Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Karakorum
Chogolungma-Glacier & Haramosh-Range

(1) Landkarte des Karakorum im Bereich des Hispar-Gletschers und des Chogolungma-Gletschers
(Bitte öffnen Sie die Landkarte im Großformat; dort sind die Beschriftungen gut lesbar.
Ich bitte um Verständnis, dass bei der Vielzahl der Details eine kleine Schrift gewählt werden musste.)

Eine weitere Landkarte der Region um den Chogolungma-Gletscher mit weniger Details finden Sie hier.

 Bitte öffnen Sie die Bilder mit einem Klick im Großformat; dort sind die Beschriftungen gut lesbar
- und die großen Bilder wirken natürlich viel beeindruckender!

Bei den Bildern, bei denen keine größere Bildversion hinterlegt ist, finden Sie einen entsprechenden Vermerk.

Die Gliederung dieser Seite:

Die folgende Beschreibung ist in Abschnitte unterteilt:

A. Übersicht
B. Trekking entlang des Chogolungma-Gletschers
C. Auf dem Spantik (7027 m)
C1 - Region nördlich des Chogolungma-Gletschers
C2 - Malubiting und Region südlich des Chogolungma-Gletschers
D. Haramosh-Gletscher, Haramosh La, Mani-Gletscher, Indus
E. Nushik La (5000 m), Kero Lungma-Gletscher, Kero Lungma-Tal
F. Naamur  Gans und Tormik La (4950 m)
G. Die Südseite der Haramosh-Kette

Über die vorstehenden Links gelangen Sie direkt zu den entsprechenden Abschnitten.

Anmerkungen zu den Gipfelhöhen:

Die Höhen nur weniger Gipfel dieser Region sind jemals genau gemessen worden. In der Regel trifft dies nur auf die Höhen der höchsten Berge zu. Soweit in Landkarten weitere Höhen angegeben sind, beruhen sie auf Schätzungen, die hier oder dort einigermaßen zutreffend sein mögen, oft aber doch auch erheblich von der Realität abweichen. Für viele Gipfel gibt es gar keine Angaben in den "offiziellen" Landkarten.

Die oben stehende Landkarte (Bild Nr. 1) macht erstmals Angaben zu den Höhen fast aller Gipfel. Dies wurde möglich durch aufwändige Auswertungen von Fotografien, die von Inna Yagudina am 6. August 2018 aufgenommen wurden. Eine Auswahl dieser Bilder finden Sie hier auf dieser Seite und in der vollständigen Rundumsicht auf der speziellen Seite "Gipfelpanorama vom Spantik, 7027 m". Das Verfahren der Auswertungen von Fotografien ist höchst komplex und kann deshalb hier nicht näher beschrieben werden. Die daraus errechneten Höhen sind in der Größenordnung von 5 bis 15 m genau. Ergänzend ist aber zu berücksichtigen, dass die Schneehöhen auf Gipfeln in der Größenordnung von 5 bis 10 m schwanken können. Zumindest bei Gipfeln mit Eis- oder Schneeauflage gibt es also keine festen Höhen.

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben. Allerdings konnt eich dieNamen der Autoren nicht mehr feststellen, da inzwischen die meisten Plattfornen des Internet, auf denen Fotos veröffentlicht wurden wie Picasa, Webshots etc., nicht mehr existieren oder so verändert wurden, dass die Alben der Autoren nicht mehr oder nur soch sehr beschränkt im Zugriff sind.

Quellen der Detail-Informationen:

- A Study of Karakorum & Hindukush Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe, 
  Map no. 5 - Batura Glacier & Hunza, 1 : 150.000
  Map no. 6 - Nanga Parbat & Gilgit, 1 : 150.000
  Map no. 7 - Hispar Glacier & Shimshal, 1 : 150.000
  Map no. 8 - Biafo Glacier & Skardu, 1 : 150.000
- Wolfgang Heichel: Chronik der Erschließung des Karakorum, Teil II - Central Karakorum I
(Bestellmöglichkeit über den Link)

- Eigene Höhenermittlungen

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Karakorum - Übersicht
- Karakorum: Skardu - Shigar - Askole
- Karakorum aus der Luft

- Region Karakorum Mitte - Solu-Glacier & Sosbun-Glacier

- Region Hunza-Karakorum
- Region Karakorum West
- Gipfelpanorama vom Spantik
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"
- Gipfelliste "Berge im Karakorum"

A. Übersicht

Der westliche Teil des Lesser Karakorum (siehe Übersicht Karakorum) wird als Rakaposhi-Haramosh-Mountains bezeichnet, im Westen beginnend am Durchbruch des Hunza-River und im Osten endend am Tal des Shigar River, der bei Skardu in den Indus mündet. Parallel dazu verläuft im Norden die Kette des Hispar Muztagh als Teil des Great Karakorum. Am Malubiting, dem zweithöchsten Gipfel der Rakaposhi-Haramosh-Mountains, spaltet sich der Lesser Karakorum in Richtung Osten in zwei Bergketten auf, zwischen denen der Chogolungma-Gletscher liegt. Der nördliche Arm trägt den Namen Spantik-Sosbun-Mountains, im Süden begrenzt durch den Chogolungma-Gletscher und im Norden durch den Hispar-Gletscher. Der südliche Arm ist der östliche Teil der Rakaposhi-Haramosh-Mountains ab dem Haramosh I, der in der vorliegende Beschreibung der Klarheit halber als Haramosh-Range oder Haramosh-Mountains bezeichnet wird. Die Haramosh-Mountains sind im Norden durch den Chogolungma-Gletscher begrenzt, im Süden durch den Indus.

Auf der vorliegenden Seite werden also zwei Bergketten des Lesser Karakorum beschrieben:
- die Spantik-Sosbun-Mountains
- die Haramosh-Mountains

Die Spantik-Sosbun-Mountains umfassen im Osten auch die Berge südlich des Hispar La und südwestich des Biafo-Gletschers. Sie enden also im Bereich der Ortschaft Askole. Die Beschreibung dieses östlichen Bereichs der Bergkette finden Sie auf folgenden Seiten:
- Karakorum - Solu-Glacier & Sosbun-Glacier
- Karakorum Mitte - westlicher Teil - Biafo-Glacier

Die Sichten vom Hispar-Gletscher auf die Nordabhänge der Spantik-Sosbun-Mountains finden Sie in der Beschreibung des Hispar-Gletschers..

Der Chogolungma-Gletscher zählt mit 45 km Länge zu den mittelgroßen Gletschern des Karakorum. Am Zugang zum Spantik-Südostgrat liegt er auf 4150 m Höhe, an der Zunge vor dem Ort Arandu auf 2800 m Höhe. An der breitesten Stelle erreicht er immerhin 2,5 km.

Vom Indus im Süden kommt man durch die Täler des Barche Gah oder des Stak in die Nähe der hohen Gipfel, hat hier aber mit sehr großen Höhenunterschieden auf kurze Entfernung und dem heißen Klima zu kämpfen und steht schließlich doch nur tief unterhalb der steilen Flanken von Haramaosh I bzw. Malubiting. Deshalb wird fast ohne Ausnahme der Chogolungma-Gletscher als Zugang in diese Bergwelt genutzt.

Der Zugang von Skardu aus ist unproblematisch. Zunächst führt die Straße nach Nordwesten durch das weite Shigar-Tal. Bei der Einmündung des Basha von Norden folgt eine Schotter-Piste, über die man - je nach Verhältnissen - fast bis nach Arandu vor der Gletscherzunge gelangt.

Der mögliche Zugang von Norden vom Hispar-Gletscher über den Nushik La und den Kero Lungma-Gletscher wird sehr selten genutzt.

Zu den hohen Gipfeln liegen folgende Daten der Erstbesteigung vor:

- Malubiting, 7453 m: 23.08.1971 durch eine österreichische Expedition
- Haramosh I, 7406 m: 04.08.1958 durch eine österreichische Expedition
- Spantik, 7027 m: 06.06.1955 durch eine deutsche Expedition
- Laila, 6986 m: 08.08.1975 durch eine japanische Expedition
- Haramosh II, 6666 m: 06.08.1995 durch eine britische Expedition

Die folgenden 2 Satelliten-Bilder ergänzen die Darstellung gemäß der Landkarte:

(2) Satellitenaufnahme des Chogolungma-Gletschers mit der Haramosh-Range von Südwesten

Die Richtung der vorstehenden Aufnahme entspricht dem Blick auf der Landkarte von deren linken unterem Eck nach rechts oben.
Auf der Seite des Hispar Muztagh finden Sie eine Satellitenaufnahme, die am oberen Rand anschließt.

(3) Satellitenaufnahme des Chogolungma-Gletschers von Südwesten

Die Richtung der vorstehenden Aufnahme entspricht dem Blick auf der Landkarte von deren linken unterem Eck nach rechts oben.

Bei den Satellitenaufnahmen aus ca. 350 km Höhe besteht mitunter ein Problem mit der Deutung von Graten und Tälern.
Bei flacherem Winkel der Sonneneinstrahlung werfen die Berggrate lange Schatten. Je nach Richtung und Breite der Schatten
und der Lage eines Talgrunds kann es sogar sein, dass man zunächst den gezackten Rand eines Schattens für den Grat selbst hält
und den eigentlichen Grat für den Talgrund. Beispiele für diese Möglichkeit der Verwechslung von "Oben" und "Unten"
finden Sie auf dem vorstehenden Foto bei den Seitentälern des Chogolungma-Gletschers. Die Grate befinden sich hier immer am linken Rand des Schattens
und werfen ihre Schatten nach rechts auf den Talgrund und teilweise sogar noch auf den gegenüberliegenden Hang.
Bei einem nahezu senkrechten Blick nach unten sind auch die genauen Lagen der Gipfel oft schwer festzustellen.
Dafür braucht es dann terrestrische Fotografien von den Bergflanken, auf denen die Hangstrukturen wiederzufinden sind.

Die folgenden 4 Luftbilder aus Richtung Süden, geordnet von Osten nach Westen, ergänzen die Übersicht:

(4) Luftbild von Süd-Südosten zu den Bergen am unteren Bereich des Chogolungma-Gletschers und zum Hispar Muztagh

Auf halber Bildhöhe geht der Blick in das Kero Lungma-Tal zwischen dem Shingu Kuru (5990 m) und dem Pass Nushik La.
Hinter dem Massiv des Berginsho (Bargincho) im Vordergrund liegt der Bereich des unteren Chogolungma-Gletschers.
Knapp außerhalb des rechten Bildrandes liegt der Ort Arandu vor der Gletscherzunge.

Foto: Bernhard Krainer; Beschriftung: Günter Seyfferth

(5) Luftbild von Süden zum unteren und mittleren Abschnitt des Chogolungma-Gletschers und zum Hispar Muztagh

Der Ort Arandu liegt (verdeckt) am rechten Bildrand. Dort mündet das Tal des Kero Lungma (Bild Nr. 12); das am Nushik La (Bildmitte) beginnt.
Unten sieht man die Berge zwischen den südlichen Seitentälern des Remanedok Ushun und Naamur .
Durch das Tal des Naamur Nala gelangt man zum Pass Tormik La (4950 m), einem der wenigen Übergänge nach Süden; siehe Abschnitt  .
Derr Trek entlang des Chogolungma-Gletschers verläuft bis kurz vor Bolocho (links) hinter der nördlichen Randmoräne.

Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(6) Luftbild von Süden zum mittleren Abschnitt des Chogolungma-Gletschers und zum Hispar Muztagh

Das Foto zeigt 3 Bergketten: vorne den Bereich der Haramosh Range mit dem Kapaltang Kun (6237 m),
jenseits des Chogolungma-Gletschers einen Teil der Spantik-Sosbun-Mountains
und dahinter den Hispar Muztagh. Zwischen den beiden hinteren Bergketten liegt der Hispar-Gletscher.
Die Spantik-Sosbun-Mountains bestehen im hier sichtbaren Bereich aus zwei ´Gipfelketten,
zwischen denen die Täher des Keroa Lungma-Gletschers und des Hucho Alchori-Gletschers liegen.
Links der Bildmitte steht das Massiv des Kapaltang Kun (6237 m).

Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(7) Luftbild der Chogolungma-Region von Süden
mit Paraber (6315 m), Kapaltang Kun (6237 m), den Spantik-Sosbun-Mountains und dem Hispar Muztagh

Im Vordergund ist der Bereich des Goropha-Gletschers zu sehen, der nach Süden abfließt.
Der Kapaltang Kun steht in einer Bergkette, die von der Linie Haramosh Range nach Nordosten in Richtung Chogolungma-Gletscher abzweigt.

Foto: Roger Nix, flickr.com, Juli 2022; Beschriftung: Günter Seyfferth

zum Beginn des Abschnitts A

B. Trekking entlang des Chogolungma-Gletschers

Ausganspunkt des Trekkings zum Chogolungma-Gletscher ist Skardu am Indus. Skardu kann entweder per Flugzeug oder per Auto über den Karakorum-Highway erreicht werden. Die bevorzugte Methode ist das Flugzeug, jedoch kann schlechtes Wetter die Flugverbindung von Islamabad tagelang unterbrechen, denn es muss auf Sicht geflogen werden. Von Skardu aus führt eine Schotterpiste ins Tal des Shigar. Die Strecke bis zur Mündung des Basha River ist auch der erste Teil der Fahrt für das Trekking zum Baltoro-Gletscher. Den Punkt der Vereinigung des Basha-River mit dem von Osten kommenden Süd-Braldu, dem Abfluss von Baltoro- und Biafo-Gletscher, zeigt das folgende Bild:

(8) Blick vom Ufer des Shigar nach Norden zum Tal des Basha-River

Im Hintergrund rechts ist der erste der höheren Gipfel, der Berginsho, 5830 m zu sehen.
Dieser Berg steht südlich des unteren Abschnitts des Chogolungma-Gletschers; siehe auch Bild Nr. 4.

Foto: Florian Griesbeck, Juni 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Beschreibung der Region um Skardu und des Shigar-Tals bis hierher finden Sie unter diesem Link.

Sofern nicht ein Erdrutsch die Straße durch das Tal des Basha-Rivers nach Arandu unterbrochen hat, gelangt man per Jeep ohne größere Anstrengungen bis vor die Zunge des Chogolungma-Gletschers. Zunächst verläuft das Tal genau in Richtung Norden. Etwa 7 km östlich von Arandu bei dem Dorf Bisil ändert das Tal seine Richtung um 90 Gar nach Westen.Hier mündet von Norden derberelter Nala, der Abfluss des Solu- und des Sokha-Gletschers, die am Bergkamm westlich des Snow Lake ihren Ursprung haben. Die Beschreibungen dieser Berge sowie der östlich des Basha-River gelegenen Region am Sosbun-Gletscher finden Sie hier

Arandu liegt direkt vor der Stirnmoräne des Chogolungma-Gletschers in 2770 m Höhe. Von Norden mündet das Tal des Kero Lungma. In früheren Zeiten, als die am Westrand des Karakorum gelegene Region

Gilgit noch nicht über eine Straße entlang des Indus mit Skardu verbunden war, wurde von den Bewohnern der Region des Hunza-Flusses, also von den Menschen der Volksstämme der Hunza und der Nagar, ein kürzerer Weg vom Hispar-Gletscher über den Nushik La und durch das Tal des Kero Lungma zum Basha-River benutzt. Es war ein gefährlicher Weg - zunächst entlang des Südrands des Hispar-Gletschers, dann vom Haigutum-Gletscher hinauf auf den 5000 m hohen Nushik La und von dort über den Kero-Lungma-Gletscher nach Arandu. Seit aber die schnelle Verbindung per Auto entlang des Indus besteht, geht niemand mehr diesen alten Gebirgspfad. Auch Trekker oder Bergsteiger verirren sich nur sehr selten dorthin. Die Beschreibung des Zugangs zum Nushik La vom Hispar-Gletscher finden Sie unter diesem Link. Die Beschreibung gemäß dem Abstieg vom Nushik La nach Arandi finden Sie in Abschnitt E der vorliegenden Beschreibung.

(9) Tele-Blick von der Ortschaft Bisil nach Westen zum Kapaltang Kun (6237 m)

Zunächst ist dieser Sechstausender der erste und einzige höhere Gipfel, den man von Bisil sieht.
Bis dorthin fuhr man in Richtung Norden, und jetzt schwenkt das Tal um 90 Grad in Richtung Westen.
Am Fuß des Bergsporns rechts ändert der Gletscher seine Richtung nach Nordwesten, und genau in dieser Richtung steht der Spantik (7027 m).

(10) Blick von Arandu (2770 m) nach Westen mit dem Kapaltang Kun (6237 m)

Voraus liegt die grau-braune Stinnmoräne des Chogolungma-Gletschers.
Der Trekking-Pfad verläuft bis zur Einmündung des Bolocho-Tals auf bzw. hinter der nördlichen Seitenmoräne des Gletschers (rechts).

Foto: Florian Griesbeck, Juni 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

Man muss also noch etwas Geduld aufbringen, bis man das Ziel des Trekkings, den Spantik, vor Augen hat - das Ziel fast aller Gruppen, die zum Chogolungma-Gletscher kommen. Von Trekking kann man bis zum Basislager am Südostsporn des Spantik in 4400 m Höhe sprechen; ab dort beginnt das Bergsteigen. Das Trekking entlang des Gletschers mit zwei Nachtlagern vor dem Basislager ist eine ideale erste Phase der Akklimatisation.

