen.
So reizvoll es zunächst erscheinen mag, den kurzen Weg vom Chogolungma-Gletscher über den Haramosh-Gletscher
und den Haramosh La hierher und weiter zum Indus zu wählen: Diejenigen, die das gemacht haben, würden es nicht wieder tun.
Bei diesem Bild wird nun deutlich, dass bei der Überquerung des Haramosh La in der entgegengesetzten Richtung,
also von hier hinauf zum Haramosh-Gletscher eine weitere Gefahr hinzukommt: die Höhenkrankheit.
Der Fotograf stand in 3350 m Höhe am Kutwal Lake. Wollte man hinauf zum Haramosh La, so gäbe es einen
letzten gefahrlosen Platz für ein Nachtlager vor dem Steilaufstieg am Fuß des grünen Hügels links der Bildmitte in ca. 3600 m Höhe.
Von dort sind es dann rund 1500 (!) Höhenmeter hinauf zum Pass, und erst dort oben könnte das nächste Nachtlager
aufgeschlagen werden. Wer die Ursachen für die Höhenkrankheit, die tödlich enden kann, kennt,
muss zur Erkenntnis kommen, dass das Risiko des Aufstiegs ohne vorherige Höhen-Akklimatisation nicht vertretbar ist.
Hier umso mehr, da man im Zustand größter Erschöpfung oben ankommen wird, was das Risiko der Erkrankung weiter erhöht.
Wer im Internet sucht, wird aber feststellen, dass pakistanische Trekking-Agenturen genau das anbieten und praktizieren!
Über die Folgen wird nicht berichtet.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

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so empfehle ich Ihnen die Veröffentlichung von Wolfgang Heichel: Chronik der Erschließung des Karakorum, Teil II - Central Karakorum
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