(11) Blick von Arandu nach Süden in das Seitental des Tippuri Gans

Man sieht oben nur die Peaks 5550 und 5620, d.h. der höchste Gipfel der Gruppe,
der Berginsho (5830 m), der auf Bild Nr. 8 von Süden zu sehen war, ist hier nicht zu sehen.
"Gans" ist eine lokale Bezeichnung für Gletscher.
Foto: unbekannt

Bei Arandu mündet das Tal des Kero Lungma von Norden in das Tal des Chogolungma-Gletschers. An der Stelle der Mündung zeigt sich dieses Tal, in dem weiter oben der Kero-Lungma-Gletschder liegt, als enge Schlucht, die leider keinerlei Einblick in dieses Seitenmtal zulässt. Das Tal führt hinauf zum Pass Nushik La, der hinüber zum Hispar-Gletscher führt.

(12) Die Schlucht des unteren Kero Lungma bei Arandu

Dort hinauf würde man den Kero Lungma-Gletscher erreichen, über diesen den 5000 m
hohen Pass Nushik La, von wo aus der Abstieg über den Haigutum-Gletscher zum Hispar-Gletscher beginnt. Aber kaum jemand geht mehr diesen Weg.
Die Beschreibung des Tals des Kero Lungma finden Sie in Abschnitt E

Foto: Inna Yagudina; Beschriftung: Günter Seyfferth

Zu den folgenden Bildunterschriften bedarf es einer Erläuterung: Zur Beschreibung des Bildes einer Berglandschaft gehört zwingend die Angabe  des Standorts; nur dann sind die Details in vollem Umfang nachvollzierbar. Die Standorte entlang eines Tals können in der Regel nur mit Hilfe von Koordinaten angegeben werden; sie sind nur sehr selten mit einem Namen versehen. Verläuft ein Tal wie hier hauptsächlich in Richtung Ost-West, so genügt die Angabe des Längengrads. Würde die Hauptrichtung Nord-Süd sein, sö würde die Angabe des Breitengrads genügen. Mit dieser Art der Angabe zum Standort kann er in der Landkarte bestimmt werden, wo Breiten- bzw. Längengrade als Linien im Abstsand von 5 Bogenminuten eingetragen sind.

Selbstverstämdlich kann nicht jeder Standort im Nachhinein mit ganz exakten Bogensekunden bestimmt werden. Die hier zu findenden Angaben wie "75°19'30" sind aber ausreichend genau, um einen Bildinhalt korrekt zu interpretieren; 30" bedeutet: "bei 30 Bogensekunden, d.h zwischen ca. 28° und 32".

Soweit auch Höhen zum Standort angegeben sind, so handelt es sich im die Meereshöhe des Gletschers
im Bereich des Standorts, wie sie derzeit (2026) in GoogleEarth abgelesen werden kann. Der Weg neben dem Gletscher liegt meist auf einer etwas anderen Höhe.

(13) Blick bei 75°19'30" in ca. 2850 m Höhe nach Ost-Südosten zu den Bergen bei Bisi und Arandu

Bild Nr. 11 zeigt den Blick von Arandu in das markierte Tal des Tippuri Gans.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der problemlose Trekkingpfad liegt zwischen dem Nordrand des Gletschers und dem Fuß des nördlichen Talhangs.
Das folgende Foto zeigt den Blick in das nächste südliche Seitental:

(14) Blick bei 75°15'30" in ca. 3150 m Höhe nach Süden zu den Gipfeln über dem Seitental des Secho Gans

Auch hier geht der Blick in Richtung Berginsho, aber auch hier ist er verdeckt durch niedrigere Vorgipfel.
Beim Blick auf die von Schutt bedeckten Eishügel des Chogolungma-Gletschers im Vordergrund ist man froh an dem Pfad auf der Seitenmoräne.

Foto: Inna Yagudina, Aug. 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

An der Stelle des Richtungswechsel des Gletschers in ca. 3225 m Höhe mündet gegenüber von Süden das etwas größere Seitental des Naamur Nala.
Das Tal verzweigt sich oben in mehrere Arme mit Gletschern, die zusammen von einem großen Rund niedriger namenloser Fünftausender eingefasst sind:

(15) Blick bei 75°14'45" (Gletscherhöhe ca. 3220 m) nach Süden ins Seitental des Naamur Nala

Die Gletscherarme des Naamur Gans sind aus dieser Perspektive nicht zu sehen und auch nicht die vielen anderen Gipfel
rund um das weit verzweigte Seitental. Ein Besuch dieses Seitentals ist sehr lohnend: Es dient auch als Weide für das Vieh aus Arandu.
Neben dem Peak 5080 liegt der Passübergang Tormik La (4950 m), der Übergang nach Süden ins Tal des Tormik Nala.
Von dort wird der Indus westlich von Skardsu erreicht. Die Beschreibung des Bereiches rund um den Tormik La finden Sie in Abschnitt F.

Foto: Inna Yagudina, Aug. 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

Vom Punkt des Richtungswechsels des Haupttals zeigen sich die Seitentäler Sencho und Naamur wie folgt:

(16) Blick bei 75°14'30" (H = 3250) nach Südosten zu den Seitentälern des Sencho Nala und des Naamur Nala

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nur wenig weiter talufwärts hat ein Bergbach eine etwas breitere Schwemmebene hinter der Randmoräne geschaffen.
 Ab dort ist nun im West-Nordwesten auch der Spantik in Sicht:

(17) Blick bei 75°14'00" nach Nordwesten mit der ersten Sicht zum Spantik (7027 m)

Ein kurzes Seitental endet hier auf Höhe der Randmoräne des Chogolungma.Gletschers.
Verfallene Steinhütten zeugen davon, dass von hier aus Viehhirten das an den Hängen weidende Vieh beaufsichtigt haben.
Das folgende BIld zeigt den Spantik, fotogrfiert vom selben Standort druch das teleobjektiv.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(18) Tele-Blick bei 75°14'00" nach Nordwesten zum Spantik (7027 m)

Der Gletscher liegt hier ca. 50 m tiefer als der Trekking-Pfad.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(19) Blick bei 75°14'00" nach Süden zu den Bergen zwischen den Seitentälern Naamur und Remanedok Kushun

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(20) Rückblick bei 75°13'55" nach Südosten zu den Gipfeln am Ostrand des Naamur-Tals

Man blickt auf die Schwemmebene, von der die Bilder Nr. 17 bis 19 aufgenommen wurden.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(21) Blick bei 75°13'55" nach Südosten ins Tal des Naamur Nala

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(22) Tele-Blick bei 75°13'55" nach Südosten zu Gipfeln am südöstlichen Rand des Naamur Gans-Gletschers

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(23) Blick bei 75°13'35" nach Westen zu Gipfeln des Massivs des Kapaltang Kun (6237 m) und zum Spantik (7027 m)

Das Massiv des Kapaltang Kun ist über eine weite Strecke der beherrschende Teil der Berge auf der anderen Seite des Gletschers.
Von den Bergen auf der Nordseite des Gletschers, an deren Fuß man entlang wandert, ist naturgemäß fast nichts zu sehen.
Diesbezüglich geben zunächst nur die Luftbilder Nr. 5 bis 7 Auskunft. Erst beim Rückblick aus dem Bereich des Spantik
wird man auch vom Boden etwas von der Struktur dieses Bereichs erkennen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(24) Tele-Blick bei 75°13'35" nach Nordwesten zum Spantik (7027 m)

Die Gipfel vor dem Spantik stehen zwschen dem Basin-Gletscher und dem Moraine-Gletscher,
also eta 8 km näher als der jetzt noch 32 km entfernte Spantik.
Der "Normal-Anstieg" am Spantik verläuft über den langen Grat, der vom Punkt 6220 auf den Betrachter zuläuft.

Bilder vom Aufstieg am Spantik und von dessen Gipfel finden Sie hier.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(25) Blick bei 75°13'20" nach Süden zu den Bergen westlich des Naamur Nala

Bild Nr. 19 hat die Sicht gegen den Fuß dieser Berge gezeigt.

An dieser Stelle an der Randmoräne des Chogolungma-Gletschers hat sich offensichtlich
der Bach des dortigen Seitentals hinter der Moräne aufgestaut und dann die Randmoräne durchbrochen.
Der folgende Rückblick auf diesen Bereich zeigt, dass die Passage weniger dramatisch ist, als obiges Bild befürchten lässt.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(26) Rückblick bei 75°13'13" ( H = 3360 m) nach Südosten

Es werden noch weitere solche Bereiche folgen, in denen die Bäche der steilen und kurzen Seitentäler
Schwemmebenen hinter der Moräne des Chogolungma-Gletschers geschaffen haben.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Fast ständig hat man den Spantik so oder ähnlich vor Augen:

(27) Blick bei 75°12'55" nach Nordwesten zum Spantik (7027 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(28) Blick bei 75°12'53" nach West-Nordwesten zu Gipfeln des Kapaltang Kun-Massivs und zum Spantik (7027 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Und wieder quert man eine Schwemmebene hinter der Moräne des Chogolungma-Gletchers:

(29) Blick bei 75°12'30" (H = 3430 m) nach Nordwesten zum Spantik (7027 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Rückblicke nach Südosten variieren nur wenig, sind aber immer überwältigend schön:

(30) Rückblick bei 75°12'17" nach Südosten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(31) Blick bei 75°12'09" nach Nordwesten zum Spantik (7027 m)

Dies ist einer der wenigen Standorte, von dem aus man voraus auch etwas von den Gipfeln über dem Trekking-Pfad sieht.
Diese Berge stehen am West- bzw. Ostrand des Seitentals Sgari Byen.
Wo die Mündung des Bolocho-Tals markiert ist, endet der Weg hinter bzw. auf der Moräne,
und es muss der Gletscher betreten werden.
Shing Kuru (rechts) ist die nächste Schwemmebene hinter der Randmoräne.
Der Gipfelgrat am linken Bildrand ist der nordöstliche Ausläufer des Haramosh II (6666 m).
Hinter diesem Grat liegt der Haramosh-Gletscher.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(32) Blick bei 75°12'07" (Shing Kuru) nach Süd-Südwesten zum Kapaltang Kun (6237) und dem Marpoh-Gletscher

Ein Hängegletscher am Shingu Kuru (5990 m) sorgt dafür, dass sich hier braun  gefärbte Schmelzwasser in den Chogolungma-Gletscher ergießen.
Je nach Tageszeit kann die Fluusquerung leichter oder schwerer sein.
Shing Kuru ist also nicht geeignet als Rastplatz, wo man auf sauberes Wasser angewiesen ist.
Vom Kapaltang Kun erstrecken sich 3 Bergkämme in nordöstliche Richtung, also in Richtung des Betrachters.
Hier sieht man die beiden östlichen Bergkämme, die den Marpoh-Gletscher einfassen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(33) Rückblick bei 75°11'56" nach Süd-Südosten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(34) Blick bei 75°11'40 " nach West-Nordwesten mit Haramosh II (6666 m), Malubiting (7458 m) und Spantik (7026 m)

Voraus hat man ab hier nun auch den Malubiting im Blick, den höchsten Gipfel der Chogolungma-Region.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(35) Blick bei 75°11'38" (H = 3575 m) nach Süden

Rechts sieht man den Marpoh-Gletscher und den östlichen der 3 Nordostgrate des Kapaltang Kun.
An dieser Stelle hat ebenfalls ein Bergbach die Randmoräne des Chogolungma-Gletschers durchbrochen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(36) Blick bei 75°11'25 nach Nordosten zum Spantik (7027 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(37) Rückblick bei 75°11'20 nach Südosten

Die Gipfel im Hintergrund stehen südlich der Ortschaft Arandu.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(38) Rückblick bei 75°10'39° (H = 3610 m) nach Südosten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(39) Rückblick bei 75°09'25" nach Ost-Südosten

Hier ist der Standort weit genug im Westen, so dass man im Rückblick auch den Shingu Kuru (5990 m) sieht,
den höchsten Gipfel im Norden des Chogolungma-Gletschers vor dem Bereich des Spantik.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(40) Blick bei 75°09'23" nach West-Nordwesten zum Malubiting (7458 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(41) Blick bei 75°09'15" (H = 3740 m)nach Südwesten zum Paraber (6315 m)

Dieser Berg war bisher durch den Kapaltang Kun verdeckt, dessen nach Norden gerichteten Grat man links sieht.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(42) Rückblick bei 75°09'11" nach Südosten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(42) Blick bei 75°09'11" (H = 3740 m) nach Westen mit Haramosh II (6666 m) und Malubiting (7548 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(43) Blick bei 75°09'10" nach Süd-Südwesten zum Kapaltang Kun (6237 m) und Paraber (6315 m)

Am Kapaltang Kun sieht man hier zum mittleren und westlichen Gratausläufer.

Man beachte, dass hier der mittlere Bereich des Chogolungma-Gletschers nicht mehr von Geröll bedeckt und relativ eben ist.
Das wird eine Rolle spielen, wenn man vor der Einmündung des Bolocho-Tals den Gletscher betreten muss.
Der nördliche Randstreifen des Chogolungma-Gletschers (unten) besteht aus dem Eis der Seitengletscher Moraine und Basin.
Dieses Eis ist stark zerklüftet und von Geröll bedeckt, also nur unter großen Anstrengungen zu begehen.
Die Oberfläche des Eises des Hauptgletschers in der Mitte ist hingegen relativ eben und frei von Geröll.
An der Stelle, wo der Gletscher betreten werden muss, wird man also den zerklüfteten Randbereich auf kürzestem Weg durchqueren,
um in den relativ leicht zu begehenden Bereich in Gletschermitte zu gelangen.
Noch aber verläuft der Pfad auf bzw. hinter der Randmoräne.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(44) Blick bei 75°09'08" nach Südosten

Rechts sieht man den mittleren Gratausläufer des Kapaltang Kun.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(45) Bick bei 75°08'30" (H = 3770 m) nach Westen mit Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m)

Dies ist die letzte Schwemmebene hinter der Moräne des Chogolungma-Gletschers und auch die größte.
Wenn es bereits Mittag oder Nachmittag ist, wird man hier das Nachzlager einrichten, denn bald wird
man sich in dem deutlich unwirtlicheren Bereich des Gletschers bewegen,

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(46) Rückblick bei 75°08'10" nach Südosten

Die große Schwemmebene von Bild Nr. 45 sieht man über dem Kopf des absteigenden Trekkers.
Die Entfernung zu den Bergen im Hintergrund ist so groß, dass dort nun auch der Felsgipfel des Berginsho (5830 m) sichtbar wird

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(47) Blick bei 75°08'10" (H = 3810 m) nach Südosten

Der Trekker steht an dem Punkt, wo der bequeme Trekking-Pfad endet.
Hier beginnt der Abstieg zum Gletscher, wo man allerdings noch ein Stück weit außerhalb des Eises weiter nach Westen vordringen kann
bis zur Einmündung des Bolocho-Tals.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(48) Blick bei 75°08'08" hinunter zum Gletscher mit dem Malubiting (7458 m) im Hintergrund

Auf dem Bild befindet sich ein Trekker auf dem Weg talabwärts; er kommt vom Gletscher herauf.
Unten muss der Gletscher noch nicht betreten werden. Am Hangfuß kann noch bis zur Einmündung des Bolocho-Tals
neben dem Geröllbedeckten Eis gegangen werden, so dass man erst dort den Bereich des zerklüfteten Eises betreten muss.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(49) Blick bei 75°07'50" (H = 3820 m) talauswärts

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(50) Blick bei 75°07°35" nach Westen mit Haramosh II (6666 m), Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m)

Noch kann man außerhalb des Gletschers gehen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(51) Blick bei 75°07'50" nach Süden zum Kapaltang Kun (6237 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(52) Blick bei 75°07'40" nach Südosten mit Berginsho (5830 m) und Kapaltang Kun (6237 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(53) Blick bei 75°07'35" nach Westen mit Haramosh II (6666 m), Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(54) Blick bei 75°07'20" nach West-Nordwesten zum Spantik (7027 m)

Der Gipfel des Spantik ist immer noch 17,5 km entfernt. 10 km sind es bis zu den Gipfeln davor.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(55) Blick bei 75°07'15" nach Nordosten ins Bolocho-Tal

Links wird dieses Tal von den 7 Bolocho-Gipfeln begrenzt, rechts von Arencho Peak (5500 m) und Entok (5790 m).
Der Peak 5740 (rechts oben) ist ein Vorgipfel des Entok.
An der hohen Moräne links erkennt man, dass der Bolocho-Gletscher vor langer Zeit ein mächtiger Eisstrom war.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(56) Blick bei 75°07'15" an der Mündung des Bolocho-Tals nach Süden zu Kapaltang Kun (6237 m) und Paraber (6315 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(57) Blick bei 75°07'05" in ca. 3840 m Höhe nach Südwesten mit Laila I (6986 m), Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m).

Hinten leuchtet der Streifen des weißen Eises, der nun zu erreichen ist.
Würde man rechts in Richtung Spantik bleiben, wäre insehr zerklüftetem und mit Geröll bedecktem Eis zu gehen.
 Man käme viel langsamer voran, als auf dem relativ ebenen weißen Eis im Hintergrund.
Dies gilt unabghängig davon, ob das Basislager des Spantik das Ziel ist oder der Haramosh.Gletscher.
Wenn auch die Klüfte des Gletschers über die Details der Route entscheiden, so gilt aber doch,
dass die Hauptrichtung des Marsches bis zum weißen Gletschereis genau auf den Malubiting zuführt.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Vor dem Aufbruch in den Irrgarten des Gletschers wird man nochmals die Deatails an Malubiting und Spantik studieren.
Die volle Sicht zum Laila I wird man erst später haben.

(58) Blick bei 75°07'00" nach West-Nordwesten mit Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m)

Bei der weiteren Annäherung an den Malubiting, der hier noch 19 km entfernt ist,
wird der Hauptgipfel nach und nach hinter dem Mittelgipfel abtauchen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(59) Blick bei 75°06'55" nach Südwesten mit Paraber (6315 m) und Gipfeln zwischen dem 2. East Haramoash-Gletscher und dem Haramosh-Gletscher

Durch die geröllbedeckten Eishügel nuss man sich einen Weg in Richtung Gletschermitte suchen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(60) Blick bei 75°06'50" in ca. 3850 m Höhe nach West-Nordwesten
mit Laila (6986 m), Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(61) Blick bei 75°06'30" zum Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m)

Hinter der Moräne in der linken Bildhälfte liegt der Bereich des Gletschers, der für den weiteren Anstieg bessere Verhältnisse bietet.
Anmerkung: Die hier gezeigten Aufnahmen der Bilderserie von Jozef Houben wurden während der Wanderung talabwärts aufgenommen,
also in der Reihenfolge entgegen der Bildfolge in dieser Beschreibung. Teilnehmer der Trekking-Gruppe sieht man also beim Abstieg.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Foto zeigt die Mündung des Bolocho-Tals, wo man den Gletscher betreten hat:

(62) Rückblick  bei 75°06'27" nach Osten zur Mündung des Bolocho-Tals und zum Shingu Kuru (5990 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(63) Rückblick bei 75°06'16" nach Südosten mit Shingu Kuru (5990 m), Berginsho (5830 m) und Kapaltang Kun (6237 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(64) Blick bei 75°06'15" nach Süden mit Kapaltang Kun (6237 m) und Paraber (6315 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(65) Blick bei 75°06'15" in ca. 3900 m Höhe nach Westen
mit Laila I (6986 m), Malubiting (7458 m) und Spantik (7027 m)

Die Laila ("Die Schöne) ist hier erstmals zu sehen; es braucht aber noch etwas Geduld,
bis man diesen Berg in seiner vollen Schönheit bewundern kann.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Auf dem Eis ist die Höhe der Mittelmoräne erreicht, so dass man leicht zur anderen Seite wechseln kann:

(66) Blick bei 75°06'12" in der Querung der Mittelmoräne nach Westen

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(67) Blick bei 75°05'50" nach West-Südwesten mit Laila I (6986 m) und Malubiting (7458 m)

Die Hauptrichtung der Wanderung ist ab hier wieder in Richtung Spantik.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(68) Blick bei 75°95'45 in ca. 3925 m Höhe nach Westen mit den Gipfeln des Malubiting-Massivs und dem Spantik

Links ist noch der Vorgipfel 6210 des Laila I zu sehen. Davor mündet der Haramosh-Gletscher.
Laila I, Malubiting und Spantik sind die beeindruckende Kulisse rund um den oberen Chogolungma-Gletscher.
Vor diesem Gletscherbereich schiebt sich der Ost-Südostgrat des Spantik ins Bild,
auf dessen felsigem Fuß das Basislager für die Besteigung  des Spantik errichtet wird.
Tierfreunde mögen verzeihen, dass hier eine Ziege als lebender Proviant zum Basislager
gezogen wird. Das Tier scheint wenig begeistert von der Umgebung zu sein.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(69) Blick bei 75°05'45" in ca. 3925 m Höhe zum Spantik (7027 m)

Hinter dem scharfgezackten Berggrat liegt der Basin-Gletscher.
Das Spantik-Basislager liegt in 4400 m Höhe links außerhalb des Bildes am Fuß des Ost-Südostgrates (siehe dazu Bild Nr. 99).
Im Bild links sehen wir den langsam ansteigenden Teil des Grates. An seinem Beginn  wird in 5100 bis 5200 m Höhe das erste Hochlager errichtet.
 Im Bereich vor dem Steilaufschwung zum Punkt 6220 steht dann das zweite Hochlager in Höhen zwischen 5500 und 5600 m.
 Zum Zweck der Akklimatisation wird in der Regel dort übernachtet und wieder zum Basislager abgestiegen.
Die meisten Expeditionen errichten dann ihr drittes Hochlager hinter dem Schneekopf des Peak 6220. Von dort erfolgt der 800-Meter-Anstieg zum Gipfel.
Die Route der letzten ca. 500 Höhenmeter ist auf dem Foto nicht sichtbar; sie verläuft westlich des sichtbaren Südgrates.
Der Spantik ist ein beliebtes Ziel der Bergsteiger, weil dessen vergletscherter Ost-Südostgrat einen zwar langen, aber technisch nicht zu schwierigen Anstieg bietet.
Sein Gipfel wurde erstmals im Jahr 1955 erreicht. Vom Gipfel besteht eine phantastische Aussicht in alle Richtungen; siehe hier.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(70) Rückblick bei 75°05'40" in ca. 3930 m Höhe nach Osten
mit Entok (5790 m), Arencho (5500 m), Shingu Kuru (5990 m) und Berginsho (5830 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(71) Blick bei 75°05'20" nach Süden mit Kapaltang Kun (6237 m) und Peak 5470

Im Vordergrund der rechten Bildhälfte geht der Blick gegen die hohe Mittelmoräne zwischen dem Eis des Chogolungma-Gletschers (vorne)
und dem Eis des Haramosh-Gletschers (hinter der Moräne).

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(72) Blick bei 75°05'20" nach Westen zum Malubiting (7458 m)

Die Trekking-Gruppe in Bildmitte hat den Haramosh-Gletscher zum Ziel und geht deshalb bereits entlang der MIttelmoräne.
Trekker, die das Basislager am Spantik zum Ziel haben, halten sich weiter rechts in Richtung der Moräne am rechten Bildrand.
Mit Veränderungen an den Mittelmoränen ist allerdings immer zu rechnen. Trekker
werden sich in den kommenden Jahren gegenüber den Abbildungen dieser Beschreibung u.U. neu orientieren müssen.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Es ist soweit, dass die Laila I ("Die Schöne") vollständig in Sicht kommt

(73) Blick bei 75°04'52" nach West-Südwesten mit Laila I (6986 m) und Malubiting (7458 m)

Hier erkennt man auch den Bereich der Einmündung des Haramosh-Gletschers.

Um Irritationen vorzubeugen, sei hier erwähnt, dass es auch eine "Laila" am Ghondogoro-Gletscher südlich der Baltoro-Region gibt.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Kamera-Schwenk nach rechts vom selben Standort zeigt das folgende Bild,
auf dem nun aber der Gipfel des Spantik durch die Berge am Westrand des Moraine-Gletschers verdeckt ist:

(74) Blick bei 75°04'52" nach Westen mit Laila I (6986 m), Malubiting (7458 m) und Gipfeln am Moraine-Gletscher

Der Hauptgipfel des Malubiting taucht bald ganz hinter dem Mittelgipfel ab.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(75) Blick bei 75°04'48" nach Nordosten zum Tal des Sgari Byen-Gletschers

Man sieht einige der Bolocho-Gipfel.
Der Sgari Byen-Gletscher hat sich ebenso wie der Bolocho-Gletscher bereits weit nach oben ins Seitental zurückgezogen.
Im Vordergrund deutet sich bereits an, dass ab hier mit Querspalten im Gletscher zu rechnen ist.
Ursache ist, dass der Gletscher nun in einem Bogen fließt mit längeren Wegstrecken außen als innen.
Bei der Einmündung des Moraine-Gletschers wird es noch merh Querspalten geben, zwar gut sichtbar
aber doch mit der Folge, dass man Umwege in Kauf nehmen muss.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(76) Blick bei 75°04'45" in ca. 4000 m Höhe nach Süd-Südosten zum Kapaltang Kun (6237 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(77) Blick bei 75°04'45" nach Süden mit Kapaltang Kun (6237 m) und Peak 5470

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(78) Blick bei 75°04'05" nach Osten mit Bolocho V (5420 m), Bolocho VII (5290 m), Arencho (5500 m),
Shingi Kuru (5990 m), Shel Chapka (5800 m) und Berginsho (5830 m)

Der Shel Chapka steht östlich des Basha River und gehört zur Region um den Sosbun-Gletscher.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(79) Blick bei 75°03'30" in ca. 4025 m Höhe nach Südwesten mit Laila I (6986 m) und Malubiting (7458 m)

Man befindet sich nun im aussichtsreichsten Bereich des Chogolungma-Gletschers.
Wirklich wunderbar schön ist die Laila I. Die Einheimischen haben  mit diesem Namen eine gute Wahl getroffen.
Der Berg wurde erstmals 1975 bestiegen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Im vorstehenden Bild ist rechts die Lage des Spantik Basecamp in 4400 m Höhe markiert. Dieser Platz auf dem Beginn des Ostgrats des Spantik liegt etwa 180 m oberhalb des Eises des Basin-Gletschers, der dort von rechts einmündet. Das nächste Ziel des Trekkings ist der Hangfuß etwas rechts unterhalb des Basislagers. Ab der Bildmitte nach rechts erkennt man die schwierigen Eisverhältnisse am Chogolungma-Gletscher, der dort an einer Geländestufe die Form eines Eisbruchs hat und dessen Eistrümmer erst weiter talabwärts wieder zur begehbaren Eisfläche verschmelzen. In der Regel wird eine Route direkt in Richtung Hangfuß wählen, die Unebenheiten im Eis des Chogolungma-Gletschers oder auch Querspalten können einen leichten Bogen nach rechts erforderlich machen.

Jozef Houben, vom dem auch die folgenden Bilder des Trekkings bis zum Spantik-Basislager stammen, gelangen die Fotos bei wolkenfreiem Himmel erst während der Rückkehr vom Spantik-Basislager. Für den Aufstieg hatte er die direkte Route in Richtung Bascamp gewählt, für den Abstieg aber eine Route näher am Nordrand des Gletschers mit einem Nachtlager auf einer Randmoräne in der Nähe der Einmündung des Tals des Moraine-Gletschers. Am Folgetag querte die Gruppe wieder hinüber zur Mitte des Gletschers, also zur Route, auf der man heraufgekommen war. Die Bilder Nr.85 bis 101 stammen von dieser Routenvarinate, also von Standorten, die nördlich des direkten Weges zum Spantik-Basislager liegen.

(80) Blick bei 75°03'30" nach Nordwesten

Dies sind die Gipfel, die man beim Marsch entlang des unteren Chogolungma-Gletschers immer vor dem Spantik gesehen hat.
Hier verdecken sie den Spantik, weil man zu nah an diesen Vorgipfeln steht.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Beim Blick nach Südwesten kommt nun auch der Haramosh I (7406 m) in Sicht:

(81) Blick bei 75°03'30" nach Südwesten mit Haramosh I (7406 m) und Laila I (6986 m)

Links geht der Blick entlang des Haramosh-Gletschers. An dessen oberen Ende befindet sich der Haramosh La (5150 m).
Von diesem Pass führt ein langer Abstieg bis hinunter an den Indus.
Die Beschreibung dieses Treks finden Sie in Abschnitt D.
Dieser Blick gibt gute Hinweise für Trekker, die den Haramosh La erreichen wollen.
Der untere Haramosh-Gletscher ist stark zerklüftet. Einfacher ist der Pfad im Hang rechts des Gletschers.
Auf diesem Pfad erreicht man die im Bild sichtbare Kante des Gefällewechsels des Gletschers.
Erst dort wird der Gletscher betreten. Er ist ab dort zwar flacher, wartet aber mit einer Schneeauflage auf,
welche die zahlreichen Spalten oft heimtückisch überdeckt. Die Route zum Pass kann nur von erfahrenen
Bergsteigern begangen werden und selbstverständlich nur mit Seilsicherung.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(82) Blick bei 75°03'20" nach Südwesten entlang des Haramosh-Gletschers mit Haramosh I (7406 m) und Laila I (6986 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(83) Blick bei 75°03'10" nach Südwesten mit Haramosh I (7406 m) und Laila I (6986 m)

Der Haramosh La liegt im Bereich des tiefsten Punktes des Grats, der vom Peak 5540 nach links abfällt.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(84) Tele-Blick bei 75°03'05" nach Südwesten zum Haramosh I (7406 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(84a) Blick bei 75°02'50" in der Mitte des Gletschers in ca. 4100 m Höhe nach Südwesten zur Laila I (6986 m)

Beim Aufstieg ging die Gruppe von Jozef Houben in der MItte des Gletschers.
Im Abstieg wählte sie bis hierher den nördlichen der geröllfreien Gletscherstreifen;
weil sie ein Nachtlager auf der Moraine vor der Einmündung des Moraine-Tals gewählt hatte; siehe Erläuterungen nach Bild Nr. 79.
Das folgende Bild zeigt die Situation während des Abstiegs kurz vor dem Wieder-Erreichen der Gletschermitte.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(85) Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe nach Süden zum Haramosh-Gletscher

Die Trekker befinden sich in der nach Bild Nr. 79 erwähnten Gletscherquerung gemäß der gewählten Routenvariante.
Die Gruppe befindet sich im Abstieg und nähert sich von Norden der Gletschermitte. Die weitere Bildfolge entspricht
aber den Sichten gemäß Aufstieg auf der Route in Gletschermitte..
Die Querung erfolgte etwa bei 75°02'45".

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(86) Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe nach Südwesten mit Laila I (6986 m) und Malubiting (7458 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Im nördlichen Bereich des Gletschers trifft man auf mehr Querspalten,,die einige Umwege erzwingen:

(87)  Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe nach Südosten

Es sei wiederholt, um Irritationen zu vermeiden: Die Trekker auf diesem Bild befinden sich bereits im Abstieg;
gehen also entgegen der Bildfolge, die dem Aufstieg entspricht. Sie queren vom Nordrand des Gletschers zur Mitte.
Hinter der Moräne (rechts) liegt der Standort, von dem die beiden vorstehenden Fotos aufgenommen wurden.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(88)  Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe am Nordrand des Gletschers nach Norden zum Tal des Moraine-Gletschers

Hinter den Gandesh-Gipfeln liegt der Hispar-Gletscher.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(89)  Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe am Nordrand des Gletschers nach Westen zum Malubiting

Der Hauptgipfel des Malubiting (7458 m) ist jetzt durch den Mittelgipfel verdeckt. 

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Trekkinggruppe von Jozef Houben errichtete ihr Nachtlager auf der nördlichen Randmoräne vor der Einmündung des Tals des Moraine-Gletschers.
Von dort wurden die Bilder Nr. 90 bis 96 aufgenommen.

(90) Rückblick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe am Nordrand des Gletschers nach Südosten

Die Route auf dem Streifen des weißen Eises des Chogolungma-Gletschers verläuft hinter der Moräne am rechten Bildrand.
Davor sieht man die Querspalten, die auf dem Weg hierher einige Umwege bedingen.
Die Gruppe von Jef Houben wählte diesen Platz für das Nachtlager beim Abstieg;
verließ es also am frühen Morgen in Richtung der Moräne am rechten Bildrand (Bild Nr. 87) .

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(91) Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe am Nordrand des Gletschers nach Süden

Der Blick geht zum Taleingang des Haramosh-Gletschers, an dessen Ostrand diese Mauer aus Sechstausendern steht.
In diesem Grat steht auch der Haramosh II (6666 m), der aber durch P 6235 verdeckt ist. 
Hinter dem Moränenhügel in Bildmitte liegt die "Normal-Route" auf dem Chogolungma-Gletscher.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(92)  Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe am Nordrand des Gletschers nach Südwesten zur Laila I (6986 m)

Wenn auch dieser Lagerplatz vor dem Moraine-Tal etwas abseits liegt, so bietet er aber doch den schönsten Blick zur Laila I.
Links, auf der hellen Gletscherfläche, veräuft die Normal-Route. In Richtung Spantik-Basislager kann man aber vom Nordrnad aus
auch auf dem Gletscherstreifen in Bildmitte in gehen.
Der aufmerksame Betrachter wird links nochmals den Gipfel des Haramosh I (7405 m) entdecken.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(93)  Tele-Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe nach Südwesten zur Laila I (6986 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Verschiedenfarbige Gesteinsschichten und das Licht der Abendsonne sorgen für wunderbare Kontraste im Tal des Moraine-Gletschers:

(94) Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe nach Norden ins Tal des Moraine-Gletschers

Das Tal,wird an seinem nördlichen Ende eingefasst von den Gipfeln der Massive Men Chhish (Bild Nr. 80), Gandesh Chhish und Makrong Chhish.
Hier sieht man nur die Gipfel der Gruppe des Gandesh Chhish (7675 m).

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(95) Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe nach Norden zu eininge Gipfeln der Gruppe des Gandesh Chhish (6575 m)

Der Hauptgipfel bleibt hinter dem Gandesh Chhish II verborgen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(96)  Blick bei 75°02'45" in ca. 4100 m Höhe am Nordrand des Gletschers nach Süden

Die Gipfel in Bildmitte verbergen den Haramosh II (6666 m). Diesen Gipfel wird man erst vom Spantik Basecamp wieder sehen (Bild Nr. 117).

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das Farbenspiel im Bereich des Moraine-Gletschers kann man auch noch nach dem Aufbruch in Richtung Spantik Basecamp bewundern:

(97) Blick bei 75°02'25" am Nordrand des Gletschers nach Nord-Nordosten zum Tal des Moraine-Gletschers

Geologen dürften hier ihre wahre Freude haben!
Die Moräne im Vordergrund trennt das stark zerklüftete Eis des Basin-Gletschers (hinter der Moräne)
vom geröllfreien Eis des Chogolungma-Gletschers; siehe auch Bild Nr. 92.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(98) Blick bei 75°02'10" in der Mtte des Gletschers in ca. 4150 m Höhe nach Nord-Nordosten zum Tal des Moraine-Gletschers

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(99) Blick bei 75°02'05" in der MItte des Gletschers in ca. 4160 m Höhe nach Westen zum Malubiting und zum Spantik-Basislager

Auf dem Sporn des Ostgrats des Spantik sieht man die Zelte des Basislagers.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(100) Rückblick bei 75°02'50" am Nordrand des Gletschers in ca. 4190 m Höhe nach Ost-Nordosten

Der gesamte Hang zwischen Moraine-Gletscher und Sgari Byen-Glettscher macht mit den verschiedenfarbigen geolgischen Schichten auf sich aufmerksam.
Hinter der Moraine liegt das Eis des Basin-Gletschers.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(101) Rückblick bei 75°02'50" am Nordrand des Gletschers in ca. 4180 m Höhe Nordosten zum Gandesh Chhish SE, 6340 m

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(102) Rückblick bei 75°02'00" in Gletschermitte in ca. 4190 m Höhe
mit Gandesh Chhish SE (6340 m), Makrong Chhish (6608 m) und dem Peak 6235

Dies ist der einzige Punkt, von dem beim Anmarsch auch der Makrong Chhish zu sehen ist, der höchste Gipfel dieser Berggruppe.
Der Peak 6235 ist der südöstliche Eckpunkt dieser Gruppe von Sechstausendern zwischen Chogolungma-Gletscher und Hispar-Gletscher.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(102a) Blick bei 75°02'45" in ca. 4200 m Höhe nach Ost-Südosten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Man hat den Bereich am Fuß des Schlussanstiegs zum Basislager erreicht:

(103) Blick aus ca. 4210 m Höhe nach Westen

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(104) Blick aus ca. 4210 m Höhe nach Norden zum Basin-Gletscher

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(105) Blick aus ca. 4210 m Höhe nach Südwesten zu den Vorgipfeln der Laila I

Der Hauptgipfel der Laila I wird auch vom Basislager nicht zu sehen sein; er bleibt durch P 6210 verdeckt.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(106) Blick aus ca. 4220 m Höhe nach Süden

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Um den Pfad hinauf zum Basislager zu erreichen, muss man im Eis des Basin-Gletschers an den Hangfuß queren:

(107) Blick aus ca. 4220 m Höhe nach Südwesten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(108) Am Fuß des Hangs, durch den der Pfad hinauf zum Platz des Basislager führt

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(109) Rückblick im Aufstieg zum Basislager zum Basin-Gletscher

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(110) Blick zum P 6210 am Laila I beim Aufstieg zum Basislager

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(111) Blick kurz vor Erreichen  des Basislagers nach Südwesten zu den Vorgipfeln der Laila I

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden Bilder aus dem Bereich des Basislagers sind im Uhrzeigersinn geordnet, beginnend mit dem Rückblick in Richtung Nordosten:

(112) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Nordosten

Vom Spantik erstrecken sich zwei lange Grate in Richtung Ost-Südosten.
Auf dem südlichen Grat verläuft die Aufstiegsroute zum Gipfel. Im Aufstieg geht also der Blick nach rechts zum nördlichen Grat.
Zwichen den beiden Graten liegt der Basin-Gletscher. Hier sieht man sein steiles Ende, wo er seine Richtung um 270 Grad
von Süd-Südwest auf Ost-Nordost ändert und dann parallel zum Eis des Chogolungma-Gletschers zu Tal fließt.
Der steile Abfall und die die extreme Richtungsänderung führen dazu, dass das Eis stark zerklüftet ist.
Dieses Eis, das weit talauswärts an seinen von Geröll bedeckten Eishügeln erkennbar ist, ist praktisch unbegehhbar.
Aus diesem Grund begibt man sich schon bei Bolocho auf den Strom weißen Eises (im Bild rechts) in Gletschermitte.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(114) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Ost-Südosten

Hier lassen sich nochmals die Gründe für die Routenführungen auf dem Gletscher nachvollziehen.
Ganz links fließt das zerklüftete und von Geröll bedeckte Eis am nördlichen Hangfuß entlang.
Nach rechts schließen sich drei geröllfreie Streifen des Chogolungma-Gletschers an, von denen
die beiden Ströme auf der rechten Seite nur durch eine schwach ausgeprägte Mittelmoräne voneinader getrennt sind.
Der mittlere dieser drei Streifen ist die ideale Wahl. Die Gruppe von Jozef Houben hatte im Aufstieg diesen mittleren Streifen gewählt (Bild Nr. 84a),
im Abstieg den linken Streifen, weil man an der Mündung des Moraine-Tals von links ein Lager beziehen wollte.
Von dort ging man dann wieder zum mittleren Eisstreifen (Bild Nr. 85).

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(115) Tele-Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Ost-Südosten zu Gipfeln am Westrand der Sosbun-Region

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(116) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Südosten

Zwischen den beiden Gipfelketten liegt der Haramosh-Gletscher.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(117) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Süden gegen den langen Ost-Nordostgrat der Laila I

Der Chogolungma-Gletscher fällt hier über eine steilere Stufe in Form eines Eisbruchs ab.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(118) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Südwesten zu den Vorgipfeln der Laila I und zum Baskai (6400 m)

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(119) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Südwesten zu den Vorgipfeln der Laila I, zum Baskai (6400 m)
und zum Massiv des Malubiting

Südlich des Baskai steht die Laila II (6765 m), die man aber nur vom Spantik oder vom Haramosh-Gletscher sieht.
Der Hauptgipfel (7458 m) des Malubiting ist durch den Mittelgipfel verdeckt.
An der Kante des Gefällewechsels zerbricht das Eis des Chogolungma-Gletschers

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(120) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Westen mit den Vorgipfeln der Laila I, dem Baskai (6400 m) und dem Massiv des Malubiting

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden 3 Bilder zeigen Details der vorstehenden Sicht:

(121)  Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Westen  zum Eingang des kurzen Seitentals mit Baskai (6400 m) und Laila II (6765 m)

Dieses Seitental ist extrem lawinengefährdet.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(122) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Westen mit Mittel- und Nordgipfel des Malubiting

Der obere Gletscherboden wartet mit weiteren Eisbrüchen auf.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(123) Blick vom Spantik-Basislager (4400 m) nach Westen zum Pass Polan La ( ca. 5480 m)

Dieser Pass wurde bisher (Stand 2025) nur von einer polnischen Expedition überquert; daher der Name.
Der Zugang ist nicht nur auf dieser Seite von Lawinen bedroht, sondern noch mehr auf der anderen Seite durch Eisbalkone am Malubiting
Der Peak 6350 rechts oben.ist der äußerste Gipfel im Westgrat des Spantik, der am Peak 6450 von dessen Südgrat abzweigt.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Ein weiterer Kameraschwenk nach rechts würde sich gegen den Hang hinauf zum Grat richten und keine Erkenntnisse zur Topografie liefern.

zum Beginn des Abschnitts B

C. Auf dem Spantik (7027 m)

Die Beschreibung der Topografie entlang des Chogolungma Gletschers gibt im vorstehenden Abschnitt
noch keine umfassende Auskunft zur unmittelbaren Umgebung des Spantik. Der Bereich nordöstich dieses Gipfels
war aus der tiefen Lage auf dem Gletscher nur teilweise zu sehen, die Gipfelbereiche von Laila I und Malubiting sind
aus den tiefen Positionen nur teilweise maßstabsgerecht erkennbar und die Laila II hat man noch gar nicht gesehen.
Diese Lücke in der Beschreibung der Topografie am Chogolungma-Gletscher wird in diesem Abschnitt mit Bildern
vom Aufstieg zum Gipfel des Spantik geschlossen.
Noch mehr dazu, also auch die vollständige Rundumsicht vom Gipfel des Spantik, finden sie auf der Seite

Gipfelpanorama vom Spantik (7027 m)

C1 - Region nördlich des Chogolungma-Gletschers

Der erste Gratpunkt in 5075 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik, der vom Basislager in 4400 m Höhe erreicht wird;
eröffnet die neue Sicht tum parallel verlaufende Grat des Spantik jenseits des Basin-Gletschers.

 

(124)  Blick aus ca. 5075 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Osten

Im Vergleich zu Bild Nr. 112 sieht man aus der höheren Position mehr von den Gipfeln an den Tälern Moraine, Sgari Byen und Bolocho.
Hinter den Gipfeln am Horizont liegt der Bereich des Kero Lungma-Gletschers, der in Abschnitt E beschrieben ist.
In einem großen Bereich dieser Gipfel wechseln sich rostbraune, graue und schwarze Gesteinsschichten ab.
Geologen werden die unterschiedlichen Gesteinsfarben mit Interesse zur Kenntnis nehmen.
Ganz links steht der Peak 6230, der schon auf den Bildern Nr. 94, 95 und 102 zu sehen war. Man sieht hier nur seine Spitze.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(125)  Blick aus ca. 5075 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Norden zum nördlichen der beiden Ost-Südostgrate des Spantik

Noch verdecken diese Berge mit Höhen um 5700 m die Gipfel der dahinter stehenden Gruppe von Gandesh- und Makrong Chhish.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(126) Blick aus ca. 5100 m am Ost-Südstgrat des Spantik zum Gipfel

Der Aufstieg erfolgt in Richtung P 6220. Rechts beginnt der parallel verlaufende Grat nördlich des Basin-Gletschers.

Foto: unbekannt, Sept. 2008; Beschriftung: Günter Seyfferth

Vom Lager in ca. 5600 m Höhe vor dem steileren Aufstieg zum P 6220 geben die Blicke nach Nordosten
Aufschluss über die dortige Welt der Sechstausender zwischen Chogolungma-Gletscher und Hispar-Gletscher.
Die folgenden 5 Bilder sind in der Reihenfolge der Betrachtung von links nach rechts geordnet.

(127) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Nord-Nordosten zu den Gipfeln des Men Chhish (6407 m)

Hinter den Gipfeln des Men Chhish ragen die hohen Gipfel des Hispar Muztagh auf.
Die Berge im Vordergrund gehören zur Gipfelkette entlang des Nordrandes des Basin-Gletschers.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(128) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Nordosten zu den Gipfeln des Gandesh Chhish (6575 m)

Hinter dem Grat am Nordrand des Basin-Gletschers sieht man links nochmals den Men Chhish (6407 m)
und dann den Gipfelkamm, der den Men Chhish mit dem P 5760 im Grat über dem Basin-Gletscher verbindet.
Im Tal vor dieses Gipfeln liegt der Gurumbar-Gletscher, der in Richtung Hispar-Gletscher fließt.
Über diesem Kamm sieht man rechts der Bildmitte den Gandesh Chhish (6575 m) und einige seiner Nebengipfel.
Der höchste Gipfel dieser Berggruppe, der Makrong Chhish (6608 m), ist hinter dem Gandesh Chhish I verborgen.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(129) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Ost-Nordosten

 Hier sieht man in Bildmitte den Peak 6230, der schon auf den Bildern Nr. 94, 95 und 102 zu sehen war.
Links und rechts dieses Gipfels sieht man Berge des Hispar Muztagh.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(130) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Osten

Die Gipfelbestimmung ist schwierig, weil man über ein Gipfelmeer blickt, das bis zum K2 (8611 m) reicht.
Zum am nächsten gelegenen Grat jeseits des Basin-Gletschers gehören P 5590 links der Bildmitte und P 5615 rechts der Bildmitte.
Den P 5615 hatte man beim Anmarsch entlang des Chogolungma-Gletschers stets als Vorgipfel des Spantik im Blick, z.B. Bild Nr. 27.
Zu den Bergen östlich des Moraine-Gletschers gehören P 5520, P 5625, P 5505, P 5460 und P 5355.
Dahinter folgt die Bergkette mit Bolocho I bis Bolocho V.
Im Hintergrund stehen Gipfel am Snow Lake und Biafo-Gletscher und schließlich auch noch der K2 (8611 m) in der Baltoro-Region.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(131) Blick aus 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Osten zu den Gipfeln nördlich des Chogolungma-Gletschers

Hier sieht man 4 hintereinander liegende Bergkämme des Bereichs nördlich des Chogolungma-Gletschers:
- vorne den Kamm am Basin-Gletscher
- links mit P 5355 und P 5295 den Kamm zwischen Moraine-Gletscher und Sgari Byen-Gletscher
- den Kamm mit den Bolocho-Gipfeln zwischen Sgari Byen-Gletscher und Bolocho-Gletscher
- den Kamm östlich des Bolocho-Gletschers mit Entok (5790 m) und Arencho (5500 m)

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Panorama wurde aus ca. 6100 m Höhe aufgenommen.
Es umfasst den Bereich der Bilder Nr. 127 bis 131, aber von einem 400 m höher gelegenen Standort:

(132) Panorama-Blick aus ca. 6100 m Höhe am Spantik nach Osten

Im Bereich der hier beschriebenen Region reicht der Blick vom Men Chhish (links) bis zum Shingu Kuru (rechts)
Einzelheiten sind bei den Bildern Nr. 127 bis 131 beschrieben..
Hier ist nun auch der Makrong Chhish (6608 m) zu sehen, der auf Bild Nr. 128 noch verborgen war.
Am Horizont sieht man Gipfel der folgenden Regionen: Hispar Muztagh, Snow Lake, Biafo-Gletscher, Solu-/Sosbun-Gletscher und Baltoro.

Foto: Florian Griesbeck; Beschriftung: Günter Seyfferth

(133) Blick aus ca. 5670 m Höhe am Ost-Südostgrat des Spantik nach Ost-Südosten

Im Hintergrund stehen die Gipfel zwischen der Chogolungma-Region und der Region des Sosbun-Gletschers.
Die braungefärbte Moräne trennt das Eis des Chogolungma-Getschers vom Eis des Haramosh-Gletschers.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

zum Beginn des Abschnitts C1

C2 - Malubiting und Region südlich des Chogolungma-Gletschers

Der Chogolungma-Gletscher hat seinen Ursprung am Fuß des Massivs des Malubiting.
Diesem Massiv kann man sich nur sehr schwer nähern, da das Bollwerk des sehr stark zerklüfteten
oberen Beckens des Chogolungma-Gletschers den Zugang versperrt (Bilder Nr. 122 und 123).
Einen guten Blick zum Massiv des Malubiting bietet aber der Spantik.

Bild Nr. 120 hat das Massiv des Malubiting aus der Höhe des Basislagers gezeigt.
Dort war allerdings der Hauptgipfel nicht zu sehen, verborgen hinter dem Mittelgipfel.
Der Hauptgipfel wird erst beim Aufstieg ab ca. 5400 m Höhe wieder sichtbar.
Während er beim Anmarsch auf dem Chogolungma-Gletscher links des näher gelegenen Mittelgipfels zu sehen war,
taucht er jetzt rechts des MIttelgipfels auf.

(134) Blick aus ca. 5400 m Höhe auf dem Ost-Südostgrat des Spantik nach Westen zum Malubiting (7458 m)

Den Westgipfel (7220 m) des Malubiting hat man bisher aus den tieferen Position noch gar nicht gesehen.

Foto: Heinz Gimm; Beschriftung: Günter Seyfferth

(135) Blick aus ca. 5600 m Höhe auf dem Ost-Südostgrat des Spantik nach Westen zum Malubiting (7458 m)

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(136) Blick aus ca. 6980 m Höhe am Gipfel des Spantik nach Südwesten zum Massiv des Malubiting (7458 m)

Erst aus dieser großen Höhe erkennt man die Anordnung der Gipfel des Malubiting.
Vom Malubiting nach Westen erstreckt sich die Rakakoshi Range mit Yut Sar, den Miar-Gipfeln, dem Diran (7285 m) und dem Rakaposhi (7788 m).
Die Bilder in diese Richtung finden Sie auf der Seite des Gipfelpanoramas des Spantik.
Die Beschreibung der westlich von Malubiting und Spantik gelegenen Region finden Sie hier.
Im Hintergrund links sieht man Nanga Parbat (8125 m) und Haramosh I (7406 m).
Von der Bergkette südlich des Chogolungma-Gletschers sieht man hier den an den Malubiting
 anschließenden Baskai (6400 m) und die Laila II (6765 m), die bisher überhaupt nicht zu sehen war.
Diesen Bereich und die Laila ! zeigt das folgenden Foto.

Foto:  Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

(137) Blick vom Gipfel des Spantik (7027 m) nach  Süden mit Nanga Parbat (8125  m), Haramosh I (7406 m),
Baskai (6400 m), Laila II (6765 m) und Laila I (6986 m)

Während des Anmarsches auf dem Chgolungma-Gletscher war die Laila II nicht zu sehen.
Dieser bisher (2025) unbestiegene Gipfel ist durch hohe Grate mit Laila I und Baskai verbunden.
Im Vordergrund lnks sieht man den 5745 m hohen Gipfel, der während des Anmarsaches
auf dem Chogolungma-Gletschers immer als Vorgipfel direkt vor dem Malubiting-Massiv zu sehen war.
Hier erkennt man, dass er weit vor dem Malubiting steht, von dem Massiv durch einen
der Quell-Gletscher des Chogolungma getrennt.
Das kurze Seitental zwischen diesem Peak und den beiden Laila-Gipfeln ist extrem lawinengefährdet.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Bild zeigt Laila II und Laila I sowie die Fortsetzung des Blicks nach links aus ca. 6220 m Höhe:

(138) Bick aus ca. 6220 m Höhe am Spantik nach Süden
mit Haramosh II (6666 m), Laila I (6986 m), Laila II (6765 m) und Baskai (6400 m)

Zwischen Laila I und Haramosh II liegt der Haramosh-Gletscher.

Foto: Brad Jackson, Aug. 2012; Beschriftung: Günter Seyfferth

Aus der tieferen Position von ca. 5670 m an Ost-Südostgrat zeigt sich dieselbe Szenerie wie folgt:

(139) Blick aus ca. 5670 m Höhe auf dem Ost-Südostgrat des Spantik nach Süden
mit Haramosh II (6666 m), Laila I (6986 m), Laila II (6765 m) und Baskai (6400 m)

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Schwenk um halbe Bildbreite nach links zeigt den langen Nordostgrat des Haramosh II,
zu dessen Füßen der Haramosh-Gletscher liegt.

(140) Blick aus ca. 5670 m Höhe auf dem Ost-Südostgrat des Spantik nach Süd-Südosten zum Nordostgrat des Haramosh II (6666 m)

Im Vordergund geht der Blick gegen den Nordostgrat der Laila I.

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der nochmalige Kameraschwenk nach links erfasst die Berge am Südrand des Chogolungma-Gletschers:

(141) Blick aus ca. 5670 m Höhe auf dem Ost-Südostgrat des Spantik nach Ost-Südosten

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Sicht in die Richtung der vorstehenden 2 Blder, aber vom Gipfel des Spantik,
lässt etwas mehr von der Struktur der Berge am Südrand des Chogolungma-Gletschers erkennen:

(142) Panorama-Blick vom Gipfel des Spantik nach Südosten zur Bergkette südlich des Chogolungma-Gletschers
mit Berginsho (5830 m), Kapaltang Kun (6237 m) und Paraber (6315 m)

Foto: Inna Yagudina, Juli 2018; Beschriftung: Günter Seyfferth

zum Beginn des Abschnitts C2

zum Beginn des Abschnitts C

D. Haramosh-Gletscher, Haramosh La, Mani-Gletscher, Indus

Die meisten Bergsteiger oder Trekker, die von Osten entlang des Chogolungma-Gletschers bis zum Bereich des Spantik heraufgekommen sind, verlassen die Region auf demselben Weg. Eine Alternative für das Verlassen der Region ist der Trek vom Chogolungma-Gletscher nach Südwesten über den Haramosh-Gletscher zum Haramosh La (5150 m) , der Abstieg vom Haramosh La an den Nordrand des Mani-Gletschers und der weitere Abstieg durch das Tal des Barche Gah hinunter an den Indus.

Wer diese Route wählt, muss wissen, dass sie wesentlich gefährlicher ist, als die Route entlang des Chogolungma-Gletschers. Der obere Haramosh-Gletscher weist gefährliche Spalten auf, die oft unter einer Schneedecke verborgen sind. Erfahrung mit solchen Verhältnissen und die entsrechende Ausrüstung sind unverzichtbar. Der Westabhang des Haramosh La ist sehr steil, so dass der Abstieg bei Schneeauflage oder Vereisung ohne Seilsicherung sehr gefährlich sein kann - besonders für Träger mit schweren Lasten auf dem Rücken.

Als Variante für den Zugang zum Chogolungma-Gletshcer kommt diese Route nicht in Frage, da auf relativ kurze Strecke vom Indus bei Sassi (1400 m) bis zum Pass (5150 m) 3750 Höhenmeter zu überwinden sind. Dies bedingt, dass man wegen der Erfordernisse für eine gute Akklimatisation mehr Übernachtungen einplanen muss, als aus Gründen der Entfernung notwendig wären. Im steinschlaggefährdeten Schlussanstieg ab ca. 3900 m sind aber solche Lager gar nicht möglich. Den schwierigsten und gefährlichsten Abschnitt über 1200 Höhenmeter ab dem Kutwal Lake müsste man also ohne ausreichende Akklmatisation bewältigen.

Die Erstbesteiger des Haramosh I wählten zwar diesen kurzen, aber problematischen Zugang vom Indus herauf, das sollte aber niemand zur Nachahmung verleiten. Auf dieser Route vom Indus herauf kann man durchaus ein ungegefährliches Trekking bis zum Mani-Gletscher in 3350 m Höhe unter der imposanten Nordwand des Haramosh I (406 m) durchführen, nicht aber die Überschreitung des Haramosh La, um den Chogolungma-Gletscher zu erreichen.

Das folgende Luftbild vermittelt eine Übersicht über die Lage des Haramosh La zwischen Haramosh-Gletscher und dem Tal des Mani-Gletschers unter der Nordwand des Haramosh I:

 (143) Luftbild des oberen Haramosh-Gletschers mit den Haramosh-Gipfeln aus nordöstlicher Richtung

Der Passübergang Haramosh La (5150 m) ist rechts der Bildmitte markiert.
Dieses Foto macht zunächst einmal deutlich, dass auf dem Haramosh-Gletscher Seilsicherung erforderlich ist.
Rechts des Haramosh La liegt tief unten der Mani-Gletscher. Die Erstbesteiger des Haramosh I kamen im Jahr 1958
aus dieser Tiefe herauf zum Pass und gingen dann die lange Route über die Mani-Peaks und den Ostgrat des Haramosh I.
Dieses Foto klärt auch auf, wie es östlich und südlich des Haramosh II aussieht. Man sieht in die Ostflanke des Berges
und in die südlich des Khotia Lungma-Gletschers stehende Nordwand des Massivs des Peak 5980.
Auch der Korang Kar (6070) ist eine "Entdeckung" dank dieses Fotos. Hinter diesen Gipfeln liegt das Indus-Tal.
Der Nanga Parbat (8125 m) steht weit entfernt jenseits des Indus-Tals.

Foto: Archiv Jacek Wiltosinski; Beschriftung: Günter Seyfferth

Wer von Osten entlang des Chogolungma-Gletschers heraufgekommen ist, biegt erst bei etwa 75°03' östlicher Länge
nach Südwesten in das Tal des Haramosh-Gletscher ein, und zwar zum Hang am westlichen Rand des Gletschers unter dem Peak 4650.
Bild Nr. 81 zeigt diesen Bereich, wo man den Chogolungma-Gletscher in Richtung Südwesten verlässt, Das Bild sei hier wiederholt:

(144) Blick bei 75°03'30" nach Südwesten zum Haramosh-Gletscher mit Haramosh I (7406 m) und Laila I (6986 m)

Der Blick geht entlang des Haramosh-Gletschers. An dessen oberen Ende befindet sich der Haramosh La (5150 m).
Dieser Blick gibt gute Hinweise für Trekker, die den Haramosh La erreichen wollen.
Der untere Haramosh-Gletscher ist stark zerklüftet. Einfacher ist der Pfad im Hang rechts des Gletschers.
Auf diesem Pfad erreicht man die im Bild sichtbare Kante des Gefällewechsels des Gletschers; erst dort wird der Gletscher betreten.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden Aufnahmen wurden bereits vom Pfad im Hang rechts des Gletschers aufgenommen:

(145) Rücblick vom Hang westlich des unteren Haramosh-Gletschers nach Ost-Nordosten

Der Blick geht zu den Tälern des Sgari Byen- und des Bolocho-Gletschers jenseits des Chogolungma-Gletschers.
Der untere Haramosh-Gletscher ist praktisch unbegehbar.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(146) Blick vom Hang westlich des Haramosh-Gletschers zum gegenüber liegenden Hang

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Eine Position am höher liegenden Teil des Hangwegs ermöglicht eine bessere Sicht zu den Bergen am Nordrand des Chogolungma-Gletschers:

(147) Rückblick vom Hang westlich des unteren Haramosh-Gletschers nach Nordosten

Auf dem Chogolungma-Gletscher vor dem Tal des Sgari Byen-Gletschers sieht man die Moräneninsel von Bild Nr. 78.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(148) Blick vom Hang westlich des unteren Haramosh-Gletschers nach Südwesten zum Gipfel der Laila I (6986 m)

Der Blick geht steil nach oben. Links erkennt man Hängegletscher in der Steilwand. Diese Gletscher reichen hinunter bis zum Haramosh-Gletscher
und schicken ihre Eislawinen dorthin. Vor diesem Bereich endet der Pfad am Hang, d.h. man betritt kurz vor dieser Lawinenzone den Haramosh-Gletscher.
Ganz entziehen kann man sich dem Gefahrenbereich aber nicht, d.h. man wird die Passage unterhalb der Hängegletscher möglichst zügig hinter sich bringen.
 Bild Nr. 150 zeigt die frische Spur einer Eislawine auf dem Haramosh-Göetscher.

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

(148) Blick vom Pfad im Hang unter der Laila I nach Süden auf den oberen Haramosh-Gletscher
mit Haramosh La (5150 m) und Haramosh I (7406 m)

In ca. 4600 m Höhe beginnt der flachere Bereich des oberen Haramosh-Gletschers.
Spalten erzwingen zwar manche Umwege, aber die Eisflächen dazwischen sind gut begehbar.
Eine Auflage mit Neuschnee, unter der sich Spalten verbergen können, kann selbst im Sommer schon hier beginnen,
oft aber muss erst ab ca. 5000 m Höhe damit gerechnet werden.
Aber schon bei diesem Foto aus dem Jahr 2011 muss auf die Anmerkungen nach Bild Nr. 149 verwiesen werden:
Das Gletschereis ist hier inzwischen bereits erheblich abgeschmolzen; siehe folgendes Bild.

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

(149) Blick aus ca. 4530 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Südwesten mit Haramosh I (7406 m)

Diese Mulde des Gletschers oberhalb des Eisbruchs gab es im Jahr 2011 (Bild Nr. 148) noch nicht.
An dieser Stelle beginnt die Zone, in der von rechts oben Eislawinen aus den beiden Hängegletschers der Laila I drohen. sieht BIld Nr., 150.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Bilder Nr. 149 und 150, die Im Sommer 2023 entstanden sind, zeigen denselben Gletscherbereich,
den auch Bild Nr. 148 zeigt, entstanden im Sommer 2011. Der Vergleich zeigt auf, dass der Gletscher hier viele Meter an Dicke verloren hat. Auf Bild Nr. 148 aus dem Jahr 2011 zeigt sich die MIttelmoräne in der Nähe des linken Bildrandes nur als dünne Auflage mit Geröll auf dem Eis, ohne dass sie sich aber über die benachbarten Eisflächen erhebt. Auf Bild Nr. 149 aus dem Jahr 2023 hingegen erhebt sie sich schon deutlich als geröllbedeckter Eisrücken über das Höhenniveau der banchbarten Gletscherfläche. Das Geröll schützt das Eis vor der Sonneneinstrahlung. Im ungeschützten Bereich daneben ist das Eis deutliich stärker abgetaut als unter dem Geröll des Moränenstreifens. Diese Moräne wird sich in Zukunft noch deutlicher ausbilden. d.h. unter ihrem Geröll wird das Eis langsamer abtauen als im ungeschützten Bereich daneben.

Vor Beginn der Klima-Erwärmung taute die dicke Neuschneeauflage des Winters noch nicht bis auf die feste Oberfläche des Eises ab; das feste Eis blieb ebenso geschützt wie das Eis unter dem Geröll. Die Grenze, wo sich die Eisbildung durch Neuschnee-Auflage und das Abtauen des Eises durch dessen Bewegung talabwärts die Waage hielten, hat sich in größere Höhen verlagert - etwa dorthin, wo Bild Nr. 150 entstanden ist.

Diese Veränderungen auf der Oberfläche des Gletschers sind die Erklärung dafür, dass die Fotos aus dieser Zone, zwischen denen sich 12 Jahre der Klimaerwärmung  stattgefunden haben, hinsichtlich des jeweiligen Vordergrunds nicht miteinander vergleichbar sind. Es ist zu befürchten; dass der Übergang vom Hangweg auf den Gletscher schwieriger wird.

(150) Blick aus ca. 4600 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Süden mit dem Mani Peak (6685 m)

Man steht vor den noch relativ frischen Trümmern einer Eislawine, die der zweite Hängegletscher der Laila I zu Tal geschickt hat.
Der Hängegletscher am gegenüber liegenden Hang kommt aus der Südflanke des Haramosh II (6666 m).
Der Mani Peak besteht aus 3 Gipfeln. Der Grat nach rechts verbindet ihn mit dem Haramosh I.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; ; Beschriftung: Günter Seyfferth

(151) Rückblick aus ca. 4630 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordosten
zu den Gipfeln im Bereich der Seitentäler des Moraine-Gletschers und des Sgari Byen-Gletschers

Mit weiterem Höhengewinn wird man die höchsten Gipfel des Hispar Muztagh auftauchen sehen wie hier den Kanjut Sar (7760 m).

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

(152) Blick aus ca. 4630 m Höhe nach Südwesten zum Haramosh I (7406 m)

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

(153) Tele-Blick aus ca. 4660 m Höhe nach Nordosten zum Kanjut Sar (7760 m) und Bolocho I (5850 m)

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

(154) Blick aus ca. 4660 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Süden zum Mani Peak (6685 m) und Haramosh La (5150 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(155) Blick aus ca. 4660 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordwesten zur Laila I

Der Hauprgipfel der Laila I ist nicht zu sehen. Der Blick geht zum südlichen der beiden Hängegletscher in der Südostflanke des Berges

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

In ca. 4800 m Höhe mündet von Westen ein kurzes Seitental mit einem Gletscher,
der unter dem Grat zwischen Laila III (6375 m) und Laila II (6765 m) beginnt.
Ab diesem Punkt kommt auch wieder der Hauptgipfel der Laila I in Sicht:

(156) Blick aus ca. 4800 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordwesten mit Laila II (6765 m) und Laila I (6986 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(157) Blick aus ca. 4800 m Höhe aus dem Haramosh-Gletscher nach Nordosten
mit Gandesh Chhish (6575 m), Makrong Chhish (6608 m), Kunyang Chhish (7852 m) und Pumari Chhish (7492 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(158) Blick aus ca. 4800 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Südosten

Dieser Doppelgipfel am Ostrand des Gletschers steht zwischen Haramosh II und Mani Peak.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(159) Blick aus ca. 4800 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Süden zum Mani Peak (6685 m) und Haramosh La (5150 m)

Vor dem Haramosh La wird man in eine spaltenreichere Zone des Gletschers kommen.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(160) Blick aus ca. 4840 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordwesten mit Laila II (6765 m) und Laila I (6986 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(161) Tele-Blick aus ca. 4840 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordwesten zu Laila II (6765 m) und Laila I (6986 m)

Vom Chogolungma-Gletscher hat man die Laila I mit ihrer makellos schönen Gipfelform gesehen (Bild Nr. 81);
dieser Form vedankt der Berg seinen Namen "Die Schöne". Hier, aus dieser anderen Richtung, erblickt man eine ganz andere Gipfelform.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Blickt man aus diesem Bereich des Haramosh-Gletschers steil nach oben zum Haramosh II,
so ist auch dieser Gipfel, der sich auf Bild Nr. 140 mit einer kühnen vergletscherten Spitze zeigt, nicht wiederzuerkennen:

(162) Blick aus ca. 4930 m  Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Osten zum Haramosh II (6666 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Am oberen Haramosh-Gletscher befindet man sich in einer beeindruckenden Welt aus Eis und Schnee.
Man mag kaum glauben, dass nur wenige Kilometer weiter im Südwesten das wüstenhafte und heiße Industal liegt.

(163) Blick aus c.a 4930 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Süden zum Mani-Peak (6685 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(164) Blick aus da. 4930 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordosten
mit Gandesh Chhish (6575 m), Makrong Chhish (6608 m), Kunyang Chhish (7852 m) und Pumari Chhish (7492 m)

Links sieht man die Einmündungen der beiden Hängegletscher in der Wand der Laila I in den Haramosh-Gletscher.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Man gelangt nun in den Bereich des Gletschers mit größeren Verwerfungen.

(165) Blick aus ca. 4970 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher zum Mani Peak (6685 m)

Der Haramosh La befindet sich am Ende des nach links auslaufenden Grats des Peak 5540 - hier nicht direkt sichtbar.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(166) Rückblick aus ca. 5000 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Nordosten zum Haramosh II (6666 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(167)  Blick aus ca. 5100 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher nach Süden

Der Pass liegt außerhalb des rechten Bildrandes; siehe nächstes Bild.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(168) Blick aus ca. 5120 m Höhe auf dem Haramosh-Gletscher zum Mani Peak (6685 m) und Haramosh La (5150 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden Bilder wurden vom Haramosh La aufgenommen.
Sie sind in der Reihenfolge gemäß Uhrzeigerrichtung geordnet,
beginnend mit dem Panorama-Rückblick nach Nordosten

(169) Panorama-Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Nordosten entlang des Haramosh-Gletschers
mit Laila I (6986 m), Disteghil Sar (7885 m), Gandesh Chhish (6575 m), Kunyang Chhish (7852 m), Makrong Chhish (6608 m) und Haramosh II (6666 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden 4 Bilder sind Detailaufnahmen zu vorstehendem Foto:

(170) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Norden zur Laila I (6986 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyffert

(171) Tele-Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Nord-Nordosten
mit Disteghil Sar (7885 m), Gandesh Chhish (6575 m), Kunyang Chhish (7852 m), Makrong Chhish (6608 m) und Pumari Chhish (7492 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(172) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Nordosten
mit Disteghil Sar (7885 m), Gandesh Chhish (6575 m), Kunyang Chhish (7852 m), Makrong Chhish (6608 m) und Haramosh II (6666 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(173) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Ost-Nordosten zum Haramosh II (6666 m) und zum Peak 6340

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Rundum-Blick setzt sich fort mit dem Blick zum südlichen Rand des Haramosh-Gletschers:

(174) Blick vom Haramosh La (5150 m) zum südlichen Rand des Haramosh-Gletschers

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(175) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Süden zum Mani Peak (6685 m)

Nach rechts hinunter geht der steile Abstieg zum Kutwal Lake am Nordrand des Mani-Gletschers.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(176) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Südwesten zum Mani Peak (6685 m) und Haramosh I (7406 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(177) Blick vom Haramosh La (5150 m) in die eisgepanzerte Nordwand des Haramosh I (7406 m)

Dort kann man oft niedergehende Lawinen beobachten.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(179) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Westen ins Tal des Mani-Gletschers

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

(180) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Westen mit dem Bilchhar Dobani (6134 m)

Man hat hier den südwestlichen Rand des Karakorum vor Augen.
Der Abstieg führt ins Tal des Barche Gah und nach links zum Indus.
Die Abstiegsroute bleibt außerhalb des Nordrands des Mani-Gletschers.
Ab ca. 3600 m verläuft der Pfad im grünen Weideland der Alm.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(181) Tele-Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Westen zum Bilchhar Dobani (6134 m)

Dieser Berg steht südlich des Diran (7285 m) in der Rakaposhi Range.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(182) Blick  vom Haramosh La (5150 m) nach Nordwesten
mit Bilchhar Dobani (6134 m), Rakaposhi (7788 m), Laila III (6375 m), Malubiting (7458 m) ud Laila II (6765 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(183) Blick vom Haramosh La (5150 m) nach Nord-Nordwesten zu Laila III (6375 m) und Laila II (6765 m)

Der Grat im Vordergund verläuft von der Laila III zum nicht sichtbaren Peak 5630.
Hinter dem Grat liegt das Seitental des Haramosh-Gletschers, das Bild Nr. 160 zeigt.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die ersten ca. 1000 Höhenmeter des Abstiegs vom Pass sind eine ernst zu nehmende Herausforderung.
Der Hang ist sehr steil. Zunächst steigt man in zerklüftetem Fels ab, dann in Schnee-Couloirs.
Je nach Witterung können die Felsen von Eis überzogen und der Schnee in den Couloirs gefroren sein.
Die Sicherheit der Träger mit schweren Lasten auf dem Rücken wird ausschlaggebend dafür sein, welche Sichderungsmaßnahmen zu ergreifen sind.

(184) Haramosh La (5150 m)

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011

(185) Mit Seil gesicherter Abstieg im zerklüfteten Fels unterhalb des Passes

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011

Das folgende Bild zeigt die Verhältnisse im oberen Bereich der Westflanke des Haramosh La an dem Tag des Jahres 2011,
an dem auch die vorstehenden Bilder Nr. 184 und 185 entstanden sind:

(186) Blick in den oberen Bereich der Westflanke des Haramosh La im Juli 2011

Foto: Florian Griesbeck, Juli 2011; Beschriftung: Günter Seyfferth

Den Zustand der Westflanke des Haramosh-La im Sommer 2023 zeigt das folgende Bild:

(187) Rückblick aus ca. 3600 m Höhe im Abstieg vom Haramosh La zum Pass

An dieser Stelle hat man sich nach 1550 m steilen Abstiegs eine Rast redlich verdient.
Die grüne Terrasse lädt ein zum Studium der wilden Gebirgslandschaft von Mani Peak und Haramosh I.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(188) Blick aus ca. 3600 m Höhe im Abstieg vom Haramosh La zum Mani-Gletscher und zum Mani Peak (6685 m)

Ziemlich erschöpft hat man sich nach dem langen und gefährlichen Abstieg niedergelassen und sich der Schuhe entledigt.
Die großer Erleichterung war sowohl bei den Verantwortlichen der Trekking-Gruppe als auch bei den Trägern zu spüren.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(189) Blick aus ca. 3600 m Höhe im Abstieg vom Haramosh La zum Mani Peak (6685 m) und Mani-Gletscher

Oben hat frischer Neuschnee den braunen Staub auf dem Gletscher zugedeckt.
Nach unten scheint statt Schnee Regen gefallen zu sein, der aber den düsteren Eindruck des Gletschers nicht verändern konnte.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(190) Blick aus ca. 3600 m Höhe im Abstieg vom Haramosh La zum Haramosh I (7406 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Mit zunehmender Entfernung von der Steilwand des Passes tauchen über dem Haramosh La
der Haramosh II (6666 m) und weitere Gipfel am Ostrand des Haramosh-Gletschers auf:

(190) Blick aus ca. 3500 m Höhe auf der Alm am Mani-Gletscher nach Osten zum Haramosh La (5150 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Alm am Nordrand des Mani-Gletschers erstreckt sich über eine Länge von ca. 9 km talabwärts bis in ca. 3000 m Höhe,
wo sich die Täler des Baskai-Gletschers und des Mani-Getschers vereinigen.
Auf der Wanderung geht der Blick zunächst meist nach Süden in die mächtige Nordwand des Haramosh I,
die 4000 m hoch in den Himmel ragt. Das ist das 2,2-fache der Höhe der berühmten Eiger-Nordwand.
Die mit Hänge-Gletschern gepanzerte Wand schickt des öfteren Eislawinen in die Tiefe.
Man sollte also stets den Fotoapparat bereit halten. Der Kutwal-See in 3310 m Höhe
ist ein besonders schöner Vordergund für Bilder, die den spektakulären Kontrast zwischen wilder und gefährlicher Natur
und der lieblich wirkenden Almlandschaft dokumentieren. Die hohe Wand lässt sich aus der geringe Entfernung
allerdings nur mit Weitwinkel erfassen, wodurch die wahren Dimensionen auf dem Foto nur eingeschränkt zur Geltung kommen.

(192) Blick vom Kutwal Lake in 3310 m Höhe am Mani-Gletscher nach Süden zum Haramosh I (7406 m)

Foto: Pakistan Highlands, flickr.com

Mit Glück und etwas Geduld gelingt vielleicht ein Schnappschuss mit Lawine:

(193) Lawine in der Nordwand des Haramosh I (7406 m)

Foto: Pakistan Highlands, flickr.com

Da der Mani-Gletscher am Fuß des Haramosh I tiefer liegt als der Kutwal Lake;
liefert nur ein Foto von der Randmoräne das Bild mit der vollen Wandhöhe:

(194) Blick von der Randmoräne des Mani-Gletschers nach Süden in die Nordwand des Haramosh I (7406 m)

Foto: junedekhan, flirck.com,Juni 2006

(195) Blick vom Kutwal Lake (3310 m) nach Süden bis Südwesten
mit dem Haramosh I (7406 m) und seinem Westgrat

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(196) Blick vom Kutwal Lake (3310 m) nach Südwesten zum Westgrat des Haramosh I

Foto: Pakistan Source

Ab dem Kutwal Lake wendet sich die Richtung des Tals von West auf Nordwest:

(197) Blick vom Kutwal Lake (3310 m) nach West-Nordwesten zum Massiv des Bilchhar Dobani (6134 m)

Der Bilchhar Dobani ist der südwestlichste Sechstausender des Karakorum.
Die Beschreibung dieser Region finden Sie hier.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(198) Blick aus ca. 3300 m Höhe westlich des Kutwal Lake zum Westgrat des Haramosh I

Im Vordergrund geht der Blick gegen die Rückseite der Randmoräne des Mani-Gletschers.

Foto. Florian Griesbeck, Juli 2011, Beschriftung: Günter Seyfferth

(199) Blick aus ca. 3250 m Höhe im westlichen Bereich der Alm nach Südosten zum Haramosh I (7406 m)

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Bis in ca. 3000 m Höhe führt der Abstieg durch die freundlich wirkende Landschaft der Alm,
deren Grasflächen von kleineren Gruppen von Nadelbäumen unterbrochen sind.
Solche Verhältnisse der Landschaft, in der sich genussvoll und gemächlich zu Tal wandern lässt,
wünscht man sich bis hinterunter zum Ufer des Indus.
Diese Idylle endet aber abrupt direkt unter dem Ende der Alm; wo die Schmelzwasser
von Mani-Gletscher und Baskai-Gletscher 400 m tiefer in einem engen und fast vegetationslosen Taleinschnitt aufeinandertreffen.
Deshalb sollte man sich vor dem Eintritt in diese unfreundliche Welt des Tals des Barche Gah unbedingt am Ende der Alm
nochmals die Zeit für den letzten Blick zurück zum Mani Peak und Haramosh I gönnen.

(200) Blick  vom unteren Ende der Alm am Mani-Gletscher in ca. 3050 m Höhe nach Südosten zum Mani Peak (6685 m)

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com, Juli 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

(201) Blick  vom unteren Ende der Alm am Mani-Gletscher in ca. 3050 m Höhe nach Südosten zum Haramosh I (7406 m)

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com, Juli 2017


(202) Tele-Blick  vom unteren Ende der Alm am Mani-Gletscher in ca. 3050 m Höhe nach Südosten zum Gipfel des Haramosh I (7406 m)

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com, Juli 2017

(203) Blick bei Sonnenuntergang vom unteren Ende der Alm am Mani-Gletscher in ca. 3050 m Höhe nach Südosten zum Gipfel des Haramosh I (7406 m)

Foto: Muhammad Ikram Malkera, flickr.com, Juli 2017

Am unteren Ende der Alm öffnet sich der Blick nach Norden in die Südwand des Malubiting:

(204) Blick aus ca. 3050 m Höhe am unteren Ende der Alm nach Norden zu den Gipfeln des Malubiting (7458 m)

Der Blick geht ins Tal des Baskai-Gletschers.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die Zungen von Mani-Gletschers und Baskai-Gletscher enden kurz vor der Vereinigung der beiden Täler.
Die Almfläche läuft spitz zwischen den beiden Taleinschnitten aus; sie ist dort die Oberfläche der
beiden aufeinander treffenden Randmoränen. In Form des Barche Gah fließen die Schmelzwasser der beiden Gletscher nach Westen.
Im engen Tal gibt es am Südhang zunächst eine schmale Terrasse hoch über dem Fluss, die teilweise bewirtschaftet wird.
Um den Beginn der Terrasse zu erreichen, muss die Zunge des Mani-Gletschers
gequert werden, was mit einem mühsamen Ab- und Aufstieg an den beiden Randmoränen verbunden ist.
Auf dem folgenden Foto hatte der Fotograf diese Querung gerade hinter sich gebracht:

(205) Blick aus ca. 2800 m Höhe am Südhang des Tals des Barche Gah nach Nordosten zum Malubiting (7458 m) und Baskai (6400 m)

Im Baskai-Tal blickt man gegen die Zunge des Baskai-Gletschers.
Im Vordergrund blickt man gegen die nördliche Randmoräne des Mani-Gletschers,
auf der die Fläche der Alm in einer Spitze ausläuft.

Foto: Pakistan Highland, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Vom Beginn der Terrasse am Südhang des Tales kommen auch die Laila-Gipfel in Sicht:

(206) Blick aus ca. 2750 m Höhe am Südhang des Tals des Barche Gah nach Nordosten zu Laila II (6765 m), Laila I (6986 m) und Laila III (6375 m)

Foto: Pakistan Highland, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Bald beschränkt sich die Sicht auf den Blick entlang des Tals des Barche Gah.
Der Pfad führt von der erwähnten Terrasse hinunter zum Talgrund (siehe folgendes Bild).
Am Nordhang gibt es bald nur noch sehr spärlichen Bewuchs. Der weniger der Sonnenstrahlung ausgesetzte Südabhang bleibt länger grün.
Das folgende Foto wurde bei 75°48' östlicher Länge vom Talgrund des Barche Gah in Richtung Osten aufgenommen:

(207) Blick aus ca. 2170 m Höhe am Barche Gah nach Osten

Der Pfad führt ab hier zunächst entlang des Nordufers des Flusses bis 75°46°35'.

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Bei 75°46°35' in ca. 2030 m Höhe, wechselt der Pfad zum Südufer und führt in Serpentinen am Südhang wieder ca. 150 Höhenmeter aufwärts.
Nach kurzer Strecke auf dem Hangweg wird der Talausgang erreicht, wo der Barche Gah in den von Norden kommenden Phuparash Gah mündet
Dort beginnt in ca. 2075 m Höhe die langegestreckte Terrasse der Ortschaft Dache hoch über dem Phuparash Gah am Osthang des Tals (Bild Nr. 209).
In dem Ort kann man sich einem geländegängigen Auto anvertrauen, in dem man auf einer abenteuerlichen Piste hinunter nach Sassi am Indus chauffiert wird.
Die Piste führt zunächst hinunter zum Phuparash Gah in ca. 1575 m Höhe und sofort wieder hinauf auf den schmalen Höhenrücken
zwischen Phuparash Gah und Darchan Gah. Dort entstand das folgenden Foto in Richtung Indus-Tal:

(208) Blick aus ca. 1850 m Höhe auf dem Höhenrücken zwischen Phuparash Gah (links) und Darchan Gah (rechts) nach Süden zum Indus

Der Fotograf hatte eine Aussichtspunkt erstiegen, von dem aus er sowohl auf die Fahrpiste hinunter blicken konnte
als auch bis zum Talgrund des Indus bei Sassi.
Man befindet sich im Bereich des Tals, das einen wüstenhaften Charakter aufweist.
Vegetation gibt es fast nur noch auf künstlich bewässerten Flächen.
So wird es auch talabwärts am Indus bleiben und solange der Fluss zwischen hohen Bergen fließt,
also auch am Nanga Parbat, der auf der Straße talabwärts bald erreicht wird.
Talaufwärts führt die Straße nach Skardu, dem Ausgangspunkt für Unternehmungen im mittleren und östlichen Karakorum.

Foto: Efrem Ferrari, GoogleEarth; Beschriftung: Günter Seyfferth

Von der Piste auf dem Höhenrücken zwischen den beiden Tälern entstand das folgende Foto mut Rükblick nach Dache:

(209) Rückblick aus ca. 1750 m Höhe Nord-Nordosten mit der Ortschaft Dache und der Mündung des Tals des Barche Gah

Welch ein Kontrast zu den frischen Farben, die man noch vor einigen Stunden zwischen den hohen Gipfeln erleben durfte!

Foto: Adnan Alan Awan, GoogleEarth; Beschriftung: Günter Seyfferth

(210) Blick aus ca. 1650 m Höhe auf dem Höhenrücken zwischen Phuparash Gah und Darchan Gah nach Süden zum Indus

Foto: Derek Boniecki, Juli 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

zum Beginn des Abschnitts D

E. Nushik La (5000 m), Kero Lungma-Gletscher, Kero Lungma-Tal

Im Bereich zwischen dem mittleren Hispar-Gletscher und dem unteren Chogolungma-Gletscher liegt das Tal des Kero Lungma. Ab dem Pass Nushik La in 5000 m Höhe bis auf 4700 m ist das Tal nach Süden gerichtet und ab dort nach Südosten. In ca. 3700 m Höhe endet der Kero Lungma Gletscher, in 3500 m Höhe mündet von Ost-Nordosten das Tel des Hucho Alchori-Gletschers, dessen Zunge kurz vor der Talmündung liegt. Ab diesem Punkt wendet sich das Tal nach Süden in Richtung Arandu vor der Zunge des Chogolungma-Gletschers. Auf dem Luftbild Nr. 5 ist der Einzugsbereich dieses Tales sehr gut zu erkennen.

Von Norden führt der Weg zum Nushik La zunächst am Nordrand des Hispar-Gletschers entlang, d.h auf der Trekking-Route zwischen Hispar und dem Hispar La. Aus dem Bereich gegenüber der Mündung des Haigutum-Gletschers ist dann der Hispar-Gletscher in Richtung des Haigutum-Gletschers zu queren. Ist man vom Hispar La gekommen, so ist es sinnvoll, bereits aus der Querung des Yutmaru-Gletschers auf dem Hispar-Gletschers in Richtung Haigutum-Gletscher zu gehen. So ging auch der Fotograf der Bilder, Jozef Houben, mit seiner Trekking-Gruppe. Im Sommer 2023 kam er vom Hispar La und erstieg den Nushik La von Norden - eine durchaus anspruchsvolle Unternehmung.

Die Einheimischen benutzen den Pass nicht mehr, seit man per Automobil zwischen Skardu am Indus und dem Hunza-Tal pendeln kann.

 Die Beschreibung der Region mit den Sichten von der Querung des Hispar-Gletschers und von der Ersteigung des Nushik La vom Haigutum-Gletscher  finden Sie hier..

Die Trekkinggruppe von Jozef Houben, von dem auch die Fotos in diesem Abschnitt der Beschreibung stammen, stieg dann vom Nushik La durch das Tal des Kera Lungma nach Arandu vor der Zunge des Chogolungma-Gletschers ab. Die folgende Beschreibung ist also gemäß dieses Abstiegs vom Nushik La geordnet.

Vom Nushik La verläuft das Tal zunächst nach Süden und ab ca. 4700 m Höhe in Richtung Südosten. Bis zu diesem Richtungswechel erfolgt der Abstieg auf dem Gletscher, dort quert man dann aber in den Hang nördlich des Gletschers. Die von Norden einmünden Nebengletscher erreichen das Eis des Kero Lungma-Gletscher nicht mehr, so dass sie im Hang vor deren Stirnmoräne gequert werden können. In ca. 3700 m Höhe endet der Kero Lungma-Gletscher. Etwa 200 m tiefer wendet sich das Tal nach Süden in Richtung Arandu. Dort, in ca. 3500 m Höhe, mündet von Ost-Nordosten das Tal des Hucho Alchori-Gletschers, dessen Zunge man wenig talaufwärts sieht.

Der niedrigste Punkt in dem Grat, auf dem Nushik La liegt, ist ca. 5000 m hoch.
Mit dieser Höhe ist der Pass in der Landkarte vermerkt. Im Jahr 2023 war aber dieser Punkt von Norden
wegen sehr ungünstiger Eisverhältnisse nicht erreichbar. Es musste zu einem ca. 50 m höheren Punkt
östlich des Passes aufgestiegen werden. Von diesem höheren Punkt wurde das folgende Foto aufgenommen.

(211) Blick aus ca. 5050 m Höhe östlich des Nushik La nach Süd-Südwesten
zu den Gipfeln am Westrand des oberen Kero Lungma-Gletschers

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(212) Blick aus ca. 4980 m Höhe auf dem oberen Kero Lungma-Gletscher nach Süden

Vor den Gipfeln in Bildmitte wendet sich der Gletscher in Richtung Südosten.
Hinter den Gipfeln in Bildmitte bis zum rechten Bildrand liegt der Einzugsbereich des Bolocho-Gletschers.
Das Tal des Bolocho-Gletschers ist eines der nördlichen Seitentäler des Chogolungma-Gletschers.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

In ca. 4700 m Höhe quert man vom Gletscher in den Nordabhang des Kero Lungma-Tals.
Nach der Passüberquerung ist dies die sehnlichst erwartete Möglichkeit, ein Nachtlager
außerhalb des Gletschers errichten zu können, wo die Kälte des Eises allzu schnell in den Schlafsack kriecht.

(212) Blick aus ca. 4670 m Höhe am Nordhang des Kera Lungma-Tals nach Westen

Hinter diesen Gipfeln liegt der obere Bolocho-Gletscher.
Das Wetter verschlechterte sich, aber für kurze Momente war auch der höchste der Bolocho-Gpfel zu sehen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Bild reicht etwas weiter nach links:

(213) Blick aus ca. 4670 m Höhe am Nordhang des Kero-Lungma-Tals nach West-Nordwesten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(214) Blick aus ca. 4670 m Höhe am Nordhang des Kero-Lungma-Tals nach Südosten

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(215) Blick aus ca. 4670 m Höhe am Nordhang des Kero-Lungma-Tals nach Nordosten

Der Blick geht in Richtung der langen Gipfelkette zwischen Hispar-Gletscher und Kero Lungma-Gletscher,
hier zum Bereich der Gipfel 5600 und 5625 östlich des Nushik La.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(216) Blick aus ca. 4650 m Höhe am Nordhang des Kero-Lungma-Tals nach Osten

Man ist soeben vom Lager in 4670 m Höhe aufgebrochen.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Regenwolken verhüllten zeitweise die Berge, so dass erst am Nachmittag und ca. 1000 m tiefer wieder die Konturen der Berge sichtbar wurden.

An dieser Stelle der Beschreibung wird das folgende Bild eingeflochten, das aus anderer Quelle stammt und aus größerer Höhe
oberhalb des Bereichs der Talroute aufgenommen wurde, in dem Jozef Houben eine regenbedingte Fotopsause einlegen musste:

(217) Blick vom Aufstieg zum Peak 5800 (bei 36°02'50" N, 75°15'35" E) nach Südwesten

Der Standort des Fotografen ist nördlich des Kero Lungma-Gletschers. Der Blick geht in den oberen Bereich des Getschers,
wo mehrere Gletscherarme zusammentreffen. Hinter dem Felsgrat im Vordergrund liegt der Gletscherarm, der nach rechts zum Pass Nushik La führt.
Im Hintergrund sieht man Kapaltang Kun (6237 m), Paraber (6315 m), Haramosh I (7406 m) und Laila I (6986 m).
Vor diesen Bergen liegt der Chogolungma-Gletscher.

Foto: Collin Wells, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Es folgen weitere Fotos von Jozef Houben.

Kurz vor der Mündung des Tals des Hucho Alchori-Gletschers stiegen die Wolken auf und machten die folgenden 3 Bilder möglich:

(218) Blick aus ca. 3650 m Höhe im Kero Lungma-Tal nach Süden zum Shingu Kuru (5990 m)

Der Shingu Kuru ist der höchste Gipfel über dem unterem Chogolungma-Gletscher.
Links wendet sich das Kero Lungma-Tal nach Süd-Südosten, 12, 5 km weiter südlich
wird Arandu erreicht, der Ort, in dem der Trekk entlang des Chogolungma-Gletschers beginnt.
Im Vordergrund sieht man die alten Ablagerungen des Kero Lungma-Gletschers,
dessen Zunge jetzt (Stand 2025) etwa 1 km weiter rechts endet.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(219) Blick talabwärts zur Mündung des Tals des Hucho Alchori-Gletschers

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(220) Blick nach Osten ins Tal des Hucho Alchori-Gletschers

Der Hucho Alchori ist ein 6220 m hoher Gipfel in der langen Bergkette am Südrand des Hispar-Gletschers.
Unter dessen Südwestflanke beginnt der knapp 15 km lange Hucho Alchori-Gletscher, gegen dessen Zunge hier der Blick geht.
Hinter den Felszinnen liegt der Einzugsbereich des Solu-Gletschers. Die Beschreibung dieser Region finden Sie hier.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Nun muss man sich im Bereich des Kero Lungma einen Übergang zum Fuß am Westhang des Tales suchen.
Auf dieser Seite des Flusses wird Arandu erreicht.

(221) Blick aus ca. 3650 m Höhe zu dem nach Süd-Südosten gerichteten Abschnitt des Kero Lungma-Tals

Hinter den Bergen auf der linken Talseite liegt das Tal des Berelter Nala, dem Abfluss der Gletscher Solu und Sokha.

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(222) Blick entlang des unteren Abschnitts des Kero Lungma-Tals in Richtung Arandu

Im Hintergrund, also jenseits von Arandu, sieht man Gipfel der Berggruppe des Berginsho (5830 m).

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

(223) Rückblick zur Talmündung des Kero Langma in das Tal des Chogolungma-Gletschers bei Arandu

Foto: Inna Yagudina

(224) Blick von der Brücke über den Basha River bei Arandu nach Süden mit dem Seitental des Tippuri Gans

Foto: Jozef Houben, Aug. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

zum Beginn des Abschnitts E

F. Naamur Gans und Tormik La (4950 m)

8,5 km westlich von Arandu mündet von Süden das Tal des Naamur Nala in das Tal des Chogolungma-Gletschers. Auf Luftbild Nr. 5 sieht man diese Talmündung rechts unten. Die Bilder Nr. 15 und 22 zeigen die Sichten vom Trek entlang des Chogolungma-Gletschers in dieses Seitental bis hinauf zu einigen Gipfeln am Südrand des oberen und weitverzweigten Talkessels. In dieser Gipfelkette am Südrand gibt es den 4950 m hohen Passübergang Tormik La. Es ist der einzige Übergang, den sich Trekking-Gruppen für eine Überquerung der südlichen Gipfelkette zwischen Chogolungma-Gletscher und Indus-Tal zutrauen dürfen, sofern sie sich den Verhältnissen gewachsen fühlen, welche die Fotos dieses Abschnitts aufzeigen.

Aber auch nur der Besuch des Tals mit dem weitverzweigten oberen Talbecken lohnt sich. Man betritt eine weite und herrliche Almlandschaft und erlebt dennoch, direkt angrenzend, die Welt der Gletscher. Das Ganze ist eingefasst vom Gipfeln mit schönen Flanken aus Eis, Fels und Schnee.

Ein Zugang von Arandu entlang des Südrands des Chogolungma-Gletschers scheint wenig empfehlenswert zu sein. Der Zugang von der einfachen und gefahrlosen Trekking-Route am Nordrand des Chogolungma-Gletschers scheint die bessere Wahl zu sein trotz der erforderlichen Querung des Gletschers. Schon der untere und noch engere Bereich des Tals des Naamur Nala überrascht mit schönen Wiesenhängen. Der Pfad ist weitgehend gut ausgebaut und leicht zu gehen, denn er dient ja auch den Einheimischen und deren Vieh als Zugang zu den Weiden in diesem Tal. Im oberen Talbecken kann man in ca. 4125 m Höhe im Gras bei den alten, steinernen Almhütten direkt neben dem mittleren Gletscherarm zelten mit herrlichen Sichten zu allen Tageszeiten.

Der Zugang aus diesem Becken zum Tormik La führt über einen der Gletscherarme  und dann durch steiles Blockwerk. Trittsicherheit ist erforderlich. Ist man an derartiges Gelände gewöhnt, so sollte die Passüberquerung kein Problem sein. Auf der Südseite folgt zunächst ein flacher Gletscher und dann ein einfacher Pfad ins Tal des Tormik Nala, das in südöstliche Richtung zum Indus führt.

Für alle Bilder in diesem Abschnitt gilt: Foto: Jozef Houben, Aug./Sept. 2023; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Chogolungma-Gletscher liegt bei der Mündung des Naamur Nala auf ca. 3220 m Höhe.
Hat man den Bereich der südlichen Randmoräne hinter sich gebracht, betritt man das überraschend schöne Seitental,
ein willkommener Kontrast zu den wilden Eis- und Geröllhügeln auf dem Gletscher.

(225) Blick nach Süden im Tal des Naaamur Nala in ca. 3400 m Höhe

(226) Rückblick nach Norden im Tal des Naamur Nala in ca. 3400 m Höhe

Der Blick geht gegen Berge nördlich des unteren Chogolungma-Gletschers.

In ca. 3550 m Höhe trifft aus Richtung Südwesten das Tal des West Naamur Gans auf das Haupttal.
Von diesem Seitental stehen keine Fotos zur Verfügung. Gemäß GoogleEarth scheint es ein enges Tal
zu sein, in dem man bald auf den Gletscher trifft, beidseits eingefasst von schwer zu begehenden Randmoränen.
Die folgenden 4 Bilder wurden im Mündungsbereich dieses Seitentals aufgenommen.

(227) Blick im Tal des Naamur Nala in ca. 3530 m Höhe nach Süden

Voraus sieht man den Bereich der Mündung des Seitentals des West Naamur Nala.
An dieser Stelle wechselt der Pfad im Haupttal zum östlichen Talhang. Diese Querung ist meist
auf dem Lawinenschnee des Winters möglich, unter dem der Naamur Nala hindurchfließt.
Damit erspart man sich nasse Füße bei der andernfalls erfoderlichen Querung des West Naamur Nala - siehe folgendes Bild.

(228) Blick aus ca. 3550 m Höhe zur Mündung des Tals des West Naamur Nala

Man hat den Naamur Nala auf der Lawinenbrücke überquerrt und steht nun am Osthang des Haupttals.
Die beiden Gletscherbäche fließen ein Stück weit parallel, getrennt voneinander durch die Zinnen aus Sedimenten in Bildmitte.
Der Pfad im Haupttal wechselt erst nach Passage dieses gesamten Mündungsbereichs wieder auf die Westseite des Naamur Nala.

(229) Blick aus ca. 3560 m Höhe im Tal des Naamur Nala nach Südwesten ins Tal des Naamur Nala West

Nach Passage der Mündung des Seitentals wechselt man an geeignet erscheinender Stelle
wieder ans Westufer des Naamur Nala, der ab hier aber nur noch das Gletscherwasser aus dem mittleren und östlichen Naamur Gans zu Tal führt.

(230) Blick aus ca: 3670 m Höhe im Tal des Naamur Gans nach Süden

Rechts des Peak 5080 liegt der Pass Tormik La (4950 m).

Die unteren Hänge des Tals sind auch hier noch grün, obwohl die Fotos erst zum Ende des Sommers entstanden.

(231) Blick aus ca. 3740 m Höhe im Tal des Naamur Gans nach Süd-Südosten

Voraus sieht man die gemeinsme Zunge des mittleren und östlichen Naamur Gans.

(232) Rückblick aus ca. 3740 m Höhe nach Norden zum Shingu Kuru (5990 m)

Vor der Felswand in der linken Bildhälfte mündet der West Naamur Nala.

(233) Vor dem Gletschertor des Naamur Gans in ca. 3850 m Höhe

Der Gletscher muss nicht betreten werden. Der Pfad führt am Hangfuß entang und biegt hinten rechts
in den Talbereich des mitlleren Naamur Gans ein. Dort -  zwischen Hangfuß und Gletscher - trifft man
wieder auf Weideflächen zwischen dem Moränenkamm und dem Hang am dortigen Nordrand des Talkessels.
Der Eindruck, den das vorstehende Foto vermittelt, dass man es nun nur noch mit unwirtlicher Gletscherlandschaft
 zu tun haben wird, bewahrheitet sich also nicht. Nicht nur die erwähnte Hochalm  am Nordwestrand des Talkessels
wartet mit Gras und Blumen auf, sondern auch fast alle Berghänge bis in ca. 4500 m Höhe.

(234) Zwischen Gletscher und Berghang in ca. 3975 m Höhe kurz vor dem Einbiegen in den Bereich des mittleren Naamur Gans

Das folgende Telefoto zeigt die Gipfel am Südrand des Talkessel des mittleren Naamur Gans, die auch vorstehend zu sehen sind.
Im Grat rechts des Peak 5080 befimdet sich der Tormik La (4950 m).

(234) Tele-Blick aus ca. 3975 m Höhe nach Süden zu den Gipfeln am Südrand des Talkessles des mittleren Naamur Gans

Der Hang unterhalb des Tormik La ist weniger steil und abweisend, als man zunächst aufgrund des direkten Blicks in den Hang vermutet.

Vom selben Standort blickt man weiter links in den Talkessel des östlichen Naamur Gans:

(235) Blick aus ca. 3975 m Höhe am Westrand des Naamur Gans nach Südosten in den Talkessel des östlichen Naamur Gans

Auch an diesen Hängen reicht der Grasbewuchs bis auf 4500 m Höhe hinauf.

Die folgenden Fotos entstanden im Bereich der Alm am Nordwestrand des Talkessels des mittleren Naamur Gans.
In der Landkarte ist dort das Symbol eines Zeltes zu finden, womit zum Ausdruck gebracht wird,
dass die Alm ein idealer Platz für ein Zeltlager ist.
Zwischen Berghang und Randmoräne des Gletschers liegt ein allmählich breiter werdendes Ablasionstal,
in dem sowohl der Talgrund als auch die Hänge auf beiden Seiten üppig grün sind.
Der Talgrund dieses Bereiches beginnt in ca. 4125 m Höhe, erstreckt sich in einem leichten Bogen nach Westen
und endet dort erst in 4270 m Höhe. Im Grün des Moränenkamms lässt sich bequem und aussichtsreich
bis fast auf 4300 m Höhe wandern. Links und voraus stehen die Gipfel des Talkessels.
Wie bereits eingangs zu diesem Abschnitt erwähnt ist, war es selbst ein lohnender Besuch
dieses Seitentals, wenn man von hier aus denselben Weg zurück zum Chogolungma-Gletscher geht,
also auf die Überquerung des Tormik La in Richtung Süden und Indus-Tal verzichtet.

Die folgenden Bilder wurden von verschiedenen Punkten auf dem Moränenkamm aufgenommen.

(236) Blick aus ca. 4125 m Höhe auf der Hochalm des Tales nach Nordosten zu den Vorgipfeln des Berginsho (5830 m)

Von links ist man heraufgekommen. Unten blickt man auf den Bereich der Vereinigung des mittleren und östlichen Naamur Gans.

(237) Blick aus ca. 4130 m Höhe an der Hochalm zum Ostrand des Talkessels des Namur Gans

Die folgenden Bilder wurden aus dem Bereich der Moräne neben der Hochtal aufgenommen:

(238) Blick aus ca. 4150 m Höhe im Bereich der Hochalm nach Nordosten

Vom Standort des Bildes Nr. 236 war der Berginsho noch nicht zu sehen.
Hier - vom etwas höher und weiter entfernten Standort - ist der höchste Gipfel dieser Gruppe aufgetaucht.
Auf Luftbild Nr. 4 ist er von Süden zu sehen.

(239) Blick aus ca. 4150 m Höhe im Bereich der Hochalm nach Süden zum Tormik La

Der mittlere Naamur Gans ist zu überqueren, um an den Fuß der Nordrampe des Tormik La zu gelangen.

(240) Tele-Blick aus ca. 4150 m Höhe im Bereich der Hochalm nach Süden zum Tormik La (4950 m)

Die Querung auf dem mittleren Naamur Gans erfolgt in Richtung des Felsriegels links der Bildmitte.
Die Route verläuft weiter auf diesem Riegel und quert von dort nach rechts in den Hang,
der hier eine dünne Neuschneeauflage hat, und dort bis zum Grat direkt links des Hängegletschers.
Im Blockwerk dieses Grates führt die Route nach oben, quert aber unter dem letzten Aufschwung (mit Schatten
auf der linken Seite) etwas nach links in die Rinne direkt unter dem Pass.

(241) Blick aus ca. 4150 m Höhe im Bereich der Hochalm nach Südwesten

Wenn der Tormik La das nächste Ziel ist, so verlässt man die Moräne an deren Senke knapp rechts der Bildmitte.
Wer im Bereich der Hochlalm weiter erkunden möchte, kann dem Kamm der Moräne weiter folgen,
bis sie im Hintergrund im Bereich des Gletschers ausläuft.

Bei Sonnenaufgang wird von der Alm in Richtung Tormik La aufgebrochen
Von der Moräne geht man nach links hinunter auf den Gletscher.

(242) Blick bei Sonnenaufgang im Bereich der Hochalm nach Südwesten

Bild Nr. 241 war fast vom selben Standort in der Nachmittagssonne des Vortags entstanden.
Wer auf der Hochalm übernachtet, kann die Landschaft in ihren schönsten Farben am Abend und am Morgen erleben.

(242a) Blick vom mittleren Naamur Gans nach Süden zum Tormik La (4950 m)

Zur Höhe des Passes muss angemerkt werden, dass sie nicht genau ermittelt werden konnte.
In offiziellen Landkarten gibt es den Pass entweder gar nicht oder an der falschen Stelle und dort ohne Höhe.

(243) Blick vom mittleren Naamur Gans nach Westen

Das folgende Bild entstand auf dem Rücken des Felsriegels, auf dem man sich dem Schlussanstieg nähert.
Hier erkennt man, dass der Hang unter dem Pass keineswegs so steil ist, wie es in der Sicht von der Hochalm zunächst der Fall zu sein schien.

(244) Blick aus ca. 4500 m Höhe auf dem Felsriegel in den Hang unter dem Tormik La

Die Route bleibt in dem Hang links des Hängegletschers

(245) Blick aus ca. 4900 m Höhe im Schlussanstieg zum Tormik La nach Norden bis Nordosten

Am linken Bildrand sieht man den Bereich der Hochalm hinter der Gletschermoräne,
wo man die Nacht vor der Passüberquerung verbracht hat.
Über den Gipfeln am Nordrand des Chgolungma-Gletscher tauchen Gipfel des Hispar Muztagh auf.
Rechts ist der Berginsho (5830 m) zu sehen

(246) Blick vom Tormik La (4950 m) nach Norden

Dieser Blick vom Tormik La ist wahrhaftig fantastisch.
Von den Gipfeln am Chogolungma-Gletscher war bisher nur der Shingu Kuru (5990 m) zu sehen.
Jetzt sieht man links auch den Kapaltang Kun (6237 m) und den Spantik (7027).
Das ganz Besondere sind aber die Gipfel des Hispar Muztagh, die man aus Richtung Süden
fast immer nur aus dem Flugzeug sieht. Die Bilder Nr. 4 bis 7 zeigen diese Gipfel aus dem Flugzeug.
Dort ist die Sicht zum Hispar Muztagh natürlich noch umfassender - aus ca. 8000 m Höhe.

(247) Blick vom Tormik La (4950 m) nach Nordwesten

Vorne liegt der tiefste Punkt im Grat. Dort beginnt der Hänge-Gletscher, neben dem man zum Pass aufgestiegen ist.
Von Bildmitte nach rechts folgen die Gipfel, die Bild Nr. 242 zeigt.

(248) Blick vom Tormik La (4950 m) nach Nordosten zum Berginsho (5830 m)

Die Route vom Pass nach Süden führt zunächst über einen nicht allzu steilen Gletscher.
Aber mit Spalten ist dennoch zu rechnen.

(249) Blick vom Tormik La (4950 m) nach Süden

Vor den Gipfeln am Horizont liegt das Tal des Indus.

(250) Blick vom Tormik La (4950 m) nach Südosten

Das Tormik-Tal ist nach Südosten gerichtet und mündet bei 35°35'20! N, 75°18'43" E in den Indus - in ca. 2000 m Höhe.

(251) Blick vom Tormik La (4950 m) nach Südosten

Der B21 (5827 m) ist der höchste Gipfel am Westrand des Shigar-Tals.

(252) Blick aus ca. 4810 m Höhe auf dem Gletscher südlich des Tormik La nach Osten

Die beiden Gipfel links oben stehen am Südrand des östlichen Naamur Gans.
Bild, Nr. 237 zeigt sie von Norden.

(253) Rückblick aus ca. 4790 m Höhe auf dem Gletscher südlich des Tormik La zum Pass

(254) Blick aus ca. 4730 m Höhe auf dem Gletscher südlich des Tormik La zu den Gipfeln westlich des Passes

(255) Rückblick aus ca. 4720 m Höhe auf dem Gletscher südlich des Tormik La nach Norden zum Pass

(256) Rückblich aus ca. 4550 m Höhe nach Nord-Nordwesten

Der Pass, der rechts neben dem Peak 5100 liegt, ist nicht mehr zu sehen.

(257) Blick aus ca. 4500 m Höhe nach Norden zu den Gipfeln am Südrand des östlichen Naamur Gans

Man beachte die unterschiedlichen Gesteinsfarben, die sogar erkennen lassen, von welchen Hängen das Material der Moränen stammt.

(258) Blick aus ca. 4470 m Höhe nach Süden ins Tormik-Tal

(259) Rückblick aus ca. 4400 m Höhe nach Norden zu den Gipfeln am Südrand des östlichen Naamur Gans

(260) Blick aus ca. 3900 m Hohe nach Süden ins Tormik-Tal

Dor unten wird man eine Möglichkeit finden, sich zum Indus chauffieren zu lassen.

zum Beginn des Abschnitts F

G. Die Südseite der Haramosh-Gipfelkette

Die südlichen Abhänge der Haramosh-Gipfelkette enden tief unten am Indus in Höhen unter 2000 m. Dort verläuft die Straße, die südlich von Gilgit vom Karakorum Highway abzweigt und in Richtung Osten nach Skardu führt. Von dieser Straße aus sind nur die Hänge der niedrigen Vorgipfel der Hauptkette zu sehen. Wer mehr vom Boden aus sehen will, muss vom Indus aus entweder durch das Tal des Stak Nala in Richtung Norden oder durch das Tal des Tormik Lungma in Richtung Nordwesten aufsteigen. Der oberste Abschnitt des Tals des Tormik Lungma bis hinauf zum Tormik La ist im vorstehenden Abschnitt  beschrieben.

Im Bereich des Indus-Tals verläuft auch die Flugroute zwischen Islamabad und Skardu. Sowohl beim Hinflug - da muss man links sitzen - als auch beim Rückflug - da muss man rechts sitzen - kann man

sich auf diesem Weg einen Überblick verschaffen. Besonders interessant wird der Rückflug, wenn die Flugzeuge in Skardu zunächst nach Osten starten und dann in einem Links-Bogen die Richtung um 180 Grad nach Westen ändern. Rechts geht dann der Blick bis zum K2 und anschließend über die Chogolungma-Region (Bilder Nr. 4 bis 7) hinweg zum Hispar Muztagh. Schließlich wird dann auch noch der Haramosh I auf der Südseite passiert.

Eine Tücke bei der Wahl dieses Verkehrsmittels anstatt des Autos darf aber nicht unerwähnt bleiben: Da die Gipfel beidseits des Indus bis in die Flughöhe hinaufreichen, kann nur auf Sicht geflogen werden. Das ist der Grund dafür, dass bei schlechtem Wetter nicht nach Skardu geflogen wird und von dort auch kein Flug abgeht. Das hat schon so manchen Expeditionsplan durcheinander gebracht hat.

Die folgende Beschreibung beginnt mit Luftbildern in der Reihenfolge von Westen nach Osten, unabhängig von der Flugrichtung.

(261) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Westen

Dieses Foto ist bei einem speziellen Rundflug entstanden, bei dem das Flugzeug nicht der Route der Linienflüge nach Skardu folgte,
sondern den Wünschen der Fluggäste entsprechend die bekannten Gipfel ansteuerte - auch in größerer Höhe.
Links unten sieht man den Mani-Gletscher; es ist die entgegengesetzte Blickrichtung zu Bild Nr.179 und 180.. Durch das Tal,
 das man links unten erahnt, führt die Route des Abstiegs vom Haramosh La, die in Abschnitt D beschrieben ist.
Rechts verläuft das Tal des Indus.

Foto: Bernhard Krainer, Mai 2007; Beschriftung: Günter Seyfferth

(262) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Südwesten
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Foto: unbekannt, 2007, Beschriftung: Günter Seyfferth

(263) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Süden 

Links des Haramosh I sieht man den Malubiting (7458 m) und in der Ferne sogar einige Gipfel des östlichen Batura Muztagh
Im Hintergrund rechts sind Gipfel des Hispar Muztagh zu sehen.
Die Nebengipfel des Haramosh I sind in der vergletscherten Bergflanke schwer auszumachen.

Foto: Emran Ashraf, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Auf derselben Sichtlinie sind die zwei folgenden Luftbilder entstanden:

(264) Luftbild des Malubiting (7458 m) und Haramosh I (7406 m) von Süden

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

(265) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Süden 

Foto: Arif Khan, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(266) Luftbild der Haramosh-Mountains von Ost-Südosten

Das Flugzeug fliegt über dem Indus nach Osten. Die relativ geringe Flughöhe macht die Gipfelbestimmung
in den hintereinander liegenden Bergketten besonders schwer.
Links der Bildmitte sieht man nun neben dem Malubiting auch Laila und Spantik.
Rechts der Bildmitte stehen Paraber und Kapaltang Kun.
Im Vordergrund links liegt das Tal des Stak Nala, in dem die Bilder Nr. 283 bis 293 aufgenommen wurden.
Das Tormik-Tal ist rechts markiert. Über den Pass Stak La ist es mit dem Tal des Stak Nala verbunden (siehe Bild Nr. 280).
Von der Straße im Industal sind lediglich die Hänge der Vorgipfel im Vordergrund zu sehen.

Foto: Andreas Hammer, Juli 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

Das folgende Bild zeigt die Gipfel in der linken Bildhälfte aus einer Position, die etwas weiter östlich ist.

(267) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Südosten

Im Hintergrund sind der Rakaposhi (7788 m) und der Diran (7285 m) zu sehen.
Die Beschreibungen der Rakaposhi-Region finden Sie hier und hier.
Im Vordergrund unten verläuft das Tal des Stak Nala, aus dessen Bereich die Bilder Nr.Bilder Nr. 283 bis 293 aufgenommen wurden.

Foto: Bernhard Krainer, Juli 2007; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(268) Luftbild der Chogolungma-Region von Süden
mit Mani Peak (6685 m), Laila I (6986 m), Spantik (7027 m), Haramosh II (6666 m) und Paraber (6315 m)

Es ist unschwer zu erkennen, dass dieses Foto wie auch das folgende auf dem Flug von Osten nach Westen aufgenommen wurde.
In diesem Fall hat das Flugzeug bereits die große Schleife nach dem Start in Skardu hinter sich und eine große Flughöhe erreicht.
Auch die Bilder Nr. 5 bis 7 wurden bei diesem Flug aufgenommen.
Im Vordergrund blickt man in das Gletscherbecken des Khotia Lungma-Gletschers, der aus der Ostflanke des Haramosh I kommt.
Der Gletscher wird durch das Tal des Stak Nala erreicht.

Foto: Roger Nix, flickr.com, Juli 2022; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(279) Luftbid des mittleren Bereichs der Haramosh-Mountains von Süden

Diesess Foto zeigt nochmals die Vorgipfel, die auch Bild Nr 266 im Vordergrund zeigt.
Es ist ein Bergmassiv südlich des Passes Stak La zwischen den Tälern des Stak Nala im Westen und des Tormik Lungma im Osten.
Da dieses Foto aus etwas größerer Höhe aufgenommen wurde, hilft es bei der Analyse der Topografie.
Die Gipfel, mit denen das Massiv links beginnt, sind am rechten Rand von Bild Nr. 142 von Norden zu sehen.

Foto: unbekannt; Beschriftung: Günter Seyfferth

Luftbild Nr. 4 zeigt die nochmalige Fortsetzung nach rechts.

Die folgenden Luftbilder geben einen Einblick in den Bereich des Khotia Lungma-Gletschers (Bild Nr. 268)
unter der Ostwand des Haramosh I. Es ist der Bereich, in dem die dann anschließenden Fotos aufgenommen wurden.

(280) Luftbild von Ost-Südosten zum Haramosh I (7406 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Die Position des Flugzeugs befindet sich über dem Tal des Tormik Lungma.
Der Blick geht über den Pass Stak La (4601 m) hinweg in den Bereich des Kothia Lunmgma-Gletschers unter der Ostwand des Haramosh I.
Links des Hauptgipfels sieht man fast alle Nebengipfel in der Süd- und Ostflanke des Berges.

Foto: Bernhard Krainer, Juli 2007; Beschriftung: Günter Seyfferth

Von einer Position etwas weiter nördlich präsentiert sich die Ostflanke des Haramosh I wie folgt:

(281) Luftbild des Haramosh I (7406 m) von Ost-Südosten
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Die Gipfel im Vordergund gehören zum Hauptgrat südlich des Kapaltang Kun zwischen Goropha-Gletscher im Westen und Remanedok Kushum-Gletscher im Nordosten.
Bild Nr. 287 zeigt den Grat zwischen Haramosh I und Mani Peak vom Kothia Lungma-Gletscher, also von links.

Foto: Bernhard Krainer, Juli 2007; Beschriftung: Günter Seyfferth

Entlang der Linie Kapaltang Kun - Paraber - Mani Peak - Haramosh I ist das folgende Foto aufgenommen,
also aus einer Position, die gegenüber Bild Nr. 281 nochmals etwas weiter nördlich liegt:

(282) Luftbild aus Richtung Ost-Nordost zum Haramosh I (7406 m) mit Kapaltang Kun (6237 m), Paraber (6315 m) und Mani Peak (6685 m)
(hier ist keine größere Bildversion hinterlegt)

Links sieht man erneut die Gipfel, die auch die Bilder Nr. 280 und 281 auf der linken Seite zeigen.

Foto: Bernhard Krainer, Juli 2007; Beschriftung: Günter Seyfferth

Wir begeben uns nun virtuell in das Tal des Stak Nala und erkunden den Bereich unter der Ostwand des Haramosh I vom Boden aus.
Das Wetter war nicht ideal, als der Fotograf Felix Kugele dort auf Erkundungstour ging,
aber er brachte dennoch Fotos mit, welche sehr hilfreich sind, um die Topografie dieses Bereichs zu verstehen.
Und die Fotos sind wertvoll, weil sie die bisher einzigen sind, die neben vorstehenden Luftbildern zur Verfügung stehen.

Von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers wurden folgende 4 Fotos aufgenommen:

(283) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Süd-Südwesten

Es ist der Blick talabwärts über den Ort Stak und das Indus-Tal hinweg.
Der Diphungy (5940 m) ist der höchste Gipfel am südlichen Rand des Indus-Tals und östlich des Astor-Tals am Nangsa Parbat.

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

(284) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Südwesten zum Diphungy (5940 m)

Weil dieses Foto aus GoogleEarth den Diphungy so herrlich bei Sonnenuntergang zeigt, sei es auch hier gezeigt.

Foto: Ephrem Ferrari, GoogleEarth

(285) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Norden zum Goropha-Gletscher

Es ist unklar, ob "Goropho" die richtige Bezeichnung für den Gletscher ist. Man findet auch "Paraber-Gletscher".
Der Goropho La ist nur theoretisch ein Übergang zum Chogolungma-Gletscher.

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

 

(286) Blick von einem Standort am Hang nordöstlich der Zunge des Khotia Lungma-Gletschers nach Westen

Jenseits des Khotia Lungma-Gletschers verläuft der Trekking-Pfad zwischen Randmoräne und Hangfuß.
Das Bild belegt, dass man sich dort leicht der Ostflanke des Haramosh I nähern kann, ohne den Gletscher betreten zu müssen.
Der Fotograf hat diese Möglichkeit genutzt und ist auch am begrünten Hang empor gestiegen, um noch mehr von der Umgebung zu sehen.

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

Die folgenden Bilder sind in dem vorstehend beschriebenen Bereich am Khotia Lungma-Gletscher entstanden.

(287) Blick vom Südrand des Khotia Lungma-Gletschers nach Nordwesten mit Haramosh I (7406 m) und Mandu Peak (6685 m)

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

(288) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers nach Osten bis Südosten
mit den Gipfeln beidseits des Passes Stak La (4601 m)

Der Pass Stak La verbindet das Tal des Stak Nala mit dem Tal des Tormik Lungma.
Die Gipfel im rechten Bildtteil sind sowohl auf Bild Nr. 142 - dort von Norden - zu sehen als auch auf Bild Nr. 279 - dort von Süden.

Foto: Felix Kugele, Jan. 217; Beschriftung: Günter Seyfferth

(289) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers
nach Nord-Nordwesten zum Bereich des Haramosh II (6666 m, in Wolken)

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

(290) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers nach Norden

Das BIld schließt rechts an Bild Nr. 289 an.

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

(291) Blick von einem Standort am Hang südlich des Khotia Lungma-Gletschers nach Nordosten
zu den Bergen östlich des Goropho-Gletschers

Hinter diesen Bergen liegt der Remanedok Kushun - Gletscher, der zum Chogolungma-Gletscher fließt.
Luftbild Nr. 281 zeigt im Vordergrund diese Berge von der anderen Seite.

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

(292) Blick vom Südrand des Khotia Lungma-Gletschers nach West-Nordwesten

In 3450 m Höhe endet der bequeme Wege entlang des Südrands des Gletschers.
Vom Peak 5060 erstreckt sich ein langer Grat über den Peak 6030 bis zum Gipfel des Haramosh I.

Foto: Felix Kugele, Jan. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

(293) Blick vom Khotia Lungma-Gletscher in 3500 m Höhe nach West-Nordwesten

Es ist die Sicht wie im nebenstehenden Foto, aber vom Eis des Gletschers.

Foto: Felix Kugele, Jna. 2017; Beschriftung: Günter Seyfferth

zum Beginn des Abschnitts G

Wenn Sie sich ausführlich über diesen Teil des Karakorum, seine Erkundung und über die Expeditionen informieren wollen,
so empfehle ich Ihnen die Veröffentlichung von Wolfgang Heichel: Chronik der Erschließung des Karakorum, Teil II - Central Karakorum
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